12.10.2012

01.10.2012 Nationalpark Yosemite & Bodie & Lone Pine / USA

Das es im Park voll werden würde, wussten wir, daher wählten wir den Montag nach „Saisonende“.
Naja, es hatte sich so ergeben. Planen tun wir eigentlich selten. Also wenn wir nicht müssen.

Die Anfahrt zum Park war schon mal sehr schön gewesen. Der Parkeintritt liegt übrigens pro Auto bei 20,00$. Dafür kann man 2 Wochen bleiben. Wir kauften allerdings einen Jahrespass für 80,00 $, zu nutzen sind damit alle Parks in den USA. Einige Besuche dieser wunderschönen Einrichtungen lagen/liegen noch vor uns.

Der Yosemite-Nationalpark (ausgesprochen „Yo-SEM-i-ti“, ) ist ein Nationalpark in den Vereinigten Staaten und liegt in Kalifornien, etwa 300 Kilometer östlich von San Francisco. Flächenmäßig erstreckt er sich über 3.081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Jährlich zieht der Yosemite-Nationalpark drei Millionen Besucher an, von denen ein Großteil lediglich den zentralen Teil des Parks, das Yosemite Valley, besichtigt. Im Jahr 1984 wurde der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Mammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind. Der Park stellt einen der größten und am wenigsten fragmentierten Lebensräume der Sierra Nevada dar, der eine Fülle von Pflanzen und Tieren beheimatet. Er liegt in einer Höhe von 600 bis über 4.000 Metern ü. NN, in ihm befinden sich höhenbedingt fünf verschiedene Ökosysteme. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Yosemite-Nationalpark

Den ersten Abend verbrachten wir vor Bären-Food-Locker und Lagerfeuer, wieder mitten im Wald und starteten am Tag darauf durch den Park.
Einige Landschaftliche Sehenswürdigkeiten gibt es hier sowie diverse Kletter-und Wanderwege.

Der „Gegenverkehr“ war leider auch an diesem Montag extrem, gesamte Reisbusladungen, Autos, Schulklassen und Campingfahrzeuge gaben dem Ganzen irgendwie einen unnatürlichen Touch. Besonders verblüffend für uns (oder neu) waren auch hier die überall perfekt asphaltierten, mehrspurigen Straßen, Hinweisschilder, Tankstellen, Shops und Hotels die den „Endlich in der Natur und los geht das Abenteuer“-Charakter etwas verblassen liessen und wir so eine Infrastruktur in einem Nationalpark aus den anderen Ländern noch nicht kannten. Aber wir sind ja lernfähig :)

Landschaftlich ist es hier aber wirklich wunderschön und auch hier kamen Erinnerungen hoch, besonders an Argentinien und Chile. Alles sehr schön, aber „IRGENDWIE“ ähnlich schon mal dagewesen. Macht aber nichts, dann genießen wir es halt nochmal.
Frühstück am Lagerfeuer
der hat doch Tomaten auf den Augen
frisches Brot und Käsebrot
"Der Tunnelblick" auf El Capitan
Der Zotti Tunnelblick
Besuch und Wanderung zu Familie Mammutbaum
schon ganz gross...
der GIANT
wie passend :)
unser neues Landhaus. (Hotel im Park)
Nicht ganz so einfach ist es, einen Schlafplatz zu finden. Freies campen ist nicht erlaubt und von den über 10 Campingeinrichtungen, meist ohne Duschen, waren viele überfüllt, einige schon geschlossen. Unsere Außen-Solardusche hatten wir nun sogar bei 7 Grad Außentemperaturen des Nachts im Einsatz. Ein frostiges, aber ein sauberes Vergnügen.

Ein paar wenige, hübsche Hotels gibt es auch, die müssen aber wahrscheinlich Monate im Vorfeld gebucht werden. Feste Zeltlandschaften gibt es ebenfalls, in diesen war vor Monate der teils tödliche HANTA-Virus durch Mäusekot in Gang gesetzt worden.

Prunkstück des Parks: HALF-Dome (es hingen auch ein paar Bergsteiger an den Steilwänden)
mein Prunkstück
Californischer Waldbrand lässt grüssen
Spring nicht!
Unten in Valley / Tal


Mitten im Park lernten wir Tanja und HP aus Ulm kennen, die mit ihrem 400 PS starken Dodge erneut 3 Monate dieses wunderbare Reiseland erkunden. Somit bekamen wir von den beiden an einem gemütlichen Abend sehr gute Tipps für unsere kommenden Stationen.
Wer übrigens noch außergewöhnliches für Haus & Hof sucht, schaut am besten mal hier, die beiden haben was tolles aufgebaut: http://www.flora-toskana.de 

Den Park verliessen wir wieder auf der Ostseite über den grandiosen 3.031 m hohen TIOGA Pass, vorbei an wunderschönen Seen und Gesteinsformationen. Oftmals war ein WOW dabei!
kleine Wanderung in FlipFlops
Schon schön. Sehr schön!
Nun nur noch ausrollen lassen und Straße (links) runter

Danach machten wir einen kleinen Schlenker gen Norden, ob wohl wir eigentlich auf dem Weg nach Süden waren.
Hier standen wir vor dem wirklich schönen Mono Lake, er ist ein Natronsee, der also sowohl besonders alkalisch als auch besonders salzhaltig ist. Aus dem Einzugsgebiet des Sees wird Trinkwasser in eine über 520 km lange Wasserleitung abgeführt, die die Stadt Los Angeles versorgt. Unglaublich, so mitten in der Einsamkeit.

Die charakteristischen Kalktuff-Gebilde an den Seeufern entstehen unter Wasser, die heute sichtbaren wurden erst durch die Absenkung des Wasserspiegels freigelegt. Quellen transportieren Wasser mit gelöstem Calciumcarbonat aus den umliegenden Bergen und treten im See aus. Ein weiteres Mineral am Mono Lake ist Hazenit. Das biogene Phosphat wird in Algen des Sees gebildet, die an den Kalktuff-Säulen wachsen und wurden bisher an keinem anderen Ort gefunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mono_Lake
Tuffsteingebilde

Weiter ging es durch die HEISSE Einsamkeit in eine echte Geisterstadt.
Die letzte dieser Einrichtung hatten wir in Chile gesehen. Heute ging es nach "Bodie", natürlich pünktlich zur extremen Mittagshitze. Über Südamerikanisch-angehauchte Schotterstrassen erreichten wir die Stadt, welche wirklich einige schöne Fotomotive und kaum touristische Einrichtungen besitzt.

Clemens der sich mit dem handlichen Mühlrad vom Sombrero, den wir natürlich in Mexico kaufen mussten, vor der Hitze schütze war ebenfalls bei den Fotografen als Motiv sehr beliebt.

Bodie ist eine Geisterstadt und liegt an der Grenze zu Nevada. Sie  entstand nach 1859 als Goldgräbersiedlung und wurde in den 1930er Jahren aufgegeben.
Die meisten Häuser sind verschlossen, aber durch die Fenster kann man sehen, dass vieles stehen und liegen gelassen wurde…“bloss weg“.
Hier mehr Infos:  http://de.wikipedia.org/wiki/Bodie
"ich dreh man ne Runde um den Block"
Tankstelle

Danach pesten wir den Highway 395 bis zu der Kleinstadt Mammoth Lakes, einem beliebten Wintersportort im Mono County in Kalifornien im Tal des Mammoth Creek an der Ostflanke der Sierra Nevada.
Die Landschaft und Umgebung, mit ist auch hier wunderschön, abends eher schattig im Wald und wir saßen am Lagerfeuer und genossen die Ruhe.
Anfahrt auf den "Obsidian Dome"
ein ca. 25 meter hoher, erkalteter Lavastrom, auf dem man rumkrachseln kann

Einen wunderschönen Platz zum Schlafen  fanden wir an den Twin Lakes und morgens ging es zu dem National Monument „Devils Postpile“ (Scheiterhaufen des Teufels), eine Steinformation, bzw. ein pittoresker geologischer Aufschluss aus Säulenbasalt. Sehr imposant anzusehen.
Morgen-Idylle
So sehen die Streine des Devils PP aus. Gruss an alle Rudolf Steiner Fans
Wanderung um und auf dem Scheiterhaufen

Bevor wir uns ins DEATH VALLEY verabschiedenden, landeten wir in „Lone Pine“, eine Bilderbuchstadt mit 1.655 Einwohnern im Inyo County, noch in Kalifornien auf einer Höhe von 1.136 m unter der Ostflanke der Sierra Nevada am Fuße des 4.418 m hohen Mount Whitney, dem höchsten Berg der USA außerhalb Alaskas.
Heute mal ein gesunder Burger
Switzerland meets Austria & Germany
Autsch.
Kai Pflaume ist auch hier mit seinem LOVE Mobil on Tour
Saloon in Lone Pine
 Hier liegen auch die Alabama Hills, wo man freien Zutritt hat und sogar frei campen darf.

Berühmt sind die Alabama Hills für bizarre, orangefarbene Granitfelsbögen. Sie dienten zahlreichen Westernfilme als Drehort. Zwei Hauptgesteinsarten liegen an der Oberfläche der Alabama Hills. Die eine Sorte ist ein graubraun verwittertes oranges metamorphes Gestein, das 150–200 Millionen Jahre alt ist. Die andere dort aufzufindende Gesteinssorte ist 90 Millionen Jahre alter Granit, der zu kartoffelförmigen, großen Felsbrocken verwittert, die dann auf Grund der Sphäroiden Verwitterung oft als einzelner Stein in der Landschaft stehen.
Gedreht wurden diese: 
http://www.eugenecarsey.com/camp/alabamahills/movies.htm
Wir 3 Zottis!
Chill-Out und Sightseeing
Abends drehten wir natürlich eine Runde durch die örtlichen Saloons.

Bei Steak, Bier und Whisky liessen wir die vergangegen Tage Revue passieren und stimmten uns auf die kommenden Tage im Tal des Todes – dem Death Valley ein.

Deutschland & Niedersachsen in der Westernstadt
alte Bekannte
St. Pauli im Wilden Westen
Yeah, „HOWDY“, wir sind Cowboys :)
gefahrenen Strecke von Yosemite bis Lone Pine

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