03.12.2011

26.11.2011 Chiloé / Chile

Chiloé (spanisch Isla Grande de Chiloé, deutsch „große Insel von Chiloé“) ist eine Insel in Chile und ist nach der Feuerland-Hauptinsel, die zur Hälfte zu Argentinien gehört, die zweitgrößte Insel des Landes. Sie gehört zur Región de los Lagos und bildet dort eine eigene Provinz.
Die Insel wird durch den 2 km breiten Kanal von Chacao im Norden, den 50 km breiten Golf von Ancud im Osten und vom Golf von Corcovado im Südosten vom Festland getrennt.
> Länge: 180 km (von Nord nach Süd)
> Breite: 50 km
> Fläche: 9322 km²
> Einwohner: ca. 150.000
Die Küste Chiloés ist an der Ost- und Westseite gleichmäßig hoch und steil. Im Osten ist sie reich an Vorsprüngen und natürlichen Häfen, im Westen dagegen relativ einförmig und ungegliedert. Hügelketten im Inselinneren erreichen bis zu 600 m Höhe.
Das Klima ist mild, aber außerordentlich feucht, Regen überaus häufig namentlich im Westteil der Insel. Diese Feuchtigkeit erklärt die starke Entwicklung der Vegetation, die der fruchtbare Boden noch befördert.


Man sagt, dass die Hauptstadt der Insel „Castro“ (34.500 Einwohner) sämtliche Eigenschaften und Reize der Insel vereint und der beste Ort ist, um die „Palafitos“ genauer zu begutachten. Es sind schindelgedeckte Häuser auf Stelzen, die an dunklen Meeresbuchten stehen. Oftmals in knalligen Farben. Von der Strasse ähneln sie den anderen Häusern der Stadt, doch von der Rückseite ragen sie übers Wasser und dienen bei Hochwasser als Anleger für Boote. Diese Architektur steht als historisches Erbe unter Denkmalschutz.
Palafitos



Mercado Municipal - einkaufen

u.A. Haushaltsartikel und Strickwaren
An der „Plaza de Amas“ befindet sich eine der 150 Kirchen der Insel. Sie ist eine von 16, welche inzwischen zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die Iglesia San Franciso in lachs-und lila hat zwar eine Auffrischung nötig, doch die vollständige Innenausstattung aus lackiertem Naturholz ist wunderschön.


Rund um die Plaza kann man bei einem Spaziergang „die Energie“ am besten spüren, wenn man durch die Strassen schlendert, vorbei an Cafés, Restaurants und Geschäften. Aber nicht alle Ecken sind hübsch und nett.


Alles unser! Cabaňa - Zotti
Zwei Nächte blieben wir. Aufgrund der geschlossenen Campingplätze ausserhalb der Stadt, nahmen wir eine „schnuckelige“ vollausgestatte (günstige) Cabaňa. Hier konnten wir den Regen Regen sein lassen, Skypesessions geniessen und die Brotvorräte wieder aufstocken.

Montagfrüh wurden wir vom Sonnenschein geweckt. Es war das Zeichen: Wir sollten weiter. Wir entschieden, heute über die Insel zu fahren, welche praktischer Weise nur eine Hauptstrasse besitzt. Die berühmte PANAMERICANA, auch genannt Highway 5…das südliche Ende der in Alaska beginnenden Strasse, liegt auf dieser Insel in der Stadt Quellon. (in welcher wir ursprünglich mit der Fähre landen wollten)
praktisch, wenn es nur eine Strasse gibt...
Wir widmeten heute uns den einzelnen Dörfern sowie den Kirchen, denn wie gesagt, über 150 „Iglesias“ (Kirchen) und „Capillas“ (Kapellen), alle aus Holz gefertigt, 16 davon sind UNESCO Weltkulturerbe. Die Bauweise ist fast immer ähnlich: Ein Turm über der Hauptfassade, geneigte Seitendächer, Eingangsbögen und Holzschindel.
Die Kirchen sind verständlicher Weise die Hauptattraktion der Region.
Wir fuhren etwas südlich uns besuchten „Chonchi“, ein Ort mit 12.000 Bewohnern. Die Regionalregierung pumpte hier eine Menge Geld hinein. So hat dieser Ort einen neuen Markt für Kunsthandwerk und Ausstellungen sowie eine neue Plaza de Amas.
Plaza


Kunsthandwerk und Co.
Den Montagvormittag gemütlich angehen lassen



Die Iglesia San Carlos de Borroneo entstand Mitte des 19. Jhs. Sie gefiel mir sehr, da es einen richtigen Sternenhimmel gab…


ich seh den Sternenhimmel

Unweit des Ortes lag „Villupulli“, hier stand die Kirche mit dem schlankesten Turm.


Noch einmal fuhren wir durch Castro und bogen dann nach „Dalcahue“ ab. Neben der silbrig schimmernden „Nuestra Seňora de los Dolores“ fanden wir „La Cocinera“…eine Ansammlung von mit Frauen besetzen Essenständen, welche Fisch und Meeresfrüchte und andere Leckereien servierten. Quasi eine Markthalle für (primär) Fisch, in welcher nur Frauen kochen und servieren. Das liess sich Clemens selbstverständlich nicht entgehen und genoss einen köstlichen Muscheleintopf.






Weiter nordöstlich erreichten wir die „Kleinstadt Quemschi“, mit ca. 9.000 Chiloten, wo es den grössten Tidenhub der Insel (7m) und das Beste Restaurant der Insel gibt. (El Chejo) Die Kirche hier leuchtet „schlicht“ blau gelb...gefällt natürlich keinem Hannoveraner.


Braunschweigkirche

Nun folgte ein kleiner „Gewaltmarsch“ auf die andere Inselseite. Über die so sattgrünleuchtende Insel, wo wir zwischendrin wieder Haus und Hof in der Pampa sahen, erreichten wir oberhalb des Nationalparks den Ort „Chepu.“

wo kommt der zweite Turm her?
Eigentlich war es kein richtiger Ort. Zu Beginn sahen wir zwar eine Schule, mittendrin mal eine hübsche Kirche, aber ansonsten eine Handvoll Häuser. Nachdem langelange nichts mehr kam, kam dann aber am Ende der Strasse ein Schild, welches uns auf einen Strand hinwies. Das wäre doch eine feine Adresse für unseren Sundowner, der bei dem Sonnenschein heute mit Sicherheit ganz wunderbar werden würde. Die Strasse zum Strand hinunter sah von oben allerdings etwas steil, schlammig und holprig aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich war mir allerdings sicher, dass unser Lord Höördie über diese Strasse nur müde lächeln würde.
easy!

easy?
Wir kamen etwas mühselig die Strasse hinunter, standen aber dann vor einer 25 cm tiefen Wasserlache, mit Schlamm uns Sandanschluss. Hinter dem Sandberg würde dann hoffentlich der Strand sein.

Nachdem wir feststellten, dass der Schlamm äusserst schlammig war, entschieden wir, diesen Weg so völlig alleine – so völlig weit weg – nicht anzutreten uns drehten um. Mit eingeschalteter Differenzialsperre schnaufte unser Lord den Berg wieder hoch. Es war sichtlich anstrengend. Leicht würde es nicht werden. Auf noch nicht mal halber Strecke hatte er sich verhakt und wir steckten fest.

Wir rutschten ab und er machte einen Satz…einen gewaltigen. Bis wir komplett schräg standen. Wir sahen den Himmel. Clemens und ich hielten beidn die Luft an. Diese Position war nicht gut. Ich stieg aus. Das Auto schaukelte. Sicherheitshalber machte ich erst mal ein Foto.

Ich bat Clemens aus dem Auto auszusteigen, doch er konnte nicht. Das Auto schaukelte. Es drohte auf die Fahrerseite zu kippen. Das rechte Vorderrad stand in der Luft und die anderen 3 Reifen standen auf der Schräge. Das 3 Tonnen schaukeln können war ein neues Bild. Mir wurde schlecht. Nun machten wir was genau? Diese Situation hatten wir im ADAC Training nicht durchgespielt. Damals hatte man uns gezeigt, dass das Auto in Schräglage NICHT kippen kann, allerdings hatten da aber auch vier Reifen Bodenkontakt.
Nun. Da stand unser Lord Höördie am „A.d.W.“ in Schieflage und hielt meinen Ehemann gefangen. Mir wurde noch schlechter.
Wir beratschlagten. Ich würde Hilfe holen. Aber wo?
Die letzten 3 Höfe waren aber sowas von ausgestorben…und der letzte himmelblaue Lego-Traktor, der uns sowieso nicht hätte helfen können, war einige Kilometer weg.
Mir wurde noch schlechter.
Sicherheitshalber griff ich meine Handtasche, denn Clemens entschied bei angehender Dunkelheit mal das Auto in seine Schranken zu weisen…und löste die Handbremse. So machte der Lord erneut einen Sprung nach hinten, stand dann aber fest, ohne zu kippeln.
Puh geschafft. Ich ging im Kopf unsere Vorräte durch. Locker hätten wir hier einige Tage stehen können, bis ein Pick-Up oder so vorbeikommen würde. Clemens sah das aber anders, machte sich ein Bild von der „eingefahrenen“ Situation und stieg wieder ins Auto. „Nützt ja nichts, wir müssen weiter…“ Wo er Recht hatte, hatte er Recht…und den Sundowner wollten wir auch nicht verpassen.
Ich half beim „ausparken“ und dann schoben sich meine beiden Herren geschickt den Berg hinauf. Lord Höördie wurde wie auf einem Parcours um die Felsen und Schlammlöcher bugsiert. Ich lief hinterher und feierte!

Hoppla...

zweiter Anlauf...Runde Rückwärts
Der einzige Campingplatz in Chepu, mit grandiosem Blick, Windkraft und Solarenergie war ausgebucht, so sagte man, allerdings ahnten wir, dass man auf Motorhomes wohl keine Lust hatte. Wir waren stinksauer. Wollten wir nach dem Einsatz „Kippling“ nur ein Klo und eine heisse Dusche. Nun, wir suchten weiter.

In freier Wildbahn waren (mir) einige Plätze nicht recht, wir fuhren noch weiter nördlich und erreichten nach einer weiteren Stunde die Region „Puňihuil“, wo wir eigentlich am Tag darauf erst landen wollten…um die Pingüinera zu begutachten. Plötzlich standen wir an einem wilden Strand, zwischen bunten Fischerbooten und ner Handvoll Bretterbuden und Restaurants, aber keinem Campingplatz. Wildcampen am Strand war verboten.

Die einzigen Cabaňas hier waren das “Pinguinland“, welche oberhalb der Klippen lagen. Von hier hatte man sicherlich einen spektakulären Blick auf die drei Inseln, welche im Pazifik liegen und Humboldt-und Magellanpinguinen als Brutplätze dienen.

Wasserstrasse

Cabanas Pinguinland
Die Hütten waren das, was wir gesucht hatten. Ein Blick vom Feinsten mitten in Mutter Natur, schlichte aber schöne und zweckmässige Ausstattung, Heizung und heisses Wasser sowie einen Balkon mit Pazifikblick….Und wir waren die einzigen Gäste. Kann passieren!
Wir buchten zwei Nächte, denn uns gefielen die Gegend, die Cabaňa und der Sonnenuntergang. Punkt.
;)





perfekte Vino-Sundowner-Situation

Den nächsten Morgen genossen wir bei Sonnenschein und etwas Wind. Die Möwen, Falken und Kormorane segelten im Wind nur so um unser Häuschen. Endlich sah man mal aus nächster Nähe, was für Spannweiten diese Tiere hatten, obwohl ich jedes Mal zusammenzuckte, wenn ein Flieger an unsern bodentiefen Fenstern auf uns zu flog und kurz vor der Glasscheibe abdrehte.
Also eine Sache steht fest: Unser nächstes Wohnzimmer sollte Wasserblick haben. Wo auch immer das sein wird. Denn den nicht vorhandenen Fernseher, Telefon und Internet ersetzten wir hier durch Stundenlanges aufs Meer schauen, beobachtenden die Fischer und die (wenigen) Touristenboote, welche zu den Pinguininseln düsten. Leider zeigte sich kein Blauwal. Vor einem Monat waren sie hier gewesen…
Wir genossen es, fast am leeren Strand zu spazieren und fuhren zu den Pinguinen. Auf diesen drei kleinen Inseln gibt es eine gemischte Kolonie, mit vergleichsweise wenigen Tieren. Nur 2.000-3.000 so sagte man uns.

trockenen Fusses zum Boot



Die Humboldtpinguine sind eigentlich weiter nördlich in Chile und in Peru anzutreffen, wo auch die grösste Kolonie sein soll. Sie sehen den Magellanpinguinen sehr ähnlich. Der Magellani trägt ein doppeltes schwarzes Brustband, der Humboldtpinguin nur ein Einfaches, ist von der Statur etwa kleiner und die Rückenfarbe ist gräulich, wo hingegen der Magellan auf dem Rücken Pechschwarz ist.
Die Inseln dürfen nicht betreten werden, so war es bei dem pazifischen Seegang schwierig Bilder zu machen, geschweige denn die beiden Arten voneinander zu unterscheiden. Neben Kormoranen und Möwen sahen wir noch einen kleinen Seeotter.

Auch hier erzählte man uns, dass dieser Tiere ihren Partner ein Leben lang treu sind. Sie verlassen im Januar / Februar düsen sie mit ihren Kindern (hier waren sie schon geschlüpft und sehr gross) von dannen. Allerdings Weiblein und Männlein getrennt. Im September kommen sie dann zurück und sehen sich wieder…zum Brüten.
Wann allerdings die Zeugung genau stattfindet ist mir entfallen. Wahrscheinlich aber ab September, im gemeinsamen Nest. Bietet sich ja auch an.



wir haben uns schon mal umgeschaut
hier sind auch noch Grundstücke verfügbar
Wir verliessen wir am 30.11.11. den heiligen Ort Chiloé auf der Suche nach einem weiteren Paradies - auf in die Vulkanlandschaft und das Seengebiet der Region „Sur Chico“
man trifft sich immer....
Heute vor exakt 7 Monaten waren wir von Hannover – Kirchhorst nach Hamburg aufgebrochen.

25.11.2011 Panitao – Calbuco / Chile

Es war Samstag und es schien (wie verabredet) die Sonne. Nun sahen wir auch endlich das Gelände von Familie Anderson. Wow, Blick über die Bucht von Calbuco, blaues Wasser, bunte Fischerbötchen, die emsig um die Muschelfang-Geräte fuhren, Vulkane und das mitten in einer saftig grünen Landschaft. Es gibt schlimmere Plätze. Steve erzählte uns, dass er vor 20 Jahren diese 50 Hektar (!) gekauft hat und erst vor zwei Jahren hergezogen sei. Nun lebt er mit seiner lieben Frau und seinem Sohn in einem wunderbaren Haus, mit Blick über die gesamte Bucht und arbeitet als Herausgeber der Internetzeitung "The Santiago Times" von Zuhause.

Der Campingplatz ist schlicht. Eine Riesenwiese und eine rustikale Dusch/WC Situation. Fertig.
Toll ist, dass er seinen Gästen anbietet für die Übernachtung zu bezahlen oder im Gelände zu arbeiten…was zwei jungen Backpackern aus den USA sehr gelegen kam. Sie leben nun einem Monat dort und arbeiten einige Stunden.
Nachdem wir bemerkt hatten, dass die vergangenen Wasserfahrten ihre Spuren am bzw. im Auto hinterlassen hatten nutzen wir den Sonnenschein und starteten einen Lord Höördie Innenputztag. War ja schliesslich auch Samstag.
Von Steve erhielten wir eine Führung durch Haus und Hof, wir waren beeindruckt. Und verliebt. In sein Haus. Die komplette Seeseite bestand aus Glas, innen dominierte Holz, in einer wunderbaren, klaren und dennoch gemütlichen Architektur.
Unser Stellplatz

Blick von der Wiese

Haus mit Aussichtsturm
Er mochte dafür unser Auto sehr. Auf einen Tausch liess er sich aber vorerst nicht ein.
Somit fuhren wir weiter gen Süden, um im Fischerort „Calbuco“ noch die FERIA zu erleben. Ein Srassenmarkt, wo wir günstig Obst, Gemüse und frischen Käse erstanden. Wer frischen Fisch mag, der ist hier im Paradies. Wer ihn nicht mag allerdings auch. Kiloweise kauften wir meine geliebten Erbsen, die besten Avocados (sie sind in Chile unschlagbar) und saftige Kirschen. Kilopreis 1,50 - 2,00 €.
Calbuco


chilotische Maßeinheit



Danach ging es nach „Pargua“, (56 km entfernt von Puerto Montt) zum Fähranleger. Zwar konnte man die Insel Chiloé vom Ufer aus sehen, um die Fähre kamen wir aber nicht herum.

Comida Rapida = Schnellimbiss



Das Übersetzen mit der Pendelfähre dauerte lediglich 20 Minuten und kostete circa 12,00€. Dafür gab es Wlan. Durch den „Canal den Chacao“ erreichten wir Chacao auf Chiloé. Wir cruisten bei Sonnenschein über die satt-grüne Insel und machten uns gleich auf in die Hauptstadt Castro, welche in der Inselmitte liegt. Wir waren gespannt auf die Insel und Ihre Einwohner, die Chiloten.

27.11.2011

24.11.2011 Chaitén / Chile

„Da der Vulkan noch immer aktiv ist, bleibt die Zukunft der Stadt Chaitén ungewiss…“

Die damalige 4.000 Nasen-Enklave liegt an einer smaragdgrünen und „regenreichen“ Bucht und dient/e als Hafen und Versorgungszentrum für Siedler. Schroffe Berge geben der Stadt, wenn der Regen mal Pause macht, einen Blick auf den Vulkan Michinmahuida (2.404 m) sowie den Vulkan Corcovado (2.300 m).
Bushaltestelle

Kuhdurcheinader

Frühling in Nordpatagonien

Im Mai 2008 begann der Ausbruch des gleichnamigen und 10 km entfernten Vulkan Chaitén, der sich über einen Monat hinzog. Menschen wurden evakuiert, Tiere und Vieh verendeten. Im Frühjahr 2009 gab es einen weiteren Ausbruch. Langsam kehren ein paar Menschen zurück. Es sieht trostlos aus.

Die Einheimischen hoffen auf den Wiederaufbau, doch es bestehen Pläne, die Stadt weiter nördlich zu verlagern.







Eine neue Tankstelle und einen Supermarkt fanden wir dennoch. Frisch gestärkt wollten wir uns weiter auf in der Norden machen. Zum ersten Fährstopp Caleta Gonzales würden wir es heute noch schaffen und morgen ein Schiff nehmen…Diese Pendelfähren gehen täglich. Glücklicherweise wies uns der Tanteemmaladenbesitzer darauf hin, hier in Chaitén das Ticket zu lösen. Denn dort erfuhren wir, dass wir erst am Dienstag einen freien Platz bekommen könnten. Auf der Fähre nach Puerto Montt sei für uns und Lord Höördie allerdings noch Platz. Am mittag darauf würde sie ablegen und die Fahrt dauert ca. 8 Stunden.
Wir entschieden uns für den Seeweg nach Puerto Montt, anstelle 4-5 Tage in der regenreichen Geisterstadt zu verbringen.

Wir trafen erneut auf Janet und Tom aus Südafrika, ihre momentane Reise verlief von Alaska nach Argentinien. Sie befinden sich auf dem Weg nach Santiago um von dort ihr Auto in ihre Wahlheimat Canada zu verschiffen. (Nach einer Verschnaufpause geht es dann wohl nach Asien) Wir buchten uns wie sie in schlichte und nette Cabañas ein, verbrachten einen äußerst netten und wahnsinnig interessanten Abend mit ihnen. Wir erfuhren eine Menge von der vorherigen Reise durch Afrika und der aktueller Reise.
Schaut Euch diese Videos an…AMAZING!

Auch auf unsere Reiseroute
http://www.adventurouspirits.com/galapagos-islands-video/

Von Panama nach Kolumbien! (in unserem Fall umgekehrt)
http://www.adventurouspirits.com/squeezing-trucks-into-shipping-container/

Wir sollten bis nach Mexico...
http://www.adventurouspirits.com/millions-of-monarch-butterflies-in-mexico/

Und viele, wunderbare weitere Videos von Janet & Tom
http://www.adventurouspirits.com/travelogue/videos/

Dass es die Nacht über und am nächsten Morgen regnete müssen wir sicherlich nicht erwähnen.
Die Fähre erreichten wir pünktlich und machten uns somit auf nach „Puerto Montt“, welches von unseren „Jahresziel“ Santiago nur 1.020 km entfernt liegt. Sollte das Wetter mitspielen (es sollte angeblich nur bis Freitag regnen) würden wir aber noch einen kleinen Abstecher auf die Insel Chiloé machen…
Fähre der Naviera Austral

http://www.adventurouspirits.com/
Geniales Auto!!!
Die Fahrt auf der Fähre schaukelte etwas. Aber es hörte auf zu regnen und sogar die Sonne liess sich blicken.
Adios Chaitén!
Clemens erblickte sogar Delphine. Einen Zwischenstopp gab es in Ayacara (a.A.d.W), wo man eine Handvoll Leute mit dem Rettungsboot an Land brachte, da sie dort leben. Wir sahen faszinierende Videos und Bilder von Janet und Tom, beobachteten die Menschen an Bord, die begeistert das Bord-Fernsehen verfolgten. Filme wie Robin Hood, gefolgt von einem Splatter-Mord-und Totschlag und im Anschluss der Kung Fu Pandabär wurden in voller Lautstärke gezeigt und von Jung und Alt gleichermaßen verschlungen. 8 Stunden am Stück.
Zwischenstopp
Einladen...
...und Abfahrt!
Fähr-Office
Janet, Tom und Clemens
Generation Suppen-Tasse
Nach 9 Stunden erreichten wir dann bei adretter Abendsonne die Stadt Puerto Montt…und verliessen die Stadt direkt gen Süden, in die Ortschaft Panitao.
Anfahrt auf Puerto Montt
Denn dort sollte eine wunderbare „Campingsituation“ sein…Es war stockfinster doch wir fanden nach mehreren Anläufen das Anwesen der Familie ANDERSON. Trotz später Uhrzeit (22.30)empfing uns Steve sehr freundlich und begleitete uns auf das entfernte Campingareal. Im Dunkeln liess es sich nur erahnen, wie es im Licht aussehen würde…Heute quakten uns mehrere Dutzend Frösche in den Schlaf…