Schweren Herzens verließen wir unseren schönen Stellplatz am Bächlein.
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Bei den Pflanzen rechts wurde die Bewässerung eingestellt,
diese Erfolgt /eigentlich) durch extra angelegte Gräben,
siehe Pflanzen links |
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| grüngrüngrün |
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| Bushaltestellen sehen im Elquital so aus |
Heute wollten wir es wissen: 185 km östlich von Vicuňia, wo wir erst wieder eine Tankstelle und Bankautomaten fanden, starteten wir zu einer spektakulären Achterbahnfahrt über den Pass „PASO DEL AQUA NEGRA“ nach Argentinien. Die Ruta 41 klettert das VALLE DE TURBINO hoch, beginnt erst harmlos, entlang der in der Sonne leuchtenden Berge und Felsen. Dann wird die Vegetation wird dürftiger, die Höhe steigt an.





Relativ „schnell“ erreicht man den höchsten Pass zwischen Chile und Argentinien mit 4.765 m. Die Strassen sind nicht asphaltiert, aber dennoch sehr gut befahrbar…nur eine enormer Enge. Gegenverkehr ist eher unangenehm, da rangiert und getüddelt werden muss, bis man aneinander vorbei ist, ohne Geländer/Sicherung in Sicht. Serpentinen schlängeln sich die Berge hoch, der Ausblick und die abwechslungsreichen Farben sind atemberaubend. Zwischendrin folgt mal eine farbenfrohe Lagune. Ohne Worte. Die schnellansteigende Höhe ist für Mensch und Auto gewöhnungsbedürftig. Man sollte sich nur ganz langsam bewegen. In kurzer Hose und FlipFlops macht es da oben erst richtig Laune - vergessen ist der Temperaturunterschied von ca. 20 Grad, wenn man auf fast 5.000m Höhe sich den Hintern abfriert - dafür aber diese Natur erleben darf. Es ist einfach gewaltig.
Löördie stottert und schnauft wenn er sich mit seinen 3 Tonnen in die Höhe schiebt.
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| Denkmal |
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| da steht ein Pferd auf weiter Flur... |
Der Pass ist einer der besten Orte um die Schneegebilde namens „Büßerschnee“ zu bewundern.
Als Büßereis bzw. Büßerschnee werden bis 6 m hohe Schnee- und Eispyramiden in Hochgebirgen der Tropen und Subtropen bezeichnet..
Verursacht wird Büßerschnee durch ungleichmäßige Abschmelzung bei starker direkter Sonnenstrahlung und geringer Luftfeuchtigkeit in der randtropisch-subtropischen Trockenzone. Die Spitzen der Schneepyramiden zeigen Richtung Mittagssonne. Für Bergsteiger stellt diese Art von Gletscher- und Firnfeldoberfläche in der Regel eine unüberwindbare Schwierigkeit dar.
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BC%C3%9Fereis
Ebenfalls liegen auf chilenischer und argentinischer Seite beeindruckende Gletscher.
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| Löördie und der Büßerschnee |
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| Gletscher |
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| Achtung, Achtung: Baustelle! |
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| könnte auch in Bolivien sein |
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| Denkmalpflege auf 4.700m in kurzer Büx |
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| Mallorca ist halt überall |
Der chilenische Grenzposten und Zoll befindet sich in JUNTAS DEL TORO. Im absoluten nix begrüssten bzw. verabschiedeten uns freundliche Beamte. Es folgte eine Fahrt durchs Niemandsland bevor wir in Argentinien AQUA NEGRA eintrafen. Ab hier ist die Strasse wunderbar asphaltiert.
Bei den Grenzpolizisten erfragten wir uns noch den Parilla-Geheimtipp in der nächstgelegen Stadt San José de Jachal, die weitere 70km von der Grenze entfernt lag. Die Fahrt schien kein Ende zu nehmen, war aber definitiv die Reise wert.
Als wir uns schon auf unser argentinisches Steak freuten und den Tag völlig beeindruckend Revue passieren liessen, durchfuhren wir das beeindruckende Tal TEMPEL DES WINDES. (Ort RODEO) Danach folgen Kilometerweise gewaltige Felsen und Berglandschaften, Steppenähnliche Vegetation.
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| Tempel des Windes |
Das alles haute uns dann völlig aus den Socken. Was für ein Tag - was für ein Ritt!
Total beeindruckt, fasziniert aber auch abgekämpft nach hunderten Kilometern, erreichten wir die Ortschaft San José de Jáchal. Auf den ersten Blick war die Stadt trist, trostlos und unheimlich. Auf den zweiten auch. Dennoch fanden wir einen sauberen uns sicheren Stellplatz für uns und Löördie…und sogar ein Zimmer mit Aussicht.
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| Das Fenster zum Himmel |
Um 22:00 gingen wir noch schnell „nen Happen essen“ und waren (fast) die einzigen, am Montagabend, im zentralen Grillrestaurant/Parilla der Stadt. Ab 23:00 füllte es sich langsam und ab 24:00 war der Laden voll. Grillplatten, Cola und Bier, Körbeweise Weissbrot wurden Familien mit /ohne Kindern gereicht. Alle hatten gute Laune. Wir auch. Denn schliesslich hatten wir heute einen absolut fantastischen Tag, den wir erst mal verdauen mussten, so beeindruckend war er gewesen. Zwar war das Steak nicht weltmeisterverdächtig, doch endlich gab es wieder Fernet Branca…mit Cola.
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| das argentinische Grillrestaurant |
Am Morgen revidierten wir unsere Meinung über das Städtchen, denn im Hellen sah es nicht ganz so furchtbar und gefährlich aus.
Nur ein bisschen.
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