Das Naturreservat Ischigualasto liegt im Nordwesten Argentiniens, im äußersten Nordosten der Provinz San Juan. Wegen seiner vollkommenen Trockenheit wird es auch Valle de la Luna (Mondtal) genannt. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Talampaya und wurde gemeinsam mit diesem 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Geologisch gesehen gehören das Naturreservat und der Nationalpark Talampaya zur Ischigualasto-Formation, die sich durch guterhaltene, etwa 230 Millionen Jahre alte Fossilien auszeichnet. Unter anderem entstammen dieser Formation einige der ältesten bekannten Dinosaurierfunde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ischigualasto
Die Anreise dorthin bei Hitze und Sonnenschein war schon absolut genial. Die Strassen schlängeln sich durch Wüstenlandschaften mit Kakteen und gewaltigen Gesteinsformationen. Diese Region wurde auch gerade ein paar Tage zuvor von der Rally Dakar befahren.
Den Nationalpark Talampaya sahen wir leider nur von der Rückseite, da er wegen Überschwemmung an dem Tag geschlossen war. Aber auch die Rückseite war absolut gigantisch und feuerrot!
Das Valle de la Luna konnten wir im Konvoi, bei einer 3 stündigen Fahrt erkunden.
Verrückte Welt war das! Zwischendrin trafen wir Chinchillas, Vicunias und Eselchen.
Das Reservat belegt 8.000 Quadratkilometer und schützt eine wüstenhafte Landschaft mit von der Erosion geschaffenen skulpturartigen, kuriosen Gesteinsformationen. Das Gebiet liegt etwa 1300 Meter über dem Meeresspiegel und zeigt eine typische Wüstenvegetation, die aus Kakteen und Büschen besteht und 10 bis 20 % des Gebiets bedeckt. Das Klima ist sehr trocken, wobei es hauptsächlich während des Sommers regnet; darüber hinaus gibt es starke Temperaturschwankungen von −10 °C bis +45 °C.
Neben den Fossilfunden hat das Reservat auch eine archäologische Bedeutung, so gibt es Fundstätten vorkolumbianischer Kulturen. Die Ischigualasto-Formation besteht aus den 230 Millionen Jahre alten Ablagerungen und zeigt eine einzigartige Fossilfauna, die aus urtümlichen Reptilien, den Vorfahren der heutigen Säugetiere und Dinosauriern besteht. Zu Zeiten der Ablagerungen war das Gebiet ein vulkanisch aktives, von Flüssen dominiertes Überschwemmungsgebiet mit starken periodischen Regenfällen.
![]() |
| als Fotograf gefragt... |
Danach landeten wir auf der Ruta 40, die uns in die Berge führte. Es war schon fast stockfinster, die einspurige Straße schlängelte sich gewaltig und mächtig die CUESTA DE MIRANDA hinauf und hinunter. Die Straßen waren unsagbar eng, entgegenkommende Fahrzeuge oder LKW´s kamen nur um Haaresbreite an uns vorbei. Abgründe ohne Sicherung machten die Sache nicht einfacher. Straßenbeleuchtung? Fehlanzeige. Aber es war wunderschön. Aber völlig unwirklich, nach dem Tag in der Wüste…
Unser eigentliches Ziel CHILECITO schien für heute unerreichbar. So entschieden wir, an einer geschützten kleinen Parkbucht die Nacht zu verbringen, ca. 40 km vor der Stadt Chilecito. Der Strassenverkehr wurde weniger und wir genossen eine ruhige Nacht inmitten der feuerroten Berge, mit einem morgendlichen Ausblick auf ein saftgrünes Tal....und nem Kilo roten Sand in der Karre...grrrr.
Unser Stellplatz lag genau neben einer Gedenkstätte.
Difunta Correa (die verstorbene Correa, eigentlich María Antonia Deolinda y Correa) war eine Frau, die 1841 auf der Suche nach ihrem Mann angeblich in der Wüste Argentiniens verdurstet ist. Ihr Kind jedoch war dank der Muttermilch nicht gestorben, es lag saugend an der Brust der toten Mutter.
http://de.wikipedia.org/wiki/Difunta_Correa






















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen