18.07.2011

07.07.2011 Puerto Iguazú / Argentinien

Auf dem Weg zu dem Ort, von dem man die CATARATAS sehen konnte, machten wir einen Stopp 40 km vor der Stadt. Eine Edelsteinmiene wollten wir genauer betrachten. Sie war noch in Betrieb, konnte aber besucht werden…Während uns und Gelände anschauten, krachte und rumste es. Es wurde gesprengt.
 
Die Tine vor der Miene

...da wachsen Edelsteine...

..aus der Wand! (Links)

Als wir den Stollen von innen betrachteten, machten sie mit den Sprengungen netterweise eine Pause…
Schöne bunte Steine wo man hinschaute und der Stolz der gesamten Region.
Leider konnten wir aus Platzgründen nur klitzekleine Steinchen mitnehmen. Der Rest kommt zu Euch per UPS.

Gegen Mittag erreichten wir Puerto Iguazú. Es ist ein Ort, der sehr touristisch ist und auf den ersten Blick nicht gerade begeistert. Täglich muss er „einige“ Touristen abpuffern, da die Wasserfälle eine Hauptattraktion des Landes sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Puerto_Iguaz%C3%BA

So, nun aber Camping! Der örtliche Campingplatz war eine Baustelle, die angrenzende Appartementanlage dunkel, muffig und teuer. Dazu laut. Direkt an der Hauptstrasse und überfüllt wg. Brasilianischen Schulferien. Bingo. Ferien hatten wir nicht eingeplant. Nur unsere eigenen.

Nach 3 Anläufen fanden wir eine sehr schöne Bleibe. Laufnähe zum Ortskern.

Frühmorgens brachen wir zu den 15km entfernten Wasserfällen auf, welche in einem Nationalpark liegen.
Wir hatten schon so viel darüber gehört und waren sehr gespannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Iguaz%C3%BA-Wasserf%C3%A4lle

Wir blieben den Tag und durchliefen (fast) den gesamten Park.
Das Wetter war gut, dennoch oben an dem Teufelsschlund war enorm viel „Sprühregen“..oder wie man das nennt. Der Blick hätte noch besser sein können. Gegen jede Empfehlung hatten wir keine Regenjacken dabei und wurden klitschnass. Morgen würden wir wiederkommen. Mit Regenoutfit...
der Weg zum Teufelsschlund
dicker Daumen

Den Abend genossen wir  in der örtlichen Trattoria, bei Pasta und Vino, die unserer "Pousada" angehörte...
Am nächsten Tag waren wir mit Regenponcho und Co. ausgestattet. Das Wetter war wunderbar. Endlich warm. Man könnte sagen sommerlich.

Auf dem Parkplaptz sprach uns Thomas an. Thomas ist mit seiner Freundin Andrea bereits über 8 Monate unterwegs. 4 waren geplant. Der Rest hat sich ergeben. Von Atlanta/USA haben sie schon fast unsere nächsten Ziele bereits erkundet. Nach einem kurzen Klönschnack verabredeten wir uns um die Mittagszeit zum Austausch. Die beiden wollten auch bald nach Brasilien in das Pantanal.

Wir traten nochmal gegen den Teufelsschlund an. Das Wetter war gut, trockender als am Vortag. Der Blick war noch besser und die Wassermassen noch beeindruckender.
Auch eine Tour mit dem Boot unternahmen wir um möglichst nah an die Fälle zu kommen.
Leider half hier kein Regencape...

Spaß in Nass!
Auch waren wir im Regenwald unterwegs ...
...und lernten sicherheitshalber das Spurenlesen...
freundliche, aber hungrige Nasenbären / Coatis...also einer von uns!
das gemütliche Wasserschwein / Capybara ...auch einer von uns ;)
Augen auf beim Eulenkauf!

 Am nächsten Tag wollten wir die Fälle von der brasilianischen Seite ansehen. Dafür würden wi auch nach Foz de Iguazu ziehen und zum dritten Mal nach Brasilien einreisen...

06.07.2011 Puerto Rico / Argentinien

…es wurde dunkel und wir fanden Puerto Rico hörte sich ziemlich nett und irgendwie warm und gemütlich an. Auf der Landkarte sahen wir dort einen Campingplatz am Ufer des Flusses. Den wollten wir uns ansehen. Alternativ gäbe es aber auch ca. 3 kleine Hotels.
Der Weg zum Campingplatz lag neben der Hauptstrasse des Ortes, der schon beim Ersten Hinsehen wenig Lokale oder ähnliches aufwies, bzw. das Leben dort doch anders war, als in einer Großstadt. Den Campingplatz fanden wir durch Nachfragen bei den Menschen, die sehr interessiert und freundlich waren.

Beim Durchfahren von Waldwegen, erfreuten wir uns über die Robustheit unseres Lord Höördie.
Offensichtlich lebten hier ärmere Menschen, die Häuschen waren teilweise aus Wellblech, offene Dächer und Wände. Aber sie schienen zufrieden. Der Wald in den wir fuhren, gehörte schon dem Regenwald

an. Der Campingchef war zwar verwundert, aber freute sich über seine Einzigen Campinginteressierten im Winter…

Das Gelände war gegen unsere Vermutung blitze-blank. Wir hatten gelesen, dass die Argentinier im Vergleich zu den Brasilianern sich auf den Campingplätzen richtig austoben. Einen Platz hatten wir ein paar Kilometer zuvor angesehen…und waren direkt umgekehrt. Dieser allerdings lag wild romantisch am Fluss gelegen, mit Blick auf Paraguay, kleine Buchten mit Bäumen und Holzbänken…wir sahen uns schon dort unseren neu erworbenen Grill in Gang setzten und unsere erste gemeinsames Campingerlebnis würde toll werden.

Doch der Jefe de Camping sah das anders. Es sei noch zu kalt. Unser Auto hat nur eine Standheizung…das würde nicht ausreichen. Die Nächte und vor allem die am Fluss sind kalt…und die Feuchtigkeit ist ebenfalls ungemütlich, neben den Mosquitos…und wenn der uns schon abriet, hatte das was u bedeuten. Zudem er tatsächlich Recht hatte…

Manno! Soll wohl (noch) nicht sein!...also gingen wir auf Hotelsuche. Es war stockdunkel…ein Hotel hatten wir mitten im Ort an der Hauptstrasse gesehen, ob es dort mit dem Parken klappen würde? Auf dem Weg dorthin leuchtete ein grosses Schild uns entgegen…
…da wir auch schon wieder „ausgehungert“ waren, freuten wir uns auf Rösti, Schnitzel etc.
Die argentinische Rezeptionistin zeigte uns eine Cabana und zwei weitere Zimmer. Schlicht und ergreifend, aber ein „Heizpüster/Standheizung“ gab es gratis dazu. Gebucht.

So, nun zum wesentlichen: Essen.
Das Restaurant hatte geschlossen…na gruezi! Doch kein Rösti!

Also gingen wir in dem Ort auf die Suche. Nach 1 Std. fanden wir ein kleines Lokal, welches uns Salat, Suppe, und Gemüse-Cannelloni zubereitete. Es war sehr lecker und sehr günstig. Allerdings sind argentinische Cannelloni hier Palatschinken alias .Eierkuchen / Pfannkuchen.

Frühmorgens ging es weiter in Richtung Puerto Iguazu.
Puerto Rico lag noch im Nebel. Die Sicht war schlecht. Der Regenwald atmete was er konnte…Nun erwartete uns das richtige 3- Ländereck. Argentinien, Brasilien, Paraguay.

Das Highlight waren dort die CATARATAS (Wasserfälle). Zuerst wollten wir die Wasserfälle von der argentinischen Seite, dann der brasilianischen anschauen. Beide Seiten wären wohl völlig anders. Aber jede solle für sich schön sein…



12.07.2011

05.07.2011 Posadas / Argentinien

Es wurde wärmer. Auf den Straßen trafen wir nicht viele Menschen und Autos. Am Wegesrand im Grünen machten wir ein Päuschen und aßen in der Sonne Sandwich und Obst.


kurze Überlegung...

Am Abend erreichten wir eine weitere Großstadt. Posadas.
Sie ist die Hauptstadt der Provinz Misiones und hat 252.981 Einwohner und liegt nordöstlich. …diese Stadt erreichten wir lediglich durch Zufall, da wir die angedachte Grenzstation nicht fanden, bzw. Stunden durch die Pampa düsten….und kurze Zeit verloren waren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Posadas

Das Spektakel an der Grenze dauerte zwar etwas länger, doch die Argentinischen Grenze und Zollposten waren sehr freundlich, interessiert und einfach nett.
Auch hier die Autokontrolle blieb aus…lediglich Obst durften wir nicht mitnehmen.
Die Sprache war doch hier einfacher als nebenan.

Außerdem hatten wir weitere Dinge in Brasilien festgestellt:
Mädels, es ist eine Illusion, dass alle weiblichen Bewohner aussehen wie Giselle Bündchen…Die "wirklich" hübschen Mädels sind in Brasilien vermutlich bis zum Karneval eingesperrt.
Soll nicht heissen, dass die anderen nicht hübsch sind, aber...!
(Das stellten wir - und auch schon bei den Aufenthalten in Santos, Vitoria etc. fest.)
Der vermutlich wichtigste Körperteil in diesem Land ist der Dicke Daumen.
Man hält ihn immer hoch. Passt auch immer und der Gegenüber weiss, dass man ihn verstanden hat – oder auch nicht, dass es einem gut geht etc.
Also: Dicker Daumen ist wichtig!

Hygiene: Da sind die Brasilianer den Argentiniern und Uruguayern ein gutes Stück vorraus. Selbst in Deutschland haben wir nicht soooo saubere Tankstellen oder Restaurant-Toiletten / Einrichtungen gesehen und penibel saubere Hotelzimmer.
Super, Daumen hoch!

In Posadas erfreuten wir uns an einen Hotel, dass mitten in der Innenstadt lag. Recherche-Maus Kristina hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt. Wir bekamen das letzte verfügbare Zimmer. Es gab eine Garage sowie eine funktionierende Heizung und einen Blick über die Stadt. Es war das schönste und komfortabelste Zimmer seit unserer Ankunft auf diesem Kontinent. Auch die Stadt „konnte“ was. Sie war überraschend nett. Gassen mit Bars, Lokalen, Kirchen sowie in riesiges Mate Museum, da diese Region bekannt war für den Mate Tee Anbau.

Jeder trinkt Mate. Alle. Immer. Die Menschen laufen mit Thermoskannen und Bechern rum. Immer. Selbst im Supermarkt. Auch in Uruguay und Argentinien.

Holz findet man ebenfalls in der Region.





Den Abend genossen wir in einer typischen Parilla.
Da war es wieder, das was wir an diesem Land (unter anderem) so liebten:
Ein schlichtes Steak mit Salat und ein schicker Rotwein. Punkt. Kein Schnörkel!

Ein wunderbarer Tag ging zu Ende und wir hatten seit langem die erste Nacht in der wir nicht froren. Clemens hatte sich die Tage vorher gewünscht, einmal aufzuwachen und nicht zu frieren. Den Wunsch wollte Kristina ihm natürlich erfüllen und drehte die Heizung auf.
Bei 30 Grad fühlten wir uns wie in der Karibik.

Am nächsten Tag schauten wir uns noch die Stadt an, die lediglich durch den Fluss Parana von Paraguay getrennt war. Das Polizeiaufkommen war gewaltig...oder wie man DAS nennt.
Hier unser Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=Q7VV-1k4GcA


Danach ging es zu weiteren Missionen. Santa Ana und Ingacio Mini. Noch beeindruckender als die beiden Vorgänger.







Strassenverkauf

04.07.2011 São Miguel das Missões / Brasilien

Wir verliessen Porto Alegre und beschlossen die Stadt eher "neutral" zu finden. Tat keinem etwas zu Leide. Ausser am Sonntag.
Wir waren froh, dass wir Mo. Früh aus der Stadt hinausfuhren. Eine ordentliche Rushhour auf der Gegenspur stadteinwärts war zu erkennen.
Wieder blauer Himmel und Sonne, schattig aber schön.


alle Wege führen nach Hamburg


Soja und Reisanbau überall und - viel in der Region

Wir brauchten fast den ganzen Tag für die Fahrt, genossen aber die Landschaft.
Wir näherten uns den Jesuitenreduktionen der Guaraní, welche zu dem UNESCO Weltkulturerbe zählt.

http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Miguel_das_Miss%C3%B5es

(Weitere wollten wir uns auf dem Weg nach Iguazu anschauen.)

Es gab in dem kleinen Ort 3 Hotels. Gegen Abend kamen wir in dem kleinen Ort an.




Das Wetter war nicht wirklich wärmer als in Porto Alegre. Eher im Gegenteil. Das Hotel war Abseits des Ortes, von aussen hübsch. Allerdings hätte es uns verwundern müssen, dass die Rezeptionistin mit Rollkragenpulli und Handschuhen ihren Dienst tat.

Das Hotel war für den Sommer konzipiert. Hohe Decken, Wände aus Beton. Marmorboden oder ähnlich. Unser Zimmer hatte Heizung. Es war aber eine Aircondition. Sie pfiff und schepperte so heftig, sodass man mit Sturmfrisur aufwachen musste und Oropax zum Schlafen benötigte.

Es verwunderte uns zwar, dass keine Autos vor der Tür parkten, machten uns aber erst dann darüber Gedanken, als wir in das „Restaurant“ gingen.
Glücklicherweise hatte dieses schon um 19:00 geöffnet, im Vergleich zu anderen in diesem Land, die erst um 21:00/22:00 öffneten.
Wir wollten eigtl. nur noch in Ruhe etwas essen und schnell in unser hoffentlich warmes Zimmer…doch dann betraten wir eine Halle.
Es war wie eine Aula…und es nannte sich Restaurant. Und wir waren die Einzigen. Ein Kellner, der dem Glöckner von Notre Dame ähnelte bediente uns recht nett und aufmerksam. Nein, eher schnell. Als hätte er noch einen Termin…Den hatte er auch. Als unser Essen kam, hatte sich die „Aula“ gefüllt. Mit uns waren nun 50 Rotary Mitglieder versammelt. Es fand offensichtlich eine Sitzung statt. Und wir mittendrin. Mit Mütze und Thermojacke. Gemütlich ist anders. Aber das essen war lecker. Aber wieder nicht schlicht. Mächtig. Alles.
Es war ein lustiger Abend. Für uns.

Der Glöckner war mit den 50 Einzelbestellungen beschäftigt, der Service bei uns „hinkte“ / schleifte also etwas. Während der Sitzung verließen wir die Halle und verzogen uns in unser Zimmer im Westflügel. Trotz Vorheizen mussten wir samt Doppel-Jogger, Wollsocken und Mütze ins Bett. Und klamm war es ebenfalls. Vor lauter frieren konnten wir aber den muffigen Geruch vergessen.
Aber im Sommer ist es hier bestimmt klasse.
Das Frühstück war auch hier gut.


Wir machten uns auf den Weg zur Jesuiten Mission Nr. 1. und Nr. 2. Danach wollten wir Richtung argentinischer Grenze und weiter Missionen ansehen.

„San Miguel ist eine kleine Stadt, gegründet 1721 mit weniger als 5000 Einwohnern. Wie ihre Nachbargemeinden Santa Ana und San Rafael ist San Miguel ein ruhiger Fleck, an dem die Zeit anscheinend seit 300 Jahren stillsteht. Die Kirche gilt als die Historistische von allen Jesuitenkirchen.“

http://whc.unesco.org/en/list/275


Wir wanderten 2 Stunden über das Gelände. Es war schon sehr beeindruckend!



sieht aus wie Orange - ist aber eine getarnte Zitrone






eine weitere kleine Mission San Lorenzo