31.07.2011

26.07.2011 Buraco das Piranhas - Estrada Parque / Brasilien

Es ging weiter nördlich. Die nächste Fazenda " Santa Clara" lag im Estrada Parque.
Hier fuhren wir langsam, da man am Wegesrand schon etliche Tiere sah. Kolibris, Caimane, Vögelchen und sogar unsere erste Schlange lag am Wegesrand und sonnte sich. Es war heiss und die Strassen staubig. In unserem Auto - ohne Klima - stand die Luft...und der Staub. Denn mit offenen Fenstern und Lüftungsschlitzen zuz fahren brachte so Einiges mit sich.


Trompetenbäume blühen in Gelb und Pink

Auf der Strecke überquerten wir unzählige Brücken. Bis zur Fazenda sind alle in relativ gutem Zustand. Manche können auch umfahren werden. Von Kurt und Michele erfuhren wir, dass manche Brücken kaputt und somit nicht passierbar sind. Die Strasse führt durch den Estrada Parque bis in die Grenzstadt Corumba. Bis dahin muss man 70 Brücken hinter sich lassen.

Drei Tagen später wollen wir nach Corumba. Da zwei Brücken im Park kaputt sind, müssen wir nach unserem Fazendaaufenthalt wohl zurück und über die Bundesstrasse fahren.
Um die kaputten Brücken kümmert sich niemand. Keiner ist verantwortlich. Stattdessen nehmen alle einem Umweg von 3-4 Stunden in Kauf. Es handelt sich hier im Übrigen um schlichte Holzbrücken. Also kein Hexenwerk. Andere Brücken werden eher ausgebessert, als das die Kaputte repariert wird...

Wir trafen auf der Fazenda Santa Clara auch zur Mittagszeit ein. Hier war alles etwas grösser, mehr Gäste, ca. 50 würden insgesamt Platz haben, sowie eine Handvoll Guides kümmerten sich direkt um uns. Auch hier waren die Zimmer schlicht und ergreifend. Einen kleinen Pool und eine Bar gab es. Also mehr ein Hotel.

Hier fanden ebenfalls zwei Touren am Tag statt. 3 Tage blieben wir und genossen bei südamerikanischer Hitze das Sumpfgebiet, was hier wirklich weitaus mehr Tiere beherbergt als die Tage zuvor.

Unsere Highlights waren Piranahfischen sowie eine Bootstour auf dem angrenzenden Fluss. Dort sahen wir neben etlichen Caimanen wieder Äffchen, Tucane, viele bunte Vögel, Gürteltiere und sogar – nicht so leicht zu sehen - Leguane.
Kingfisher

Beim Piranhafischen steht man (in dieser Region) Bauchnabel, oder in meinem Fall - Brusttief im Wasser. Das neben einem Caimane auftauchen und man in Wasserlilien und Schlamm steht vergisst man fast...
Auch diese Fische nimmt Clemens inzwischen alleine vom Haken. Schmecken, so sagen alle Beteiligten, soll der Piranha ebenfalls gut.
Ebenfalls wanderten wir durch Wasser und über Wiesn bei Hitze, bastelten Blumen aus Palmenfrüchten und genossen das Mittagessen auf einem kleinen Bauernhof inmitten von Hühnern, Truthähnen, wilden Pferden und Hunden...und einer Wäscheleine voller Fleisch.

Auch auf dieser Fazenda musste ich auf ein Pferd. Das Gaucho-Leben verlangte einem so Einiges ab. Clemens kam wieder voll in Fahrt und war mit seinem Kollegen Knickohr gleich guter Dinge. Ich fand reiten auch dieses Mal ganz ok. Wird nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden, aber inmitten dieser Natur ist es natürlich wirklich ein Erlebnis.

Kollege Knickohr
Unsere Badebucht
Trompetenbaum

Hier trafen wir auch unsere Ana. Ana Konda. Die Grüne Anakonda kam eines Nachmittages auf die Terrasse. Glücklicher Weise war ein Gaucho zur Stelle...und hielt sie fest, während ich sie um meinem Hals hatte. Fazit: Schwer, gitschig, stinkig. Aber wunderschön.

Am Morgen vor unserer Abreise machten wir noch eine Tour durch die Botanik. Unser Guide Emerson ging querfeld ein. In Gestrüpp und Gebüsch fanden wir dann noch zwei kleine Schätze.

http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdamerikanischer_Nasenb%C3%A4r
http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCrteltiere
ein putziges Gürteltier