24.01.2012

14.01.2012 Paso Francisco-Copiapó / Arg / Chile

Wir verliessen unseren schicken Thermenplatz als der Mond noch zu sehen war und die Vögelchen ne Siesta einlegten...also so um den späten Vormittag rum.
zurück durch das Flussbett, für Lord Höördie ein LACHER!
Es war heiss. Ein Wunder an der Wüste ist unserer Ansicht nach der flotte Temperaturwechsel. Tagsüber heiss, abends tatsächlich schlagartig schattig. Nicht schleichend, von wegen „ich hole mir mal langsam einen Pulli…“ Nö.. Schlagartig. Zack Husch. Kalt.
Wir arbeiteten uns von der platten Wüste, über gewaltige, Canyonartige Felslandschaften und Schluchten.
Friedhof Fiambalá
Achtung Steinschlag
Das Farbspiel war auch hier einfach unglaublich und liess uns anhalten und staunen. Es gab keine Farbe, die es nicht gab. Es war relativ wenig Gegenverkehr, was wir sehr genossen.
Die Welt gehörte uns. Vereinzelt Esel, Kühe und Pferde.
Auf 3.370 m. fanden wir wunderschöne, Lagunen und Salzverkrustete Landschaften.
Flamingos flogen über uns, Hasen hüpften über die Strassen. Die Welt war gut!
Darf ich vorstellen: ALFONSO
flieg Flamingo, flieg
Meister Lampe gibt Schubrakete!
Kurz vor dem ersten Grenzposten erblickten wir die LAGUNA VERDE, auf sportlichen 4.325 m. Sie war grösser und gewaltiger als unsere ERSTE Laguna Verde in Bolivien. Sie funkelte schön grünblau, inmitten der gewaltigen Berglandschaft. Die Gipfel der Berge sahen aus wie mit Puderzucker bestäubt. Es war fantastisch. In Gedenken an Wera und Friso, mit denen wir an der LAGUNA VERDE in Bolivien eine schicke Grillsituation gefeiert hatten, machte wir nun auch hier einen LUNCH-Stopp, der allerdings spärlicher ausfiel, da wir ja nichts frisches mit nach Chile nehmen durften…
1. Polizeistation vor Länderwechsel
Die Radler sind echt krass. Respekt!
Laguna Verde
Windhöschen
Kostenloser Unterschlupf für Radler und Backpacker
(Diverse auf arg. Seite - auf diesem Pass)
Das Zollprozedere ging so weit ganz gut, allerdings ist dort oben so wenig los, dass die Herrschaften etwas Langeweile verspüren und ausführlicher kontrollieren. Hier nahm man uns sogar aus gesundheitlichen Gründen die mühselig zusammengeklauten Holzscheite weg, die wir zum Nivellieren unseres Löördies an gewissen Schlafplätzen benötigen. Auch hier war man verwundert, dass wir in FlipFlops und kurzen Hosen aus dem Auto stiegen, obwohl es hier eisig und vor allem windig war. Haha, Indianer kennt keinen Schmerz!
Wir befanden uns in unmittelbare Nähe zum OJOS DEL SALADO, dem höchsten Berg und aktiven Vulkan Chiles mit 6.893 m (und damit nur 69 m niedriger als der argt. ACONCAQUA.)
Hier waren wir sogleich im PARQUE NACIONAL NEVADO TRES CRUCES gelandet, einer der aufgrund seiner Abgeschiedenheit weniger besuchten (und kostenlosen) Nationalparks Chiles.
Dann folgten knapp weitere 200 km die wir in die Zivilisation benötigten. Auch nun war es landschaftlich einzigartig. Wir konnten es nicht glauben, was wir heute schon an Schönem gesehen hatten. Auch heute mussten wir mehrmals aussteigen und uns schütteln, denn die Farben und die Berge waren einfach nur gewaltig und unglaublich beeindruckend.
Die Fahrt „ins Tal“ windete sich wie ein Wurm die sandigen Pisten hinab, kein Mensch zu sehen. Vereinzelt mal ein Mienenfahrzeug aus den umliegenden Mienen.
Hier auf über 4.000 m wohnen Zoll/Grenzbeamte
sowie Baustellen Arbeiter 
schnuckliger Salzsee
...und runter gehts immer...
Diese Schlucht ist fast 100km lang - WOW
Auch die Miene San José, in welcher2010 33 Kumpel verunglückten und gerettet wurden, lag unmittelbar in der Nähe.
Spätabends erreichten wir die Stadt COPIAPÒ, die Stadt die von Bergleuten bestimmt wird und von der aus die erste chilenische Eisennbahn fuhr.
Das Gesehen des heutigen Tages mussten wir verarbeiten.

Nach so einem Tag einfach Schlafen gehen ist unmöglich!
Wir kehrten daher in ein gut gefülltes Wirtshaus ein, der Restaurantkette BAVARIA…
http://de.wikipedia.org/wiki/Copiap%C3%B3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen