30.07.2011

24.07.2011 Aquidauna / Brasilien

Bis wir die „Fazenda 23 de março“ erreichten, kämpften wir uns über 40 km Schotterpiste. Umgeben vom Sumpf sahen wir die ersten Tiere am Wegesrand. Fazendas liegen weit ab vom Schuss. Man öffnet und schliesst auf dem Weg dahin etliche Tore und denkt an jeder Ecke „nun sind wir aber da“…dann folgt meist ein Schild, mit der Angabe der noch ausstehenden Kilometer…
größte Storchart Südamerikas
Jabiru (140cm)
Fazenda 23. März > Inhabergeführt

Auf einer Fazenda unternimmt man täglich verschiedene Touren um so die Gegend und das Leben kennenzulernen. Unsere erste Fazenda war relativ klein. 10 Gäste waren dort. Zum Mittagessen trafen wir ein...klar. Das Rind lag schon auf dem Grill….man isst mit den anderen Gästen gemeinsam und macht danach erst mal eine kleine Siesta. Gegen 15:00 sollte es dann weitergehen. Morgens startet man mit Frühstück um 7:00. Also kein gemütlicher Urlaub, sondern Programm und Animation.

Mit unsere Guide "Claudio" sowie dem extra angereistem Dolmetscher wanderten wir durch die Gegend. Flora und Fauna waren sehr interessant. Diese Gegend hat viele Tiere.
Vögel ohne Ende und der Teich hinter dem Haus bot uns unzählige Caimane und Wasserschweine/Capybaras…beide hatten eine stattliche Grösse und liessen uns nah an sich heran.
Diese Caimane werden nur 2,5m gross.

Es kam der Tag, den ich nie vergessen werde:
Morgens sollte es auf einem Pferd durch die Gegend gehen, am Nachmittag zum Angeln. Hurra. Das sind ja genau meine Hobbies.
Aber: ich tat es. Ich glaube das Erste (oder Zweite) Mal in meinem Leben. Pferde sind nicht so mein Fall. Aber dieses streichelte ich sogar zum Abschied und auf dem Pferd war es sogar echt schön. Teilweise im Trab durchquerten wir Wiesen und Sumpf, Wälder uns Steppen.
Sahen dabei immer wieder bunte Vögel und andere Tiere…sogar eine dicke Wildsau mit ihren vier kleinen über die Wiese hoppeln.
Euphorie pur...
Österreichisches Reittalent
Unser persönlicher Cowboy
Yiehhaaaa!
...geht doch!
Lucky C. an Jolly Jumper
geschafft! Beide happy!
Der See zum Angeln war voller Caimane, die sich irgendwie als angriffslustig erwiesen und ab und zu aus dem Wasser kamen. Dennoch liessen wir uns nicht abschrecken und gingen mutig ans Werk.

Für die „Statistik“ und das laibliche wohl der anderen angelte ich auch und holte drei „grosse“ Fische an Land. Auch angelte ich das zweite Mal in meinem Leben...

Clemens fischte gleich fast ein ganzes Dutzend…und nahm die Dinger selber vom Haken.
Der Fisch war zwar kein Piranha hatte aber auch Zähne…

Echte Cowboys
Abends kam weiterer Besuch. Ein kleiner Tapir mit Glocke kam zum Abendessen.
Als Baby wurde seine Mutter von einem Jaguar getötet. Nun schützt die Fazenda ihn mit der Glocke. Er lebt in der Natur, kommt aber jeden Abend um seinen Topf Milch und eine Hand voll Mandarine in Empfang zu nehmen. Auch ihn muss ich mitnehmen...ebenfalls einTukan und ein Wasserschein…wird langsam eng im Auto…
http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelamerikanischer_Tapir

Sicherheitsvorkehrungen bei der Nachtsafari


Das Leben auf der Fazenda ist schön. Zwar sehr abseits, doch lernt man viel über die Gegend, das Leben, die Flora und Fauna. Nun ging es für uns zur Nächsten Farm. Ca. 120 Km. Weiter Nord-Westlich sollte es noch SUMPFIGER sein, daher wohl auch mehr Tiere an der Front…
Vogelnest mit 2 Appartements 1 x Damen, 1 x Herren...
http://de.wikipedia.org/wiki/Riesentukan


Die meisten Fazendas leben von der Viehzucht und machen das Touristengeschäft nur nebenher. Diese Fazenda hat über 2.500 Rinder. Die gesamte Verwaltung tätigen die Söhne aus Sao Paolo. Wichtig ist, dass man (niemals) unangemeldet erscheint. Eine Reservierung bzw. Ankündigung ist unerlässlich.

Wir haben schon schreckliche Geschichten darüber gehört, wenn man einfach auf einem Stück Land /Grundstück stehenbleibt...und meint, man könne dort campen.

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