27.11.2011

24.11.2011 Chaitén / Chile

„Da der Vulkan noch immer aktiv ist, bleibt die Zukunft der Stadt Chaitén ungewiss…“

Die damalige 4.000 Nasen-Enklave liegt an einer smaragdgrünen und „regenreichen“ Bucht und dient/e als Hafen und Versorgungszentrum für Siedler. Schroffe Berge geben der Stadt, wenn der Regen mal Pause macht, einen Blick auf den Vulkan Michinmahuida (2.404 m) sowie den Vulkan Corcovado (2.300 m).
Bushaltestelle

Kuhdurcheinader

Frühling in Nordpatagonien

Im Mai 2008 begann der Ausbruch des gleichnamigen und 10 km entfernten Vulkan Chaitén, der sich über einen Monat hinzog. Menschen wurden evakuiert, Tiere und Vieh verendeten. Im Frühjahr 2009 gab es einen weiteren Ausbruch. Langsam kehren ein paar Menschen zurück. Es sieht trostlos aus.

Die Einheimischen hoffen auf den Wiederaufbau, doch es bestehen Pläne, die Stadt weiter nördlich zu verlagern.







Eine neue Tankstelle und einen Supermarkt fanden wir dennoch. Frisch gestärkt wollten wir uns weiter auf in der Norden machen. Zum ersten Fährstopp Caleta Gonzales würden wir es heute noch schaffen und morgen ein Schiff nehmen…Diese Pendelfähren gehen täglich. Glücklicherweise wies uns der Tanteemmaladenbesitzer darauf hin, hier in Chaitén das Ticket zu lösen. Denn dort erfuhren wir, dass wir erst am Dienstag einen freien Platz bekommen könnten. Auf der Fähre nach Puerto Montt sei für uns und Lord Höördie allerdings noch Platz. Am mittag darauf würde sie ablegen und die Fahrt dauert ca. 8 Stunden.
Wir entschieden uns für den Seeweg nach Puerto Montt, anstelle 4-5 Tage in der regenreichen Geisterstadt zu verbringen.

Wir trafen erneut auf Janet und Tom aus Südafrika, ihre momentane Reise verlief von Alaska nach Argentinien. Sie befinden sich auf dem Weg nach Santiago um von dort ihr Auto in ihre Wahlheimat Canada zu verschiffen. (Nach einer Verschnaufpause geht es dann wohl nach Asien) Wir buchten uns wie sie in schlichte und nette Cabañas ein, verbrachten einen äußerst netten und wahnsinnig interessanten Abend mit ihnen. Wir erfuhren eine Menge von der vorherigen Reise durch Afrika und der aktueller Reise.
Schaut Euch diese Videos an…AMAZING!

Auch auf unsere Reiseroute
http://www.adventurouspirits.com/galapagos-islands-video/

Von Panama nach Kolumbien! (in unserem Fall umgekehrt)
http://www.adventurouspirits.com/squeezing-trucks-into-shipping-container/

Wir sollten bis nach Mexico...
http://www.adventurouspirits.com/millions-of-monarch-butterflies-in-mexico/

Und viele, wunderbare weitere Videos von Janet & Tom
http://www.adventurouspirits.com/travelogue/videos/

Dass es die Nacht über und am nächsten Morgen regnete müssen wir sicherlich nicht erwähnen.
Die Fähre erreichten wir pünktlich und machten uns somit auf nach „Puerto Montt“, welches von unseren „Jahresziel“ Santiago nur 1.020 km entfernt liegt. Sollte das Wetter mitspielen (es sollte angeblich nur bis Freitag regnen) würden wir aber noch einen kleinen Abstecher auf die Insel Chiloé machen…
Fähre der Naviera Austral

http://www.adventurouspirits.com/
Geniales Auto!!!
Die Fahrt auf der Fähre schaukelte etwas. Aber es hörte auf zu regnen und sogar die Sonne liess sich blicken.
Adios Chaitén!
Clemens erblickte sogar Delphine. Einen Zwischenstopp gab es in Ayacara (a.A.d.W), wo man eine Handvoll Leute mit dem Rettungsboot an Land brachte, da sie dort leben. Wir sahen faszinierende Videos und Bilder von Janet und Tom, beobachteten die Menschen an Bord, die begeistert das Bord-Fernsehen verfolgten. Filme wie Robin Hood, gefolgt von einem Splatter-Mord-und Totschlag und im Anschluss der Kung Fu Pandabär wurden in voller Lautstärke gezeigt und von Jung und Alt gleichermaßen verschlungen. 8 Stunden am Stück.
Zwischenstopp
Einladen...
...und Abfahrt!
Fähr-Office
Janet, Tom und Clemens
Generation Suppen-Tasse
Nach 9 Stunden erreichten wir dann bei adretter Abendsonne die Stadt Puerto Montt…und verliessen die Stadt direkt gen Süden, in die Ortschaft Panitao.
Anfahrt auf Puerto Montt
Denn dort sollte eine wunderbare „Campingsituation“ sein…Es war stockfinster doch wir fanden nach mehreren Anläufen das Anwesen der Familie ANDERSON. Trotz später Uhrzeit (22.30)empfing uns Steve sehr freundlich und begleitete uns auf das entfernte Campingareal. Im Dunkeln liess es sich nur erahnen, wie es im Licht aussehen würde…Heute quakten uns mehrere Dutzend Frösche in den Schlaf…

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