10.04.2012

03.04.2012 Cajamarca / Peru

Die Abreise aus Trujillo dauerte länger als geplant. Bevor wir unsere letzte peruanische 1000 Kilometer Küsten-Anden-Dschungel-Küstenschleife in den Angriff nahmen, sollte der Lord Höördische Unterboden gereinigt und versiegelt werden. Als wir nach langer Sucherei eine Werkstatt für dieses Unterfangen gefunden hatten, mussten wir trotz vorheriger Bestätigung- das man dieses bereits mehrmals gemacht hatte-selber einschreiten und darauf achten, dass die Herren die teerartige Masse nicht mit Wasser sondern mit Benzin mischten. Auch die Sprühpistole wollte geschätzte 25 Mal den Geist aufgeben. Zum Schluss blockierte die Hebebühne und das Auto schien gefangen. Also musste Clemens  Hand anlegen, bzw. den HIGHTOWER, alias Highlifter in Gang bringen.
Ich feierte Weihnachten und Geburtstag zusammen und nahm das gegenüberliebende und gut sortierte Shoppingcentrum auseinander. Von denen gibt es in Trujillo im Übrigen zwei Stück, inkl. Starbucks, MC Donalds und Pizza Hut. Das aber nur so nebenbei.

Die Abreise erfolgte somit nicht wie gedacht am Vormittag sondern am Nachmittag. Eigentlich viel zu spät für einen 350 Kilometer Tagesritt. Nun. Wir saßen ja auf gepackten Koffern.
Wir reisten bei Sonne und Sommer vorerst ein Stück auf der Panamericana gen Norden und bogen bei "Pacasmayo" ab gen Osten.
Müllverbrennungsanlage vor den Toren der Stadt
Nun wurde es auch wieder bergiger und die Strasse verlor an Asphalt, war aber meistens in einem guten befestigten Zustand. Endlich wurde es auch kälter, höher und nebeliger. Es wurde so nebelig, dass wir die Hand vor Augen kaum noch sehen konnten und im Schrotttempo fahren mussten. Zudem war es wie gesagt inzwischen dunkel und Regen setzte auch noch ein. Rasende LKW´s und Autos waren dennoch unterwegs. Grrr!
Was wir von der Landschaft wahrnahmen, war schön. Viel war es logischerweise nicht, wir mussten uns ja auf die „Äußeren Umstände“ konzentrieren und auf Frau Tietjen, die wieder talkte.
Wir erreichten CAJAMARCA gegen 21:45 und gingen direkt auf Parkplatzsuche, was sich schwieriger als gedacht herausstellte. Es gibt Städte, das gibt es keine öffentlichen Parkplätze, geschweige denn einen Campingplatz. Um 23:00 hatten wir einen sicheren Parkplatz, ein sauberes Zimmer, eine heisse Dusche und Internet. Wir waren quasi Paradies!
Parken unter deutscher Flagge
Am nächsten Morgen starten wir zur Stadterkundung, denn das was wir im Dunklen schon gesichtet hatten, sah ziemlich nett aus, auf einer Höhe von 2.750 m.
Es war zwar etwas bewölkt, dennoch angenehm warm.

Cajamarca (155.000 Einwohner) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Das äquatoriale Klima ist mild, trocken und sonnig. Die Jahreshöchsttemperatur liegt bei durchschnittlich 22 °C, die Jahrestiefsttemperatur bei durchschnittlich 5 °C. Cajamarca ist für seine Kirchengebäude, heißen Quellen und Inkabäder sowie für seine Milch- und Käseprodukte bekannt. Das wohl bekannteste Milchprodukt, das im ganzen Land verkauft wird, ist Manjar blanco.
Es gibt auch mehrere Bergwerke in der Nähe, so zum Beispiel die profitabelste Goldmine der Welt, Yanacocha, im Besitz der Newmont Mining CO (USA) und von Buenaventura (Peru). Wegen der in den Minen eingesetzten Chemikalien treten in der Region allerdings vermehrt Leukämiefälle auf….

http://de.wikipedia.org/wiki/Cajamarca

Cajamarca befindet auf Liste der UNESCO für eine mögliche Nominierung als Weltkulturerbe.
Die Kathedrale wurde im 17.Jhr errichtet.
Ihre Fassade besteht aus Vulkangestein
San Francisco
Altar San Francisco
Mann unter Sombrero
Über den Dächern

Cuarto del Rescate / Gefängniszimmer -  wo die spanischen Eroberernach dem  Massaker vom November 1532 den Inka-Herrscher Atahualpa gefangen hielten.
Die Kirche von Betlehem ist die älteste und
schönste Barockkirche von Cajamarca,
vielleicht sogar von ganz Peru. Sie wurde im 17.
Jahrhundert erbaut und von den Jesuiten
bis zu deren Ausweisung betreut.
Leider herrscht darin Foto-Verbot!
Kreuzgang
von Aussen recht schlicht
Damals das einzige Frauen-Krankenhaus der Region.
Heute befindet sich dort ein medizinisches Museum mit vielen
Ausstellungsstücken über die lokale Archäologie
Hier brachten Frauen ihre Kinder eigenständig, ohne
jegliche Hilfe auf die Welt.
Die Seile dienen zum festhalten und zur Stabilität.
Sombreros
Junger Künstler von der Kunstschule
Chinesische Restaurants gibt es in Peru sehr, sehr häufig.
Ab und zu auch recht gute!
Traubenwagen
neulich bei Metzger
Kalorienvitrine
Den Besten Kaffee gibt es in der "Heladeria Holanda"
Stalin vertickt Mobiltelefone
8 Kilometer ausserhalb der Stadt befinden sich die „Las Ventanillas de Otuzco“ (Fenster von Otuzco). Hierbei handelt es sich um in den Fels gehauene Gräber, die auf einem Hügel liegen. Sie stammen aus der Cajamarca-Kultur, die etwa 200-1.300 nach Chr. in dieser Region lebte.
Die Fenster von Otuzco
7 Kilometer östlich der Stadt findet man die „Baňos de los Incas“. Die Bäder des Inka sind Thermalbäder, wo sich der Inca-König Atahualpa befunden haben soll, als die Spanier in Cajamarca einfielen. Heute kann man das originale Thermalbad, das schon von Atahualpa benutzt wurde, ansehen und sich in den modernen Thermalbädern aufhalten.
Kirche im Dorf
Heute gehts zum baden
Cajamarca ist eine nette und hübsche Stadt in einer wunderschönen Kulisse.
Das Leben ist auch hier eher „tranquillo“, so sagen die Einwohner, die recht freundlich aber zurückhaltend waren.
Unsere Reise ging weiter gen Amazonasregion…Ostern im Dschungel stand auf der "to do Liste"
von Trujillo nach Cajamarca

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen