13.08.2012

10.08.2012 Palenque / Mexico

Nach den kleinen Anlaufschwierigkeiten waren wir  froh hier zu sein und genossen die Fahrt durch die Gemeinde. Wir stoppten in der Stadt EMILIANO ZAPATA und besuchten unseren ersten mexikanischen Supermarkt…so viel sei gesagt: Die kommenden Wochen werden wir weder verhungern, noch verdursten. Hier wird so Einiges aufgefahren, was mit Sicherheit auch für die US Touris gedacht ist.
futtern am Wegesrand
bessere Straßen für besseres Leben
Der bislang grösste Nervkram an Mexiko bis jetzt sind die TOPES. In Guatemala waren sie im Norden schon öfter aufgetaucht, ansonsten waren sie seit Peru fast so gut wie verschwunden. Hier finden sie sich teilweise alle Hundert Meter. Topes sind übrigens Bodenschwellen, auch bekannt als schlafende Hunde oder pennende Polizisten oder, oder, oder…auf jeden Fall sind sie hier so ausgeprägt, dass wenn man sie übersieht, das Auto einen gewaltigen Satz macht und Besteckkasten und Schränke neu einsortiert werden können. Na das wird ein Spaß. Wir erreichten, nach weiteren 3-5 Militärkontrollen, am Nachmittag bei Regenguss das Örtchen Palenque, wo sich weitere Maya Ruinen befinden, die wir uns natürlich auch noch ansehen wollten. Der Regen nahm kein Ende. Es regnete so stark, dass auch heute gewisse Tropfen den Weg in das Auto fanden. Soll heissen: Ein Landy ist nie dicht. Daher gibt die ein oder andere Stelle, wo je nach Standlage auch gern mal hineinregnet. Mal mehr und mal weniger, mal gar nicht. Der angepeilte und nette Campingplatz MAYA BELL, nur 2 km von den Ruinen entfernt, fiel buchstäblich ins Wasser. Hier gibt es leider keinen Unterstand, was sonst ggf. noch machbar gewesen wäre…demnach blieben wir dennoch dort, nahmen aber eine schnuckelige Schilfbedachte Hütte und verlegten unser angedachtes BBQ auf die Miniveranda.
Langsam! Kinder in Freiheit ;)
Am Morgen nach dem Regen ging es zum Eingang der Ruinen. Erschrocken waren wir darüber, was hier los war…schon fünf Leute fingen uns am Auto ab, Guides, Kinder mit Schmuck, Muttchen mit Obst, Parkplatzwächter etc. Der Eintritt ist mit 4,50 € eigentlich ein Witz, dafür wird man sein Geld über einen Guide los. Generell ist man hier der Ansicht, dass wir – die Touristen – und vor allem im eigenen Auto angereist, extrem viel Geld haben und daher ihnen davon was abgeben könnten. Das wir dafür gearbeitet und gespart haben sowie all unser Hab und Gut verkauft haben, ahnen sie nicht und versehen sie nicht. In Südamerika hat man uns das nie so direkt ins Gesicht gesagt. Dennoch fanden wir mit unserem erneut sehr gut englischsprechendem Guide Ernesto einen gesunden Mittelweg und somit führte man uns um, in, an und auf die Ruinen.  

Palenque war eine bedeutende Stadt der Maya. Sie liegt im heutigen mexikanischen Bundesstaat Chiapas und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. . Die Stadt liegt auf einer Terrasse an den Hügeln des weiter im Süden gelegenen Hochlands von Chiapas und erstreckt sich rund zwei Kilometer in Ost-West-Richtung. Zahlreiche kleine Bäche fließen durch die archäologische Zone von Palenque. 

Die Ruinen, für die oft künstliche Terrassierungen angelegt wurden, schmiegen sich an die grünen Hügel des Hochlands an, die in die Architektur der Stadt integriert wurden. Bisher wurden erst circa 5 Prozent der Bauten freigelegt. Der Rest ist noch vom Dschungel überwachsen. 

Das Zentrum der Stadt bilden der Tempel der Inschriften, der vermutlich das bekannteste Gebäude Palenques ist, und der ihm gegenüberliegende Palast. Neben dem Gebäudekomplex der benachbart liegenden sogenannten Kreuzgruppe gruppieren sich um das Zentrum noch viele weitere alleinstehende Bauten, die auf Sockelplattformen errichtet wurden. Nahezu alle Gebäude wurden mit feinen und detailreichen Stuckreliefs verziert, sowohl im Inneren als auch aus den Außenwänden. Ebenso typisch für Palenque ist das häufige Auftreten von Nischen sowie die Dachkämme vieler Bauten. Unter anderem deshalb gilt die Architektur der Ruinen von Palenque oft als besonders elegant und anmutig. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Palenque 
Ruine, noch nicht "geborgen" bzw. freigelegt

überall auf dem Gelände finden sich klene Verkaufstände.Wir finden, dass es ablenkt...
Die Anlage ist wirklich sehr beeindruckend und extrem gut für Touristen „vorbereitet“. Man kann kaum einen Schritt vor den anderen machen, ohne nicht ein neues Fotomotiv vor Augen zu haben. Wir hatten Glück und das Wetter blieb trocken, dennoch war es unerträglich heiss. Nach knapp 2 Stunden Führung bestiegen wir einige Pyramiden selber und marschierten über das Gelände, welches ebenfalls im Dschungel liegt. Das erst circa 5 Prozent der Bauten freigelegt worden ist und der Rest noch vom Dschungel überwachsen ist, ist kaum vorstellbar. Zwar ist es hier weit aus touristischer als bei Tikal und Copán, aber das stellen wir hinten an, denn die Arbeit, die hier geleistet wurde, versetzt einen ins Staunen.
Hier wohnte schon ein Österreicher http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Friedrich_von_Waldeck
Einfach nur WOW, die Detailarbeit, wie Stuck, Fresken und Co. Absolutes Highlight! Doppeldaumen hoch. Uns haben alle genannten drei Maya Ruinen gefallen, denn alle sind einzigartig und bestechen durch ihre Merkmale, Besonderheiten sowie Vor und Nachteile. Alle drei sind absolut empfehlenswert und ein Besuch lohnt sich!

Weiter ging es für uns gen Süden, die Berge hinauf in wohl eine der schönsten Städte Mexicos, genannt San Cristobal.
Grenze via Tenosique nach Palengue (196 km) in 4,5 Stunden

09.08.2012 Tenosique / Mexico

Es war heiss. Irre heiss. Bei der Migration im klimatisierten Räumchen, wo der extra geweckte Stempelmeister extrem schnell seinen Dienst machte, tropften uns die Schweisstropfen auf die auszufüllenden Unterlagen. Nach der rekordverdächtigen schnellen Stempelei stürmten gleich 5 mexikanische Männer auf unser Auto.
Hier fand nun die FUMATION statt, was so viel heisst wie Desinfektion des Autos.
Aber nicht wie sonst in Form einer Art Waschanlage, nein hier lief ein kleines, zahnloses Männeken in viel zu grossen Gummistiefeln mit einer Art Kärcher um das Auto und bespritze die Reifen. Die anderen 4 Männlein, teilweise in Uniform, mit grande Pistola und Flinte, oder aber Jeans, Cowboyschuhen, hatten die Hände in den Taschen und beobachten schnalzend ihren Kollegen am Kärcher. Frucht, Gemüse und frischen Vorräte aus unserem Kühlschrank gingen dann zu Person Nummer 6, alias „El Doctore“…in der Zwischenzeit mussten wir am angrenzenden Schalter für den Kärchereinsatz bezahlen: 60,00 Pesos (ca. 3,60 €) die aber NUR in bar und in PESOS angedrückt werden konnten.

Nun hatten wir extra ein paar US Dollar auf der Hand, da diese Währung IMMER geht und wir auf mexikanischer Seite noch keine Wechselmännchen gesehen hatten. Das war dem Oberkärcherchef egal. Pesos oder kein Weiterkommen. Also wackelten wir bei gleichbleibender Hitze über die Grenze durch das Niemandsland und suchten dort einen Geldwechsler. Ein kleiner Bub von 14 Jahren aber mit einem dicken Bündel an Kohle konnte aushelfen. Hurra. Danach ging es zum neuen Zollgebäude, wo wir von einer Handvoll attraktiver Burschen in dunkelblauer Uniform begrüsst wurden. Sie waren interessiert zählten alle Deutschen Prominenten auf die sie kannten…Angefangen bei Steffi Graf….

Auch waren sie stolz wie Hulle, dass sie die Österreichische Flagge auf unserem Auto erkannten und sie nach Europa zuordneten und nicht wie man andere nach Australien. (Austria & Austalia) Der Zollbeamte war nett. Aber nur kurz. Denn er teilte uns mit, dass für unsere „Permiso de Importacion Temporal“, Erlaubnis für temporären Import des Löördie eine Kaution von 300,00 US sowie 49,00 US Bearbeitungsgebühr hinterlegen bzw. bezahlen müssten. DAS wiederum wussten wir natürlich schon von anderen Reisenden und wedelten brav mit einem Fächer diverser Kreditkarten. Er Kopf schüttelte mit dem Kopf und teilte uns freundlich mit, dass das NORMALERWEISE ja schon so ginge, aber in diesem Falle nicht, WEIL WIR HIER IN EL CEIBO wären. Dieser kleine, noch feine Grenzübergang hat kein Internet und somit auch kein Kreditkartendingsbums. Auf die Frage, weshalb wir nicht in der Landeswährung Peso zahlen könnten sagte er uns, dass die meisten importierten Fahrzeuge aus den USA kommen und daher der Dollar für dieses Unterfangen vom Gesetzt vorgeschrieben sei.. Basta.

Nun hatten wir blöderweise KEINEN Dollar Bündel oder Goldesel im Auto, da wir uns auf die Kreditkartennummer verlassen hatten. Nach Guatemala zurück? Schlecht, da bereits alles ausgestempelt und erledigt war, die nächsten 150 km gen Landesmitte war auch kein Ort mit Auswahl an Bankomaten die uns Dollar hinterherwarfen. Der Zollmann tat wenigstens so, als bedauere er diese Situation, gab uns aber folgenden Tipp: 60 km weiter liegt die Kleinstadt „Tenosiqie“…dort sollten wir hinfahren und Geld aus dem Automaten ziehen, dann wechseln und die 60 km zurückkommen. Das der Löördie somit „illegal“ im Land sei, spielte er ab. Das sei eine Notsituation und in diesem Radius würde uns nichts passieren. Wie schüttelten einfach nur den Kopf, hinterliessen demnach weitere Schweisstropfen auf seinem marmorierten Tresen und verliessen wütend das Gelände mit quietschenden Reifen. Mit uns kann man es ja machen. Es dauerte nicht lange und wir rasten in die erste Militärkontrolle…auch das noch. Hier wollte man auch eine „Revisión" durchführen und das Auto auf Drogen und Waffen kontrollieren. Wir stiegen aus und guckten in 6-8 Gewehrläufe. An die Situation müssen wir uns erst wieder gewöhnen (nach Kolumbien).

Man nahm unsere Daten auf, uns einer von ihnen spazierte mit einer Art Wünschelroute an unserem Auto entlang. Nachdem wir, schweissgebadet, in Shorts und Flipflops der Runde Frage und Antwort standen, liess man uns weiterfahren und wünschte uns eine gute Fahrt. Die Stadt Tenosique ist eine Stadt, die sicherlich so in den Reiseführern beschrieben wird: „Dieser Ort eignet sich lediglich, um sich am Wochenende mit der Dorfgemeinschaft einen auf die Lampe zu giessen“. Doof, dass wir an einem Donnerstag kamen. Die Banken die wir nach 60 km in 45 Min. Bleifuss angesteuert hatten, waren geschlossen. Durch die Scheibe schrie man mir zu, dass ich morgen früh um 9:00 wiederkommen sollte. Aha. Es war 16:00. Zwar fanden wir ein paar Bankomaten wo wir anfingen Pesos abzuheben, steuerten aber dann aber beginnendem Platzregen und Gewitter das Hotel „LUZ DEL LUNA“ an, wo man einen grossen Parkplatz für Löördie und ein sauberes Zimmer für uns hatte. Unsere erste Nacht in Mexico hatten wir uns anders vorgestellt. Bzw. WO ANDERS. Eigentlich wollten wir schon an den Pyramiden in Palenque sein. Wir versuchten das Beste draus zu machen. Gelang fast. Bei „Charly“ gegenüber feierten wir unser Land Nummer 15 bei Fachitas, Burger und Coronita. (Kaum zu glauben, wie günstig es hier ist)

Auch hier ging abends die Welt fast unter…solche Sturzbäche und Gewitter haben wir seit Ewigkeiten nicht mehr vernommen. Da wir wussten, dass in Süd-und Mittelamerika bei Banken IMMER eine Schlange ist, wollten wir clever sein um schon um 8:30 auf der Matte stehen. So clever waren 35 andere auch. Also standen wir brav in Reihe, zwischen Mütterlein, Väterlein, Obtverkäufern, Geschäftsleuten, Cowboys. Wohin ich sah, sah ich Goldzähne. In Guatemala hatten wir es vereinzelt gesehen, hier scheint es der Trend schlecht hin. Andere fahren dicke Autos, hier versilbert oder vergoldet man sich die Zähne, wenn man zeigen möchte, das man was hat. Plötzlich ging alles recht schnell und schwupps hatte ich ein Bündel Dollarnoten in der Hand und war selig. Clemens versuchte noch sein Glück am anderen Schalter um uns eine Autoversicherung zu besorgen. Laut unseren Infos sei diese obligatorisch. Bei Banken kann man sie nur abschliessen wenn man dort ein Konto hat. Wir fanden die berühmten drei Buchstaben und hielten bei der AXA.

Hier war man zwar bemüht und legte sofort los, während wir im Strassenimbiss nebenan bei LA DONA MARIA eine Yucatan-Spezialität namens PANUCHO assen. Frittierte Maisfladen, gefüllt mit gerupftem Fleisch, verfeinert mit allerlei Salaten und Soßen. Nach dem zweiten Maisfladen kümmerte sich Clemens um das AXAmännchen, ich blieb ich bei Maria, ungefähr 100 Jahre, ihrer Tochter und Enkelsohn. Sie weihten mich in das Geheimnis ihre Panuchos ein und verrieten wir sogar das Originalrezept für die figurfreundlichen und extrem köstlichen Maisfladen.

Die AXA wollte uns lediglich einen 3 Monatsvertrag für eine horrende Summe überlassen und somit stiegen wir nach 1 Stunde ohne Versicherung, dafür mit Marias Rezept ins Auto und pesten davon…auch auf der Rückreise mussten wir sowohl Polizei und Militär Rede und Antwort stehen. Beim Zoll wurden wir von den Jungs schon mit einer LaOla begrüsst, unsere Importpapiere und Plakette hatten wir innerhalb von 7 Minuten. Eine Versicherung sein in Mexico nicht Pflicht. Aha.

Nun fuhren wir gut ausgebaute Strecke zum DRITTEN Mal, es war immer noch heiss und die recht einsame Bergwelt ringsherum grün uns saftig. Zum Glück hatte grad ein Schichtwechsel stattgefunden und somit sprachen wir erneut bei Militär und Polizei vor. Hach. Manchmal kommt es auch dicke.

12.08.2012

08.08.2012 Tikal / Guatemala

Nach nur 145 km in 2,5 Stunden, bei Hitze und weiteren Regengüssen, erreichten wir die bedeutende Maya-Stätte TIKAL, welche in einem Nationalpark liegt. Ab 15:00 kann man bereits mit dem Ticket für den darauffolgenden Tag auf das Gelände, auf dem sich nach weiteren 20 km Fahrt durch den Regenwald die Ruinen, drei Hotels, wenige Restaurants und Souvenirlädchen sowie ein Campingplatz befinden. Alles nett gemacht. Nicht zu touristisch und was wir nett fanden: unaufdringlich. Auf jeden Fall uns gegenüber.  
♥  love

nach den Regengüsser den Vortage stehen "Vorgärten" unter Wasser 

Hier ist die Touri-Info eher schlicht ausgefallen
YOU BREAK-YOU PAY. Strenge Ansage im Souvenirladen
auf alles/alle vorbereitet
Poptún bis Tikal ca. 145 km

Die antike Stadt der Maya liegt in den Regenwäldern des Petén im nördlichen Guatemala. Sie war eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und ist eine der am besten erforschten Maya-Städte. Die ersten Siedlungsspuren reichen ins frühe 1. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 2. Jahrhundert begann die eigentliche städtische Entwicklung mit der Errichtung von Tempeln, Stelen und Palast-Tempel-Komplexen. 

Im frühen 9. Jahrhundert schwand die Macht von Tikal, die Bautätigkeit hörte auf. Spätestens im 10. Jahrhundert war die Stadt vollständig verlassen. Tikal erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 65 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher über dreitausend Bauten aufweist. 
Viele Gebäude (schätzungsweise an die 10.000 Strukturen, insbesondere in den Außenbereichen) sind noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Man schätzt, dass die Einwohnerzahl des Stadtzentrums auf dem Höhepunkt der Macht in der klassischen Periode (8. Jahrhundert) mindestens 50.000. Menschen betrug und die unmittelbare Agglomeration der Metropole sogar eine Einwohnerzahl von bis zu 200.000 erreicht haben könnte. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Tikal 

Der angrenzende Campingplatz stand zwar unter Wasser, stellte aber für Löördie kein Problem dar. Er liegt wunderbar neben dem Dschungel und nachts hört man allerlei Getier. Schon am Nachmittag konnten in den Nationalpark und tourten auf eigene Faust durch den Dschungel und begutachteten die ersten Ruinen. Uns lief die Suppe, so heiss und schwül war es hier.
Ausländer zahlen 15,00 €, Einheimische 2,50 €   
Campingplatz
Nationalbaum "Ceiba Pentandra Gaertin"
Palmenwedel für ne Grossfamilie
Landestypisch ging es bei uns in den Abend mit BB (Bier&Bohnen)
Ein netter, sehr gut englisch sprechender Guide namens „Abel“ überzeugte uns, früh morgens um 4:00 eine Sonnenaufgang Tour zu buchen. Also stiefelten wir ab 4:00 durch die stockfinstere, extrem schwüle und schweißtreibende Dschungelwelt und hörten lediglich das Geschreie der Brüllaffen, das Gekrächze der Papageien und Vögel. Nach ca. 45 Min. Wanderung stiegen wir gefühlte 220 Stufen zu Tempel Nr. 4 hinauf. Hier warteten bereits weitere Menschengruppen. Alle Nationen waren hier vertreten.
Auffällig: Die Italiener. Lange hatten wir diese Völkchen nur vereinzelt getroffen, hier überstimmten sie sogar die sonst auffälligen Franzosen und Schweizer.

Wir alle waren gespannt, wie sich die Morgenstimmung „entpuppen“ würde und genossen den Blick, von hoch oben über den gesamten Dschungel, wo langsam der Nebel aus den Baumen aufstieg, Ruinenspitzen sich zeigten, Affen schrien, Papageien über uns flogen, die Sonne langsam aufging, die Kälte wich und die Wärme kam….wirklich mystisch und sehr Highlight verdächtig! Eine Stimmung, die einfach nicht wirklich beschreibbar ist und die man definitiv erlebt haben sollte, wenn man diese Ruinen besucht.
 Ab 6:00 füllte sich so langsam das gesamte Gelände, da es ab dann für „alle anderen“ geöffnet war. Dann ist von oben beschriebenem Feeling nichts mehr zu spüren, die Tiere ziehen sich dann zurück, der Tag beginnt.

Die Ruinen sind sehr beeindruckend, wurden sehr hoch gebaut und befinden sich in einem recht guten Zustand, bröckeln hier und da, aber sie sind ja nun schon was älter.
Ruinen mit Dschungelbewuchs
Tempel V aus der Ferne

Wie in Ruinen Copán in Honduras, waren wir auch hier sehr begeistert, hier gefiel es uns allerdings durch Höhe und „Gesamtauftritt“ noch etwas mehr.
Der Preis dafür liegt bei 15,00 € p.P uns ist damit im Bereich des Zumutbaren, bzw. ist es jeden Cent wert.

Was uns leider wieder auffiel, dass es zu dem Eintritt (fast seit Argentinien & Chile) keine Broschüre etc. kostenlos zum Eintritt gibt. Erklärungen auf dem Gelände zu den Ruinen sucht man vergebens.
Dennoch: Mit dem Morgengrauen und anschließender Führung (4:00 – 8:00 / 20,00 € p.P) erhält man einen fantastischen Einblick in die Mayawelt und einen ca. 60% prozentigen Überblick über die Ruinen von Tikal.
Achtung: Highlight, daher drinende Besichtigung bei Guatemala-Besuch empfohlen!

Wir spazierten danach bei sonnigem Wetter noch etwas weiter.
Unvorstellbar, dass noch weitere „Schätze“ vom Dschungel eingenommen und unerforscht sind…
Wir fanden noch ein paar ausser-Ruinen-artige Schätzchen:
aus der Ferne ja ganz niedlich...
eine (noch kleine) Tarantula
Fischertukan
er leuchtet sicherlich im Dunkeln
ihn hörten wir aus der Ferne und somit gings fürs Foto ab ins Gemüse.
Der rotköpfige Königsspecht
Achtung, Gürteltier
da isses auch schon
sie hatte auch ein ACHTUNG Schild, hat leider nichts genützt ;( (wir waren es nicht)
 Danach machten wir uns auf die Weiterreise und steuerten die kleine Grenze „El Ceibo“ an, die ca. 235 km westlich lag…und wir somit Guatemala auf Wiedersehen sagen mussten…dem Land, was mich völlig überrascht hat, obwohl wir relativ kurz nur hier waren. Trotz hoher Armut, sind die Menschen lieb und freundlich, zurückhaltend aber interessiert. Viele in dem Land scheinen auch den Braten gerochen zu haben, dass man mit Tourismus viel Geld verdienen kann. Das macht sich bemerkbar.
It´s cool, man! Je oller desto doller!

Guatemala ist ein Staat in Zentralamerika, im Süden der Halbinsel Yucatán. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Guatemala hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Golf von Honduras, einem Teil des Karibischen Meers, und im Südwesten die Pazifikküste. Der nordöstliche Teil, Petén, ist Tiefland mit fast durchgehendem tropischen Regenwald. 
Im Zentrum Guatemalas liegt das Hochland mit Vulkanen bis zu 4.220 m Höhe. Hier ist auch einer der höchsten Vulkane Mittelamerikas zu finden, der Tajumulco. Mit seinen 4.220 m überragt er das Hochland von Guatemala. 59,4 % der Guatemalteken sind europäischer oder gemischt europäisch-indigener Abstammung. Diese Bevölkerungsgruppe wird lokal anders als in anderen Ländern Mittelamerikas als Ladinos bezeichnet. Der europäische Anteil ist überwiegend spanischer Herkunft. Weitere 40 % der Gesamtbevölkerung sind Indigene, meist aus der Völkergruppe der Maya. Der Rest der Bevölkerung ist asiatischer Abstammung oder zählt zu den Garifuna, an der Karibikküste lebenden Nachkommen der Kariben, von diesen unterworfener Arawak und entflohener und ursprünglich aus Afrika stammender Sklaven der Insel St. Vincent. 
Guatemala hat eine sehr hohe Analphabetenrate von 30 %. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Guatemala 
Orchesterprobe am Strassenrand. Schingarassabum!
 Es wimmelt es hier von Touristen. Die meisten sind ohnehin positiv gestimmt, man fühlt sich sicher. Das Polizeiaufkommen im Land ist im Vergleich zu Nicaragua und Honduras hoch, aber uns hielt man nie an, sondern winkte uns durch.
Bis zu unseren letzten Tag, 5 km vor der Grenze:
Hier gab es einen "Doppelschlag". Erst Militärkontrolle, kurz danach ein Klöhnschnack mit der Polizei. Alles verlief respektvoll, freundlich und nett.
Vermutlich lag es daran, dass die Grenze El Ceibo eine sehr kleine, feine Grenze ist...die wohl gerne zum Schmuggeln von gewissen "Halluzinogenen" genutzt wird.
Auch an der Grenze war man sehr nett und aufmerksam. Da wir die einzigen Touristen waren, kam das Zollmännchen gleich auf uns zu und nahm uns die Arbeit ab.
Während wir ausstempelten übernahm er den Papierkram, sodass wir garnicht so schnell gucken konnten und schon rollten wir ein nach Mexico...und HIER sah die Welt schon anders aus...


In Guatemala hat sich viel getan, so stellte Clemens nach 17 Jahren Abwesenheit fest und wir sind sicher, dass noch mehr getan wird, damit sich das Land weiter als Ziel einer Mittelamerikareise etabliert. Noch ist es günstig und man kann relativ einfach von A nach B kommen, zumal die Hauptstrassen in einem unerwarteten guten Zustand sind.

Wir sind davon überzeugt, dass Guatemala das ZEUG dazu hat, denn auch wir würden jeder Zeit gerne wiederkommen!...es gibt noch vieeeel zu sehen.

Alles GUTE, Guate!