Die Insel wird durch den 2 km breiten Kanal von Chacao im Norden, den 50 km breiten Golf von Ancud im Osten und vom Golf von Corcovado im Südosten vom Festland getrennt.
> Länge: 180 km (von Nord nach Süd)
> Breite: 50 km
> Fläche: 9322 km²
> Einwohner: ca. 150.000
Die Küste Chiloés ist an der Ost- und Westseite gleichmäßig hoch und steil. Im Osten ist sie reich an Vorsprüngen und natürlichen Häfen, im Westen dagegen relativ einförmig und ungegliedert. Hügelketten im Inselinneren erreichen bis zu 600 m Höhe.
Das Klima ist mild, aber außerordentlich feucht, Regen überaus häufig namentlich im Westteil der Insel. Diese Feuchtigkeit erklärt die starke Entwicklung der Vegetation, die der fruchtbare Boden noch befördert.
Man sagt, dass die Hauptstadt der Insel „Castro“ (34.500 Einwohner) sämtliche Eigenschaften und Reize der Insel vereint und der beste Ort ist, um die „Palafitos“ genauer zu begutachten. Es sind schindelgedeckte Häuser auf Stelzen, die an dunklen Meeresbuchten stehen. Oftmals in knalligen Farben. Von der Strasse ähneln sie den anderen Häusern der Stadt, doch von der Rückseite ragen sie übers Wasser und dienen bei Hochwasser als Anleger für Boote. Diese Architektur steht als historisches Erbe unter Denkmalschutz.
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| Palafitos |
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| Mercado Municipal - einkaufen |
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| u.A. Haushaltsartikel und Strickwaren |
Rund um die Plaza kann man bei einem Spaziergang „die Energie“ am besten spüren, wenn man durch die Strassen schlendert, vorbei an Cafés, Restaurants und Geschäften. Aber nicht alle Ecken sind hübsch und nett.
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| Alles unser! Cabaňa - Zotti |
Montagfrüh wurden wir vom Sonnenschein geweckt. Es war das Zeichen: Wir sollten weiter. Wir entschieden, heute über die Insel zu fahren, welche praktischer Weise nur eine Hauptstrasse besitzt. Die berühmte PANAMERICANA, auch genannt Highway 5…das südliche Ende der in Alaska beginnenden Strasse, liegt auf dieser Insel in der Stadt Quellon. (in welcher wir ursprünglich mit der Fähre landen wollten)
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| praktisch, wenn es nur eine Strasse gibt... |
Die Kirchen sind verständlicher Weise die Hauptattraktion der Region.
Wir fuhren etwas südlich uns besuchten „Chonchi“, ein Ort mit 12.000 Bewohnern. Die Regionalregierung pumpte hier eine Menge Geld hinein. So hat dieser Ort einen neuen Markt für Kunsthandwerk und Ausstellungen sowie eine neue Plaza de Amas.
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| Plaza |
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| Kunsthandwerk und Co. |
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| Den Montagvormittag gemütlich angehen lassen |
Die Iglesia San Carlos de Borroneo entstand Mitte des 19. Jhs. Sie gefiel mir sehr, da es einen richtigen Sternenhimmel gab…
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| ich seh den Sternenhimmel |
Unweit des Ortes lag „Villupulli“, hier stand die Kirche mit dem schlankesten Turm.
Noch einmal fuhren wir durch Castro und bogen dann nach „Dalcahue“ ab. Neben der silbrig schimmernden „Nuestra Seňora de los Dolores“ fanden wir „La Cocinera“…eine Ansammlung von mit Frauen besetzen Essenständen, welche Fisch und Meeresfrüchte und andere Leckereien servierten. Quasi eine Markthalle für (primär) Fisch, in welcher nur Frauen kochen und servieren. Das liess sich Clemens selbstverständlich nicht entgehen und genoss einen köstlichen Muscheleintopf.
Weiter nordöstlich erreichten wir die „Kleinstadt Quemschi“, mit ca. 9.000 Chiloten, wo es den grössten Tidenhub der Insel (7m) und das Beste Restaurant der Insel gibt. (El Chejo) Die Kirche hier leuchtet „schlicht“ blau gelb...gefällt natürlich keinem Hannoveraner.
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| Braunschweigkirche |
Nun folgte ein kleiner „Gewaltmarsch“ auf die andere Inselseite. Über die so sattgrünleuchtende Insel, wo wir zwischendrin wieder Haus und Hof in der Pampa sahen, erreichten wir oberhalb des Nationalparks den Ort „Chepu.“
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| wo kommt der zweite Turm her? |
Eigentlich war es kein richtiger Ort. Zu Beginn sahen wir zwar eine Schule, mittendrin mal eine hübsche Kirche, aber ansonsten eine Handvoll Häuser. Nachdem langelange nichts mehr kam, kam dann aber am Ende der Strasse ein Schild, welches uns auf einen Strand hinwies. Das wäre doch eine feine Adresse für unseren Sundowner, der bei dem Sonnenschein heute mit Sicherheit ganz wunderbar werden würde. Die Strasse zum Strand hinunter sah von oben allerdings etwas steil, schlammig und holprig aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich war mir allerdings sicher, dass unser Lord Höördie über diese Strasse nur müde lächeln würde.
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| easy! |
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| easy? |
Nachdem wir feststellten, dass der Schlamm äusserst schlammig war, entschieden wir, diesen Weg so völlig alleine – so völlig weit weg – nicht anzutreten uns drehten um. Mit eingeschalteter Differenzialsperre schnaufte unser Lord den Berg wieder hoch. Es war sichtlich anstrengend. Leicht würde es nicht werden. Auf noch nicht mal halber Strecke hatte er sich verhakt und wir steckten fest.
Wir rutschten ab und er machte einen Satz…einen gewaltigen. Bis wir komplett schräg standen. Wir sahen den Himmel. Clemens und ich hielten beidn die Luft an. Diese Position war nicht gut. Ich stieg aus. Das Auto schaukelte. Sicherheitshalber machte ich erst mal ein Foto.
Ich bat Clemens aus dem Auto auszusteigen, doch er konnte nicht. Das Auto schaukelte. Es drohte auf die Fahrerseite zu kippen. Das rechte Vorderrad stand in der Luft und die anderen 3 Reifen standen auf der Schräge. Das 3 Tonnen schaukeln können war ein neues Bild. Mir wurde schlecht. Nun machten wir was genau? Diese Situation hatten wir im ADAC Training nicht durchgespielt. Damals hatte man uns gezeigt, dass das Auto in Schräglage NICHT kippen kann, allerdings hatten da aber auch vier Reifen Bodenkontakt.
Nun. Da stand unser Lord Höördie am „A.d.W.“ in Schieflage und hielt meinen Ehemann gefangen. Mir wurde noch schlechter.
Wir beratschlagten. Ich würde Hilfe holen. Aber wo?
Die letzten 3 Höfe waren aber sowas von ausgestorben…und der letzte himmelblaue Lego-Traktor, der uns sowieso nicht hätte helfen können, war einige Kilometer weg.
Mir wurde noch schlechter.
Sicherheitshalber griff ich meine Handtasche, denn Clemens entschied bei angehender Dunkelheit mal das Auto in seine Schranken zu weisen…und löste die Handbremse. So machte der Lord erneut einen Sprung nach hinten, stand dann aber fest, ohne zu kippeln.
Puh geschafft. Ich ging im Kopf unsere Vorräte durch. Locker hätten wir hier einige Tage stehen können, bis ein Pick-Up oder so vorbeikommen würde. Clemens sah das aber anders, machte sich ein Bild von der „eingefahrenen“ Situation und stieg wieder ins Auto. „Nützt ja nichts, wir müssen weiter…“ Wo er Recht hatte, hatte er Recht…und den Sundowner wollten wir auch nicht verpassen.
Ich half beim „ausparken“ und dann schoben sich meine beiden Herren geschickt den Berg hinauf. Lord Höördie wurde wie auf einem Parcours um die Felsen und Schlammlöcher bugsiert. Ich lief hinterher und feierte!
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| Hoppla... |
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| zweiter Anlauf...Runde Rückwärts |
In freier Wildbahn waren (mir) einige Plätze nicht recht, wir fuhren noch weiter nördlich und erreichten nach einer weiteren Stunde die Region „Puňihuil“, wo wir eigentlich am Tag darauf erst landen wollten…um die Pingüinera zu begutachten. Plötzlich standen wir an einem wilden Strand, zwischen bunten Fischerbooten und ner Handvoll Bretterbuden und Restaurants, aber keinem Campingplatz. Wildcampen am Strand war verboten.
Die einzigen Cabaňas hier waren das “Pinguinland“, welche oberhalb der Klippen lagen. Von hier hatte man sicherlich einen spektakulären Blick auf die drei Inseln, welche im Pazifik liegen und Humboldt-und Magellanpinguinen als Brutplätze dienen.
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| Wasserstrasse |
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| Cabanas Pinguinland |
Wir buchten zwei Nächte, denn uns gefielen die Gegend, die Cabaňa und der Sonnenuntergang. Punkt.
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| ;) |
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| perfekte Vino-Sundowner-Situation |
Den nächsten Morgen genossen wir bei Sonnenschein und etwas Wind. Die Möwen, Falken und Kormorane segelten im Wind nur so um unser Häuschen. Endlich sah man mal aus nächster Nähe, was für Spannweiten diese Tiere hatten, obwohl ich jedes Mal zusammenzuckte, wenn ein Flieger an unsern bodentiefen Fenstern auf uns zu flog und kurz vor der Glasscheibe abdrehte.
Also eine Sache steht fest: Unser nächstes Wohnzimmer sollte Wasserblick haben. Wo auch immer das sein wird. Denn den nicht vorhandenen Fernseher, Telefon und Internet ersetzten wir hier durch Stundenlanges aufs Meer schauen, beobachtenden die Fischer und die (wenigen) Touristenboote, welche zu den Pinguininseln düsten. Leider zeigte sich kein Blauwal. Vor einem Monat waren sie hier gewesen…
Wir genossen es, fast am leeren Strand zu spazieren und fuhren zu den Pinguinen. Auf diesen drei kleinen Inseln gibt es eine gemischte Kolonie, mit vergleichsweise wenigen Tieren. Nur 2.000-3.000 so sagte man uns.
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| trockenen Fusses zum Boot |
Die Humboldtpinguine sind eigentlich weiter nördlich in Chile und in Peru anzutreffen, wo auch die grösste Kolonie sein soll. Sie sehen den Magellanpinguinen sehr ähnlich. Der Magellani trägt ein doppeltes schwarzes Brustband, der Humboldtpinguin nur ein Einfaches, ist von der Statur etwa kleiner und die Rückenfarbe ist gräulich, wo hingegen der Magellan auf dem Rücken Pechschwarz ist.
Die Inseln dürfen nicht betreten werden, so war es bei dem pazifischen Seegang schwierig Bilder zu machen, geschweige denn die beiden Arten voneinander zu unterscheiden. Neben Kormoranen und Möwen sahen wir noch einen kleinen Seeotter.
Auch hier erzählte man uns, dass dieser Tiere ihren Partner ein Leben lang treu sind. Sie verlassen im Januar / Februar düsen sie mit ihren Kindern (hier waren sie schon geschlüpft und sehr gross) von dannen. Allerdings Weiblein und Männlein getrennt. Im September kommen sie dann zurück und sehen sich wieder…zum Brüten.
Wann allerdings die Zeugung genau stattfindet ist mir entfallen. Wahrscheinlich aber ab September, im gemeinsamen Nest. Bietet sich ja auch an.
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| wir haben uns schon mal umgeschaut |
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| hier sind auch noch Grundstücke verfügbar |
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| man trifft sich immer.... |
































































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