Als wir anfingen die Autos auf das angrenzende Panton/Barke über zwei Holzlatten zu manövrieren, entdeckten wir zwei neue Gesichter grinsend am Uferrand. Wera mit W und Friso aus Cuxhaven. Mit ihrem Mercedes "Sprinterli" wollten sie ebenfalls den Seeweg des Pantanal erkunden und waren durch Zufall am Abend davor hier gelandet. Da Friso gebürtiger Brasilianer ist, klappte die Verständigung beim Einweisen der Autos. Auch Super-Clemens bugsierte unseren Lord Höördie auf die Barke, die sonst meist Rinder transportiert...
Nach gut 3-4 Stunden war die Barke voll. Neben den 3 Autos fanden sich Baumaterialien, ca. 20 x 200 Liter Dieselfässer und andere Dinge auf der Barke. Wir hatten gerade noch Platz unser Auto von hinten zu öffnen...denn wir entschieden, die zwei Tage im Auto zu schlafen.
Gegen 20:00 legten wir ab. 360 Kilometer Flussfahrt lagen vor uns...auf einem Versorgungsschiff für diejenigen, die in der Pampa lebten. Die Leute an Bord waren in Corumbá zu Besuch oder beim Arzt gewesen und waren nun auf dem Weg nach Hause...
Der morgen begann um 6:30. Durch unsere Bullaugen sahen wir schon die Farben des Sonnenaufgangs und hörten, dass der Schiffsalltag schon im vollen Gange war. Die Crew (5 Personen inkl. Koch) wuselten und räumten. Beluden das Beiboot und lieferten an kleinen Häusschen am Uferrand die bestellten Waren aus. Das Spiel ging bis spät in die Nacht. Wie man dort eine "Adresse" findet war uns schleierhaft...denn das Boot hatte keine wirkliche Technik an Bord. Grad mal einen Funk. Die Besatzung sagte, dass man es halt irgendwann weiss... im Dunkeln war die Sache allerdings schon schwieriger, aber auch das packten sie.
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| Unser Schiff mit Barke... |
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| Hängemattenhausen |
Die meisten Mitreisenden verbrachten die Zeit in ihren Hängematten und liessen sich nicht häufig blicken. Wir 6 hingegen hatten eine Menge zu ratschen...Wera und Friso waren schon über 11 Monate unterwegs und genossen ihre Hochzeitsreise. Ende des Jahres sollte es (ggf) zurück in den Norden Deutschlands gehen.
Zwischendrin gab es Essen, welches frisch und lecker zubereitet wurde. Die Küche war übrigens der sauberste Ort auf dem Schiff, was uns freudig stimmte.
Die Flussfahrt war atemberaubend. Die Natur unberührt und einzigartig, Tiere tummelten sich am Uferrand. Was es doch ausmachte, dass hier nicht so oft jemand vorbei kam...alles so schön und friedlich.
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| Waschweiber |
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| Friso in Action |
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| Die Zottis 1.0 |
Das 2. Frühstück gab es So. morgen "im Ort" in dem wir morgens schon kurz festmachten um Waren und einige Passagiere auszuladen...natürlich lief am Uferrand schon ein Grill...
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| Das "Pantanal-Rind" ist eher dürr... |
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| Moin Welt, ich bin wach! |
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| unser neuer Passagier |
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| bei der Arbeit |
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| Piranha |
Schliesslich hatten wir unsere 3 Fahrzeuge auf dem Strand stehen.
Der Ort besteht aus einem Hotel, welches für eine Nacht 600 US Dollar / Person aufruft, allerdings kein 5***** ist und einem Campingplatz der laut und dreckig und teuer ist. Die Wahl war nicht schwer. Wir campten zu sechst in freier Wildbahn. Nämlich da, wo wir gelandet waren. Andrea und Thomas bekamen ein Zelt und der Rest in seinen Autos. Am Lagerfeuer bei Rotwein liessen wir die letzten Tage (und Monate) Revue passieren und quatschten bis in die Nacht.
| We did it! |
| Friso, Tina, Clemens, Andrea, Thomas ( v L n R) Foto by Wera |
Die Tranpantaneira lag genau vor uns!
...ob wir hier endlich den Jaguar treffen würden?




























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