19.06.2011

Eine Seefahrt die ist lustig...

So schaukelten wir dahin...auch die nächsten Tage. Das Meer sah war zwar relativ ruhig aus, es wehte allerdings ein starker Wind, der erste Tag ohne Sonne

Die Tage auf See haben dann doch etwas an unseren Nerven gezerrt. Man muss sich schon zu beschäftigen wissen. Das Wetter war ausser einen Tag absolut traumhaft, so verbrachten wir viel Zeit an Deck. Im Liegestuhl lesen und auf das Meer schauen wurde zur Hauptbeschäftigung. Zwischendrin sahen wir Wale und Delphine um unser Schiff hüpfen. Sie sahen von Deck 13 allerdings sehr klein aus...

Capitano Guiseppe  - immer leger und lustig, locker
Sonne mach mich...
Schaukel...

Von der Crew sahen wir die meisten nur im Vorbeirauschen oder beim Essen...oder bei einem Klöhn-schnack auf der Brücke oder im Flur. Allesamt waren sehr zuvorkommend und nett.
Schnell hatten wir unseren eigenen Ablauf gefunden. Nach dem Frühstück wurde erst mal gelesen oder Computer /Game Boy "gedaddelt", mal verirrte sich jmd. von uns in einem unserer Reiseführer und plante die Route. Nach dem Mittagessen ging es an Deck und in die Sonne, weiterlesen oder Sport treiben, was allerdings eher weniger geschah, da man sich vorkam wie auf einem Gefängnishof. Man konnte sonst auch einfach wunderbar da liegen und das Meer und die Umgebung anschauen, auf die Brücke gehen..

Besuch auf der Brücke, Erklärung von Nazir

hier wird noch von Hand gearbeitet...more or less
Lass mich ran, ich geb Schubrakete.

"Captain- Clemi", nur ned hudeln...

Ausblick von der Brücke
fast alles für Afrika
Nach dem Abendessen war die Zeitüberbrückung schon etwas schwieriger. An manchen Abenden saßen wir mit Klaus zusammen, hörten dabei die Reiseberichte von Klaus und Volker, da die beiden haben schon fast alles auf der Welt gesehen haben und nun erneut nach Südamerika reisen, um primär um den Amazonas heraufzufahren.
die 3 von der Tankstelle
mehr Meer!
Umso freudiger nahmen wir die Einladung von unserem Sicherheitschef Nazir an, der uns die Katakomben und einzelne Decks, Maschinen etc. zeigen wollte. Wiedermals erfuhren wir am eigenen Leib, wie groß der Kahn war. Schon alleine ca. 3500 - 4000 Fahrzeuge sowie 1500 Container waren geladen. Wir schlenderten über die Decks, durchwanderten Treppenhäuser und guckten, welche Autos wo ausgeladen werden sollten. Wir waren froh, dass wir unser Höördie nicht als „RoRo“ aufgegeben hatten. Diese Autos durften nicht abgeschlossen werden und waren teilweise voll beladen…gewesen...

die Zwischendecks sind voll bis zum letzten Platz...
neue Heimat: Brasilien
Kopf grösser als ein Anker...

Mooring / Muring und Anker...
...kommt ein Wagen voll beladen...
Am nächsten Tag wurden wir vom "Chief-Electrican" in den Maschinenraum eingeladen. Viel verstanden wir auf Grund der Lautstärke und des Fachchinesisch nicht, es war dennoch sehr beeindruckend, dass sich die gesamten Maschinen über 5 Decks erstrecken. Eine Kommandozentrale, Tischlerei und Schweißerei war ebenfalls dort zu finden.
Maschinenraum. Heiss und laut!
Überwachung aller Maschinen

Schraubenschlüssel in anderen Dimensionen

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