30.01.2012

22.01.2012 Iquique / Chile

Schon von der Küstenstrasse sahen wir die Strände und Dünen…

Auch diese Stadt liegt auf einer schmalen Terrasse die bis auf 600 m ansteigt. Zudem gibt es eine Menge moderner Häuser, sogar Hochhäuser sowie die typischen kleinen bunten, manche von denen auch in desolatem Zustand. Auch die Stadt erlebte damals den Salpeterboom.
http://de.wikipedia.org/wiki/Iquique

Die Stadt liegt 1.853 km nördlich von Santiago…da hatten wir ja schon wieder ein gutes Stück geschafft. Iquique ist eingezwängt zwischen dem Pazifischen Ozean und den Küstengebirge, das hinter der Stadt abrupt aufsteigt. Im Sonnenuntergang leuchten die Berge, der Pazifik und die Sonne um die Wette. Ein echtes Spektakel!
Wir erreichten die Stadt genau zu dem Zeitpunkt und fanden eine schöne Bleibe mit Meerblick, Wlan und fliessend Wasser. Für uns quasi ein Paradies.
Die Stadt hat ebenfalls einen Hafen, welcher mehr Fischmehl verschifft als jeder andere. Wenn man der Strasse gen Norden folgt, landet man in der ZONA FRANCA/Freihandelszone….danach unweigerlich in der Automeile. Kilometerlang reihen sich Autohändler aneinander. Jedes Auto ist dort zu finden, auf den völlig überfüllten Betrieben, die die Hälfte ihrer Fahrzeuge auf den Strassen parken und rangieren…Also wenn ich in Chile ein Auto an-oder verkaufen möchte, erledige ich das wohl dort…
chilenisches Spezialgetränk
http://www.chilenus.de/Rezepte/chilenische-Kueche/Mote-con-huesillos/
Die Stadt hat 170.000 Einwohner und entwickelt sich als Surfer-und Paragliderhochburg, sowie flotten Casinobesuchern. Auch Chile hat in jeder Stadt ein Casino…mal größer, mal kleiner…
In der Umgebung der Stadt finden sich Geoglyphen, Hinterlassenschaften indigener Völker.
So besuchten wir EL GIGANTE, die weltweit größte Abbildung eines Menschen die Archäologen bislang entdeckt haben. 86 m hoch. Es wird angenommen, dass der GEOGLYPH der abseits jeder Siedlung, westlich vom Cerro Unita steht, einen Schamanen darstellt…Man schätzt, dass der Riese um ca. 900 entstanden ist…Für uns ist das leider immer schwer vorstellbar, denn meist sehen diese Dinge aus wie ein prächtiges Werk unserer 3 und 4 Jahre alten Neffen. Halt sehr schön, aber sich vorzustellen, dass es schon so alt ist, fällt uns schwer. Dennoch beeindruckend.
Der Abschied aus Iquique fiel mir schwer. Zu einem mochte ich die moderne, lässige Strandstadt…aber viel mehr hatte ich mich verliebt. Eines Abends stand er einfach vor mir und wir wurden Freunde. HANDVOLL nannte ich ihn, denn er hatte eine Handvoll Ohr, Handvoll Kopf, Handvoll Pfote usw. Es war zwar ein sehr junger Strassenhund, hörte aber auch SITZ und liess sich von mir knuddeln. Natürlich hätten wir ihn am liebsten mitgenommen, trotz Flohzirkus, doch so wiessen wir, dass es nicht einfach ist mit Hunden zu reisen.
Neben den behördlichen Auflagen wie Tierarztbesuch vor jedem Grenzübertritt und dem Verbot der Mitnahme in alle Nationalparks, den meisten Campingplätze sowie Hotels, empfinden wir es für einen jungen Hund hinderlich, mehrere Stunden in einem Fahrzeug, bei teilweise „Extremsituationen“ wie Wetter, Höhe etc, zu verbringen.
Handvoll erwies uns am nächsten Morgen noch einen Besuch ab und wir frühstückten gemeinsam, bevor wir uns dann zu zweit auf den Weg in eine echte Geisterstadt machten…er hingegen ging mit seinem Freunden an den Strand...oder bei den Touristen vor dem Grill.
DINEYS statt DISNEY

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