04.07.2011

30.06.2011 Punta del Este & José Ignacio & Punta del Diabolo / Uruguay


Wir fuhren bei blauem Himmel und Sonnenschein die Küste entlang. 
Es war wirklich eine schöne Gegend. Alle paar Kilometer ein schöner  Strand mit Dünen, hübsche Häuser...irgendwie hätte es auch an der Nordsee sein können. 
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Auch in Punta del Este war Clemens schon vor 6 Jahren zu Besuch gewesen. Zwar war der Ort damals schon sehr touristisch und mit vielen Hochhäusern, was wir allerdings nun trafen, erschreckte ihn umso mehr...schon nach dem Ortsschild kamen (fast) nur noch Hochhäuser...und schön waren die eher selten...

Dafür Strand ohne Ende. Soweit das Auge reicht! Was hier im Sommer los sein musste....ohweiha! 
Es scheint allerdings nicht mehr so elitär wie vor einigen Jahren zu sein, sondern eher etwas "Ballermann"...so sagen  Insider...
Quelle / Ansicht Internet
Eckdaten zu diesem Ort: http://de.wikipedia.org/wiki/Punta_del_Este

Im Sommer geht hier die Luzie ab. Ob das bei ein paar Grad (ca. 6) auch so ist?
Nein, ist es nicht. Es war eine Geisterstadt. Das Meer tobte, die Sonne schien. Aber kein Mensch auf der Strasse. Nicht weiter schlimm, dachten wir. MEHR Platz für uns.
Wir fanden ein am Strand gelegenes Hotel, das Zimmer im Parterre war voll befliesst (weiss) ...wir fühlten uns wie in einem Labor oder auf der Schlachtbank. Dafür hatten wir eine  funktionierende Heizung...Hurra, gute Laune. Heizung Ende Juni :-)
(Eine Heizung hatten wir schon die letzten zwei Wochen benötigte)

Egal, ein "Bissel Schwund gibt es immer".. nach einen kurzen Spaziergang in dicken Klamotten,  à la Prinzip Zwiebel, wollten wir gemütlich "dinieren"...



Wir fanden auch ein Restaurant welches nicht im Winterschlaf war. Der Fussweg dorthin erinnerte uns an einen Vor -Winterlichen Abend in Norddeutschland. Aber sehr schön!
Die meisten Häuser, wie Wohnungen , Hotels und Restaurants/Bars waren zu. ZU! Richtig zu. Verbarrikadiert.
Die Bordsteine waren oben, die Straßenbeleuchtung war meistens aus.

Clemens Laune kippte... So hatte er sich Südamerika nicht vorgestellt. 
Das um die Jahreszeit kein Sommer wäre, war uns ja klar, dass es aber so schattig sein würde, verwunderte uns. Die Einheimischen allerdings auch.

Egal, bald wären wir ja im Warmen ;) ...und damit meinten wir nicht das Restaurant. 
Denn hier aß man im Mantel/Jacke...und sogar mit Handschuhen.

Wir hatten dennoch ein schönen Abend und freuten uns auf den nächsten Tag, an dem wir die Küste weiter hochfuhren wollten, bis wir in ein paar Tagen nach Brasilien kommen würden...

Vor der Abfahrt hielten wir aber noch am Wahrzeichen von Punta de Este.  „La Mano"  - eine circa fünf Meter breite und drei Meter hohe Steinskulptur in Form einer Hand, die an einem der Strände aus dem Sand emporragt. 


Die Fahrt ging weiter an wunderbaren kleinen Küstenorten, mit tollen Häusern  und einer Menge Maklerbüros. Hier ging der Bauboom nun weiter. Hoffentlich nicht mit Hochhäusern, denn bislang sah man designte Häuser in den Dünen und dabei toll aussahen. Die Preise für manche Objekte konnten sich auch sehen lassen.Häuser in der Ersten Reihe lagen bei mehreren Mio US Dollar los. Waren aber auch wunderschön und dazu wunderschön gelegen. In das ein oder andere wären wir (im Sommer) direkt eingezogen. 

Weiter ging es durch traumhafte Lanschaften in das Örtchen Jose Ignacio, welches nun als neuer Hotspot gehandelt wird. Bis dato mit Recht. Keine Hochhäuser, bemalte Strassenschilder aus Holz, Sandwege und zwischendrin mal ein kleines Lokal. Eine uruguayanische Sansibar. Es war auch das Einzige welches um die Jahreszeit geöffnet hatte, lag am Strand und war der Hammer. Von der Lage und den Preisen hätte es auch Sylt sein können. Aber es war wunderschön.
Die Brücke vom Ort La Barra
Sylt in Uruguay



Hier Kinder reiten noch zur Schule





Bau-Boom geht auch hier los...
Bevor wir die Grenze nach Brasilien überqueren würden, wollten wir eine weitere Nacht in Uruguay bleiben. Der Grenzort Chuy wurde uns wirklich nur zum passieren der Grenze empfohlen... Daher suchten wir uns ein schönes Ziel für unsere Tagesetappe. Das Örtchen Punta del Diabolo sollte malerisch und nicht überlaufen bzw. touristisch sein. Von dort waren es nur noch ca. 130/140 km zur Grenze, die wir am nächsten morgen überqueren wollten.

Der Weg nach Punta del Diabolo war sehr schön. Die Natur war atemberaubend. Saftig grüne Hügel und Wiesen, Rinderherden grasten friedlich oder standen auf der Strasse. Immer wieder Lagunen. Viele. Riesengross. Zwischendrin hielten wir in kleinen Orten und schauten uns um. Die meisten davon klein und fein. Zwar immer wieder ein Schild mit HOSTEL oder Camping aber sonst kleine bunte Hütten auf Sandstrassen. Freilaufende Hunde die freundlich waren oder auch Pferde...kleine Kinder. Nichts Böses in Sicht.

Gegen Nachmittag kamen wir in unserem Etappenziel an. Der Ort sei im Sommer voller Surfer, da hier mit die besten Wellen sein. Wir fanden eine Bleibe, die ganzjährig geöffnet hatte sowie auch Besucher hatte...

Es war kalt. Unsere "Suite" war spartanisch. Keine Heizung. Aber im Sommer sicherlich gemütlich ;) Unser Hostel hiess Tranquillo....dementsprechend war die Stimmun vor Ort.

Der Ort hatte ebenfalls eine Menge Charme. Fast alle wohnen in diesem Ort in Cabanas.
Auch im Winter. Reich war hier niemand. Alle wollten aber von dem Touristen-Kuchen etwas abbekommen...zum Glück fanden wir eine Art Lokal wo wir für 1 Pizza und 1 Bier 17 € bezahlten.... die Küche sah aus, als würde Christian Rach gerne mal vorbei schauen wollen. Von dem Rest ganz zu schweigen. Aber alle waren sehr freundlich und höflich. So wanderten wir die Sandstrassen entlang und genossen den Abend fern ab vom Grossstadt Trubel.
In dem max. 500 Seelenort waren gerade mal zwei Hände Gäste zu Besuch.

Im Hostel konnten wir zu Abend essen. Davon erzählen wir lieber nicht. Kein Leckerli.
Gemeinsam vor dem Kamin schauten wir alle Fußball...Hier läuft zur Zeit die Copa de America...allerdings wir mussten wir daran erinnern...

Die Nacht war eisig. Ob wir vor Müdigkeit eingeschlafen waren oder erfroren sind, wissen wir nicht.
Den Kamin im Zimmer haben wir aus Sicherheitsgründen  nicht angezündet.

Die Dusche war aber heiß und der Himmel begrüsste uns mit Sonne. Es war ein guter Start in den Tag...ohne Frühstück. Sicher ist sicher.
Mit unserem in Punta del Este neu erworbenen "Mate-Tee Utensilien" machten wir uns auf zu Grenze. Hoffentlich würde es in Brasilien etwas wärmer werden...
Beach Restaurant
Strandpromenade

Supermarkt

Mega Markt
Höördies neuer Kumpel
Pizza vor dem Kamin

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