Manche Dinge gab es einfach nicht.
![]() |
| Lord Höördie mit Kumpel Sprinterli |
![]() |
| Tante Tina hat Lolli verteilt |
Somit blieb uns nichts anderes übrig, als den Weg nach San José anzusteuern.
Knapp 100 Kilometer sollten es sein. Wir hüpften los. Dank unserer Stossdämpfer wurde Lord Höördie nun zum Lowrider alias Flummi bzw. PingPong. Die Strassen wurden nicht besser. Im Gegenteil. Noch immer Hitze, Staub und Schlaglöcher. Mühevoll kamen wir voran. Irgendwann bemerkten wir, dass es an unserem Auto mächtig schepperte. Es wurde schlimmer. Ein Blick unter das Auto besagte, dass der Stossdäpfer komplett aus allen Angeln gefallen war. Nix hielt mehr.
Also Vorsichtig weiterfahren. Bei angehender Dunkelheit. Die Gegend war trostlos und es gab nichts wo wir hätten anhalten, bzw. übernachten können. Das Auto dort stehenlassen? Ginge, wäre dann aber am nächsten Tag weg oder mindestens ausgeschlachtet.
Das GPS zeigte noch über 5 Std. nach San Josè an…keine leichte Kost für einen Samstagabend. Wir dachten daran, was wir anstelle dieser Tour gerade machten könnten…Wetten dass auf dem Sofa, letzten Abend auf dem Maschseefest geniessen…
Das Essen an Bord wurde knapp. Unterwegs konnte man nicht „mal so eben etwas
kaufen“..daher kämpften wir mit Erdnüssen, Crackern uns Müsliriegeln.
Irgendwann sahen Wera und Friso, die sich unserem Tempo angepasst hatten und uns freundlicherweise nicht von der Seite wichen, nicht mehr im Rückspiegel. Über Walkie-Talkie erfuhren wir, dass sie ein Problem hatten. Langsam hüpften wir zurück… uns sahen die beiden unter Ihrem Auto. Ein Vorderreifen war hinüber. Der letzte Ersatzreifen wurde gezückt. Die beiden waren im Reifenwechsel flott und unschlagbar. Dennoch hiess es nun „tranquillo“…denn hier wollten wir alle nicht stehenbleiben….
Nach 6 Stunden hatten wir 100 Kilometer hinter uns gebracht. Wir standen in San José vor der Villa des Franzmannes. Nur noch heiss duschen und mollig ins Bett….wenn er denn ein Plätzchen für uns haben sollte. Vorab konnten wir ihn nicht über unsere Ankunft informieren, da wir spontan in San Raphael entschieden hatten zu kommen und die nördlichen Jesuiten Missionen auszulassen.
Bolivien – irgendwas ist immer! … in dem Fall war niemand im Hotel, ausser der Koka-kauende Gärtner. Ich wollte schreien.
Nach langem hin und her erreichten wir den Chef Jerome. Er kam angepest und erkannte uns sofort. Vera und Friso bekamen einen wunderschönen Stellplatz im Garten am Pool, wir „unser“ altes Zimmer. Nach unserem obligatorischem Ankunftsbierchen und heisser Dusche fielen wir alle ins Koma.
Nach einem grandiosen Frühstück wollte ich es mir heute mal gemütlich machen. Ob ihr es glaubt oder nicht, einen ganzen Tag rumgammeln am Pool etc. hat es noch nicht gegeben. Nicht! Reisen ist anstrengend. Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt.
Und auch heute blieben wir vor der Entspannung verschont. Es war Sonntag und die Jungs entschieden, heute nach Santa Cruz aufzubrechen. Im Montagsverkehr würde die Fahrt nicht besser sein. Über 250 Kilometer erwarteten uns.
Da der Morgen aber ohne Komplikationen verlief, mussten wir ja etwas für die Statistik „Bolivien - irgendwas ist immer“ erledigen. Das Gelände wurde nicht verlassen, ohne eine Fussballgrosse Schildkröte, die sich unter einem Auto versteckt hatte, eine „Panzerlage“ kürzer zu machen. Wir hoffen bis heute, dass der alte Dinosaurier wieder fit ist.
Die Strasse nach Santa Cruz sollte gut sein. Teilweise.
Nur ein „Stückchen“ wäre Erdstrasse.
Von wegen. Wiedermals quälten wir uns über die schlechte Strasse. Durch Baustellen.
Die Hitze war unerträglich, das Klappern und Hüpfen des Autos auch.
Am liebsten hätte ich geschrien. Half uns aber auch nicht weiter.
Nach über 3 Stunden auf der ungemütlichen Strasse, kamen die letzten 165 Kilometer auf befestigter Strasse. Da fühlte sich Lowirider Höördie dann sichtlich wohler und peste mit 75 km/std hinter Sprinterli her. Glücklicher Weise hatten unsere „Ostfriesen“ ein GPS mit aktueller Karte und Friso kämpfte sich souverän durch den nächtlichen Grosstadt Dschungel in Santa Cruz, Clemens tat es ihm Gleich und hupte und drängelte was das Zeug hielt…bis wir vor einem Hotel standen. Jetzt musste nur noch ein passender Parkplatz gefunden werden….Um 22:00 sassen wir bei Ankunftsbier im Innenhof des Hotels. Wir wussten, dass morgen ein Tag der Organisation werden würde…Auf uns wartete der Zoll sowie eine Werkstadt, die sich mit Land Rovern uns Stossdämpfern auskennen würde…
















































