19.06.2011

08.06.2011 Bewegung auf dem Rio Parana - Argentinien

Heute an Clemens 39.Geburtstag, nach 38 Tagen Frachtschiffreise und nach 6 Tagen vor Anker im Rio de la Plata, machten wir uns wirklich auf nach Zarate.

Unser Versuch, in Zarate das Schiff vorzeitig zu verlassen und von dort die ca. 100 km nach Buenos Aires zu fahren, ist trotz persönlicher Bemühungen von Guiseppe alias Master gescheitert. Zarate ist lediglich auf Autos und nicht auf Passagiere vorbereitet. Wir bleiben also bis Ende der Reise an Bord. Was man angefangen hat, soll man bekanntlich auch zu Ende bringen…

Trotz geschmälerter Speisensituation konnte Kristina ihrem Gatten einen Geburtstagskuchen kredenzen, den die Küchencrew zum Frühstück überreichte und wir alle ein Liedchen anstimmten.
So kam wenigstens etwas Geburtstagsstimmung auf.


Gegen 10:00 setzte sich das Schiff doch mal in Bewegung. Schön, das vertraute Gefühl von lauten, brummenden Motoren zu hören. Bei eisigem Wind und Sonnenschein fuhren wir den Fluss Rio Parana hoch. Planmäßig sollten wir gegen Abend ankommen. More or less, ist ja klar.



Die Flussfahrt war wirklich schön. Vorbei an schicken oder einfachen Anwesen am Fluss, Menschen die trotz Kälte angelten, Polizisten auf Jet Skis in Skijacken, die das Wasser sicherten, da Frau Präsidentin Cristina Kirchner das „Zaratenische“ Gaswerk einweihte (So entnahmen wir am Tag drauf aus der Tagespresse).





Gegen 16:30 kamen wir an. Ausser einem Parkplatz, mit Unmengen von Autos, sahen wir nicht viel. Eine Anlegestelle, die allerdings belegt war. Der Fluss war so schmal, doch wir mussten drehen. Ein kleiner Schlepper schleppte, was das Zeug hielt und kämpfte wie ein Terrier. So lange, bis wir umgedreht im Flussbett lagen und die Rampe angelegt werden konnte. Trotz dieses riesen Parkplatzes mit über 15.000 Fahrzeugen, war es dem Hafen nicht möglich, einen Kai mit mehreren Anlegern zu kreieren. Wir wurden an mehreren kleinen Pontons festgemacht, die Rampe einfach fix an Land gelegt. Ob das gut geht? Schließlich sollten in den kommenden Tagen 1000 Fahrzeuge ent- und 2000 beladen werden.
Es dauert daher noch etwas, bis sämtliche Formalitäten (Zoll etc.) begannen. Schließlich, waren wir das erste Mal auf argentinischen Boden.

Kein Anlegeplatz für uns...

Autos...


VIELE Autos. Wir können die Dinger nicht mehr sehen!
Da der „Ausgang“ sich daher auf die Nachtstunden verzögerte und wir den Weg sowie die Taxisituation nicht einschätzen konnten, beschloss Clemens auf seinen Geburtstag bei dem uns bekannten itali. Qualitätswein VAUDANO in der Offiziersmesse anzustoßen. Die üblichen Verdächtigen waren gekommen: Klaus und Volker. Naja und Kristina und Vaudano.

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