30.06.2012

26.06.2012 freundliche Überraschung / Kolumbien

Zugegeben, ein bisschen Muffe vor der Reise durch dieses Land im eigenen Auto hatte ich schon. Clemens hatte maximal etwas Respekt, da er das Land und seine Bewohner schon vor Jahren kennen – und lieben gelernt hatte. Ich hatte von Reisenden nur positives Feedback zum Thema Land und Leute gehört, natürlich unter Einhaltung der normalen „Sicherheitsbestimmungen“.

Leider hatten wir nur knapp 4 Wochen Zeit, dieses wunderbare und vor allem grüne Land zu bereisen.

Aufgrund dessen haben wir einige schöne Dinge, wie die im Osten liegende Landschaft und Städte noch nicht besucht.


Die Kolumbianer sind ein sehr freundliches Volk. Sehr interessiert und neugierig. Großstädte sind modern, schick und extrem besiedelt, auf dem Land und in Dörfern herrscht meist ein schlechter Zustand und man lebt in armen Verhältnissen. Der Gegensatz von arm und reich liegt in diesem Land sehr nah beieinander, so meine Meinung.

Man merkt, dass viele Menschen das Land nach vorne bringen wollen, das Land was einen schlechten Ruf hat. Jeder verbindet mit dem Land: Drogen, Kriminalität und Korruption. Das alles findet auch statt.

Viele Menschen möchten etwas verändern und es wird viel unternommen. Drogenkontrollen sind obligatorisch, Bewachung und Militär gehören zum Alltag.

Bevor unser Auto in den Container verladen wurde, wurde das gesamte Auto, jede Schublade, jede Socke, jedes Buch begutachtet…erst von einer Mitarbeiterin der Polizei, danach von Linda, dem in Deutschland ausgebildeten Drogenspürhund. Mit Drogen will das Land nicht mehr in Verbindung gebracht werden. (was bei 10,00 US/Gramm Koks nicht so einfach ist…denn das Drogengeschäft läuft wohl noch immer spitzenmässig…so Insider.)

Von der Kriminalität haben wir glücklicher Weise nichts mitbekommen, haben aber auch schlauer weise nicht danach gesucht. Man sollte sich trotz gutem Gefühl an gewisse Spielregeln halten, wenn man z.B. von Polizeikontrollen ermahnt wird, dass man noch auf der Strasse ist oder sich in gewissen Viertel oder Gegenden aufhält, die man meiden sollte. Manche Touristen hören und denken weniger und geraten dann in Situationen die man niemanden wünscht. Journalisten die sich in abgeschiedene Gebiete einschleichen um ne schicke Story über die Paramilitär oder die Guerilla zu schreiben und sich wundern, dass man auf schnüffelnde Schreiberlinge in Militärklamotte keine Lust hat.
Dann passieren Geschichten, die man der Presse entnehmen kann.
Die Guerilla kann mit Touristen eigentlich nichts anfangen. Zu klein ist der Fisch. Lieber sind ihnen "gestopfte" Einheimische, da gibt es mehr zu holen.

Natürlich ist es ein komisches Gefühl zu wissen, dass diese kriminellen und Gruppen im Land sind und nach wie vor Menschen quälen und töten. Kolumbien scheint im Wandel, viele machen mit, sind aktiv und WOLLEN was verändern.

Menschlich und landschaftlich ist das Land für uns wirklich ein Highlight…wenn auch landschaftlich nicht so vielseitig wie die anderen Länder. Aber auch  kulinarisch reiht sich das Land bei uns recht weit oben ein ;)) Endlich wieder gute Grillrestaurants und richtig gute Pizza!
...sowie meist hübsche Frauen und gut aussehende Männer.  ;)
Willkommen in Italien
Wir sind froh, dass wir hier gewesen sind und hoffen darauf, eines Tages den Rest des Landes erkunden zu können…wir hoffen, dass viele Reisende sich selber ein Bild von Kolumbien machen und sich nicht von Berichten abschrecken lassen.

Überzeugt Euch selbst, Kolumbien kann richtig was! Doppeldaumen hoch!

So, nun schliessen wir endgültig das Kapitel Südamerika und schauen auf exakt 48.575 gefahrene Kilometer in 9 Ländern, an 190 Übernachtungsplätzen inkl. 24 Grenzübertritte, zurück.

Mannometer war das eine geniale, fantastische, oft atemberaubende und sehr abwechslungsreiche Zeit. Danke dafür, Du schöner Kontinent!


Durch Zufall bemerkten wir, dass wir auf diesem Kontinent exakt 365 Tage on Tour waren, denn nach unser Container-Reise-Verschnaufpause in Buenos Aires waren wir am 28.06. mit dem Auto gestartet...
1 Jahr später stiegen wir erneut auf ein Schiff.

Bitte alle einsteigen, next Stop:

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

sehr schön, weiter so! einmal um die Welt!!

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