Vom Schiff aus hatten wir sie tagelang ansehen müssen…nun kamen wir freiwillig.
Sie zählt rund 1,3 Mio. Einwohner und ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum des Landes und zu den zehn sichersten Städten Lateinamerikas, ist zudem nach einer Studie die südamerikanische Stadt mit der höchsten Lebensqualität…aha. Das wollen wir doch mal genauer betrachten und somit erreichen wir nach entspannten 2 Stunden diese Stadt.
Die Fahrt dorthin war wunderbar. Die Sonne schien und wir düsten durch die saftig grüne, hügelige Landschaft. Die Straßen waren sehr gut zu befahren, ab und zu trafen wir einen Gaucho. Freilaufende Hunde, Rinder und Pferde trafen wir sowieso des Öfteren..
Clemens, der ebenfalls mit Bruder Paul bereits in Montevideo war, verkündete, dass die Stadt nicht wirklich viel zu bieten hat. Auf den ersten Blick scheint das auch so. Grau und usselig, auch hier hat diejenige Vorfahrt der der Meinung ist fahren zu müssen. Anfahren am Berg kann man hier ebenfalls üben sowie das “ Befahren und rechtzeitig Bemerken“ von Einbahnstraßen.Viele Häuser sind zwar aus altem Bestand, aber kaputt und schäbbig. Ebenfalls viele Wolkenkratzer…Die Gegend in der wir wohnten war aber nett. Die Einkausmeile bot auch eine Menge, hier fehlte es an nichts. Zudem war es sehr sauber.
| gute Fahrt |
| Einfahrt in die Stadt |
Hier die nette Geschichte/n dazu:
Wie die Tradition des Gnocchi-Tages entstand, die es in abgeschwächter Form auch in Nachbarländern gibt, ist unklar. „Einige sagen, dass früher die Arbeiter gegen Ende des Monats nur noch Kartoffeln und Mehl im Schrank hatten und es deswegen Gnocchi zu essen gab.““
„Andere behaupten, dass gerade gegen Ende des Monats immer Zahltag war und die Menschen deswegen ins Restaurant gegangen sind, um sich die leckeren Gnocchi zu gönnen. Dazu würde passen, dass hier in Südamerika faule Beamte, die nur einmal im Monat ins Büro gehen, um ihren Scheck abzuholen, auch als Gnocchi bezeichnet werden.
Wer uns davon überzeugen möchte, dass Gnocchis wirklich lecker sind, kann uns gerne dazu einladen. Alternativ bleibe ich dabei, dass ich diese kleinen Kartoffelklöppse die nächsten 20 Jahre nicht benötige.
| Gnocchi mit Bolognese und Fleisch dazu extra |
| Einkaufsstrasse |
| Siegerstor |
Lustiger weise trafen wir in Buenos Aires bereits einen Freund von Tina aus HH, der man lange nicht gesehen hatte. Somit waren wir dort am letzten Abend schon unterwegs. Da André beruflich ab Mittwoch in Montevideo war, wollten wir abends gemeinsam essen gehen, fanden auch ein nettes Lokal. Schon hier bemerkten wir alle, dass die Preise angezogen wurden. Ein Steak der gleichen Grösse kostet zwischen 15,00 und 20,00 €. Beilagen und Wein ebenfalls mehr. Dazu ist zu sagen, dass es aber nicht besser schmeckte als in Buenos Aires. Auch super, aber schließlich waren wir nun „Restauranttester“ und wussten was besonders gut und günstig war…Den Abschluss des Abends krönten wir mit dem Besuch einer grandiosen, typischen Kneipe bei Tango und Gesang.
| Hafenstimmung |
| Tango total |
Eine Markthalle zum Essen, allerdings primär mit Fleisch. Unzählige kleine Stände, die alle einen Grill / Asado haben der im vollen Gange ist. Darauf liegen Würste, Fleisch in allen Varianten….es duftet und qualmt in dieser Halle und jeder versucht Gäste an seinen Parilla / Stand zu kriegen.
Hier versuchte Clemens etwas Landestypisches…was laut ihm „gewöhnungsbedürftig“ war. Dafür länger zu kauen. Das Bife del Lomo und das Hühnchen waren ok. aber mal ehrlich? Es ging so! Preis und Leistung leider daneben. Heute Abend würden wir einen vegetarischen Abend einlegen…
| die Markthalle qualmt vor lauter Grills |
| Spezialität des Landes... |
| vegetarisch einkaufen |
| endlich wieder Container! Es grüßt Hamburg Süd! |
| Karneval... ...ist überall! |
Wir düsten an der Küste entlang und bemerkten, dass Montevideo doch nicht soooooooo hässlich war, denn es kamen noch viele alte und neue hübsche Häuser, die ausserhalb des Standkerns lagen Strände mit Dünen und kleinen Parks. Das war eigtl. wirklich sehr nett!
Also, Fazit: Doch nicht so einen schlimme Stadt, auch wenn das Kulinarische Angebot des Landes uns (noch) nicht umgeworfen hatte…
An der Küste würden wir weiter nach Punta de Este zu fahren. Auch wiederum eine kurze Etappe von ca. 140 km. Der Ort gilt, bzw. galt als Hotspot sowie im Sommer als Treffpunkt der Schönen und Reichen (aller umliegenden Länder) und Feierwütigen. Ob das im Winter auch so war?

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