01.02.2012

27.01.2012 Arica / Chile

Bevor wir Chile verliessen, wollten wir noch ein paar Stunden am Meer verbringen. Quasi „chillen in Chile".

Seit dem 6. November waren - wir bis auf ein paar Ausnahmen- in Chile unterwegs. Das Land mussten wir erst mal „verdauen“…dafür wählten wir nicht ganz zufällig die nördlichste Stadt Chiles.

ARICA ist auch als die „Stadt des ewigen Frühlings“ bekannt und sie ist eine Verbindungsstelle ins benachbarte Peru, welches diese Stadt während des Salpeterkrieges verlor.

Arica hat knapp 200.000 Einwohner und die Entfernung zu Santiago beträgt 2.051 Kilometer. Es herrscht "Wüstenklima" und die Temperaturen liegen durchschnittlich bei knapp 19 °C und es regnet fast nie. Das Wasser aus den Anden sorgt dennoch für grüne Parkanlagen und ermöglicht eine ausgedehnte Landwirtschaft in den Flusstälern. Nördlich und Südlich der Stadt liegen kilometerweise Strände….die zum Baden, Surfen und Entspannen einladen…hörte sich doch alles sehr paradiesisch an!

Wir fanden auch direkt einen gut besuchten Strand, an dem viele Zelte, Wohnwagen etc. standen. Hier trafen wir auch zwei alte Bekannte wieder. Maria und Dirk hatten wir schon in Argentinien getroffen. Somit kamen wir nach einem Shoppingtripp, inkl. neuem BEIZELT, an die PLAYA LAS MACHAS zurück, im Rücken war das Ausbildungslager der Polizei mit Ihrem Gebäude angesiedelt. Schien also ein sicheres Plätzchen zu sein.
Blick auf den Hafen
alle haben einen Hut auf. 
Regenbogen über der Polizei ... oweih ;)
Viel machten wir dort eigentlich nicht, naja wir grillten und chillten mal in Chile, so gut es halt ging…aber es gab eigtl. immer etwas zu tun: Zum Beispiel mussten wir zusehen, wie sich Familien mit ihren Fahrzeugen – mit oder ohne Allrad – im Sand einbuddelten. Das passierte eigentlich fast jede Stunde. Dann liefen sie am Strand entlang und schnorrten unser Abschleppseil. Wenn nichts mehr ging, rückten Dirk und Clemens mit Sandblechen und Schaufeln aus…(jeden Tag eine gute Tat…)
Das Wetter war tatsächlich genial. Sehr sonnig, aber stets eine schöne Brise. Kein Wind, sondern, Brise. Die Sonnenuntergänge waren ebenfalls wunderschön. Eher gewaltig. So hübsch mit Wölkchen und bunter Farbe.
Grillage 
Da wir uns gerade in der südamerikanischen Karnevalssaison befinden,  war dementsprechend viel in der Stadt und NACHTS am Strand los, denn dann kamen die „jungen Wilden“ mit ihren Autos an den Strand und spielten „welches Auto kann am lautesten die Musik aufdrehen…“…in der zweiten Nacht sogar direkt (50cm!!!) neben unserem Löördie (in welchem wir zufällig bis dato schliefen!)…um 3:00 Nachts ging es los und endete um 8:30. Heiligsblechle. Wir sind alt geworden...

Es war so laut, dass die Gabeln im Besteckkasten zu der Bumsmusik mitwippten. Wären wir nicht so müde oder vielmehr eher geschockt gewesen, wären wir ausgestiegen und hätten mitgefeiert ;)…oder die 25 Halbwüchsigen "umgehauen". Wir haarten der Dinge und ärgerten uns am nächsten Morgen lediglich über geklaute FlipFlops und einen versauten Strand, den die Geier niedermachten…Den Anblick hätte ich mir auf nüchternen Magen und Schlafmangel echt gerne erspart…
ABER: Ein grosses Lob an die Stadt ARICA: Jeden Tag kamen Müllwagen sowie fleissige Helferlein die den Strand vom Müll befreiten…auch am WE. Zudem, liebe Leute kam alle paar Tage ein Wasserwagen, der sämtliche Wassertanks der Gäs-te kostenlos mit Trinkwasser auffüllte. Danke Arica, dafür verzeih ich Dir fast Deine laustarken und Dreckmachenden Halbstarken ;)

Wir planten um und fuhren nicht  über Putre nach Bolivien, sondern machten uns, nach einem Internetstopp in der Stadt, auf in das ca. 20 km entfernte PERU. Wege (wie nach Putre) bei so einer Reise  fahren wir nicht zweimal, falls es sich vermeiden lässt…So unser Credo.

Es ist zu sagen, dass wir bis dato eine verlässliche, kostenlose Internetstation auf diesem Kontinent gefunden haben, sofern sie in er jeweiligen Stadt vorhanden ist:
MC Donalds.
Wir lieben es!
Freund und Retter
...wieder Wüste...
...dann die Grenze

Fazit Chile:

Liebes Chile,

Du bist schön. Sehr schön sogar.
Du bist gross und schlank.

Du bist so dermassen vielseitig von Nord nach Süd und sogar von Ost nach West, das man sich kaum vorstellen kann, dass es sich NUR um ein Land bei Dir handelt.

Es war toll bei Dir und Deinen Menschen.
Wir wurden stets gut aufgenommen.

Sehr gut sogar.

Nicht EINE (ausgenommen Grenze) Polizeikontrolle hat uns angehalten
Alle waren freundlich zu uns, gerne auch mit Winken und "Hola y Bienvenido".

Es gab nichts Böses.
Das ist toll.

Wir fühlten uns bei Dir immer sehr sicher. Ob in Großstädten, in Kaffs oder mitten in der Pampa am Wegesrand.

Chile, Du bist super!

Für uns einzigartig.

Weiter so.
Du machst Dich und wirst es sicherlich weit bringen.
Europäer, Amerikaner und alle anderen lieben Dich.

Du bist auf alle vorbereitet.
Du bist der Chef.

Du weisst was sie wollen...
Von ALLEM ein bisschen: Regenwald, Fjorde, Steppe, Wüste, Berge, Gletscher, Wiesen, Seen, bunte Städte, Party, Kultur…man muss auf nix verzichten.

Du hast das ALLES!
...klar, dafür bist auch auf ein bisschen teurer als Deine Nachbarn...aber? ES LOHNT SICH!

Für uns bist Du einfach wunderbar!
Wunderbar wandelbar!

Danke!

Wir kommen wieder – Hand drauf!
We love you!

2 Kommentare:

Dirk hat gesagt…

Schöner Bericht, bin sehr gespannt, wie es weiter geht... LG Dirk

Kristina hat gesagt…

Hier die "BUMSMUSIK" dazu ;)
http://www.youtube.com/watch?v=RNgvF2-73VI

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