30.07.2011

22.07.2011 Miranda / Brasilien

Durch eine Empfehlung hatten wir den Weg zu Mirjam in der Nähe des Ortes Miranda gefunden. Mirjam ist Schweizerin, seit 5 Jahren lebt sie dort da sie inzwischen mit einem Einheimischen „Indio“ verheiratet ist, Touren durch das gesamte Pantanal organisiert und eine kleine Ranch mit Zimmern betreibt.

Wir kündigten uns mit Andrea und Thomas für den Nachmittag an.
In Bonito trafen wir noch alte Bekannte: Michele und Kurt, mit denen wir ja auf dem Schiff herkamen. Sie kamen gerade aus dem Pantanal und waren nun in Bonito. Wir tauschten jede Menge Infos aus und quatschten über aktuelle Geschehnisse.
Die Begrüssung bei Mirjam erfolgte durch Hund und Papagei. Ein blauer Macaw hüpfte freudig auf und ab und war – offensichtlich - sehr zutraulich.

Der Weg nach Miranda...
...führt durch Baustellen
schön Abstand halten...
Ein junger Mann teilte uns mit, dass Mirjam nicht da sei und erst am Abend wiederkäme….
War das jetzt gut oder schlecht? Hatte sie meine Email nicht bekommen? Wir schauten uns das Haus mit 4 Gästezimmern, Bad und Küche an. Alles frei alles fein.

Da wir uns laut der Infos auf den herumfliegenden Flyern hier „wohl fühlen“ sollten, taten wir das auch uns zogen ein…kochten die obligatorische Wochenend-Bolognese und kreierten Paolos Caipi.

Als Mirjam kam war auch alles fein. Wir wurden herzlich begrüsst und am nächsten Morgen mit einem klasse Frühstück geweckt. Wir besprachen mit Ihr unsere Möglichkeiten, so spontan in der Hochsaison in diesem Gebiet. Unser Wunsch, ein paar Tage mit Ihrem Mann auf einem Schiff durch die Gegend und das Unterholz zu düsen, klappte leider nicht, da Marcello unterwegs war.
Aber sie schaffte es, uns zwei verschiedene Unterkünfte und Programme zusammenzustellen. Die Zeit bis zu unsere Abreise verbrachten wir mit die Gegend zu erkunden. Der Toco Tucan liess sich in der Region des Öfteren blicken und wurde schon fast zu meinem Lieblingsvogel. Papageien, Riesenratten sowie Kapuzineraffen fanden wir ebenfalls.
Das erste Naherlebnis mit einem Caiman hatten wir auch. Mirjam zog einen auf, der in einem Ei vor Monaten über die Strasse schwamm. Er ist geschlüpft und pudelwohl. Inzwischen 3 Monate alt und ca. 15-20 cm gross.


Dann aber machten uns auf in die Tiefen des Pantanal…

Das Pantanal im Juli zu bereisen ist besonders beliebt, wenn man Tiere sehen möchte.
Die trockene Zeit – meistens- bringt die Tiere zum Vorschein. In der Regenzeit ist die gesamte Region überflutet und leuchtet in saftigen Farben.
Tierbedingt sei aber nun ein guter Zeitpunkt…

Das Pantanal (portugiesisch für Sumpf) ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde. Obwohl das artenreiche Feuchtbiotop unter Naturschutz gestellt und seit 2000 zum Welterbe durch die UNESCO erklärt
Mit etwa 230.000 km² Fläche ist das Pantanal fast genauso groß wie die Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung. Es liegt durchschnittlich nur knapp 95 m über dem Meeresspiegel.
Es ist möglich die Gegend durch die lokalen Fazendas/Farmen kennenzulernen. Diese Farmen bieten teilweise Übernachtungsmöglichkeiten an und sind im südlichen Teil des Pantanal meistens nur mit Flugzeugen / Helicpoter erreichbar, während im nördlichen Teil die Transpantaneira als einzige Straße mitten in das Gebiet führt.
Da wir uns in der Trockenzeit befanden, liessen wir unsern Helicopter im Stall…und schaukelten mit Lord Höördie über die staubigen Strassen…

Die Ameisenhaufen sind hier grösser, ca. 1,00-160 cm hoch

Head-Nuts
hier entstehen die neuen Ronaldinhos

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