16.04.2012

13.04.2012 Máncora & Zorritos / Peru

Wir hangelten uns an der Küste entlang gen Norden. Wüste und Steppe begleiteten uns. Zwischendrin „erhaschten“ wir einen Blick auf den blitzeblauben Pazifik. Viele kleine Orte, bzw. Siedlungen mit sehr, sehr einfachen Häusern - um nicht zu sagen arm- standen am Wegesrand der Panam.
Der angepriesene „Geheimtipp“ Máncora erwies sich als kleines, aber inzwischen sehr touristisches Highlight für Ausländer und Einheimische. Kein Geheimnis.
Dennoch war es nett und überschaulich und hatte einen wunderbaren Strand.

Es gibt ca. 13.000 Einwohner und es ist wohl das ideale Surfrevier, denn hier befinden sich die besten „linksdrehenden“ (?) Wellen des Landes…yeah, hang loose!
Das Tor zum Paradies
Zottibrot mit Butter und Salz.
Naja und köstlichem Torrontes/Weisswein aus Argentinien
Die Küste entlang waren weisse Strände zu finden, mit schicken, topmodernen Hotels. Überall schauten wir nach einem geeigneten Campingplatz oder ein/e Appartement/Cabaňa mit Küche. Beides ist in Peru eher Mangelware. Nach langer Suche fanden wir ein kleines Appartement sogar in erster Reihe mit Meeranschluss. Zwar hatten wir aufgrund der etwas alten und rustikalen Bauweise Untermieter in Form von Kakerlaken, dennoch genossen wir es. 
Das Wetter war nach wie vor spitzenmässig mit über 30 Grad und die Sonnenuntergänge einfach fantastisch. Neben kochen und Brot backen machten wir einen Abstecher ins Dorf.  Nämlich zu Angela aus Oberösterreich. Sie betreibt seit 12 Jahren dort ein vegetarisches Restaurant und nun noch eine Yogaschule. Schau an. Sachen gibt es
Kneipe mit Galerie und selbstgebauten Möbeln
Salute, alles Gute!
mit Kreativität ist alles möglich!
Neuer Art von Hunden!
Hässliche Hunde wie diese gibt es hier öfter.
Ohne Haare, bzw Fell
...neue Art von Kaktus...
...neue Art von (peruanischem) Tisch...
In Hannover ist er  handelsüblich zu erwerben.
...neue Art Pisco Sour.
Pisco Sour con Maracuja.
EXTREM köstlich!
Ausblick am Morgen
Ausblick am Abend
Unseren letzten Stopp in Peru vor Grenzübertritt wollten wir nähe TUMBES machen. In ZORRITOS sollte es ebenfalls tolle Strände geben. Aber auch hier war die passende Bleibe nicht einfach zu finden.
Es gab einen Campingplatz an der Panam bei km 1235, der war allerdings überfüllt von Mensch und Mücken.
Nördlich von ZORRITOS sahen wir DEN Strand der Strände. Menschenleer, weisser Sand und Palmen. Das musste unser sein, es wäre der krönende Abschluss für knapp 70 Tage in Peru.
Zu diesem Strand gehörte ein Hotel, für welches wir uns dann auch entschieden, da man uns einen netten Rabat gewährte, die Zimmer und die gesamte Anlage mit zu den saubersten in Peru gehörten. Das dazugehörige Restaurant hatte unerwartet köstliche Speisen im Angebot.
Am Mittag stürmten wir den Strand. Es war atemberaubend. Niemand da, alles unser. Ein paar Tagesgäste waren am Hotelpool, der aber war aufgrund der Strandbreite sehr weit weg. Daher war es ruhig und die Welt schien mal wieder gut zu uns zu sein. Auf zwei extra für uns angeschleppten Liegen genossen wir den „FEIERABEND“ ….
alles...
...unser...
Urlaub!
schon schön hier....
Aufgrund der isolierten Lage, sind dort auch kaum, bzw. keine Fussgänger etc. unterwegs. Als wir dann dem SPASS IM NASS frönten und das sauberste Stück Pazifik seit Chile bestiegen und genossen, sahen wir zwei Jugendliche (?) mit einem Fussball am Strand entlang kommen.
Sofort ereilte uns beide der Gedanke, dass diese Situation komisch war, denn vom Meer zum Strand musste man eine kleine Böschung hinauf. Es haben sich aufgrund der Brandung circa 1,5 m Versatz gebildet. Also ein leichtes den Fussball kurz hochzuspielen und an unseren Liegen zu hantieren. Also sprinteten wir aus dem Wasser, Clemens hüpfte den Versatz hoch. Die Jungs sprinteten auch, aber auf mich zu und einer hielt mir eine Pistole vor den Körper, das alles tat er in einen Art „Duck-Haltung, um nicht von der Hotelterrasse gesehen zu werden. Er wollte mich wohl packen und schrie mich an, aber ich machte einen eleganten Satz zurück und schrie zurück. Dann folgte ich Clemens auf die „Höhe“ auf unsere Liegen zu. Packte sicherheitshalber unsere Sachen und schrie erneut. Aber um Hilfe, in allen Sprachen die ich gerade griffbereit hatte. Clemens hatte inzwischen die Hände erhoben und beruhigte den offensichtlich nervösen Buben, der Clemens anhielt MICH doch wieder runter zu schicken…(vermutlich damit ich als Geisel unten warte, während Clemens Geld holen geht..) Das sah Clemens aber überhaupt nicht ein und hielt dem Vogel immer noch die Brust entgegen, solang bis ich ein Stück weg war und Clemens nun anschrie, er möge jetzt endlich abhauen. Es dauert zwar einen kurzen Augenblick, doch dann trafen Hotelgäste und Personal ein…die Jungs schwirrten ab und wir kamen mit einem Schrecken davon. Aber der sass! Hauhaua! Action-Jackson!
Ausser dem Hotelgast fragte bis heute übrigens kaum jemand von der Crew bei uns nach, was war oder wie es uns ergangen ist. Wir erfuhren aber, dass es so was noch nie hier gegeben hat und angeblich hat die Polizei, die 10 Minuten später aufkreuzte, die beiden eingefangen. Die Pistole sei nicht echt gewesen. Warum am Abend dann 2 Sicherheitsbeauftrage mit Stadionstrahlern und 11 Kampfhunden über den Strand schlenderten bleibt ungeklärt.

Die Zottis haben in Zorritos die Räuber in die Flucht geschlagen...bzw. WEG-GESCHRIEN!
Uns geht es gut, wir haben immer noch einen leichten Schock, hoffen aber, das Erlebnis und vor allem die Bilder schnell zu vergessen, um unsere Reise unbeschwert fortführen zu können, denn für uns waren 69 von 70 Tagen in Peru sehr schön, spannend, aufregend und ein grandioses Naturspektakel. Das lassen wir uns doch (hoffentlich) nicht von zwei „Möchtegern Räubern“ versauen! Think positive!
Am 17.04. verlassen wir Peru via Grenze Tumbes und besuchen eine neue, spannende Welt: ECUADOR!
Negritos via Máncora bis Zorritos 165 km

2 Kommentare:

Chris v. D. hat gesagt…

Alter Schwede - Ihr macht Sachen! Aber Ihr kennt ja den Spruch "Du bist nur ein Superheld, wenn Du Dich für super hältst". Viel Spass weiterhin! :-)

sandra janssen hat gesagt…

gibts doch gar nicht!!! weiß zwar nicht, ob es in einer solchen situation schlau ist, sich zu widersetzen aber ich war ja auch nicht dabei - vermutlich wäre ich auch eher zur wildsau mutiert...;) hoffe, ihr habt den schrecken bald überwunden und genießt die kommende zeit!!!

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