So, der ein oder andere wird sich fragen, was machen die da eigentlich bzw. wo wollen sie hin?
Hier nun die geplante Kurzversion. Unter Vorbehalt, da wir sie bis heute schon 3 x umgeschmissen haben…und es bestimmt auch noch öfter passieren wird. Man trifft Leute die einen das eine empfehlen, von der anderen Sache abraten, Aschewolken vorbeikommen oder das Wetter umschlägt.
Wir starten am Dienstag, den 28.06.2011 mit der Fähre von Buenos Aires nach Uruguay. Colonia de Sacramento. Über Montevideo, was wir schon vom Wasser gesehen haben, düsen wir an der Küste entlang nach Punta del Este. Zwar ist es im Sommer DER Hotspot, wir gucken mal, was der Winter dort so kann.
An der Küste geht es weiter nach Brasilien, nach Porto Alegre. Von dort querfeldein ein zu den Iguazú-Wasserfällen. Diese müssen atemberaubend sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Iguaz%C3%BA-Wasserf%C3%A4lle
Über Paraguay und der Stadt Ciudad del Este machen wir uns dann auf in das brasilianisch „Pantanal“… Wir haben uns doch entschieden, in Brasilien eine kleine Stippvisite abzuhalten, obwohl wir das Land eigentlich separat bereisen wollten. Aber die Jahreszeit soll jetzt in Bezug auf Flora und Fauna genau richtig sein. Vor allem die Vogel-Vielfalt …da freu ich mich drauf…
http://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal
Im Anschluss düsen wir nach Bolivien…Sucre, Potosi sowie der legendäre Salar de Uyuni wollen von uns erkundet werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Salar_de_Uyuni
Zurück nach Argentinien, in der Hoffnung, dass es wärmer geworden ist. Ab durch die nördlichen Gefilde wie Tucuman nach C xxxxxxxxx…..ba.
Nach CORDOBA. Warum auch immer Clemens dorthin möchte ;) Ein Spaß! Es soll dort wirklich toll sein! Und ich als Piefke schaue mir auch gerne das legendäre Stadion an.
Danach geht’s nach Mendoza. Da soll es auch wunderbar sein. Unter andern gibt es da vermutlich, aus Versehen sehr guten Rotwein… Je nach Wetter uns Stimmung eine runde Pistenzauber:
http://de.wikipedia.org/wiki/Las_Le%C3%B1as
Um dann nach Chile aufzubrechen. Nach Santiago und ggf. den Osterinseln an der Küste entlang…bis wir in die Atacama Wüste kommen…und danach an der Küste weiter Richtung Arica.
http://de.wikipedia.org/wiki/Atacamaw%C3%BCste
In Bolivien nach Cochambamba und das schöne La Paz, von dort zum Titicacasee… http://de.wikipedia.org/wiki/Titicacasee
Natürlich Macchu Picchu dann Richtung Cusco und in Lima herrscht auch nettes Klima.
http://de.wikipedia.org/wiki/Macchu_Picchu
In Ecuador definitiv Quito und die Galapagosinseln, Pinguine, Seelöwen und wunderbare Vögel anschauen…
Dann zum Kaffeetrinken nach Kolumbien. Calí, Medellin Mombox…und ab Cartagena wieder aufs Boot.
…Um endlich dann hoffentlich in Panama einzutreffen! Ab da sehen wir weiter ;)
Fragen und Anregungen nimmt die Reiseleitung gerne entgegen.
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27.06.2011
20.06.2011
11.06.2011 Das Ziel vor Augen - Buenos Aires / Argentinien
Nach 41 Tagen sollte es dann aber wirklich soweit sein. Schon die Flussfahrt liess im Hintergrund die Stadt aufblitzen. Bald hätten wir es geschafft. Obwohl, lieber abwarten. Die Hoffnung stirbt zuletzt…und wer weiss, evtl. müssten wir dann doch nochmal „fix“ ankern…
Gegen Mittag fuhren wir an Buenos Aires VORBEI…Super Gefühl!
Wir mussten nun erst mal wenden und das war bei dem Verkehr und in der SPUR dort nicht so einfach. Wir bekamen schon Panik, da wir die Stadt schon wieder aus den Augen verloren.
Ein letztes Mal zum Mittagessen und eine ordentliche Portion Pasta, dann Fisch, dann Fleisch…puh. Bald war es geschafft.
Die ersten Taschen ins Auto verladen und dann ging die Einfahrt auch schon los.
Die Stadt näherte sich uns und wir bekamen eine Gänsehaut.
Michele und Kurti wurden sentimental, da dieses schöne Ereignis zu Ende war, Klaus machte 3 Kreuze und Volker saß gedanklich schon im Wagen und fuhr vom Schiff…Bei uns war es eine Mischung von Allem.
Da war SIE nun, auf die wir 41 Tage warten mussten. Die Stadt präsentierte sich bei knapp 20 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein. Schöner hätte es nicht sein können.
Ein letztes Mal beobachteten wir das Prozedere beim Anlegen des Schiffes auf der Brücke. Auch der Master war happy, endlich angekommen zu sein…denn die Tortur, die wir durchgemacht haben, sei wohl nicht üblich. (Gibt es da eine Entschädigung?) Allerdings wurde, so Volkers Berechnung, die Reise mit jedem Tag, den wir länger auf dem Dampfer waren, billiger…wir hatten nun 1 Woche geschenkt bekommen…
Das Schiff legte an und wir beobachteten die NEUEN die erwartungsvoll mit Ihren Autos am Kai warteten. Es waren vier Personen. Zwei in unserem Alter, zwei in Klaus und Volkers Alter…
Unser Auto war beladen und wir warteten in unserer Kabine auf das GO vom Offizier Angelo.
Unsere schon Deutschland abgeschlossene KFZ Versicherung sollte der örtliche Agent mitbringen, Pässe mussten eingesammelt werden, durch den Zoll sollten wir auch noch.
Inzwischen war es 16:45. Dann ging alles ganz fix. „Vorsprechen“ bei den wichtigen Personen, Unterschriften, Korrekturen auf und von Papieren, einen Stapel gestempelter Sachen unter den Arm und los ging es. In 5 Min. sollten wir unten bei den Autos sein.
Wir wussten, dass die eine von unseren zwei Autobatterien leer war….(Weshalb spielt ja keine Rolle... ) Hatten wir immer noch eine volle.
Theoretisch…doch als Clemens das Auto und die zweite Batterie startete, tat sich nichts.
Doch, die Alarmanlage, lautstark.
Sehr laut.
Und immer wieder.
Auch nach 10 weiteren Versuchen.
Volker, den wir in HH eingeparkt hatten, verbreitete Panik und Hektik. Schrie Kurt an, er möge doch endlich losfahren. Der hatte allerdings von seiner „Finca" noch nicht alle Spanngute gelöst…und wurde nun auch hektisch.
Als er losfuhr und Agent, Volker und Klaus von außen und Michele im Auto gleichzeitig auf ihn einredeten, gab es einen Knall.
Der wiederum übertönte unsere Alarmanlage wenigstens für einige Sekunden.
Wir standen bei unserem Auto und sahen somit nicht, was geschehen war…vermuteten aber, dass er in die frisch geladenen VW Amaroks gebrettert sei, die neben uns festgezurrt waren.
So schlimm war es dann aber zum Glück nicht, eine Säule war eine Spur schmaler und die Markise von den Schweizern war nicht mehr am Auto…hingt noch an der Säule und schepperte dann zu Boden.
Die Stimmung war bombig…
Clemens saß im Auto und lass nochmal die Gebrauchsanleitung. Hatte er doch alles so gemacht, wie „geplant“…Kristinas Stimmung lief auf Hochtouren. Irgendwas zwischen lachen und heulen, toben und wieder nach oben gehen und die Sachen auspacken…
Damit Volker nicht vor Aufregung umkommt und die Gewissheit hatte, dass er noch durch den Zoll kommt, schoben wir alle unseren Lord Höördie zur Seite, damit er Platz hatte um heraus zu fahren...und wir unsere Ruhe. Das war die Verabschiedung von uns Sechsen nach sechs Wochen Fahrt.
Es tat sich allerdings die nächsten 15 Min. auch nix. Im Geiste riefen wir schon bei Kristina Eltern an, mit der der Frage nach den Sicherheitscodes, die in Unterlagen in Hannover lagen.
Aber dann kam er, der Mann der Stunde: THE DRIVER, alias Vincenzo. Der Mann der Autos.
Er erklärte uns, dass es schon JEDES Auto anbekommen hat…Erst waren wir beim Ausdruck KURZSCHLIESEN etwas skeptisch…allerdings lagen unsere Nerven blank und wir mussten ihm vertrauen…alternativ auf dem Schiff bleiben, bzw. das Auto in den Hafen rollen und auf den Notdienst warten…und wie der in Argentinien am Pfingstsamstag arbeitete, war uns schleierhaft.
Vincenzo wurde aber Mann des Tages, bzw. der Woche, ja überhaupt Mann des Monats...und so kam es, dass in Italienisch-Österreichischer Zusammenarbeit das Auto ansprang!
Einige Umarmungen und Küsse bei laufendem Motor später, rollten wir dann vom Schiff. Anhalten ging nicht. Auch nicht im Zoll, nirgends. Wir rollten um kurz nach 18:00 durch das Terminal und waren endlich angekommen!
Nun ging unsere Reise auf dem Landweg weiter!
Wir hatten die Anreise überstanden und wir waren nur 41 Tage älter!
Gegen Mittag fuhren wir an Buenos Aires VORBEI…Super Gefühl!
Wir mussten nun erst mal wenden und das war bei dem Verkehr und in der SPUR dort nicht so einfach. Wir bekamen schon Panik, da wir die Stadt schon wieder aus den Augen verloren.
Ein letztes Mal zum Mittagessen und eine ordentliche Portion Pasta, dann Fisch, dann Fleisch…puh. Bald war es geschafft.
Die ersten Taschen ins Auto verladen und dann ging die Einfahrt auch schon los.
Die Stadt näherte sich uns und wir bekamen eine Gänsehaut.
Michele und Kurti wurden sentimental, da dieses schöne Ereignis zu Ende war, Klaus machte 3 Kreuze und Volker saß gedanklich schon im Wagen und fuhr vom Schiff…Bei uns war es eine Mischung von Allem.
Da war SIE nun, auf die wir 41 Tage warten mussten. Die Stadt präsentierte sich bei knapp 20 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein. Schöner hätte es nicht sein können.
Ein letztes Mal beobachteten wir das Prozedere beim Anlegen des Schiffes auf der Brücke. Auch der Master war happy, endlich angekommen zu sein…denn die Tortur, die wir durchgemacht haben, sei wohl nicht üblich. (Gibt es da eine Entschädigung?) Allerdings wurde, so Volkers Berechnung, die Reise mit jedem Tag, den wir länger auf dem Dampfer waren, billiger…wir hatten nun 1 Woche geschenkt bekommen…
| Giuseppe gibt nochmal ALLES |
| Die Erleichterung ins Gesicht geschrieben! |
Das Schiff legte an und wir beobachteten die NEUEN die erwartungsvoll mit Ihren Autos am Kai warteten. Es waren vier Personen. Zwei in unserem Alter, zwei in Klaus und Volkers Alter…
Unser Auto war beladen und wir warteten in unserer Kabine auf das GO vom Offizier Angelo.
Unsere schon Deutschland abgeschlossene KFZ Versicherung sollte der örtliche Agent mitbringen, Pässe mussten eingesammelt werden, durch den Zoll sollten wir auch noch.
Inzwischen war es 16:45. Dann ging alles ganz fix. „Vorsprechen“ bei den wichtigen Personen, Unterschriften, Korrekturen auf und von Papieren, einen Stapel gestempelter Sachen unter den Arm und los ging es. In 5 Min. sollten wir unten bei den Autos sein.
Wir wussten, dass die eine von unseren zwei Autobatterien leer war….(Weshalb spielt ja keine Rolle... ) Hatten wir immer noch eine volle.
Theoretisch…doch als Clemens das Auto und die zweite Batterie startete, tat sich nichts.
Doch, die Alarmanlage, lautstark.
Sehr laut.
Und immer wieder.
Auch nach 10 weiteren Versuchen.
Volker, den wir in HH eingeparkt hatten, verbreitete Panik und Hektik. Schrie Kurt an, er möge doch endlich losfahren. Der hatte allerdings von seiner „Finca" noch nicht alle Spanngute gelöst…und wurde nun auch hektisch.
Als er losfuhr und Agent, Volker und Klaus von außen und Michele im Auto gleichzeitig auf ihn einredeten, gab es einen Knall.
Der wiederum übertönte unsere Alarmanlage wenigstens für einige Sekunden.
Wir standen bei unserem Auto und sahen somit nicht, was geschehen war…vermuteten aber, dass er in die frisch geladenen VW Amaroks gebrettert sei, die neben uns festgezurrt waren.
So schlimm war es dann aber zum Glück nicht, eine Säule war eine Spur schmaler und die Markise von den Schweizern war nicht mehr am Auto…hingt noch an der Säule und schepperte dann zu Boden.
Die Stimmung war bombig…
Clemens saß im Auto und lass nochmal die Gebrauchsanleitung. Hatte er doch alles so gemacht, wie „geplant“…Kristinas Stimmung lief auf Hochtouren. Irgendwas zwischen lachen und heulen, toben und wieder nach oben gehen und die Sachen auspacken…
Damit Volker nicht vor Aufregung umkommt und die Gewissheit hatte, dass er noch durch den Zoll kommt, schoben wir alle unseren Lord Höördie zur Seite, damit er Platz hatte um heraus zu fahren...und wir unsere Ruhe. Das war die Verabschiedung von uns Sechsen nach sechs Wochen Fahrt.
Es tat sich allerdings die nächsten 15 Min. auch nix. Im Geiste riefen wir schon bei Kristina Eltern an, mit der der Frage nach den Sicherheitscodes, die in Unterlagen in Hannover lagen.
Aber dann kam er, der Mann der Stunde: THE DRIVER, alias Vincenzo. Der Mann der Autos.
Er erklärte uns, dass es schon JEDES Auto anbekommen hat…Erst waren wir beim Ausdruck KURZSCHLIESEN etwas skeptisch…allerdings lagen unsere Nerven blank und wir mussten ihm vertrauen…alternativ auf dem Schiff bleiben, bzw. das Auto in den Hafen rollen und auf den Notdienst warten…und wie der in Argentinien am Pfingstsamstag arbeitete, war uns schleierhaft.
Vincenzo wurde aber Mann des Tages, bzw. der Woche, ja überhaupt Mann des Monats...und so kam es, dass in Italienisch-Österreichischer Zusammenarbeit das Auto ansprang!
| Unser Held VINCENZO! |
| the driver / trattorista (Staplerfahrer) |
Nun ging unsere Reise auf dem Landweg weiter!
Wir hatten die Anreise überstanden und wir waren nur 41 Tage älter!
19.06.2011
09.05.2011 Boden unter den Füssen! - Zarate / Argentinien
Da standen wir nun, inmitten von über 15.000 Autos.
Unsere Crew war schon fleissig als wir uns nach dem Frühstück zu Fuss auf den 3,5 km Weg in die Stadt (oder das Dorf?) machten. Erst mal mussten wir aber 1,5 km Parkplatz überqueren um zum Gate zu kommen. Im Schlepptau hatten wir: Klar, den Klaus.
Zárate ist eine Stadt im östlichen Argentinien, in der nördlichen Provinz Buenos Aires. Die Stadt liegt am Río Paraná und hat 101.271 Einwohner. Zárate ist vor allem ein Sitz der Schwerindustrie, wird aber wegen seiner Lage am Fluss auch von Touristen, besucht…warum auch immer. Auch der Handel ist wichtig, denn hier befindet sich die südlichste Brücke über den Río Paraná, der Complejo Zárate-Brazo Largo, der gleichzeitig die kürzeste Verbindung zwischen Buenos Aires und Montevideo in Uruguay ist. Einige Kilometer nördlich von Zárate befindet sich das Kernkraftwerk Atucha, das größte Atomkraftwerk Argentiniens.
Da gingen wir nun dahin und freuten uns über festen Boden unter den Füssen, eine leichte Brise wehte, aber es gab Sonnenschein. Es führte nur eine Straße nach Zarate - „Downtown.“ Wir hofften, dass es im Ortskern anders aussehen würde, als der Weg dahin.
Es war eine eher ärmliche Region. Kaputte Häuser und Straße, Schlaglöcher, kleine Kinder im Dreck auf der Strasse, Hunde in allen Farben und Grösse sowie deren Fäkalien machten den Weg in die Stadt zum Spießrutenlauf. Hin und wieder ein Laden, bzw. auf jeden Fall einen Metzger.
An jeder Ecke Fleisch. Hurra! Denn das war von Beginn an NICHT Antonios Steckenpferd gewesen...und er machte es dennoch 2 x täglich...
Je weiter wir gingen, umso besser wurden die Häuser, die Straßenverhältnisse, die Geschäfte. Und auf einmal standen wir in einer kleinen, netten Stadt. Es gab Banken, Geschäfte, Cafés und Restaurants, sogar ein Internetcafé wo wir endlich wieder Kontakt zu der Außenwelt aufnehmen konnten. Den Tag verbrachten wir mit Essen, unserem ersten STEAK (klar!) und Besichtigung der Stadt. Viel gab es nicht zu sehen, aber wir vergnügten uns in einem Café mit Wlan.
Es tat wirklich gut, mal etwas anders zu sehen, zu essen, zu trinken, das könnt ihr uns glauben!
Das gleiche Programm tätigten wir noch am Tag darauf.
Wir sollten gegen Nachmittag zurück sein, denn gegen Abend sollten wir endlich nach Buenos Aires aufbrechen.
Unsere Sachen hatten wir so gut wie gepackt und nochmal den Luxus der Waschmaschine/Trockner genossen...
Also WIR wären dann soweit…
Unsere Crew war schon fleissig als wir uns nach dem Frühstück zu Fuss auf den 3,5 km Weg in die Stadt (oder das Dorf?) machten. Erst mal mussten wir aber 1,5 km Parkplatz überqueren um zum Gate zu kommen. Im Schlepptau hatten wir: Klar, den Klaus.
Zárate ist eine Stadt im östlichen Argentinien, in der nördlichen Provinz Buenos Aires. Die Stadt liegt am Río Paraná und hat 101.271 Einwohner. Zárate ist vor allem ein Sitz der Schwerindustrie, wird aber wegen seiner Lage am Fluss auch von Touristen, besucht…warum auch immer. Auch der Handel ist wichtig, denn hier befindet sich die südlichste Brücke über den Río Paraná, der Complejo Zárate-Brazo Largo, der gleichzeitig die kürzeste Verbindung zwischen Buenos Aires und Montevideo in Uruguay ist. Einige Kilometer nördlich von Zárate befindet sich das Kernkraftwerk Atucha, das größte Atomkraftwerk Argentiniens.
Da gingen wir nun dahin und freuten uns über festen Boden unter den Füssen, eine leichte Brise wehte, aber es gab Sonnenschein. Es führte nur eine Straße nach Zarate - „Downtown.“ Wir hofften, dass es im Ortskern anders aussehen würde, als der Weg dahin.
Es war eine eher ärmliche Region. Kaputte Häuser und Straße, Schlaglöcher, kleine Kinder im Dreck auf der Strasse, Hunde in allen Farben und Grösse sowie deren Fäkalien machten den Weg in die Stadt zum Spießrutenlauf. Hin und wieder ein Laden, bzw. auf jeden Fall einen Metzger.
An jeder Ecke Fleisch. Hurra! Denn das war von Beginn an NICHT Antonios Steckenpferd gewesen...und er machte es dennoch 2 x täglich...
Je weiter wir gingen, umso besser wurden die Häuser, die Straßenverhältnisse, die Geschäfte. Und auf einmal standen wir in einer kleinen, netten Stadt. Es gab Banken, Geschäfte, Cafés und Restaurants, sogar ein Internetcafé wo wir endlich wieder Kontakt zu der Außenwelt aufnehmen konnten. Den Tag verbrachten wir mit Essen, unserem ersten STEAK (klar!) und Besichtigung der Stadt. Viel gab es nicht zu sehen, aber wir vergnügten uns in einem Café mit Wlan.
Es tat wirklich gut, mal etwas anders zu sehen, zu essen, zu trinken, das könnt ihr uns glauben!
Das gleiche Programm tätigten wir noch am Tag darauf.
Wir sollten gegen Nachmittag zurück sein, denn gegen Abend sollten wir endlich nach Buenos Aires aufbrechen.
Unsere Sachen hatten wir so gut wie gepackt und nochmal den Luxus der Waschmaschine/Trockner genossen...
Also WIR wären dann soweit…
08.06.2011 Bewegung auf dem Rio Parana - Argentinien
Heute an Clemens 39.Geburtstag, nach 38 Tagen Frachtschiffreise und nach 6 Tagen vor Anker im Rio de la Plata, machten wir uns wirklich auf nach Zarate.
Unser Versuch, in Zarate das Schiff vorzeitig zu verlassen und von dort die ca. 100 km nach Buenos Aires zu fahren, ist trotz persönlicher Bemühungen von Guiseppe alias Master gescheitert. Zarate ist lediglich auf Autos und nicht auf Passagiere vorbereitet. Wir bleiben also bis Ende der Reise an Bord. Was man angefangen hat, soll man bekanntlich auch zu Ende bringen…
Trotz geschmälerter Speisensituation konnte Kristina ihrem Gatten einen Geburtstagskuchen kredenzen, den die Küchencrew zum Frühstück überreichte und wir alle ein Liedchen anstimmten.
So kam wenigstens etwas Geburtstagsstimmung auf.
Gegen 10:00 setzte sich das Schiff doch mal in Bewegung. Schön, das vertraute Gefühl von lauten, brummenden Motoren zu hören. Bei eisigem Wind und Sonnenschein fuhren wir den Fluss Rio Parana hoch. Planmäßig sollten wir gegen Abend ankommen. More or less, ist ja klar.
Die Flussfahrt war wirklich schön. Vorbei an schicken oder einfachen Anwesen am Fluss, Menschen die trotz Kälte angelten, Polizisten auf Jet Skis in Skijacken, die das Wasser sicherten, da Frau Präsidentin Cristina Kirchner das „Zaratenische“ Gaswerk einweihte (So entnahmen wir am Tag drauf aus der Tagespresse).
Gegen 16:30 kamen wir an. Ausser einem Parkplatz, mit Unmengen von Autos, sahen wir nicht viel. Eine Anlegestelle, die allerdings belegt war. Der Fluss war so schmal, doch wir mussten drehen. Ein kleiner Schlepper schleppte, was das Zeug hielt und kämpfte wie ein Terrier. So lange, bis wir umgedreht im Flussbett lagen und die Rampe angelegt werden konnte. Trotz dieses riesen Parkplatzes mit über 15.000 Fahrzeugen, war es dem Hafen nicht möglich, einen Kai mit mehreren Anlegern zu kreieren. Wir wurden an mehreren kleinen Pontons festgemacht, die Rampe einfach fix an Land gelegt. Ob das gut geht? Schließlich sollten in den kommenden Tagen 1000 Fahrzeuge ent- und 2000 beladen werden.
Es dauert daher noch etwas, bis sämtliche Formalitäten (Zoll etc.) begannen. Schließlich, waren wir das erste Mal auf argentinischen Boden.
Da der „Ausgang“ sich daher auf die Nachtstunden verzögerte und wir den Weg sowie die Taxisituation nicht einschätzen konnten, beschloss Clemens auf seinen Geburtstag bei dem uns bekannten itali. Qualitätswein VAUDANO in der Offiziersmesse anzustoßen. Die üblichen Verdächtigen waren gekommen: Klaus und Volker. Naja und Kristina und Vaudano.
Unser Versuch, in Zarate das Schiff vorzeitig zu verlassen und von dort die ca. 100 km nach Buenos Aires zu fahren, ist trotz persönlicher Bemühungen von Guiseppe alias Master gescheitert. Zarate ist lediglich auf Autos und nicht auf Passagiere vorbereitet. Wir bleiben also bis Ende der Reise an Bord. Was man angefangen hat, soll man bekanntlich auch zu Ende bringen…
Trotz geschmälerter Speisensituation konnte Kristina ihrem Gatten einen Geburtstagskuchen kredenzen, den die Küchencrew zum Frühstück überreichte und wir alle ein Liedchen anstimmten.
So kam wenigstens etwas Geburtstagsstimmung auf.
Gegen 10:00 setzte sich das Schiff doch mal in Bewegung. Schön, das vertraute Gefühl von lauten, brummenden Motoren zu hören. Bei eisigem Wind und Sonnenschein fuhren wir den Fluss Rio Parana hoch. Planmäßig sollten wir gegen Abend ankommen. More or less, ist ja klar.
Die Flussfahrt war wirklich schön. Vorbei an schicken oder einfachen Anwesen am Fluss, Menschen die trotz Kälte angelten, Polizisten auf Jet Skis in Skijacken, die das Wasser sicherten, da Frau Präsidentin Cristina Kirchner das „Zaratenische“ Gaswerk einweihte (So entnahmen wir am Tag drauf aus der Tagespresse).
Gegen 16:30 kamen wir an. Ausser einem Parkplatz, mit Unmengen von Autos, sahen wir nicht viel. Eine Anlegestelle, die allerdings belegt war. Der Fluss war so schmal, doch wir mussten drehen. Ein kleiner Schlepper schleppte, was das Zeug hielt und kämpfte wie ein Terrier. So lange, bis wir umgedreht im Flussbett lagen und die Rampe angelegt werden konnte. Trotz dieses riesen Parkplatzes mit über 15.000 Fahrzeugen, war es dem Hafen nicht möglich, einen Kai mit mehreren Anlegern zu kreieren. Wir wurden an mehreren kleinen Pontons festgemacht, die Rampe einfach fix an Land gelegt. Ob das gut geht? Schließlich sollten in den kommenden Tagen 1000 Fahrzeuge ent- und 2000 beladen werden.
Es dauert daher noch etwas, bis sämtliche Formalitäten (Zoll etc.) begannen. Schließlich, waren wir das erste Mal auf argentinischen Boden.
| Kein Anlegeplatz für uns... |
| Autos... |
| VIELE Autos. Wir können die Dinger nicht mehr sehen! |
04.06.2011 Irgendwo im Rio de la Plata - Argentinien
Erst standen wir ewig zwischen all den wartenden Riesenpötten, doch dann bewegten wir uns doch. Verrückte Schiffswelt ist das! Heute kam vormittags ein freches Lotsenboot und brachte uns gleich zwei Lotsen, die das Schiff in den Rio de la Plata bugsierten. Wir fuhren also ein Stück in Richtung Ziel. Die Lotsen verliessen gegen Nachmittag wieder das Schiff. Wir schmissen erneut den Anker…
Also hiess es: WARTEN!
Die letzten Tage lagen wir nun mit Blick auf Buenos Aires in einer braunen Pampe umgeben von anderen Schiffen, die ebenfalls warteten. Wenn es erst mal in Stocken gerät, dann aber richtig.
Wir fragen uns was das die Reedereien wohl kostet? Tagelang rumzuliegen und die Mannschaft bei Laune zu halten und zu versorgen?
Wir erfuhren, dass es „more or less“ 15.000 – 20.000 US Dollar sind, die auf eine Reederei TÄGLICH bei Verspätung zukommen. Na dann - Herzlichen Glückwunsch.
Können die alle nicht anständig planen?
17 Stunden würde die Fahrt von hier nach Zarate durch den Fluss Parana andauern…vorausgesetzt, wir kämen mal in die Gänge.
Selbst die Crew war langsam genervt und nervös.
Hier gab es übrigens auch kein Taxiboot…
Clemens beugte vor und nahm sich den Smutje zur Brust. Er ging bei Antonio einkaufen…man wusste ja nicht, wie lange wir wirklich noch hier liegen würden und was noch so passieren sollte. Somit legte Clemens in unserer Kabine einen soliden Vorrat von italienischem Tafelwein an. Schlau bleibt schlau!
Also hiess es: WARTEN!
Die letzten Tage lagen wir nun mit Blick auf Buenos Aires in einer braunen Pampe umgeben von anderen Schiffen, die ebenfalls warteten. Wenn es erst mal in Stocken gerät, dann aber richtig.
Wir fragen uns was das die Reedereien wohl kostet? Tagelang rumzuliegen und die Mannschaft bei Laune zu halten und zu versorgen?
Wir erfuhren, dass es „more or less“ 15.000 – 20.000 US Dollar sind, die auf eine Reederei TÄGLICH bei Verspätung zukommen. Na dann - Herzlichen Glückwunsch.
Können die alle nicht anständig planen?
17 Stunden würde die Fahrt von hier nach Zarate durch den Fluss Parana andauern…vorausgesetzt, wir kämen mal in die Gänge.
Selbst die Crew war langsam genervt und nervös.
Hier gab es übrigens auch kein Taxiboot…
Clemens beugte vor und nahm sich den Smutje zur Brust. Er ging bei Antonio einkaufen…man wusste ja nicht, wie lange wir wirklich noch hier liegen würden und was noch so passieren sollte. Somit legte Clemens in unserer Kabine einen soliden Vorrat von italienischem Tafelwein an. Schlau bleibt schlau!
| Don Clemento Vaudano und Klaus |
01.06.2011 Stillstand vor Uruguay!
…unser Schiff legte erst um 5:00 morgens ab und mache sich auf den Weg nach Zarate in Argentinien. Die Fahrt sollte eigtl. 3 - 4 Tage dauern. Der VORLETZTE Hafen!
Am 02. Juni wunderten wir uns, dass keiner der Crew bei Mittagessen war. Es stellte sich heraus, dass wir die Maschinen stoppten und ankern mussten. Bis zum 05. Juni! (Gedanklich waren wir da schon in Buenos Aires!)
Wir waren gerade an Uruguay, Punta del Este vorbei und kurz vor Montevideo.
Bei dem Satz „vier Tage ankern“, stellten sich bei uns die Nackenhaare auf. Das bedeutete, dass wir Clemens Geburtstag auf dem Schiff und nicht gemütlich wie gedacht in Buenos Aires feiern müssten. Zwar wären wir ggf. zu dem Zeitpunkt in Zarate, denn dort sollte es wenigsten eine Hafenpinte und 2-3 Kioske geben, die etwas Abwechslung boten, aber die ursprüngliche Planung war eine Andere.
Der Erste Ankunftstermin für Buenos Aires war 03. Juni. Der wurde aber schon in Brasilien auf den 05. Juni vertagt. Am 03. Juni sagte man uns, dass wir ggf. bis zum 07.Juni den Weg in Etappen nach Zarate antreten würden und ggf. dann Pfingsten in Buenos Aires eintreffen würden.
Da Zarate nur ca. 100 km von Buenos Aires entfernt lag, kam uns die Idee, dass wir dort bereits aussteigen könnten, denn in Zarate sollen wir mit Sicherheit ein paar Tage im Hafen sein. Dort gab es unendlich viele Autos zu Be-und Entladen. Die Crew graulte sich jetzt schon vor dem Hafen!
Aufgrund der aber bereits vor Beginn der Reise fertiggestellten Ladelisten, worin stand, dass Familie Zotlöterer mit ihrem Auto in Buenos Aires das Schiff verlassen würde, konnten wir nicht einfach mal so in runter, Ordnung muss sein.
Wir uns und entschieden, dann einfach die letzten Tage zu genießen und nochmal richtig zu „entspannen“.
War allerdings nicht so einfach. Wir wollten nicht mehr. Ehrlich. Über 15 Bücher waren gelesen, Filme/Serien geguckt, Routen erstellt, ausgeschlafen waren wir auch und wir kannten alle Gesichter und Geschichten unserer „Insassen“. Wir wollten zurück in das normale Leben.
Als der Koch nachfragte, ob wir lieber Bier statt Wein wollten, wurde klar, dass die Vorräte knapp wurden. Seit Tagen hatte es keine Orangen, Kiwis, Salat, einen Apfel oder irgendwas Frisches gegeben. Wir erfuhren, dass wir in Santos hätten Nachschub bekommen sollten…da aber der Koch in der Hafenkneipe versackte, verpasste er den Lieferanten…(erfuhren wir später)
Wir beschlossen, uns auf das Schlimmste einzustellen. Umso schöner, wenn es dann doch nicht sooo schlimm werden würde. Somit genossen wir eine steife Brise bei meist schönem Sonnenschein und dem Blick auf Montevideo...(Nein, es gab KEIN Taxiboot dort hin!)
Der Hintergrund der Verzögerung war, dass noch zwei Schiffe im Hafen von Zarate lagen und sowohl unseren Stellplatz, als auch Stellplätze für die PKW´s versperrten. Hiess, alle Fahrzeuge die wir ausladen mussten, hatten dort noch keinen Platz…
Am 02. Juni wunderten wir uns, dass keiner der Crew bei Mittagessen war. Es stellte sich heraus, dass wir die Maschinen stoppten und ankern mussten. Bis zum 05. Juni! (Gedanklich waren wir da schon in Buenos Aires!)
Wir waren gerade an Uruguay, Punta del Este vorbei und kurz vor Montevideo.
| Punta del Este, Uruguay |
Der Erste Ankunftstermin für Buenos Aires war 03. Juni. Der wurde aber schon in Brasilien auf den 05. Juni vertagt. Am 03. Juni sagte man uns, dass wir ggf. bis zum 07.Juni den Weg in Etappen nach Zarate antreten würden und ggf. dann Pfingsten in Buenos Aires eintreffen würden.
Da Zarate nur ca. 100 km von Buenos Aires entfernt lag, kam uns die Idee, dass wir dort bereits aussteigen könnten, denn in Zarate sollen wir mit Sicherheit ein paar Tage im Hafen sein. Dort gab es unendlich viele Autos zu Be-und Entladen. Die Crew graulte sich jetzt schon vor dem Hafen!
Aufgrund der aber bereits vor Beginn der Reise fertiggestellten Ladelisten, worin stand, dass Familie Zotlöterer mit ihrem Auto in Buenos Aires das Schiff verlassen würde, konnten wir nicht einfach mal so in runter, Ordnung muss sein.
Wir uns und entschieden, dann einfach die letzten Tage zu genießen und nochmal richtig zu „entspannen“.
| Einfach mal entspannen... |
| ...chillen konnten wir ja zu Hause! |
War allerdings nicht so einfach. Wir wollten nicht mehr. Ehrlich. Über 15 Bücher waren gelesen, Filme/Serien geguckt, Routen erstellt, ausgeschlafen waren wir auch und wir kannten alle Gesichter und Geschichten unserer „Insassen“. Wir wollten zurück in das normale Leben.
Als der Koch nachfragte, ob wir lieber Bier statt Wein wollten, wurde klar, dass die Vorräte knapp wurden. Seit Tagen hatte es keine Orangen, Kiwis, Salat, einen Apfel oder irgendwas Frisches gegeben. Wir erfuhren, dass wir in Santos hätten Nachschub bekommen sollten…da aber der Koch in der Hafenkneipe versackte, verpasste er den Lieferanten…(erfuhren wir später)
Wir beschlossen, uns auf das Schlimmste einzustellen. Umso schöner, wenn es dann doch nicht sooo schlimm werden würde. Somit genossen wir eine steife Brise bei meist schönem Sonnenschein und dem Blick auf Montevideo...(Nein, es gab KEIN Taxiboot dort hin!)
Der Hintergrund der Verzögerung war, dass noch zwei Schiffe im Hafen von Zarate lagen und sowohl unseren Stellplatz, als auch Stellplätze für die PKW´s versperrten. Hiess, alle Fahrzeuge die wir ausladen mussten, hatten dort noch keinen Platz…
31.05.2011 Im größten Hafen Südamerikas - Santos / Brasilien
Die Stadt liegt ca. 75km südöstlich von São Paolo an der Atlantikküste. Bei der Einfahrt am Mittag kam sie nicht schön daher…. Auf der einen Uferseite sahen wir fast ausschließlich Slums, teilweise brennende Häuser, auf der anderen eine Großstadt, die von weitem nicht wirklich viel versprach, sie sollte allerdings 500.000 Einwohner haben…
Die Hafenkais haben eine Länge von insgesamt 13 Kilometer, die Lagerhallen eine Gesamtfläche von rund 500.000 m². Riesige Lagerhäuser reihten sich an den Werften auf, Schiffe aus aller Welt, auch in unseren Dimensionen lagen rings herum.
Das Wetter hier war schon etwas kühler und bewölkter. Wir stellten fest, dass wir dem Südamerikanischen Winter näher kamen, was uns aber nach den letzten sonnigen Wochen nicht störte.
Wir warteten bis Lotsen, Agenten etc. ihre Aufgaben erledigt hatten und wir somit freien Ausgang hatten, Offizier Angelo, alias „man oft he passport“ alle Formalitäten mit dem Zoll und der Passkontrolle erledigt hatte. So einfach kamen wir nicht von Bord, eine Listen mit unseren Namen musste am Gate hinterlegt sein, Pässe gescheckt etc.
Der örtliche Agent nannte und einen angeblich schönen Stadtteil und teilte uns mit, dass wir bloß mit dem Taxi fahren sollten. Angeblich ist diese Gegend rund um den Hafen besonders gefährlich, bzw. die „gefährlichste“ Stadt Brasiliens. Hach, wie aufregend. Und wir mitten drin!
Mit diesen Infos machten wir uns diesmal zu zweit auf Achse. Klaus hatte inzwischen sein komplettes Tagesprogramm auf „schlafen“ ausgeweitet, Kurt und Michele fanden eine Großstadt am Nachmittag uninteressant und stachen mit ihren Feldstechern auf Vogelsuche durch die Hafengegend.
Volker hatte das Schiff seit Hamburg noch nicht verlassen.
Umso mehr freuten wir uns zu zweit Santos zu erkunden und liefen mutig drauf los. Entlang durch den Hafen, begleitet von Blicken der Arbeiter, suchten wir den Ausgang / Gate. Da unser portugiesisch leider nur spanisch beinhaltete, machten wir dem Wachmann verständlich, ob er uns ein Taxi rufen könnte. Konnte er. Nämlich sich selber. Da er gerade dabei war Feierabend zu machen und in die Stadt fuhr, konnte er sich so noch ein paar Dollar / Real dazu verdienen. Wir fühlten uns (relativ sicher) und fuhren los. Die Altstadt, in dem der Hafen liegt, ist wirklich nicht alt zu romantisch. Umso beeindruckter waren wir von den Stadt Santos, da sie, im Vergleich zu Vitoria, eine richtige, moderne Stadt war. Zwischen Mc Donalds und Subway waren moderne Einrichtungshäuser, Kleidungsgeschäfte, zwei grosse Shoppingcentren, etliche Restaurants, Bars und Cafés. Am Ende der Strasse sahen wir eine Strandpromenade, die es laut Insiderwissen mit Rios Copacabana aufnehmen kann, aber sicherer und sauberer ist. Das klang doch hübsch
Kurzum: Das Schlaraffenland. Das, was man sich nach 4 Wochen Frachtschiffreise einfach nur wünschen konnte. Naja, wir zumindest! Wir bummelten die Straßen hoch und runter und querfeldein. Obwohl es bereits langsam dunkel wurde, fühlten wir uns nicht unwohl. Es war noch eine Menge auf den Straßen los. Von Armut oder/und Kriminalität war hier nichts zu sehen oder zu spüren.
Wir machten und auf zum Strand nun stellten fest, dass bei 18 Grad Außentemperatur kein Brasilianer im Meer war... Der Strand war sehr weitläufig und vor allem sauber und gepflegt. Begrünung, Palmen, Lauf und Fahrradwege und Sportanlagen am Wegesrand.
Wir suchten uns ein nettes Straßenrestaurant und tranken unsere erste Caipi. WAR DIE LECKER! Endlich waren wir in Brasilien angekommen. Dazu ein Sandwich de Lomo und die Welt war wiedermals gut zu uns.
Eigentlich würden wir immer noch dort sitzen, Caipi trinken und Bife de Lomo essen, wenn nicht die Taxifahrt angestanden hätte. Unsere Orientierung sagte uns zwar, wo wir lang mussten, doch wollten wir nicht zu spät den örtlichen Taxifahrer aufsuchen. Wir fanden einen der auch freudig losfuhr. Auch auf unsere Beschreibung hin, in Richtung Hafen... Allerdings war er dann verloren und kreuzte völlig planlos durch die Gegend. Keine Ahnung und kein Navi. Hurra.
Zum Glück hatten wir etwas Puffer eingeplant. Unser Schiff sollte gegen 2:00 ablegen, wir gegen 0:00 dort sein. Nach geschlagenen 45 Minuten (statt 20 Min) fanden WIR dann endlich unser Gate und unser Schiff.
Wenn man nicht alles selber macht!
Die Hafenkais haben eine Länge von insgesamt 13 Kilometer, die Lagerhallen eine Gesamtfläche von rund 500.000 m². Riesige Lagerhäuser reihten sich an den Werften auf, Schiffe aus aller Welt, auch in unseren Dimensionen lagen rings herum.
Das Wetter hier war schon etwas kühler und bewölkter. Wir stellten fest, dass wir dem Südamerikanischen Winter näher kamen, was uns aber nach den letzten sonnigen Wochen nicht störte.
| Heimatgefühle kamen auf |
| Ofen kaputt |
Der örtliche Agent nannte und einen angeblich schönen Stadtteil und teilte uns mit, dass wir bloß mit dem Taxi fahren sollten. Angeblich ist diese Gegend rund um den Hafen besonders gefährlich, bzw. die „gefährlichste“ Stadt Brasiliens. Hach, wie aufregend. Und wir mitten drin!
Mit diesen Infos machten wir uns diesmal zu zweit auf Achse. Klaus hatte inzwischen sein komplettes Tagesprogramm auf „schlafen“ ausgeweitet, Kurt und Michele fanden eine Großstadt am Nachmittag uninteressant und stachen mit ihren Feldstechern auf Vogelsuche durch die Hafengegend.
Volker hatte das Schiff seit Hamburg noch nicht verlassen.
Umso mehr freuten wir uns zu zweit Santos zu erkunden und liefen mutig drauf los. Entlang durch den Hafen, begleitet von Blicken der Arbeiter, suchten wir den Ausgang / Gate. Da unser portugiesisch leider nur spanisch beinhaltete, machten wir dem Wachmann verständlich, ob er uns ein Taxi rufen könnte. Konnte er. Nämlich sich selber. Da er gerade dabei war Feierabend zu machen und in die Stadt fuhr, konnte er sich so noch ein paar Dollar / Real dazu verdienen. Wir fühlten uns (relativ sicher) und fuhren los. Die Altstadt, in dem der Hafen liegt, ist wirklich nicht alt zu romantisch. Umso beeindruckter waren wir von den Stadt Santos, da sie, im Vergleich zu Vitoria, eine richtige, moderne Stadt war. Zwischen Mc Donalds und Subway waren moderne Einrichtungshäuser, Kleidungsgeschäfte, zwei grosse Shoppingcentren, etliche Restaurants, Bars und Cafés. Am Ende der Strasse sahen wir eine Strandpromenade, die es laut Insiderwissen mit Rios Copacabana aufnehmen kann, aber sicherer und sauberer ist. Das klang doch hübsch
Kurzum: Das Schlaraffenland. Das, was man sich nach 4 Wochen Frachtschiffreise einfach nur wünschen konnte. Naja, wir zumindest! Wir bummelten die Straßen hoch und runter und querfeldein. Obwohl es bereits langsam dunkel wurde, fühlten wir uns nicht unwohl. Es war noch eine Menge auf den Straßen los. Von Armut oder/und Kriminalität war hier nichts zu sehen oder zu spüren.
Wir machten und auf zum Strand nun stellten fest, dass bei 18 Grad Außentemperatur kein Brasilianer im Meer war... Der Strand war sehr weitläufig und vor allem sauber und gepflegt. Begrünung, Palmen, Lauf und Fahrradwege und Sportanlagen am Wegesrand.
Wir suchten uns ein nettes Straßenrestaurant und tranken unsere erste Caipi. WAR DIE LECKER! Endlich waren wir in Brasilien angekommen. Dazu ein Sandwich de Lomo und die Welt war wiedermals gut zu uns.
| na endlich!...doppelt hält besser! |
Eigentlich würden wir immer noch dort sitzen, Caipi trinken und Bife de Lomo essen, wenn nicht die Taxifahrt angestanden hätte. Unsere Orientierung sagte uns zwar, wo wir lang mussten, doch wollten wir nicht zu spät den örtlichen Taxifahrer aufsuchen. Wir fanden einen der auch freudig losfuhr. Auch auf unsere Beschreibung hin, in Richtung Hafen... Allerdings war er dann verloren und kreuzte völlig planlos durch die Gegend. Keine Ahnung und kein Navi. Hurra.
Zum Glück hatten wir etwas Puffer eingeplant. Unser Schiff sollte gegen 2:00 ablegen, wir gegen 0:00 dort sein. Nach geschlagenen 45 Minuten (statt 20 Min) fanden WIR dann endlich unser Gate und unser Schiff.
Wenn man nicht alles selber macht!
29.05.2011 Ein Lotsenleben!
Natürlich warteten wir auch diese Nacht auf den Lotsen.
Im nächsten Leben werde ich auch Lotse/Pilot auf Frachtschiffen, da hat man wirklich die Macht und staubt auf jedem Schiff Geschenke ab...
Was in den Häfen an die wichtigen Leute verteilt wird...tststs.... In Müllsäcken tragen sie ihre Geschenke raus. In manchen Länder mehr, in anderen weniger…dann trifft man sich nach dem Anlegen zu ein nettes Stelldichein beim Master und macht die Formalitäten, wie Zoll, etc. und nimmt Gastgeschenke entgegen.
Der Pilot verlässt nach dem Anlegen wieder über die Strickleiter das Schiff und hüpft mit seinem Müllbeutel in sein Bötchen und rauscht ab.
So, aber nun zur Abfahrt aus Rio.
Sie verzögerte sich auf die Vormittag. Weshalb genau wissen wir nicht. Der 1. Offizier sagte uns am Vortag, dass wir pünktlich (in der Nacht) aus Rio losmüssten, da wir sonst im Hafen von Santos Probleme bekämen und vor dem Hafen 2 Tage ankern müssten. Hurra, das wäre ja eine Gaudi!
Santos ist der größte Hafen Südamerikas, wo wir natürlich nicht fehlen durften und die Stellplätze rar sind. Lotsen bestimmt auch.
Wir sollten lediglich 8 - 10 Stunden nach Santos fahren, in die alte Kaffee-Hafenstadt. Sie liegt 70 km südöstlich von São Paulo und hat 500.000 Einwohner.
Als wir am Zuckerhut vorbei waren, änderte sich das Wetter und somit auch der Seegang. Es schaukelte. Und es sollte sich weitere zwei Tage einschaukeln. In der Kabine flogen die Sachen aus den Regalen, im Kühlschrank die Getränke. Das erste Mal wurden die Tische im Speiseraum mit Plastikbechern eingedeckt. Wein und Wasser mussten wir festhalten oder austrinken…
Nachdem wir bei dem Wellengang die Küste hoch und runter fuhren, bekamen wir irgendwann das Zeichen, dass wir Richtung Hafen kommen sollen…naja, 8 Stunden fühlen sich anders an.
Wir sind etliche Stunden Santos Küste hoch und runter gefahren, da wir bei dem Wellengang nicht ankern konnten…so viel zum Thema „Schaukeln“. Seekrank wurde zum Glück von uns beiden keiner...
Im nächsten Leben werde ich auch Lotse/Pilot auf Frachtschiffen, da hat man wirklich die Macht und staubt auf jedem Schiff Geschenke ab...
Was in den Häfen an die wichtigen Leute verteilt wird...tststs.... In Müllsäcken tragen sie ihre Geschenke raus. In manchen Länder mehr, in anderen weniger…dann trifft man sich nach dem Anlegen zu ein nettes Stelldichein beim Master und macht die Formalitäten, wie Zoll, etc. und nimmt Gastgeschenke entgegen.
Der Pilot verlässt nach dem Anlegen wieder über die Strickleiter das Schiff und hüpft mit seinem Müllbeutel in sein Bötchen und rauscht ab.
So, aber nun zur Abfahrt aus Rio.
Sie verzögerte sich auf die Vormittag. Weshalb genau wissen wir nicht. Der 1. Offizier sagte uns am Vortag, dass wir pünktlich (in der Nacht) aus Rio losmüssten, da wir sonst im Hafen von Santos Probleme bekämen und vor dem Hafen 2 Tage ankern müssten. Hurra, das wäre ja eine Gaudi!
Santos ist der größte Hafen Südamerikas, wo wir natürlich nicht fehlen durften und die Stellplätze rar sind. Lotsen bestimmt auch.
Wir sollten lediglich 8 - 10 Stunden nach Santos fahren, in die alte Kaffee-Hafenstadt. Sie liegt 70 km südöstlich von São Paulo und hat 500.000 Einwohner.
Als wir am Zuckerhut vorbei waren, änderte sich das Wetter und somit auch der Seegang. Es schaukelte. Und es sollte sich weitere zwei Tage einschaukeln. In der Kabine flogen die Sachen aus den Regalen, im Kühlschrank die Getränke. Das erste Mal wurden die Tische im Speiseraum mit Plastikbechern eingedeckt. Wein und Wasser mussten wir festhalten oder austrinken…
| langsam wird es ungemütlich! |
Wir sind etliche Stunden Santos Küste hoch und runter gefahren, da wir bei dem Wellengang nicht ankern konnten…so viel zum Thema „Schaukeln“. Seekrank wurde zum Glück von uns beiden keiner...
28.05.2011 Rio mein Rio - Rio de Janeiro / Brasilien
Gegen 16:00 standen wir im Hafen von Rio de Janeiro. Das Wetter bei der Einfahrt in den Hafen war durchwachsen. Zwischen Wolken und Nieselregen, konnte man die Stadt dennoch gut erkennen. Den Corcovado und den Zuckerhut, die Copacabana und Ipanema sahen wir aus der Ferne und machten Lust auf einen Stadtbummel durch Brasiliens zweitgrößte Metropole, von der man schon so vieles gehört hatte.
Im administrativen Stadtgebiet leben rund 6,3 Millionen Menschen. Die Metropolregion hat 11,9 Millionen Einwohner. Da könnten sie uns doch wenigstens für einen Abend aufnehmen!
Das Problem an Frachtschiffreisen ist, dass Landgänge nicht planbar sind, da man nie weiß, wann man vom Schiff kommt und wenn man darf, erst dann erfährt, wann man wieder da sein muss, bzw. wann das Schiff weiterfahren wird…
In Rio standen wir nun am Nachmittag mit Wolkenbehangenen Himmel und der Gewissheit, dass es wir relativ weit weg von der Stadt waren und das Gate, wo wir ggf. ein Taxi fänden, ein Fussmarsch über das Hafengelände versprach. Mitternacht sollten wir zurück sein. Um 2:00 sollte es weitergehen.
Gegen Kristinas Willen wurde der Stadtbummel abgesagt, bzw. wären wir beiden einzigen gewesen, die sich in den Abendstunden durch den Hafen in die Stadt begeben hätten begeben müssen...und davon wurde uns abgeraten.
Somit widmeten wir uns wieder dem Alltag, dem Zusehen der Be-und Endladung…
Schon beeindruckend, wie schnell und rege das alles von statten geht. Die Logistik ist sicherlich hochinteressant. Obwohl wir erfahren haben, dass die Logistik nicht auf dem Schiff sondern von der Reederei gemacht wird. Heißt, „unsere Jungs“ bekommen fertige Pläne für die Be-und Endladung der Fahrzeuge und Container und der verschiedenen Decks. Dennoch eine Wahnsinnsaufgabe, was die dort bewerkstelligten. Und dabei zu uns immer freundlich, selbst wenn wir im größten Chaos auf der Rampe auftauchten oder heimlich ein anderes Deck aufsuchten. Ein netter Gruß oder ein Winken ist immer drin.
In Rio herrschte bei der Be-und Endladung ein „gesittetes“ Chaos. 1000 Fahrzeuge wurden neu beladen, nur 500 ließen wir dort. Jedes Fahrzeug welches von Bord ging, wurde von den örtlichen Mitarbeiten auf Schäden kontrolliert….BMW´s, Smarts und Mercedes die ab Werk an die örtlichen Händler gingen. Beladen wurden - klar, VW´s.
Gedanklich zerrten wir von dem schönen Tag in Vitoria. Laut Clemens wurde Rio, ausser die Caipi, sowieso überbewertet. Somit freuten uns auf den nächsten Stopp und auf eine schöne Ausfahrt bei Nacht...
Im administrativen Stadtgebiet leben rund 6,3 Millionen Menschen. Die Metropolregion hat 11,9 Millionen Einwohner. Da könnten sie uns doch wenigstens für einen Abend aufnehmen!
Das Problem an Frachtschiffreisen ist, dass Landgänge nicht planbar sind, da man nie weiß, wann man vom Schiff kommt und wenn man darf, erst dann erfährt, wann man wieder da sein muss, bzw. wann das Schiff weiterfahren wird…
In Rio standen wir nun am Nachmittag mit Wolkenbehangenen Himmel und der Gewissheit, dass es wir relativ weit weg von der Stadt waren und das Gate, wo wir ggf. ein Taxi fänden, ein Fussmarsch über das Hafengelände versprach. Mitternacht sollten wir zurück sein. Um 2:00 sollte es weitergehen.
Gegen Kristinas Willen wurde der Stadtbummel abgesagt, bzw. wären wir beiden einzigen gewesen, die sich in den Abendstunden durch den Hafen in die Stadt begeben hätten begeben müssen...und davon wurde uns abgeraten.
Somit widmeten wir uns wieder dem Alltag, dem Zusehen der Be-und Endladung…
Schon beeindruckend, wie schnell und rege das alles von statten geht. Die Logistik ist sicherlich hochinteressant. Obwohl wir erfahren haben, dass die Logistik nicht auf dem Schiff sondern von der Reederei gemacht wird. Heißt, „unsere Jungs“ bekommen fertige Pläne für die Be-und Endladung der Fahrzeuge und Container und der verschiedenen Decks. Dennoch eine Wahnsinnsaufgabe, was die dort bewerkstelligten. Und dabei zu uns immer freundlich, selbst wenn wir im größten Chaos auf der Rampe auftauchten oder heimlich ein anderes Deck aufsuchten. Ein netter Gruß oder ein Winken ist immer drin.
In Rio herrschte bei der Be-und Endladung ein „gesittetes“ Chaos. 1000 Fahrzeuge wurden neu beladen, nur 500 ließen wir dort. Jedes Fahrzeug welches von Bord ging, wurde von den örtlichen Mitarbeiten auf Schäden kontrolliert….BMW´s, Smarts und Mercedes die ab Werk an die örtlichen Händler gingen. Beladen wurden - klar, VW´s.
Gedanklich zerrten wir von dem schönen Tag in Vitoria. Laut Clemens wurde Rio, ausser die Caipi, sowieso überbewertet. Somit freuten uns auf den nächsten Stopp und auf eine schöne Ausfahrt bei Nacht...