Wir waren froh, dass wir Mo. Früh aus der Stadt hinausfuhren. Eine ordentliche Rushhour auf der Gegenspur stadteinwärts war zu erkennen.
Wieder blauer Himmel und Sonne, schattig aber schön.
| alle Wege führen nach Hamburg |
| Soja und Reisanbau überall und - viel in der Region |
Wir brauchten fast den ganzen Tag für die Fahrt, genossen aber die Landschaft.
Wir näherten uns den Jesuitenreduktionen der Guaraní, welche zu dem UNESCO Weltkulturerbe zählt.
Wir näherten uns den Jesuitenreduktionen der Guaraní, welche zu dem UNESCO Weltkulturerbe zählt.
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A3o_Miguel_das_Miss%C3%B5es
(Weitere wollten wir uns auf dem Weg nach Iguazu anschauen.)
Es gab in dem kleinen Ort 3 Hotels. Gegen Abend kamen wir in dem kleinen Ort an.
Das Wetter war nicht wirklich wärmer als in Porto Alegre. Eher im Gegenteil. Das Hotel war Abseits des Ortes, von aussen hübsch. Allerdings hätte es uns verwundern müssen, dass die Rezeptionistin mit Rollkragenpulli und Handschuhen ihren Dienst tat.
Das Hotel war für den Sommer konzipiert. Hohe Decken, Wände aus Beton. Marmorboden oder ähnlich. Unser Zimmer hatte Heizung. Es war aber eine Aircondition. Sie pfiff und schepperte so heftig, sodass man mit Sturmfrisur aufwachen musste und Oropax zum Schlafen benötigte.
Es verwunderte uns zwar, dass keine Autos vor der Tür parkten, machten uns aber erst dann darüber Gedanken, als wir in das „Restaurant“ gingen.
Glücklicherweise hatte dieses schon um 19:00 geöffnet, im Vergleich zu anderen in diesem Land, die erst um 21:00/22:00 öffneten.
Wir wollten eigtl. nur noch in Ruhe etwas essen und schnell in unser hoffentlich warmes Zimmer…doch dann betraten wir eine Halle.
Es war wie eine Aula…und es nannte sich Restaurant. Und wir waren die Einzigen. Ein Kellner, der dem Glöckner von Notre Dame ähnelte bediente uns recht nett und aufmerksam. Nein, eher schnell. Als hätte er noch einen Termin…Den hatte er auch. Als unser Essen kam, hatte sich die „Aula“ gefüllt. Mit uns waren nun 50 Rotary Mitglieder versammelt. Es fand offensichtlich eine Sitzung statt. Und wir mittendrin. Mit Mütze und Thermojacke. Gemütlich ist anders. Aber das essen war lecker. Aber wieder nicht schlicht. Mächtig. Alles.
Es war ein lustiger Abend. Für uns.
Der Glöckner war mit den 50 Einzelbestellungen beschäftigt, der Service bei uns „hinkte“ / schleifte also etwas. Während der Sitzung verließen wir die Halle und verzogen uns in unser Zimmer im Westflügel. Trotz Vorheizen mussten wir samt Doppel-Jogger, Wollsocken und Mütze ins Bett. Und klamm war es ebenfalls. Vor lauter frieren konnten wir aber den muffigen Geruch vergessen.
Aber im Sommer ist es hier bestimmt klasse.
Das Frühstück war auch hier gut.
Wir machten uns auf den Weg zur Jesuiten Mission Nr. 1. und Nr. 2. Danach wollten wir Richtung argentinischer Grenze und weiter Missionen ansehen.
„San Miguel ist eine kleine Stadt, gegründet 1721 mit weniger als 5000 Einwohnern. Wie ihre Nachbargemeinden Santa Ana und San Rafael ist San Miguel ein ruhiger Fleck, an dem die Zeit anscheinend seit 300 Jahren stillsteht. Die Kirche gilt als die Historistische von allen Jesuitenkirchen.“
http://whc.unesco.org/en/list/275
Wir wanderten 2 Stunden über das Gelände. Es war schon sehr beeindruckend!
| sieht aus wie Orange - ist aber eine getarnte Zitrone |
| eine weitere kleine Mission San Lorenzo |
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