20.06.2012

16.06.2012 Chinchiná / Kolumbien

Es gibt unzählige Haciendas, die Cafétouren und Übernachtung/en anbieten.
Aber welche ist die Richtige? Die meisten Internetseiten sind so clever gemacht, dass man die genaue Adresse nicht findet. Vermutlich buchen die meisten Menschen ihre/n Tour & Aufenthalt/e über Agenturen und fahren nicht mit eigenen Autos durch die Gegend.

Bedingt durch eine kleine, feine Recherche fanden wir einen Ort, der auch GPS Daten auf der Internetseite verkündete. Juhu, das schienen doch Profis zu sein...(obwohl wir auch OHNE können.)
Alternativ lag die Finca so versteckt, dass man sie sonst nie finden würden.
Schnell fanden wir heraus, dass diese GPS-Daten Arbeit von Ingrid und Jörg war, die schon vor Monaten hier waren. Schon wieder waren wir „aus Versehen“ auf den Spuren der beiden.
Schön, dann musste es also gut sein und wir steuerten ohne Umwege die Hacienda GUAYABAL in der Nähe des Örtchen Chinchiná an

In Chinchiná befindet sich auch die beste Experimentierfarm des Gremiums der kolumbianischen Kaffeebauern. An keinem anderen Ort weiß man so viel über Kaffee wie dort.
Siehste mal...Der Melitta-Mann kann einpacken.


Chinchiná ist eine Stadt in der Provinz Caldas, Kolumbien und liegt in der Zona Cafetera der Zentralen Kordilleren. Die Stadt liegt 1360 Meter über dem Meeresspiegel und besitzt eine jährliche Durchschnittstemperatur von 26 °C. Chinchiná hat ca. 84.000 Einwohner und liegt 17 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Manizales. Chinchiná gehört zu den typischen Städten der Kaffeeregion Kolumbiens und bietet für Touristen eine einzigartige Berglandschaft. 30 Kilometer östlich befindet sich der heute noch aktive Vulkan Nevado del Ruiz.
Die lokale Kaffeequalität gehört aufgrund des günstigen Klimas zu einer der besten der Welt. 
Der Kaffeeanbau um Chinchiná zeichnet sich durch einen hohen Grad an technologischem Fortschritt aus. Die Kaffeekulturlandschaft von Chinchiná wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe vorgeschlagen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinchin%C3%A1http://de.wikipedia.org/wiki/Chinchin%C3%A1

Ohne Ankündigung oder Reservierung fanden wir nach einer Fahrt durch die Caféplantagen ein eher modernes Haus mit Pool vor. Schön war es hier und vor allem so schön ruhig!

Sofort begrüsste und Jorge, Sohn des Hause und schon gab es den ersten Café, der selbstverständlich KÖSTLICH war.
Und nach Monaten auf diesem Kontinent mit nicht nur, aber viel schlechtem Café wissen wir das echt zu schätzen…

Die Dame des Hauses „la patrona“ (Eigentümerin) Jorges Mutter, verwöhnte uns gleich von Anfang an…fast so schön wie bei unseren Müttern war es….so durften wir beim Essen Fussball gucken und bekamen tolles Essen und dazu noch eiskaltes Bier gereicht. Waren wir denn schon wieder im Paradies?
http://www.haciendaguayabal.com/
Willkommen zu Hause
Blume: Paradiesvogel aka Strelitzie,
wachsen hier am Wegesrand
http://de.wikipedia.org/wiki/Strelitzien
Der Grossteil der Kakao Pflanzen
 ist in Kolumbien leider durch einen fiesen, bösen Pilz
ausgestorben
Die beiden gehören zusammen.
Sie können nicht viel,
ausser schön und witzig auszusehen.
SIE, rechts riecht köstlich.
einfach schön.
Punkt.
Bambus meets Palme
...und ich schäle mich selber
...die Pink Banana
(nicht für Menschen)
Dieses Geschöpft sammelt Wasser in seinen
TERRASSEN.
Viel Wasser!
Ess-Bananenstaude im richtigen Leben...
Blüte einer Frucht
Der junge Bambus schält sich bei Zeiten...(Schutzfunktion)
und wir dann dunkler und stabiler
(Mitte und L/R)
Lulo Frucht im Wachstum
so klein und fein und niemand wusste den Namen ;(
Candela
Ein sich selbst geschälter Bananenstrauss...
..irre!
Am nächsten Tag starteten wir zu einer 3,5 stündigen Führung über das Gelände und bekamen so einen kleinen Einblick in die Welt des Cafés. Auch wieder eine spannende Sache, so eine 70 Hektar große Hacienda zu bewirtschaften und sich ganz den Böhnchen zu widmen.
noch spielen sie, die KLEINEN
aber dann spielen sie miteinander...und werden grösser
Ausrutscher 
je mehr Blüten eine Pflanze, so besser die Auslese
Das ist DUKE. Ein  pensionierter Drogensuchhund..
Er ist 9 Jahre und hat einen  leichten Hüftschaden,
schnuppert aber an jedem Koffer der auf das Gelände kommt.
Unfreiwillig. Gelernt ist gelernt.
Kompost aus Café - Schalen.
Inzwischen sind alle Haciendas dazu
verpflichtet einen Kompost zu führen
Café ensteht...
....und muss gepflückt werden...
wenn die Bohnen rot sind...
Um Verwechslungen zu vermeiden:
Roter Sonnenhut/Sombrero für die Gringos.
Aber WENN es einer tragen kann, dann Clemens.
Ein Teil der 70 Hektar 
Wer oder was ist nun klein?
BAUM ganz gross
Algarven wachsen hier auch...
..und werden zu Säcken
Auf gehts!
Bohnen im freien Fall zur Trocknung
Auch hier gelten Vorschriften
Jorge zeigt uns Prozesse der Herstellung...
Schale wird entfernt...per Kurbel 
Gut und Böse!
Links = Rest/Dreck wird Instantkaffee
 Rechts = lecker Böhnchen
Zur Info: Nescafé-Kapseln bestehen aus gutem Café! Absolut top!
Raz faz .
Schale ab
Ein Schüttelbrett um die Grössen zu ermitteln.
Grosse, gute Bohnen bleiben oben,
böse, kleine fallen bis nach unten kommen zum
...Instantkaffee!
Nun: DIE Röstung...
.es roch fantastisch!
Der gesamte Prozess der Bohne.
Schon nicht nicht ohne, die Bohne.
Gesammelt by Clemens, geklebt by Kristina ;)
auf den Schreck noch einen CaféSirup...
Italien vollendet den Prozess!
...auch die Kolumbianer, zählen auf die Italiener
(3 x so teuer wie in Europa)
Aber bei diesem Thema ist Geiz einfach ungeil...
Mittags ging es weiter, zwar waren es nur 170 km in die 2 grösste Stadt des Landes, Medellin, aber die Strassen, Kinder, die Strassen…
Auch heute wählten wir schlauerweise einen Feiertag als Reisetag…und man empfahl uns, vor der Stadt Medellin im Urlaubsörtchen La Pintada halt zu machen und dann am nächsten Morgen in die Grosstadt zu fahren…aha…

Die Strassen waren wie immer asphaltiert, aber sehr kurvig, extrem befahren und landschaftlich einfach wunderschön.

Sehr schön.

Grün, grüner Kolumbien!

naja, und der Rest wird sich schon ergeben…

San Vincente (A) bis Chinchiná (B) und dann
quasi "gemütlich" in ,4,5Std.
nach Medellin...(C)