09.08.2012

05.08.2012 Lago de Atitlán / Guatemala

Gut 80 km westlich von Antigua liegt der berühmte LAGO DE ATITLÁN, welchen wir natürlich auch besichtigen und von dessen Schönheit überzeugen wollten.  

Der Lago de Atitlán ist der drittgrößte See in Guatemala, hat eine Fläche von 126 km², ist von Ost nach West ca. 18 km lang und liegt ca. 1560 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist umgeben von den drei Vulkanen Tolimán, Atitlán und San Pedro. Um den See herum liegen kleinere Ansiedlungen, Hotels. Die Anwohner des Sees sind mehrheitlich Indigene (Maya) . 

Die bedeutendste Stadt am Lago de Atitlán ist Panajachel. Der See liegt in einem Krater (Caldera), der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstand. Im Laufe der Zeit ist der Wasserspiegel des Sees angestiegen, da das Tal keinen natürlichen Abfluss hat. Der tiefste Punkt des alten Kraterrandes befindet sich im Südosten bei San Lucas Tolimán. Einheimische aus San Pedro sagen aus, dass der Wasserspiegel in den letzten 10 Jahren um 20 m gefallen ist und nun wieder steigt.
Panajachel
Die Fahrt zum See führte ein Stück über meist gute ausgebaute Strassen, durch kleine Städte und Dörfer, später ging es für uns querfeldein auf Schotterpisten, bis wir bei herrlichem Wetter die Städtchen Panjachel erreichten, welches Clemens nach 17 Jahren nicht mehr wiedererkannte. Hier gibt es nun ein paar Hotels, Restaurants und einen erstaunlich gut ausgestatteten kleinen Supermarkt.
EU Landy
liebevoll wie in einer Puppenstube
aber über die Auswahl waren wir begeistert
Im Garten und Poolbereichs des Hotels „Vision Azul“ darf gecampt werden, WC und Duschen sind zwar eher rustikal, aber „machbar.“
Der Ausblick auf den See und die zwei Kegelförmigen Vulkane ist genial. Am See sind eigentlich Puma heimisch, aber leider kam uns keiner besuchen. Das Wetter hier versprach trocken zu bleiben. Sofort richteten wir uns häuslich ein und freuten uns endlich wieder auf einen Grillabend mit Ausblick.

Aber es kam noch besser: Ein dunkelblauer Toyota fuhr vor und Thomas stieg aus. Er ist schon seit 2 Jahren unterwegs und bald auf dem Weg nach Südamerika, bevor er noch mit einem Kumpel der ihn besuchen kommt, zurück nach Mexico fährt und von da nach Cartagena verschifft.
Natürlich gab es auch hier eine Menge Austausch, zumal auch wir viele Leute gemeinsam kennen.
http://www.thebluetruck.blogspot.com
schöne Aussichten
endlich Urlaub (und Frisör nach 6 Monaten ;))
Wir genossen einen Grillabend bei köstlichen Fleischspezialitäten und exzellenten Rotweinvorräten aus unseren beiden „mobilen Weinkellern“ und verlängerten schon gedanklich um eine weitere Nacht am See, der einfach einen fantastischen Ausblick und Ruhe bot.
Also feierten wir nochmal Hochzeitstag, in anderer und ebenso toller Atmosphäre.
Wer kann, der kann ;)
Prost, auf uns!
…und natürlich kommt Thomas ursprünglich aus der Schweiz.
 Das aber nur so nebenbei.

Leider mussten wir uns schon von ihm früh um 7:00 verabschieden...

...denn für uns ging die Fahrt erst mal rückwärts, bzw. durch Guatemala City und dann später gen Norden…dort erreichten wir das Städtchen POPTAN, wo wir eine tolle Anlaufstelle hatten.
Die Fahrt dorthin war extrem lang und dazu extrem heiss.
Das Leben ohne Klimaanlage
Die Finca Ixobel ist ein landwirtschaftliches Anwesen, welches gleichzeitig als Restaurant, Gästehaus und Campingplatz dient. Die Finca befindet sich im in einem Nadelwald, umgeben von Dschungel und liegt sie zu Füssen der Maya Berge. Das Essen hier ist absolut fantastisch und die Portionen und Preise ebenfalls.
auch den hätte ich am liebsten eingepackt...
www.fincaixobel.com
Nach einem Stundenlagen Unwetter am Abend, welches man als Hurrikane Ernestos Ankunft in Guatemala einstufte, sah der Morgen darauf schon wieder sonnig aus und wir steuerten die grösste Maya-Stätte Guatemalas an, genannt TIKAL. Bei erneutem Regen.
515 km in heissen 7,5 Std - Lago Atitlan bis Poptun

07.08.2012

02.08.2012 La Antigua / Guatemala

Am Morgen (8:30) war an der Grenze LA FLORIDA nicht viel los. Auch keine Schlepper oder anderen Nervberts. Ob man uns besch… hatte oder der „Eintritt“ nach „Guate“ tatsächlich 10 Quetzales (ca. 1,00 €) kostet wissen wir bis heute nicht. Die 20 Quetzales Note verschwand aber bei dem Stempelmeister ohne Umwege in der Hostentasche. War uns egal, wir waren wieder baff, dass wir ohne anstellen und blöde Fragen innerhalb von 5 Minuten „drin“ waren.
auch hier fährt die Polizei "Huckepack"
Weintrauben

Die Währung heisst hier QUETZALES, ähnlich wie der hübsche Vogel, den wir neulich in diversen Ausführungen in Costa Rica (Monteverde) sehen konnten. Er ist das Nationaltier von Guatemalaund hier sieht man ihn übrigens nicht mehr. Ausgewandert nach Costa Rica, der Schelm. Lediglich die Dame vom Zoll liess auf sich warten und wir nutzten daher vor dem Zollhäuschen das freie Internet mit lauter, rhythmischer Musik. Langsam nahm der Trubel an der Grenze zu und wenig später düsten wir los, nach einer Gebühr von 160,00 Quetzales für eine Touristenplakette und alle notwenigen Papiere.
Wieder eine Grenze unter 1,5 Stunden und ohne Nervkram.
Sauber, weiter so. We love Centralamerica.

In Guatemala hatten wir ein paar Besichtigungspunkte auf unserer „to do-Liste“ und steuerten somit direkt die hübsche Stadt LA ANTIGUA GUATEMALA, die ehemalige Hauptstadt des Landes, an. Bis hierhin waren wir sehr gut durchgekommen, bei teilweise 40 Grad Außentemperatur, guten Strassenverhältnissen und höherer Polizeipräsenz als in den Nachbarländern. Guatemala City, welche nicht zu den Highlights des Landes zählt, kann man leider nicht umfahren und somit ist man dem Verkehrschaos und Smog ausgesetzt. Der Verkehr ist allerdings relativ flüssig und am Wegesrand finden sich Shoppingzentren, alle gängigen Fastfoodketten und Tankstellen.
Nachmittagsverkehr in Guatemala City
Wohnraum in GC
Ein knappes Stündchen dahinter findet sich schon die Stadt La Antigua. Schon bei der Einfahrt erahnte ich, dass es mir hier gefallen würde. Clemens war auch hier schon vor 17 Jahren, da er sich damals zu einem Sprachkurs angemeldet und bei einer ansässigen Familie eingebucht hatte.

La Antigua Guatemala (dt. „Alt-Guatemala“; Kurzform: Antigua) ist eine etwa 35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im zentralen Hochland Guatemalas. Sie war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Die für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannte Stadt gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Antigua_Guatemala

Der Parkplatz der Touristenpolizei kann kostenlos zum Camping genutzt werden, uns stand hier aber der Sinn nach einem schnuckeligen Hotel und wir durchfuhren mehrmals die Stadt um eines zu finden, was allerdings Parkplatzbedingt nicht so einfach war. Die meisten öffentlichen Parkplätze bieten keine 24h Bewachung an. Schliesslich setzte ein heftiger Platzregen ein und wir blieben vor dem „nächstbesten“ Hotel mit hohem Garagentor stehen.
Dass es besonders nett war freute uns dann sehr, so sehr, dass wir spontan unseren Hochzeitstag vorverlegten.
Löördie im Wohnzimmer, bzw. Patio
Blick über die Dächer von La Antigua

Geprägt durch wundervolle Kolonialbauten, die meist in Sonnengelb oder Weinrot daher blitzen, Strassen aus Kopfsteinpflaster und gutgelaunte und freundliche Menschen in bunter Kleidung, Strassenverkäufer und Musiker. Cafés, Restaurants für alle Lebenslagen und Gelüste, Strassenstände mit Obst und Backwaren, Geschäfte mit hübschen Kleidern und Handwerkssachen, (wenig Krempel) Galerien, Hostels oder (Boutique) Hotels, Tanzschulen, Sprachschulen die das beste Spanisch versprechen, Museen, Klöster und Kirchen….das alles eingebettet in eine grüne Berg-und Vulkanwelt bei herrlichem Sonnenschein und genialen Temperaturen. Das ist Antigua!

Momentan zur Regenzeit schüttet und gewittert es ab Nachmittags heftigst, sorgt aber somit auch dafür, dass man Abends schon mal ein Hemd oder sogar ein „Pullöverchen“ überziehen kann.

Es gefiel uns so gut, dass wir statt nur einer geplanten Nacht drei blieben und eigentlich wären wir am liebsten immer noch da. Man kann die Stadt einfach nur geniessen, durch die hübschen Gassen und/oder die Märkte schlendern oder sich aber irgendwo hinsetzen und die Menschen beobachten. Dadurch, dass die Stadt eines oder sogar das Highlight des Landes ist, kommen viele Touristen.
Dennoch fanden wir es nicht überlaufen. Lediglich am Wochenende wurde es etwas voller, was aber auch noch nicht störend war.
auch hier wird gegrillt

An jeder Ecke werden einem selbstgeklöppelte Flöten oder vermutlich aus China importierter Schmuck angedreht. Was toll ist, dass die Verkäufer hier ein einfaches NEIN DANKE akzeptieren und einen in Ruhe lassen. Das ist leider auf diesem Kontinent nicht immer so einfach. Viele Bettler haben wir hier nicht gesehen. Die Leute sind freundlich und zuvorkommend.
landestypisches Lokal
Landestypische Küche...
Landestypische Speisen.
Landestypische Bewachung beim Einkaufen
Landestypische Kleidung
Landestypische Herren
Landestypische Märkte
Landestypisches Verhandeln
Wenn der Eismann 3 x klingelt
Grilltomaten
neuer, aber auf alt gemachter ALMACEN
auch alle üblichen Ketten sind hier vorhanden
Autofahrer bleiben stehen um Fussgänger über die Strasse zu lassen, hielten sogar an, als ich ein Foto von einem Haus machte, damit das Auto nicht durchs Bild rollt.
Endlich wieder gutes Steak in Unterarmlänge....
Casa Escobar
Gutes Landesbier und gute Importweine aus Arg & Chi
Beste Minestrone
Tüte Obst mit Limonensaft und Salz

Nach dem ersten Tag „flanieren“ hatte es mich schon erwischt: Ich schwebte durch die Strassen Ein schöner Zustand, den man nur durch sehr viel Schönes und Positives erreicht. Auf Galapagos hatte ich diesen Zustand ebenfalls. Selbstverständlich haben wie schon viele wunderbare Dinge gesehen und erlebt, aber das etwas Durchgehend, vermutlich immer so schön und nett ist, DAS gibt es nicht so oft. Es scheint fast so, als hätte jemand ein Konzept für diese Stadt geschrieben und alle halten sich daran und sorgen dafür, dass es funktioniert. Genial.
Missen aus China
Salattag
Nachmacher aus USA

Danke, Du Schönes Antigua für Deine Gastfreundschaft und Deine Schönheit.
Eines Tages komme ich hoffentlich wieder.
Am liebsten eigentlich schon gleich morgen…
Copan, Honduras bis La Antigua de Guatemala ca. 266 km / 4. Std.