Die Posada Anita lag sehr verkehrsgünstig und bot Familienanschluss. Hatte aber warmes sogar Wasser. Auffällig ist, dass die Mexicaner meist ihren Schwerpunkt NICHT auf die Badezimmer und WC´s legen. Diese sind oftmals so klein, dass man auf dem Klo sitzend gleichzeitig Duschen und Zähneputzen muss, da der Platz sehr beschränkt ist. Aber zurück zu der Stadt.
Die Hauptwirtschaftszweige der kleinen ehemaligen Bergbaustadt sind Verarbeitung, Handel und Export von Silber und Tourismus. Mexikos berühmte Silber-Stadt wurde an einem Hang, rund um einen Berg errichtet, das Erscheinungsbild der kleinen Stadt zeichnet sich vor allem durch die rot geziegelten Dächer und die Kopfstein gepflasterten, steilen Gassen aus, die wir ab Abend gleich zu Fuss hoch stiegen.
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| Tortilla Suppe mit Einlage (also Allem) |
Als „Collectivos“ (ausserhalb der schmalen Gassen) findet sich oft der VW Bulli. Toll, hier gefiel es mir. Meine beiden VW-Lieblinge auf einem Haufen. Am Abend bot die Stadt ein tolles Bild, alles leuchtete und die Stimmung war klasse. Auch hier gibt es in der kleinsten Hütte einen MC Donald. Auch tagsüber ist es schön durch die Gassen zu laufen, sich über den in steilen Gassen angelegten Markt zu drängen, oder einfach irgendwo auf einen Käfer zu warten. Spätestens nach ein paar Sekunden brummte und brauste einer um die Ecke, rangierte in den verdammt engen Gassen, die teilweise wir ein Labyrinth oder eine Murmelbahn angelegt sind und peste weiter. Ich fand es einfach fantastisch. Es war irgendwann schwer, ein Foto der Stadt OHNE „VOCHO“ = Volkswägelchen zu schiessen, so nennt man ihn hier liebevoll den kleinen Brummer. Man fährt ihn mit Stolz, schliesslich gilt er (auch hier) als kleiner, robuster „Gassen-Beisser mit Heckantrieb.
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| Ohne Kuchen und Teilchen läuft hier Nix (Grüsse heute an Ana C.-A.in B.) |
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| Tortilla-Braterei |
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| Zutaten und Presse, macht das Ding erst zum Fladen |
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| Auf der Plaza - in Mexiko nun genannt ZÓCOLO (Hauptplatz) |
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| Kleines Kirchlein |
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| richtig gepfelgt sind die Häuser hier leider nicht, richtig bunt auch nicht. |
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| Im Falle eines Unfalls, nehmt mir NICHT mein Glas weg...stand auf einem Roller. Den Aufkleber such ich noch ;)) |
So schön das alles auch ist, ist es aber auch etwas anstrengend durch das Städtchen zu marschieren. Unabhängig von den verwinkelten Gassen und steilen Stiegen, sind Autolärm und Abgase etwas nervig, zudem gibt es keine Fussgängerzonen, sodass man immer irgendeinem Käferlein ausweichen muss oder einen in den Hacken spürt. Der Verkehr wird vermeintlich durch wild winkende Polizisten geregelt. Auch hier gilt: Anhalten wenn jmd. ein Foto machen möchte und NICHT durch das Bild fahren.
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| walk this way! |
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| Gockel braten ist international |
Wir hatten Glück mit dem Wetter, nachts gab es einen richtig flotten Regenguss, doch am Tag war es angenehm bei 25 Grad, aber leicht nebelig. In den Abendstunden wird es allerdings dann auch schon mal usselig nasskalt, steh ich ja nicht so drauf.
1987 erlangte Taxco durch die UNESCO den Status eines Weltkulturerbes.
Sehr bedeutend und schön ist die Kirche Santa Prisca, die aufgrund ihrer Architektur im Stil des Kolonialbarock eine der bekanntesten Kirchen Amerikas ist.
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| Iglesia Santa Prisca http://de.wikipedia.org/wiki/Santa_Prisca_%28Taxco%29 |
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| Kirche voller Gold - und Blumen für den Jesus aus ner PET Flasche ;) |
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| Unsere Terrasse bei Anita mit Aussicht und Salsa-Stunden für Damen mit lauter Musik am 8:30. Unser Zimmer lag darunter. Hurra. eins, zwei, drei... |
Für uns ging es nur 30 Minuten weiter gen Norden zu den “Grutas de Cacahuamilpa“.
Sie bilden eines der grössten zusammenhängenden Höhlensysteme der Welt.
Das enorme Höhlensystem soll über 40 km lang sein, für Besucher zugänglich sind etwa 2 km.
Riesige Hallen mit beeindruckenden Tropfsteinformationen. Tropft aber wenig.
Die Höhle wurde 1834 entdeckt, seit 1936 ist das Gebiet Nationalpark.
In das Massiv hinein erstreckend, bieten sie eine Vielzahl von einmaligen geologischen Formationen und bis zu 80 m hohen „Sälen“, in denen sich riesige Felsformationen befinden. Es gibt einen beleuchteten Beton Weg vom Anfang bis zum Ende, den man mit einer Gruppe samt spanisch sprechendem Guide entlangläuft, der zu den Formationen Bilder erklärt…“das könnte ein riesen Spargel sein…“ aha.
Das fanden wir etwas albern und nervig, zudem war die Gruppe extrem gross, mit geschätzt 50 Personen.
Dennoch war die Höhle an sich sehr beeindruckend, sowie die riesigen „Figuren“ die schon Millionen Jahre vor sich hinwachsen, überall hingen gewaltige Stalagmiten und Stalaktiten…Ein "WOW" lässt grüssen.
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| Eingang |
Eintritt ist stündlich (10:00-17:00) und kostet 70,00 Pesos, also 4,00€ für ca. 2 -2,5 Stunden. Kann man nicht meckern. Ausreichend Fressbüdchen, Eisverkäufer, Autowäscher und Artesania-Stände finden sich unmittelbar davor.
Im Anschluss wollten wir in Richtung Vulkan Nevado de Toluca, er ist der viertgrößte Berg Mexikos und zählt als einziger „Drive-in Vulkan“…sprich, man kann bis zum Gipfel fahren und von dort in die zwei Kraterseen, genannt Sol und Luna gucken.
Leider erwischte mich schon vor Eintritt in die Höhle ein „Grippeanschlag“.
Alles tat weh und ich quälte mich schon durch die Höhle.
Später verteufelte ich jede Bodenschwelle...denn jede war bei Glieder und Muskelschmerzen KEIN Highlight.
Wir passierten die 1,7 Mio. Stadt TOLUCA und hielten Kurs auf den ca. 30 km entfernten Parque mit Vulkan um eine Unterkunft zu finden wo ich mich ausruhen und wir am Tag darauf, so der Plan, früh zum Vulkan hinauf fahren konnten. Auf dem Weg dahin merkte ich, dass es mir zunehmend schlechter ging und auch keine Unterkunft in der Nähe war.
Die Zunehmende Höhe von 3.200 m fand mein Körper auch unsexy. Also traten wir den Rückweg an. Als Schüttelfrost einsetze hielten wir vor der Stadt an einer Hauptstrasse in einem Hotel.
Die Einfahrtshöhe zum Parkplatz passte und als wir auf dem Hinterhof ankamen, war klar, wo wir gelandet waren. War mir egal. Ich wollte einfach nur liegen und vielleicht schlafen, oder doch schon sterben? Mir ging es H U N D E E L E N D.
Neben dem durchnummerierten Garagenhof, gab es noch ein Art „Hotelkomplex“. Hier fand sich ein Traum von Zimmer, sowas schickes gab es lange nicht. RIESIG war es und in dem Bad hatte eine ganze Fußballmannschaft Platz. Marmor-Dusche und heisses Wasser dazu dosierbarer Wasserdruck vom Feinsten! Das alles für knapp 30,00€ inkl. sicherem Parkplatz und bestem Wlan.
Nebenan zog gleich eine 4 köpfige Familie ein.
Sollte man aber meinen, dass man in einer 1,7 Mio. Stadt nachts um 22:00 telefonisch einen Notarzt rufen kann, so täuscht man sich. Meiner Vermutung nach sassen die Ärtze bei nem Flascherl Tequilla zusammen, oder befanden sich im Garagenhof unseres Etablissement. Clemens sollte mich ins Taxi hiefen und zu einer Rot-Kreuz Station bringen. Is klar.
Ich hab dennoch überlebt, nach einer flotten 40,5 Fieberattacke mit Wadenwickel-Nachteinsatz meines Gatten. Dennoch konnte ich aber am Tag darauf leider nicht wie geplant auf den Vulkan, sondern blieb mit Fieber im Bett. Dank unserer gut sortierten Reiseapotheke fanden sich noch ein paar "passende Drops"...
Draussen herrschte sowieso Nebel bei 16 Grad und "Graubelschauer."
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| Is das Nix? |
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| Betthupferl mal anders |
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| von Taxco nach Toluca in 1,45 Std (ca. 145 km) |
DIE HAUPSTADT, die mit ihren 20 Mio. Menschen zu einer der grössten Städte der Welt zählt.
Na, dann schauen wir uns doch das Nest mal genauer an…


















































