Nach 150 km und drei Stunden erreichten wir die Stadt Cali.
Auch auf dieser Fahrt fiel uns auf, dass es Kolumbien einfach anders aussieht als (fast) überall. Es ist nicht so verschmutzt und selbst in kleinen Ortschaften gibt es eine hübsche Bepflanzung. Selbst Barracken oder einfache Wellblechhütten sind meist gut in Schuss und haben vor dem Fenster einen Blumenpott mit buntem Inhalt. Am Rande der PanAm gibt es diverse Übernachtungsplätze wie Ferienanlagen oder Tankstellen mit Hotelanschluss. Hätten wir so uns alles nicht vorgestellt und sind daher positiv überrascht. An die „Daumen-hoch“ Militär Kontrollen haben wir uns nun auch so langsam gewöhnt, obwohl der Daumen hoch nicht als Begrüssung oder „ihr seid top“ gilt, eher als: „der Strassenabschnitt ist sauber, alles ok“…
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| kleine Bananenfarm im Grünen |
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| Sichere Reise Dank des Militär, Daumen hoch! |
Eine Großstadt sieht natürlich wieder etwas anders aus und bei der Anfahrt dorthin fuhren wir durch die etwas wilden Gegenden…Volle Stassen mit finsteren Gestalten, kreuz und querfahrende Mopeds mit kompletten Familien im Sattel, Strassenverkäufer die an unser Auto klopften, Pferdegespanne mit Gemüse und Obstladungen oder einfach stinknormale Autos, die gerne die zwei Spuren auf 4 ausbauen. Sprich „Chaos“.
Beachtlich ist: Gehupt wird nur dann, wenn es halt wirklich sein muss.
Schon wegen der humanen Huperei lieben wir dieses Land.
Im Übrigen heissen Autos hier wieder "el coche" und das "el carro" dient dazu, ein Kleinkind im Kinderwagen zu befördern. Von denen gibt es übrigens hier wieder ein paar mehr.
Aber nun zurück zum Thema.
Santiago de Cali ist die Hauptstadt des kolumbianischen Departamento Valle del Cauca und nach der Einwohnerzahl (ca. 3 Mio) drittgrößte Stadt des Landes. Cali bildet das ökonomische, industrielle und landwirtschaftliche Zentrum im Südwesten Kolumbiens. Mit der Gründung 1536 ist Cali eine der ältesten Städte Amerikas. Sie wird auch die „Hauptstadt des Salsa“ genannt.
Cali liegt in ca. 1000 m Meereshöhe im Westen des Landes am Zusammenfluss des Río Cauca mit dem Rio Cali. Durchschnittstemperatur ist 26,8 °C, es gibt aufgrund der Nähe zum Äquator keine großen saisonalen Schwankungen.
Schwerpunkt ist die Herstellung von Rohrzucker. Wirtschaftlich wird die Region um Cali von einigen wenigen Familien dominiert.
Bekannt wurde die Stadt auch durch das Cali-Kartell, das im Handel mit Kokain neben dem Kartell von Medellín eines der wichtigsten und mächtigsten Drogenkartelle der Welt war. Drogenhandel und im Zusammenhang mit Drogen stehende Gewaltkriminalität spielen trotz des Zerfalls des Kartells in Cali immer noch eine große Rolle.
In der Stadt selbst gibt es mehrere „Invasionen“, Hüttensiedlungen, die durch aus anderen Landesteilen Vertriebene bewohnt werden.
Cali bietet eine Vielzahl von Parks, Kirchen, Monumenten, Museen und Plätzen als Touristenattraktion. Das Nachtleben konzentriert sich auf Bars, Grills und die Salsa-Diskotheken.
http://de.wikipedia.org/wiki/Cali
Campingmöglichkeiten gibt es nur auf Parkplätzen, denn die meisten Overlander (und Touristen) machen einen Bogen um die Stadt…oder kommen lediglich zu einer kurzen Stippvisite.
Wir nahmen daher ein schönes Hotel, da ja auch ein besonderer Tag anstand, den wir letztes Jahr noch unplanmässig auf der Grande San Paolo verbrachten. Wie in vielen Hotels auf diesem Kontinent ist die Ausstattung besser als der Service. Leider hinkt ein guter Service des Öfteren, da die Ausbildung dazu nicht gegeben ist, bzw. anders als wir es aus Europa gewohnt sind.
Das Hotel war super modern, war lag zentral und sicher gelegen und die „Partymeile“ war fussläufig erreichbar, ebenfalls diverse Bars und eine große Auswahl an Restaurants. In Kolumbien dominieren (endlich) wieder die Grillrestaurants und auch hier mag man dicke, saftige Steaks.
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| kein Knast, sondern.. |
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| ...Design Hotel... |
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| ...mit Ausblick und integrierter Nasszelle |
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| die lieben Nachbarn ziehen grad ein, der Tisch steht schon (Etage 2) |
In der Innenstadt selber ist es laut und viele Bettler und Taschendiebe sind unterwegs. Immer wieder sagte man uns, dass wir mit dem Fotoapparat aufpassen sollten, selbst im Restaurant auf den Tischen sollte beim Essen nichts liegen bleiben… irre gemütlich also.
Ja, ich gebe zu, ein paar Ecken sind gewöhnungsbedürftig, obwohl auch hier ein hohes Polizei und Militäraufkommen herrscht.
Als wir am Geburtstagsabend einen Park, in dem viel Salsa getanzt wird besuchen wollten, riet und ein Polizist davon ab und erklärte uns genau die Blocks, in denen wir uns zu tummeln haben. Leider war da nicht das los, was wir uns von der Salsa Hauptstadt erhofft hatten….zumal es auch nicht Samstag war. Wir vermuten, dass am Samstag die Hütte brennt. Aber ein paar ziemlich gut kreisende Hüften und Popos haben wir natürlich bewundert…
Auch hier viele gut aussehende, modebewusste Menschen, (ja, auch viele Männer sind sehr schmuck anzusehen) viele davon mit Zahnspangen. Auch Erwachsene folgen dem Trend, gerade Zähne zu haben. In keinem Land bis dato haben wir so viele Menschen, freudig grinsend mit Zahnpangen getroffen.
Das Klima ist mit 27 Grad und einer stätigen Briese warm und angenehm.
Gegen Abend erlebten wir mal einen gewaltigen Schauer, aber auch danach war es weiterhin warm und sommerlich.
In den modernen Shoppingmalls gibt es alles, oder auch zu viel ;) Also wie überall.
Die Stadt selber ist nicht wirklich schön, das historische Centrum bietet lediglich ein paar alte Gebäude, eine schöne Altstadt sucht man vergebens, viele hässliche neue Häuser, dazwischen vereinzelt nur was Nettes. Irgendwie ist das Stadtbild „unvollständig“, wenn man das so sagen kann. Es gibt Parks und Grünanlagen, ein paar hübsche Kirchen und auch hier findet man oben auf dem Berg eine gewaltige Christus Statue.
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| Vokabeln pauken im Taxi |
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| Super Restaurant "CARAMBOLO"... |
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...bedeutet "Sternfrucht"
(hier mit Salz und Limone) |
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| cristo rey und Clemens (vorne) |
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| Blick über die Stadt |
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| ...schon ne Menge los hier. |
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| über den Wolken |
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Champus für 2.000! (ca. 1,00€) Getränk auf Maisbasis mit Extrakt aus der sehr
tropisch schmeckenden Lulo-Frucht, Ananasstücken, Zimt und braunem
Zuckersirup |
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| Ton in Ton |
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| Überall wird EM geschaut |
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| dieser Mini ist uns (noch) fremd |
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| Watt ne Schweinerei |
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| Iglesia la Ermita |
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| schöne Kirchen |
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| Künstler toben sich aus.... |
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| moderne Shopping Malls |
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| alt vs neu |
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| so schön lila... |
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| ...Geburtstagsshopping für Clemens |
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| ...auch bei OMA gab es Nettes |
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Überraschungsgäste Ramona und Ralf mit ihrem Vogtlandexpress
(nicht auf dem Bild) |
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| ...nicht alles schmeckt lecker |
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| aber einiges schon. |
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| auch hier gab es überall LL = Lecker Lulo |
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| auch hier trafen wir alte Bekannte... |
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| ...und neue Freunde. |
Leider hat uns die Stadt nicht überzeugt. Aber nun sind wir mal da gewesen, wissen wo das grösste Drogen Kartell herkommt, können mitreden und allen den Tipp geben, diese Stadt auf einer Reise nicht zwingend besuchen zu müssen und das Augenmerk auf andere Städte zu richten.
Dennoch hatten wir Spaß und bereuen nichts ;)
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von Popayan nach Cali in 3 Stunden.
150 km |