19.06.2011

27.05.2011 Eine Stadt in Sicht! - Vitoria / Brasilien

Gestern ankerten wir über Nacht vor dem Hafen Vitorias. Ein belegter Stellplatz sowie der Tide liessen uns nicht am 26. in die Stadt kommen.
Die Stadt sah aus der Ferne schon nett aus. Unter „nett“ meint der Frachtschiffreisende nach über drei Wochen eigentlich nur „groß“, bzw. grösser/mehr als nur Hafen...

Gegen 5:00 kam auch endlich der Lotse an Board und wir machten uns auf dem Weg nach Vitoria. Bei herrlichem Sonnenaufgang und steifer Briese fuhren wir in den Hafen. Es war wirklich beeindruckend! Schöne Stadt, tolle Häuser und es sah wirklich nach einer Stadt aus. Yippieh!


Ob auch Stadt darin war, sollten wir nach dem Frühstück erfahren…

Sicherheitshalber hatten wir etwas recherchiert:
Vitória ist die Hauptstadt des Bundesstaates Espírito Santo. Sie liegt 530 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro auf einer kleinen Insel in einer Bucht, an der mehrere Flüsse in den Atlantik fließen.
Die Stadt hat ca. 315.000 Einwohner. Der Großraum Vitória mit den unmittelbaren Nachbargemeinden kommt auf über eine Million Einwohner.
Die Stadt liegt durchschnittlich 12 Meter über dem Meeresspiegel. Die Vereinten Nationen Vitória als Stadt mit der viertbesten Lebensqualität in Brasilien, obwohl in seiner unmittelbaren Umgebung eine nicht einzudämmende hohe Kriminalitätsrate herrscht. Die Mordrate von Groß-Vitória ist zum Beispiel höher als in São Paulo oder Rio de Janeiro...
Das hörte sich doch alles „fast rund“ an und wir präparierten uns für den ersten Landgang, nach gefühlten 100 Tagen…

Michele und Kurt sowie Klaus wollten uns bei unserem Landgang unterstützen.

Bis 20:00 sollten wir „Ausgang“ haben. Also ab durch den Hafen und rein ins Getümmel. Clevererweise haben wir vom Schiff aus beobachtet, dass es von unserer Hafenseite (Altstadt) ein Taxiboot auf die andere Seite gab, wo sich die Neustadt befand. Somit sparten wir uns die 15 Min. Taxifahrt und ließen uns rüber schippern. Das war schon ein Erlebnis, zwischen den großen Schiffen, auf einer Nussschale! Neben uns die aufgerüschten Geschäftsleute die zur Arbeit fuhren.

was in Häfen so rumsteht.

unser Schiff aus einer anderen Perspektive

Nach nur einer Handvoll kulturellen Highlights trennten wir uns vom Michele und Kurti und erkundeten mit Klaus die Stadt. Um eine Stadt und seine Bevölkerung beurteilen zu können musste man ins wirkliche Leben…der Ansicht war Klaus auch.
der Kran aus Eberswalde
erstmal aklimatisieren
Somit suchten wir ein typisches brasilianisches Straßenrestaurant auf und machten es uns erst mal gemütlich. Umgeben von netten Menschen, Speisen und Getränken.
Denn seit Antwerpen hatte unser Koch Antooooooonio keine frischen Waren eingekauft…
Unser Essen an Bord wurde langsam eintönig. Sehr eintönig.
EHEC hätte da keine Chance gehabt, da primär Konserven und TK Waren auf den Tisch kamen.

Später erkundeten wir weiterhin die Stadt, schlenderten durch Geschäfte, über Märkte etc. um noch in einer Churrascaria ein ordentliches Stück Fleisch aus dem Holzkohlegrill sowie endlich wieder frischen Salat zu genießen. In der Hoffnung unsere erste Caipirinha zu bekommen, wählten wir eine kleine Bar in einer Seitenstraße. Das Getränk war alles, bloß keine Caipi. Wir entschieden uns ein kühles Bier zu trinken, was sowieso eher dem Nationalgetränk entspricht…

Wir verbrachten den Abend auf einem Platz, bei herrlichen Sambaklängen und genossen den Abend Ausgang fuhren später mit unserem Taxiboot wieder zum Schiff. Um ca. 22:00/23:00 sollte es dann weitergehen. Auf nach Rio de Janeiro!

Arbeitssicherheit wird hier gross geschrieben


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