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24.07.2012

23.07.2012

05.06.2012

02.06.2012 love – life – Ecuador!

Nach „nur“ 47 Tagen verliessen wir das schöne Land Ecuador, denn bald soll es nach Mittelamerika gehen und von daher heisst es ab nun "Schubrakete".

Aber vorher genossen wir erneut ein paar Tage bei Gerd in Quito, denn das Auto musste in eine „Landy-Muckelei“. Schliesslich nahmen wir unseren frisch kastrieren Lord Höördie in Empfang. Unser schon lang mit herum geschlepptes Problem, dass der Motor und der Rest der Karre beim Fahren extrem heiss werden, konnte man hier endlich beheben. Leider erst hier. Kurzerhand hatte man dem Lord den Katalysator herausgeschweisst, da dieser wohl der Übeltäter für die Problematik ist. Der Diesel auf diesem Kontinent ist nicht so ideal für Katalysatoren. Das hatten wir schon von vielen gehört, die das gleiche Problem hatten, auch mit anderen Fahrzeugen. Einen daraus hervorgehenden Motorschaden wollten wir auch nicht riskieren, somit fahren jetzt „unten“ ohne. Das tun hier sehr viele aus dem Grund.

Er raucht er auch nicht mehr als sonst, hat etwas mehr Power, wenn er und seine 2,5 Tonnen in Wallungen kommen…zieht nun so riiiiiiiiiiiiiiichtig ab...oder so ähnlich.
http://www.faconza.com/
Löördie als Pick-Up!
Defender V8
Kastration
...gesehen in Quito ;(
In memoriam: "George" 
Wir verliessen Quito und brausten bei Sonnenschein auf der Panamericana gen Norden, durch die noch immer grüne Bergwelt. Zwischenstopps machten wir in den Städten Otavalo, gingen fein Mittagessen in der „Lederstadt“ Cotocachi und durchfuhren Ibarra.
Von wegen die PanAm ist ein "Highway"
Edel geht die Welt...
http://www.mirage.com.ec
Der Garten voller Fasane
Unser Tisch, nette Begrüssung!
Sehr tolle Idee:
Gruss aus der Küche (od. Nachtisch)
präsentiert in einer Spieluhr
Die letzte Nacht in Ecuador wollten wir in der Ortschaft EL ANGEL verbringen, doch die hübsche, deutsche Hosteria mit Gartenlaube blieb uns verschlossen. Somit erreichten wir bei Nieselregen und Dunkelheit das Städtchen SAN GABRIEL. Nach einiger Sucherei fanden wir eine schlichte Bleibe mit sicherer Garage für uns drei…im Hotel GABRIELITA picknickten wir im Bett, denn die Stadt bot nicht sonderlich viel, außer bei Dunkelheit im Bett zu bleiben und zu picknicken. Früh morgens steuerten wir die Grenzstadt Tulcan an, nach weiteren 13 km waren wir schon fast in Kolumbien…


Quito bis San Gabriel
Adios y hasta pronto, Ecuador!


Hier unsere Punkte für Ecuador:

Dieses Land kann alles.
Ja, ich weiss, das haben wir nun schon so oft gesagt, aber Ecuador kann es auf eine besondere Weise: Kein anderes Land ist so flott und easy zu bereisen. Innerhalb von ein paar Stunden wechselt man zwischen eisigen Vulkanlandschaften in den tropischen Regenwald, quasi aus den Wanderstiefeln in die FlipFlops…Oder von der wunderschönen Küste (ohne Wüste) in die Grosstadt via Stopp in der fantastischen Vogel und Tierwelt, an einem Tag kein Problem. Und natürlich das wunderschöne Galapagos ist auch in „Mallorca-Distanz“ zu erreichen.

Der häufige Wetterwechsel macht das Reisen ebenfalls spannend. Also sollte man immer 1-3 Outfits griffbereit haben.

Alles ist machbar. Das liegt natürlich auch daran, dass das Land nicht wirklich riesig ist, grad ein bisschen grösser als Großbritannien. Gut ausgebaute Strassen und keine nervigen Import-Moppets, tun ihr übriges.

Quito aus Hauptstadt ist grandios und ein toller Gastgeber. Zudem findet man hier die mit ABSTAND (O-Ton Clemens) BEEINDRUCKENSDEN und IMPOSANTESDEN Kirchen von Südamerika. Zwar sind alle Kirchen in Ecuador sehr prunkvoll und gewaltig, aber die Sprache verschlagen hat uns LA COMPANIA DE JESUS in Quito. Baff waren wir.

Aber auch Guayaquil, wo wir insgesamt eine Woche waren, ist mit Sicherheit eine Reise wert, man sollte sich endlich von den Vorurteilen frei machen und sich von der durchaus interessanten Stadt überraschen lassen. Es geht, glaubt uns!

Alexander von Humboldt bemerkte auch schon damals, dass das Land eines der vielfältigsten der Erde ist. Leider wissen das nicht viele. Zudem ist es ein relativ teures Reiseland, im Vergleich zu den Nachbarländern. So sind meist gute Hotels und sogar teilweise Campingplätze den europäischen Preisen angepasst. Während Benzin und Diesel und somit auch Taxi-und Busfahren fast geschenkt ist, darf man sich nicht wundern, wenn man für 4 Handelsübliche Kosmetikprodukte wie Shampoo, Duschgel, Zahnpasta und Deo flotte 20,00 US auf der Uhr hat. Das wiederum holen die günstigen Obst und Gemüsepreise wieder rein…und diese schmecken hier eigentlich NOCH besser als sonst irgendwo….und die Blumen hier toppen sowieso alles bislang Dagewesene.

Etwas negativ ist leider, dass hier die Mücken/Moskitostiche besonders lange „halten“….so 2-3 Wochen ist man mit ihnen beschäftigt…

Die Menschen sind sehr nett und extrem gastfreundlich, niemand ist uns wirklich böse gekommen, vereinzelt ist man etwas schüchtern, aber das ist ja kein Charakterfehler.

Ein strammes Regiment herrscht im Bereich „angetrunken Auto fahren“…so landet man - meist ohne Umwege – postwendend im Gefängnis. Da bleibt man dann für 21 Tage, bekommt kein Essen und muss diesbezüglich Eheparter/in, Arbeitgeber / Angestellte oder Mama konsultieren, beichten und diese bitten, das Essen ins Gefängnis zu schleppen. In Quito haben wir so ein Gefängnis gesehen, lustig, wie die Besucher die gestapelten Tupperdosen hinein und hinaus schleppten. Zudem gibt es eine flotte Geldstrafe dafür aber keine Punkte in Flensburg ;)

Glauben wir nun den Einschätzungen Einheimischer, so fehlt es diesem Land an Knowhow. Kann auch daran liegen, dass es viele junge Elternpaare gibt und die Jugendlichen antriebslos und motivationslos sind. Grosse, internationale Firmen aus Chile, Kolumbien und USA bringen ihre eigenen Mitarbeiter und somit das Knowhow aus den eigenen Ländern mit. Somit ist das Land bunt gemischt und alle „befruchten“ sich. Toll.

 Neben den sehr netten Einheimischen haben wir auch in diesem Land eine Menge „Ausländer“ getroffen, denn hier wohnt man wohl besonders gut und gerne. In keinem anderen Land Südamerikas haben wir so viel, glücklich und zufriedene „Zu`greiste“ kennengelernt. Zwar macht man hier wohl nicht die Mega –Mark, aber man ist zufrieden und kann sehr gut leben. In allen anderen Ländern gab es immer was zu meckern. Hier ist man einfach glücklich. Punkt. Heisst, jeder der eine gute Idee und etwas Geld hat, möge doch bitte herkommen.

Wir fühlten uns hier sehr sicher, obwohl die Polizeipräsenz weitaus geringer ist als in den Ländern zuvor. Zwar erzählte man uns, dass die Polizei hier sehr korrupt sei, doch das können wir  – wie so viele andere im Auto reisende – nicht bestätigen. Stets gab es eine nettes WinkeWinke und ein freundliches „Como estan y todo tranquillo?“…nach unserem „Sí, sí gracias“ folgte dann der „dicke Daumen“ und „buen viaje.“
Nicht EINMAL wurden wir kontrolliert oder angehalten. Verrückte Welt! Davon können sich Argentinier und Peruaner ne fette Scheibe von abschneiden.

Also, kommt her, lasst es Euch nicht nehmen, dieses kleine Paradies kennen-und lieben zu lernen. Kaum ein anderes Land kann man so schnell und einfach bereisen und die ganze Palette des Landes innerhalb von 2 Wochen kennen lernen, natürlich zzgl. Galapagos, der Ort, der für uns nach wie vor der Schönste und Friedlichste auf der Welt ist.

Werbekampagne
Danke für alles Ecuador, eines Tage kommen wir wieder!
Bleib so wie Du bist, denn da ist gut so!
Liebe das Leben!

Somit schliessen wir das Kapitel mit dem Sprichwort:

"Mucho mejor, si es hecho in Ecuador!" 
(Es ist viel besser, wenn es in Ecuador gemacht ist!)


01.06.2012

Trauer

Wir sind unfassbar traurig und schockiert.

Hatten wir dieses freundliche, lustige und sehr professionelle Reise-Ehepaar erst im Februar in Peru, Cuzco kennengelernt.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt Jörg und allen Angehörigen.

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=
ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1334258354617

28.05.2012 Amazonasgebiet Misahuallí & Papallacta / Ecuador

Nun steuerten wir die Region ORIENTE an, also die Amazonasgegend, mit geschütztem Regenwald und vielen Flüssen, die teilweise bis zum Atlantik fliessen...wenn man sich von der Strömung des Rio Napo treiben lässt, ist man innerhalb von 3 Monaten am Atlantik.

Vorerst mussten wir uns aber durch die Vulkanregion und Bergwelt wühlen und stoppten im Wallfahrts-und Thermenort Baňos, der als DAS Mekka für Abenteuer und Wellnesstouristen bekannt ist. Leider erwischten wir die Stadt und die Region bei Regen und zudem fanden wir die Stadt auf Anhieb NICHT schön. Ausserdem war es wohl „Nebensaison“ und viele Agenturen, Restaurants und Geschäfte waren verschlossen. Wie uncool. Da wollten wir und konnten nicht.

Dennoch genossen wir bei der Fahrt durch die Region das wirklich wunderschöne und grüne Bergpanorama und fuhren dann aber doch weiter gen Osten.
Banos
n Alt bitte!

Farbklecks im Dschungel
Hier wurde die Luft wieder schwüler und wärmer…schon bald lagen unsere Pullover hinten und die FlipFlos hatten sich nach vorn begeben. Eigentlich peilten wir die Stadt TENA an, entschieden aber kurz nachdem wir in eine Sprengung geraten waren weiter gen den Tropischen Regenwald, zu fahren und landeten am Frühabend in dem 650 Seelendorf MISAHUALLÍ, welches zum Teil noch von indigenen Dorfgemeinschaften bewohnt wird. Dschungel und Rafting-Touren auf dem Fluss Misahuallí und Rio Napo sind hier sehr beliebt. Auch hier toben sich „Zugreiste“ aus und so fanden wir nach der deutschen und französischen Dschungellodge die BANANALODGE von Anna und Eduardo. Eduardo ist gebürtiger Ecuadorianer aus Puertoviejo, wo wir ja bei Joachim waren und Anna kommt aus Russland. Zwar kühlte es abends etwas ab, dennoch war es drückend. Moskitos gab es zum Glück nicht so viele, alternativ fanden sie keine freie Stelle mehr in unseren Körpern. Es regnet mehrmals am Tag oder in der Nacht.
Dann aber aus vollen Kannen. Heisst ja nicht umsonst Regenwald ;)
Banana Lodge
Der Kapokbaum
wird bis zu 75 m hoch
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapokbaum
Kohlenhydrate-reiche Dschungelkost
Reis, Yuka, Kartoffelsalat und Rinderschnitzel
Wir planten mit Eduardo eine CANOA-Tour, bei der uns noch Julia und Ivan aus Kalifornien bzw. Russland, begleiteten.

Wir besuchten traditionelle Dörfer wo wir verschiedene Vorführungen besuchten…Neben Tanz mit den Großen und Kleinen sowie der Dorf-Boa hatten wir auch eine Verabredung beim örtlichen Schamanen, der die bösen Geister aus uns vertrieb…(und das für nur einen Dollar).
Unser CANOA
Capitan
trad. CHICA Herstellung
http://de.wikipedia.org/wiki/Chicha
Dorfschule
Sportplatz
Schamanen-Lodge
Böse Geister ausjagen
Mit Spucke "veredeln"
Dorf-Einsatzplan zur Touri/Gringo-Bespassung
Tanzoutfit der kleinen Mädchen
Frischer Fisch und Yuka, gebacken im Bananenplatt
den pack ich auch noch ein...
Ein weiteres Stück flussabwärts besuchten wir ebenfalls eine Gemeinschaft, die sich neben medizinischen Pflanzen ein Museum und einen Privatzoo zugelegt hat.
Treppenaufgang
Museum
...hier werden noch wirklich Schrumpfköpfe zelebriert
Tigerfalle
Fischfanggeräte
Endlich wieder ein Wasserschein!
Mini-Caiman
3 Monate alt
zwei Tigerlein
Nasenbär
!!!
Highlight war allerdings der Besuch des AmaZOOnico…ein grossartige/s Projekt/, welches eine Deutsch-Schweizerin mit ihrem Mann auf die Beine gestellt hat.

Die Tierstation amaZOOnico befindet sich mitten im Schutzgebiet beherbergt eine Vielzahl von verschiedenen Tierarten, einige davon sind vom Aussterben bedroht. Die Station wurde 1993 aufgebaut. Die meisten Tiere kommen in schlechtem Zustand an: Unterernährt, verwundet durchs angebunden sein, und sind oft mit Parasiten befallen. Ungefähr ein Viertel der Tiere stirbt bereits auf dem Weg in den amaZOOnico oder in den ersten Tagen dort. Ein weiteres Viertel kann erfolgreich ausgewildert werden. Die restlichen Tiere müssen im amaZOOnico bleiben, entweder frei lebend im Gebiet oder in Gehegen, um sie vor anderen Tieren zu schützen. Die Tiere leben aus folgenden Gründen im amaZOOnico: - Jungtiere ohne Mutter müssen vor anderen Tieren beschützt werden. - Kranke Tiere könnten andere Tiere anstecken und brauchen spezielle Pflege. - Aggressive Tiere können nicht freigelassen werden. - Tiere, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben laufen in Gefahr, von den Einheimischen getötet zu werden. - Tiere welche nicht fähig sind, in der direkten Umgebung des amaZOOnico selber zu überleben. - Schwache Tiere, die nicht fähig sind, selber durchzukommen. - Tiere, welche ihre natürlichen Instinkte verloren haben.
www.selvaviva.ec/amazoonico

Weissbrust-Tukan
zerhackt durch das Käfiggitter Gummistiefel..er mag sie nicht
Wildes Totenkopfäffchen besucht uns
Ratte gross wie eine Katze
von den Schweinen stibitzt
Orchidee
er wurde inzwischen "entlassen" und
besuchte nur seine Kumpels
...man achte auf seinen witzigen Piephahn ;))
Wir fuhren noch ein Stückchen weiter auf dem Wasser und wir erreichten die CASA SUIZO…ein sehr schönes, großes Hotelgelände, zu dem ein schönes Schmetterlingsgelände gehört.
trad. Keramikherstellung
Kindermodengeschäft
Edle Schweiz
Schmetterlingsaufzuchtstation
Schmetterlingssex
Ein Tag voller tollen und beeindruckenden Erlebnisse ging bei Dunkelheit und 43 gefahrenen Flusskilometern zu Ende…und nach zwei Tagen und zwei Nächten mussten wir leider auch schon wieder weiter….der Norden rief.
Häuschen am Wegesrand
Cacaobohnen werden oft auf der Strasse getrocknet
wär das nix? Grundstück in der Stadt TENA
Latacunga (A) vbis Misahuallí (B)
ca. 250 km

Bevor wir nochmal in Quito für einen Werkstattbesuch stoppten, legten wir einen Halt in der schönen Umgebung von PAPALLACTA ein. Diese Ortschaft liegt 60 km östlich der Hauptstadt Quito und hat etwa 800 Einwohner und ist über den gleichnamigen Papallacta-Pass (4.064 m) zu erreichen. Der Ort ist bekannt für seine Thermalbäder, in denen wir uns bei Regen und Nebel aalten und es uns gut gehen liessen…und das auf 3.250 m in über 40 Grad heissem Wasser. Toll!