30.10.2011

20.10.2011 Von West (Esquel) nach Ost (Puerto Madryn) / Argentinien

Wir starteten gegen 8:00 unsere Tagestour von circa 650 Kilometern.
Nach Möglichkeit wollten wir die „Überfahrt von West nach Ost“ auf der Ruta 25 an einem Tag schaffen. Nach den vielen gesehen Seen, wollten wir endlich mehr Meer. J

Das Meer hatten wir Zuletzt in Uruguay gesehen. Atlantik schnall Dich an, wir kommen!
Wir stellten uns auf eine öde, triste Fahrt durch die Pampa der Region Chubut ein.

Chubut ist eine der fünf argentinischen Provinzen Patagoniens. Sie erstreckt sich von den Anden im Westen bis zum Atlantik im Osten. Die Nord- und Südgrenzen zu den Provinzen Río Negro und Santa Cruz wurden einst relativ willkürlich mit dem Lineal gezogen.
Während die Anden, die in dieser Region nur noch selten Höhen von über 2.500 m erreichen, vorwiegend von Feuchtwäldern bedeckt sind, ist im Schichtstufenland im Rest der Provinz Steppenvegation und niedrige Buschwälder (Monte) vorherrschend.
Durchflossen wird die Provinz von West nach Ost vom Río Chubut.

Infos zu Patagonien:
Patagonien umfasst übrigens ein Drittel des achtgrössten Landes der Welt…ist das nix?
Von wegen trist, denkste.

Zu der Fahrt kann man nicht viel sagen, ausser:
Unerwartet Abwechslungsreich und gewaltig.  Nach anfänglichen flachen „Steppen und Monte“ folgten Felsformationen in leuchtenden Farben…das alles gab es dann immer wieder Wechsel. 


Es gab zwischendrin auch einen See mit Flamingos. Es war atemberaubend und wirklich super cool. Unser Mittagessen nahmen wir staunend am Wegesrand ein und zückten unsere „vorgeschnippelten Eintopf  im Schnellkochtopf“…gut vorbereitet sein ist die halbe Miete.
Denn die Möglichkeiten auf der Strecke essen zu gehen oder einzukaufen waren gering, bis gar nicht vorhanden.  Tankstellen waren  abgezählt.  Und die meisten Tankstellen in der Pampa konzentrieren sich auf das Wesentliche. Benzin und Diesel. Punkt.

Wir hielten in Orten mit walisischem Einschlag, die einige Teehäuser und prominente Besucher vorweisen. In „Gaiman“ einen kleinen Örtchen war sogar Lady Diana schon zu Gast…weiter östlich liegt die ebenfalls walisische Stadt „Trelew“ welche wir nicht ganz so schick fanden. Ausser zwei Museen war dort nicht viel zu holen. Wir fuhren also weiter nach Puerto Madryn.
Das Meer rief schon. Am Abend landeten wir auf einem ACA (ähnlich ADAC) Camping mit über 800 Plätzen. Zum Glück aber nur wenig besucht. Die meisten Wohnmobile etc. stehen weiter nördlich am Strand. Da wollten wir nach Dusche, einkaufen und Essen auch noch mal hin. 

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