Im Örtchen TALTAL gingen die Uhren definitiv langsamer und das passte perfekt. Allerdings bevorzugte man die Siesta tanzend und schwofend, bei extrem lauter Musik auf der Plaza zu verbringen. Das imponierte uns sehr.
Endlich fuhren wir wieder an der Küste, die vermutlich eine der Schönsten ist. Auf der einen Seite der tosende und blitzende Pazifik, auf der anderen Seite gewaltige Felsen und Berge, Dahinter Wüste. 65km vor der Stadt legten wir einen kurzen Stopp ein um die MANO DEL DESIERTO zu betrachten, sie ist eine 1992 geschaffene, 11 m hohe Eisen- und Zementskulptur von Mario Irarrázabal in der Atacamawüste. Die Skulptur steht auf einer Höhe von 1000 m ü. M. unweit der Stadt Antofagasta im Norden von Chile. Sie wurde von der lokalen Förderorganisation Corporación Pro Antofagasta finanziert. Seit ihrer Einweihung am 28. März 1992 ist die Skulptur zu einem Anziehungspunkt für Touristen geworden, die auf der Route 5 fahren, die Teil der Panamericana ist.
Wiedermal errichten wir erst gegen Abend, nach einem Kanistertank in der Wüste beim Wüstenwind und brennender Hitze, das nächste Etappenziel ANTOFAGASTA. Und damit war es an dem heutigen Tag geschehen: Wir hatten in eine andere Region gewechselt: Nach dem NORTE CHICO waren wir nun in NORTE GRANDE eingedrungen…was so viel heisst: HALWÜSTE war gestern WÜSTE ist in!
Der Große Norden Chiles wird dominiert von ausgedehnten Wüstenflächen: dem Desierto de Atacama. Eine atemberaubende Szenerie bietet der Nationalpark Lauca im Grenzdreieck zu Bolivien und Peru. Und rund um die Oase San Pedro bezaubern Salzseen, Geysire und Hochlanddörfer.
Wir passieren am Eingang der 300.000 Einwohner Stadt die MINAS DEL PLATA (Silberminen) und durchfuhren die am Hang gebaute Stadt. Auf der am Wasser entlangführenden Hauptstraße, war die Hölle los. Ein kleiner Strandabschnitt sah aus wie eine Sardinenbüchse. Sogar im Wasser…wir dachten, es wäre vermutlich ein Fest im Gange. Nein, es sei IMMER so in den 4 wöchigen Ferien…
Der Wunsch auf einem Campingplatz am Strand die Nacht zu verbringen, fiel leider aus, das die Campinganlagen schlimmer als FURCHTBAR waren.
Der Trend an der Pazifikküste, gesehen ab La Serena aufwärts, geht zum campen in großen Gruppen unter Planen mit eigenem Klohaus, Wassertanks und Lagerfeuer. Heisst, Familien, vermutlich ganze Dörfer hauen sich die Ferien über an den Strand und leben dort wie die Nomaden. Stell ich mir gemütlich vor, ich wüsste sogar schon mit welchen Freunden ich unser Zeltdorf beziehen würde, allerdings sind diese Zeltburgen im Nix und meist laut. Sehr laut. Tagsüber und auch nachts. Heisst, die Nachbarschaft ist gewöhnungsbedürftig.
Dennoch fanden wir eine Bleibe, waren aber froh am nächsten Morgen weiter zu kommen. Nach einer Tour durch den recht gutausgestatteten Stadtkern.
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| Nachbau von Big Ben |
Im Süden der Stadt befindet sich in einer 31h grossen Schutzzone das Felsentor LA PORTADA.
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| La Portada |
Danach ging es an der Küste weiter, durch kleine Ortschaften sowie zwei verfallene Geisterstädte GATICO und COBIJA, welche 130 km von Antofagasta entfernt liegen. Cobija war früher Boliviens Zugang zum Wasser und bediente die Mienen des Altiplano. Ca. 30 km vor der noch verbliebenen NITRAT-Oficina / Stadt namens TOCOPILLA. Die gesamte Region ist bekannt für Salpeter…
Der Salpeterkrieg wurde zwischen Chile, Peru und Bolivien um die Gebiete Región de Arica y Parinacota, Región de Tarapacá und Región de Atacama, im heutigen Norden Chiles in den Jahren 1879 bis 1884 geführt. Peru und Bolivien hatten sich vor dem Krieg in einem geheimen Vertrag gegen Chile verbündet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Salpeterkrieg
…tja, Chile und seine lieben Nachbarn…kein Wunder das sie keinen Ihrer Nachbarn mögen. Sie hören die Namen der Länder auch nicht gerne. Wenn wir gefragt werden, wie und wo unsere Tour verläuft, fragen sie NUR bei Chile nach. Der Rest wird freundlich überhört.
Wir hingegen werden häufig gefeiert. Leute die in Cafe´s aufspringen, winken und BIENVENIDO rufen. Schon cool!
Irgendwo an der Küste fuhren wir querfeldein und gingen auch Schlafplatzsuche und fanden einen windstillen und kuscheligen Platz.
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| Zeltlandschaften |
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| Grill in den Berg gebaut |
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| PENG |
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| Solardusche am morgen vertreibt... |
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| Mienengebiet von Tocopilla |
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| Eingang |






























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