16.03.2012

07.03.2011 Cerro de Pasco / Peru

Den einfachsteten Weg von Oxapampa nach Lima liessen wir "links liegen", denn die Stadt TARMA kannten wir bereits und Wege doppelt fahren ist wie Restaurants - auf so einem Tripp - zweimal besuchen: EHER LAAAAANGWEILIG.
Bei – in – um Oxapampa sollte es einen Weg durch die Berge geben. Dieser sollte iiiiiiiiiirgendwann in der aber nun wirklich „Höchstgelegenen Stadt der Welt“ namens CERRO DE PASCO ankommen, bevor wir am Tag darauf die Hauptstadt Lima erreichen würden.
Die Herausforderung war allerdings, dass kaum einer der Befragten diesen Weg kannte. Noch nicht mal unser GPS oder die Landkarte. Wir fragten uns dennoch durch. Bei manchen, die den Weg kannten dauerte er 10 Stunden, bei anderen lediglich 5. Sehr präzise also. Insbesondere bei dem Wetter und den dadurch entstandenen Stassenverhältnissen, legte man uns nahe, in jedem Ort oder Siedlung den/die wir trafen uns nach dem weiteren Weg zu erkundigen, wenn wir den Weg denn schon fahren wollten...
Wir sahen schon bei der Suche nach dem Weg aus "OXA" wohl etwas hilflos aus, so bekamen wir für die ersten 20 km. eine 3 köpfige, helmlose, jeanstragende und gummistiefelbesohlte Polizeieskorte.
Gut so. Ich fand´s sexy.
Die 3 Herren waren sehr freundlich und fuhren uns zum „Ausgangspunkt“…danach wünschten sie uns Glück und sagten, dass wir auf jeden Fall in „Santa Maria“ fragen sollten, ob der weitere Weg, der erneut Höhen und Tiefen auswies, befahrbar sei.
1,2 Polizei...
(Nr. 3. befindet sich in unserem Windschatten...)
blühendes Bäumchen
OXA von oben
Schnell wurde klar, dass dieser WEG nicht der Normale ist…und auch laut unseren Infos hatte kein Overlander ihn vor uns befahren. Yeah, was für eine Challenge! Es rockte also! ;)

Bei Sonnenschein, guter Laune und lauter Musik durchfuhren wir eine saftig grüne Hochlanddschungelpartie, umgeben von Obstbäumen, Kaffepflanzen und bunten Blüten. Die Kurven nahmen zu und zogen an. Sie waren so eng, dass wir jedes Mal rangieren mussten, damit wir mit dem Lord um die Ecken kamen. Bisschen mühselig, aber wenn uns keiner entgegenkam, was relativ selten war, klappte es ganz gut….wenn man nicht auf den immer tiefer werdenden Abgrund schaute.
diese Strasse war Matsch...aber "easy" für uns
Santa Maria erreichten wir nach NUR 2,5 Stunden. Flotte 38 Kilometer hatten wir bis dahin zurückgelegt.
Tankstelle in Santa Maria
Schon bald erkannten wir, dass der Weg hier zu Ende war…auf jeden Fall für den Löördie.
...so...büsschen eng hier...
zu Fuss ginge es.
Aber es gab ein Schlupfloch in der Ortschaft AQUAS FRESCAS…und ab da konnten wir erst mal geniessen. Schon bald waren wir auf 4.401 m und wir thronten über den Bergen, die irre grün und bewachsen waren. UNTEN tosende Flüsse. Wir waren das Königspaar der Schotterstrassen….bis mal wieder was im Weg lag. Einige Male kamen wir eigenständig drüber hinweg, bzw. war die „Muhre“ schon platt gefahren.
Dann doch den anderen Weg 
Hier in "Frisco" hat niemand auf uns gewartet...
WEITEEEE!!!
...noch ein Engpass...
…oder wir mussten sie noch „plattmachen“….was 45 Minuten schaufeln in der Mittagshitze hiess…
Es war dennoch kippelig darüber zu rangieren und der Abgrund kam gefühlt noch näher…denn dieser Strassen waren nicht für zwei Fahrzeuge gebaut worden. Nein, es war definitiv nicht meine Lieblingsbeschäftigung darüber zu fahren. Aber die Alternativen waren mau. Also, Augen zu und durch.
wie "geschnitten" Berg
Da buddelt schon einer...
pack mas gemeinsam!
Clemens erwischt einen Steinschlag von oben.
Zum GLÜCK nur auf den Unterarm

...eher eng auf den Strassen
ABER GENIAL!!!

Auch mitten im Nichts taten sich Ortschaften und sogar teilweise kleine Städte auf. Nix Erwähnenswertes, aber verblüffend, wo sich Menschen doch ansiedeln. Dass man uns da anguckte wie vom Mond geplumpst, verwunderte uns nicht…Ausserdem hatten hier die meisten Menschen - besonders Kinder, wieder kräftige, blaue Bäckchen...das Wetter tat also wieder Einiges...
Christstern-Baum
...alle freuen sich über den Besuch von uns!
Baustellen sind in Südamerika KEINE Sperrzone...
...man fährt einfach mittendurch. Und?
HUUUUUUUUUPT!
Watt ne Ferkelei auf der Strasse...
Das Telekom Schaf mit Baby
idyllisch...
hinterm Horizont....
...gehts weiter!!

Die Strassen wurden zwar auf manchen Teilen ausgebaut, dennoch waren sie erst ab CARHUAMAYO asphaltiert. Von dort ging es dann "fast schnell" und wir erreichten - bei Regenschauer und Dunkelheit - die Mienenstadt CERRO DE PASCO.

Die Stadt, die im Reisefüher unter: BESUCH NICHT NOTWENDIG WEIL DRECKSSTADT stand….(KEIN Witz)
...aber nun, irgendwo mussten auch wir hin und somit wuselten wir uns durch die tatsächlich dreckige, laute und dicht besiedelte Stadt, die immerhin 70.000 Nasen zählt.

Ohne Vorurteile fuhren wir HINEIN in das Böse...ABER die Strassen waren hier tatsächlich  besonders schlecht, die Autos hupten besonders laut, der Regen war besonders nass und die die Hotels?...waren besonders bescheiden. Hier brauchte man aber Unterschlupf und Stellplatz…denn wir lagen hier knapp auf 4.500 m und die Temperatur war dann doch eher schattig…und man legte uns nahe, NICHT lange auf den Strassen zu bleiben und uns und unser Auto dann"in Sicherheit" zu bringen.
Fiel für uns in die Kategorie: KUSCHELIGES PLÄTZCHEN.

Wir fanden im Centrum das HOTEL WONG mit Garage…und Zimmer für 11,00€….sowie Familienanschluss im angrenzenden Hühnchengrill.
Cerro de Pasco von oben...
...Löördie wird passend gemacht...
Aber 9,5 Stunden für 205 km hatten uns etwas geschlaucht...
Nach einer heissen Suppe und einem Kännchen Cocatee sah die Welt schon wieder anders aus.

Allerdings rochen wir und unser Zimmer Dank Gockelgrillage dann doch fettig und würzig.
Löördie in der Garage dito.

Die heisse Wärmflasche sowie die 3 Wolldecken, die man uns aufs Bett bereitlegte entschädigten dann aber doch. Vorest.
Das von 6:00-9:00 angekündigte heisse Wasser liess auf sich warten.
Gänzlich. Vermutlich bis heute.

Es kam nämlich nichts. Garnix. Noch nicht mal Braunes Wasser.
Zähneputzen war also mit unseren letzten Mineralwasserreserven angesagt und die italienische Dusche mussten reichten.
Naja, es regnete  und es waren freundliche – 2 Grad. ..aber da soll man ja sowieso nicht mit nassen Haaren vor die Tür....

Zur Krönung legte der Gockelgrill ab 05.00 h früh los und heizte ein..dadurch "peitschte" er  FETTE und WÜRZE los, die auf nüchternen Magen einfach nur GEHT so sind. ;)

ABER meckern ist anders.
Das ist Erlebnis -Hotel-Gastronomie!


Endlich aus der Stadt heraus, sahen wir auch die ganzen Mienen….hui, war die Umgebung der Stadt dreckig. Nein, SAUDRECKIG. Wieder ein Phänomen, dass man seinen Dreck immer vor der Stadt, quasi der Haustür, ablädt.

Cerro de Pasco liegt auf einer Hochebene auf 4.338 m in den Anden und gilt als eine der höchstgelegenen Städte der Erde. Sie befindet sich eingeschlossen in einer Ebene in den zentralen Anden . Von der Hauptstadt Lima ist die Stadt etwa acht Autostunden entfernt. Der Weg führt entlang am Naturschutzreservat des Sees Lago Junín. Gleichfalls führt eine der weltweit höchstgelegenen Eisenbahnstrecken nach Cerro de Pasco. Sie dient allerdings nicht dem Personenverkehr, sondern dem Transport der abgebauten Erze nach La Oroya, bzw. an die Küste nach Lima. Alternative gut ausgebaute Routen für den Güterverkehr (Straße und Schiene) existieren bisweilen nicht. Cerro de Pasco gilt als Zentrum der Minenindustrie in den Zentralanden Perus. Im Zentrum Cerro de Pascos befindet sich eine Tagebaumine und eine Untertagemine. Seit den 1960er-Jahren wird dort hauptsächlich Blei und Zink abgebaut, vorher auch Kupfer. Ein Großteil der Bevölkerung ist im Bergbau (Silber, Blei, Gold, Kupfer und Zink) beschäftigt.
By the way...(leider verpasst, da zu spät gewusst)
http://www.foto-reiseberichte.com/2011/02/09/wie-heist-die-hochstgelegene-stadt-der-welt/

Wir entschieden noch einen kleinen LOOP zu drehen und in das nah gelegene Natur Reservat JUNIN zu düsen. Wahrscheinlich war es ja bei Nebel und Regenwetter eine ganz besondere Attraktion....schliesslich lag es auf 4.100 m und der See soll mit seiner Fläche von 53.000 Hektar der zweitgrösste Perus sein, also nach dem Titicacasee...
Müll - See bei Cerro de Pasco
Fell über die Ohren gezogen
irgendeinen Esel trifft man immer 
Sauerei am Wegesrand
Am Ufer des Sees finden sich Sümpfe und Schilf und das Gebiet beherbergt eine Vielzahl von Zugvögeln und Amphibien, HaseMäusen (Vizcachas), wilde Meerschweinchen, Füchse und andere Arten. Nicjt alle liessen sich sich sehen.
Es war schon sehr schön hier.
Bei Sonnenschein und Trockenheit sicherlich noch ein „Tickchen“ netter, aber wir genossen die Einsamkeit und die Natur.
ab vom Schuss wäre schmeichelhaft
Das hässliche Entlein
"können Sie bitte die Tür zu machen..."
Kategorie: Fussballstadien dieser Welt
!!! We like LAMA-Lauf!!!
...irgendwas ist immer.
no friends.
ich sach ja..Irgendwas...
Schäfer im Regen
wir sind JETZT da
Bergbaustadt
Ab der Stadt JUNIN „schraubten“ wir uns langsam wieder herunter…ab da beschlossen wir , die kommende Woche KEINE Kurven mehr zu fahren…grosse und kleine Mienenstädte am Wegesrand, blitzende Lagunen und verschneite Berge. Unvorstellbar, das HIER irgendwann die Hauptstadt aufkreuzen sollte…die Strecke zog sich schlimmer als Kaugummi…ungeduldig rutschen wir auf den unseren Sitzen hin und her…BLOSS diese angekündigte Chaos Stadt im Hellen erreichen…kam aber anders....

Nochmal flott auf 4.800 m hoch...und dann?...dann wurden wir von unserem ersten, nicht ganz so netten Polizisten rausgezogen, ermahnt und bestraft…"da wäre noch so eine durchgezogenen Linie gewesen"
- auf die eigentlich nur wir in diesem Land achten….ausser in dieser Sekunde-
Statt der 350,00 SOL (ca. 100,00€) gab er sich auch mit 10,00 € ohne Rechnung zufrieden.
Wir auch, da er Clemens inzwischen hartnäckig im angrenzenden Büro für 20 Min. festhielt, wild diskutierte und böser Polizist spielte…
tutututu!
Wir erreichten Lima. Zum Sonnenuntergang, hatten zwar die Adresse des Hostal Hitchhiker im Stadtteil Miraflores, doch auch diese Grossstadt (8,5 Mio) begrüsste uns mit einem Verkehrschaos vom Feinsten. Gefühlt waren wir wieder in La Paz…
Prima Klima...in....
L I M A ! ! !
Nach zwei Stunden erreichten wir dann noch den schönen, gepflegten und am Meer (!!!) liegenden Stadtteil Miraflores und das Hostel, wo wir sicher auf dem Hof parken konnten und auch noch alte Bekannte trafen.
http://bushcats.wordpress.com  
Nach 3 Wochen "fasten" liessen wir die vergangenen Tage Revue passieren…und das taten wir genau so:
BEI nem schicken Vino und einem Steak.

Denn das hatten wir uns echt verdient!
Oxapampa  - Cerro de Pasco (Junin) Lima