21.12.2011

14.12.2011 Cajón del Maipo / Chile

Die atemberaubende Schlucht, durch die sich der Rio Maipo schlängelt, ist üppig bewachsen. Die Schlucht beginnt 25 km südöstlich von Santiago. Hier wollten wir noch mal eine Hütte finden und entspannen, bevor es in die hektische Grosstadt ging…Am Wochenende ist diese Region wohl ein beliebtes Ausflugsziel bei den SANTIAGUINOS. Diverse Skigebiete sind hier ebenfalls vorhanden sowie die Nähe zu Argentinien…
Internet & perfektes Steak - auf Panam

Cajón del Maipo
Bevor wir hier aber ankamen, unternahmen wir erneut eine kleine Kostprobe in einem Weingut, welches wir nur aus dem Restaurant kannten und liebten. „Anakena“ lag in der Nähe der Ortschaft „Requínoa“, war mit 160 Hektar schon ein bisschen grösser und hatte weitere 160 Hektar noch im Land verteilt…Hier versuchten wir die köstliche Traube VIOGNIER…einen schönen, spritzigen Weisswein, wie man ihn auch gerne hier im Lande trinkt. Wir ab diesem Zeitpunkt auch. Mit 13,5 % ist er ebenfalls ein gemütlicher Sommerwein…
http://de.wikipedia.org/wiki/Viognier
Auffahrt -  Baum 1 von 4 - Anakena


das mal 4 - eine Menge Vino!

Sicherheitshalber stockten wir die Weinvorräte auf, schließlich kommt der nächste Bolivienaufenthalt schneller als gedacht…und dann stehen wir da!





Auch hier in der Region sahen wir Rodeo Arenen sowie Frucht und Gemüseanbau in Gross oder klein am Straßenrand.


Wir fuhren auf der Panam auf Santiago zu, bogen dann aber ab gen „Pirque“ auf die G 25. Schon von weitem war zu erkennen, dass eine Smog-Glocke über der Hauptstadt thronte.
Wir durchfuhren kleine Ortschaften wie San José de de Maipo, El Melocoton bis wir zur späten Stunde ein offene Tür fanden. Viele Unterkünfte haben anscheinend unter der Woche geschlossen. Viele traditionelle Teehäuser, diverse Restaurants und das grösste Weingut „Viňa Concha y Toro“ sorgen für eine optimale Versorgung am Wegesrand.
Die Nacht verbrachten wir im Örtchen „San Alfonso“, unter 80 Walnussbäumen bei „Los Nogales de Roan-Jasé“. Die Eigentümer Leo und seine Frau haben lange Zeit in Deutschland gelebt und begrüssten uns freundlich. Bis spät abends hörten wir es „knacken“…und am Morgen aßen wir bereits frischen, köstlichen, chilenischen Walnusskuchen bei sommerlichen Temperaturen.
Wir fuhren ein Stück zurück nach San José de Maipo und genossen dort weitere gemütliche und sonnige Stunden in einer Hütte aka Cabaňa.
Walnusskuchen unter Walnussbaum

Poolwasser gekippt...
auch die Chilenen lassen gerne was liegen...
…am 16.12. machten wir uns auf den Weg nach Santiago, kämpften uns durch den Smog und fanden die Stadt gar nicht so schlimm. Es gab alles.
Unseren Top-Star LÖÖRDIE (neuer Spitzname) oder Löördinger, gaben wir nach 2 Stunden Suche in einer Werkstatt ab. Nach fast 8 Monaten und knapp 30.000 km südamerikanischen waren dann doch ein paar Dinge zu richten...

Der gemeine Leser fragt sich nun, weshalb man das nicht in Vorfeld organisiert hat. Antwort: Der Chilene (Ob Hotel, Restaurant oder Autowerkstatt) antwortet nicht gerne auf Emails oder ruft zurück. Nicht sonderlich gerne oder oftmals GARNICHT.

Macht ja nix. Hat ja alles geklappt und wir melden uns nun bei Euch ab in den Weihnachtsurlaub – melden uns aber nochmal von „DORT“…

schönen (Schönheits-) Urlaub, Lord Höördie
Pisco-Disco

18.12.2011

13.12.2011 Pichilemu / Chile

Heute ging s wieder ans Meer, wie gesagt, geht ja relativ fix hier so ein Tapetenwechsel. Wir durchfuhren einen Teil der RUTA DEL VINO im VALLE DE COLCHAGUA in welchem es über 20 Weingüter gibt…Lehmböden, viel Wasser und trockene Luft bieten beste Bedingungen dafür. Nach der Stadt Santa Cruz, die das Erdbeben 2010 richtig getroffen hat, ging es weiter gen Küste.

Wir fuhren über einen Pinien und Eukalyptus bewachsenen Hügel…und schlagartig war die Sonne weg. Wie auf Knopfdruck. Die Wärme auch.

Der Tag am Strand schien von dannen. Stimmung. Trotz Wolken und Nieselregen war der Anblick der inoffiziellen Surfhauptstadt Pichilemu schön. Der Pazifik gab wieder alles und toste und brauste.




Ein paar mutige waren in den Wellen. Nur einige Strassen der 13.000 Einwohner Stadt sind asphaltiert.
Obwohl ab Dezember hier bereits Saison ist, war die etwas marode wirkende Stadt ausgestorben. Demnach war es ebenfalls schwierig eine Unterkunft zu finden.




Unser Haus am Meer fanden wir leider nicht…somit fanden wir ein Appartement im THE FOX.
Der Ort gefiel uns, allerdings bei Sonnenschein vermutlich etwas besser.

Der Tag darauf begann mit Nieselregen. Ich nahm es als Zeichen und packte unsere 7. Sachen.
Schon nach kurzer Fahrtzeit Richtung Landesmitte zeigte sich die Sonne und die Temperatur stieg…warum denn nicht gleich so... :-)



17.12.2011

12.12.2011 Talca / Chile

Wir fuhren die Küste entlang und genossen den Blick auf den tosenden Pazifik bei Sonnenschein sowie die kleinen Orte Curanipe, Pellhue etc.
Ob sie hier wussten, wie schön es bei Ihnen war? Oder ist es einfach Normalität?

kleine harmlose Dörfchen
Nachdem wir wieder auf der Ruta 5 unterwegs waren, näherten wir uns der 200.000 Einwohnerstadt Talca, die Region Drumherum nennt sich Región del Maule. Talca liegt inmitten einer vom Wein- und Obstanbau geprägten, fruchtbaren Ebene, etwa auf halbem Weg zwischen der Pazifikküste und der Andenkordillere. Die Stadt und ihr Umland haben einen relativ ländlichen Charakter.
Rund um Talca erstreckt sich die Heimat der „Huasos“, einer Art chilenischer Cowboys oder Gauchos. Im Umland findet man auch viele Naturschönheiten und sehr viele Weingüter, urwüchsige Naturwälder und das beeindruckende Hochgebirgspanorama der Andenkordillere…
Die Region bildet klimatisch den Übergang zwischen dem wärmeren und trockenen Norden und dem kalten und regenreichen Süden Chiles. In dieser Zone gibt es daher eine besonders artenreiche Flora und Fauna.

Obst, Vino und Sonne? Diese Eigenschaften gefielen uns überraschender Weise sehr! Die Stadt Talca leider nicht, daher drehten wir prompt um und schauten uns im Umland um. Der Colbun See ist ein künstlicher Stausee und befindet sich 48 km von der entfernt und erreicht man der Ortschaft San Clemente. Er ist der größte Stausee in Chile.





Wir waren schon wieder fast in Argentinien gelandet. Das Tolle an Chile ist unter Anderem, dass das Land so schmal ist, dass man fix von A nach B kommt.
endlich wieder tanken in freier Natur
Am Tag darauf besuchten wir ein kleines, exklusives Weingut. Viňa Gillmore, in der Nähe der Ortschaft San Javier. Neben der wundervollen und gepflegten Anlage, ist der Verzicht auf Bewässerung bei den Trauben sehr interessant, sowie der „organische“ / biologische Anbau.








Die Weine waren köstlich. Glich ein paar gebunkert, bevor es demnächst wieder nach Bolivien geht.

Trocken ist es hier. Und es war heiss. Pinie und Eukalyptus sind neben Olivenbäumen hier in Unmengen anzutreffen, ebenfalls ein Puma, unser Erster! Endlich.

Straussenpaar
Pumaaaaaaaaaaaaa
In der gesamten Region ist durch das Erdbeben im Februar 2010 viel zerstört worden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Chile_2010