Nun machten wir Kultur und begutachten 3 Museen in der Stadt.
Hervorzuheben ist lediglich das Gefängnismuseum / Museo del Presidio.
Die Geschichte der Strafanstalten auf Feuerland beginnt gegen Ende des XIX. Jahrhunderts mit der Eröffnung des Militärgefängnisses. Dieses wurde auf den Inseln der Staaten, in San Juan de Salvamento, und später in Puerto Cook betrieben
Zuerst war es ein Gefängnis für Wiederholungstäter, die erste Gruppe Insassen kommt im Jahre 1896, jedoch später wurden auch Hochkriminelle mit lebenslangen oder sehr langen Haftstrafen dort eingesperrt.
Später, im Jahre 1902, wurde das Gefängnis aus humanen Gründen in die Stadt Ushuaia verlegt. Es wurde von den Gefangenen selbst errichtet, welche 18 Jahre dafür brauchten.
In den 380 Einzelzellen der fünf Häuser wurden zu Hochzeiten zwischen 600 und 800 Gefangene untergebracht.
Heutzutage ist das Gebäude Sitz mehrerer Museen für Kriminologie und Schifffahrt in den südlichen Meeren. So befindet sich dort das "Museo Policial" (Polizeimuseum), das "Museo Antártico" (Antartikmuseum), das "Museo Marítimo" (Seefahrtsmuseum) und das "Museo Penitenciario y Cárceles del Mundo" (Gefängnismuseum und Gefängnisse der Welt).
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| MS Desdemona aus HH |
Die Anreise durch die alten Wälder und Moorlandschaften war wieder toll. Was für Farben! Hier sahen viele von Flechten befallene Bäume (tun aber nichts) und auch unseren ersten „Flaggen-Baum / Flag Tree“. Hier pfiff es wirklich wie Hechtsuppe.
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| Flag-Tree |
In England wurde 1844/5 unter einer Brücke ein Findelkind gefunden. Da auf seinem Gewandt ein T sichtbar war, wurde das Kind Thomas Bridges (Bridges=Brücken) genannt und wurde von einem Missionar-Ehepaar adoptiert. Im Alter von 13 Jahren zog die Missionars-Familie auf die Falklandinseln (nähe Feuerland) um mit dein Eingeborenen zusammenzuarbeiten. Thomas erlernte leicht die Eingeborenensprache Yahgan. Mit 21 Jahren gründete er die Mission in Ushuaia und war der erste Europäer, der erfolgreich in Feuerland lebte. Unter anderem erarbeitet Thomas ein Wörterbuch, Yahgan / Englisch. Da nur noch sehr wenige Ureinwohner von Feuerland leben, ist dieses Wörterbuch das einzige übrig gebliebene sprachliche Zeugnis. Als er sein 40stes Altersjahr hinter sich hatte, gelangte er mit der Bitte, Land für sich und seine Familie zu erhalten an den Argentinischen Kongress (Präsident Roca). Er bekam ein schönes Landstück (20'000 HA) und nannte es nach dem Herkunftsort seiner Frau, Harberton (GB). Thomas lies in England ein Haus bauen, dies wieder Stück für Stück abbauen, die Teile nummerieren, und verschiffte es nach Feuerland. Somit kam wohl das erste Fertighaus nach Südamerika. Despard, eines seiner fünf Kinder, baute selber Boote. Eines, Baujahr 1901 und bis 1960 in Betrieb, kann immer noch besichtigen werden und ist noch in erstaunlich gutem Zustand. Despard und sein Bruder Lucas hielten sich mit Bootsrennen fit. Sie traten gegen die Marine und gegen die Matrosen vieler Segler, die vorbeikamen an. Die Estancia hielt Schafe und verdiente mit der Wolle ihr Geld. Da der Wollpreis vor einigen Jahren in den Keller gesunken ist und sich nicht mehr erholt hat, hat auch die Estancia Harberton mit der Schafzucht aufgehört und lebt nun vom Tourismus. Der heutige Besitzer der Estancia Harberton, Thomas Goodall, gehört zu vierten Generation der Bridges Familie und lebt wie seine Vorfahren auf der Estancia.
Man führte uns auch durch die Werkstätten und ehemaligen Scherstationen. Der Garten blühte voller bunter Blumen, die allerdings damals aus England ihren Weg hier her fanden und nicht „feuerländischer“ Natur sind. Im Dezember wird es erst spät am Tag Dunkel. Genauer gesagt um 23:00. Dadurch werden die Früchte im angelegten Garten weit aus süsser. Auch uns war schon aufgefallen, dass es in der Region verhältnismäßig lange hell war.
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| Hof von Harberton |
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| Köstlichkeiten im "Teehaus" |
Es zeigt ca. 2.200 Arten der Unterwasserwelt und 2.000 Arten von Vögeln und Pinguinen. In der ersten Abteilung des Museums hebt sich die Sammlung vollständiger Skelette südlicher Vögel wie Kondoren, Kormorane, Arktische Pinguine, Enten und Möwen hervor. Auch wird eine große Zahl von Skeletten von Orkawalen, dem seltenen Hektordelfin (eines der sieben Exemplare, die auf der Welt ausgestellt werden) und der glatte Delfin, der keine Rückenflosse besitzt und einer der schnellsten Schwimmer ist…
Ebenfalls war auf dem Gelände ein Museum zu finden. Das „MUSEUM ACATUSHÚN“
Es zeigt ca. 2.200 Arten der Unterwasserwelt und 2.000 Arten von Vögeln und Pinguinen. In der ersten Abteilung des Museums hebt sich die Sammlung vollständiger Skelette südlicher Vögel wie Kondoren, Kormorane, Arktische Pinguine, Enten und Möwen hervor. Auch wird eine große Zahl von Skeletten von Orkawalen, dem seltenen Hektordelfin (eines der sieben Exemplare, die auf der Welt ausgestellt werden) und der glatte Delfin, der keine Rückenflosse besitzt und einer der schnellsten Schwimmer ist…
Das Museum wurde von Natalie Prosser-Goodall (Ehefrau eines Familienmitglieds) auf die Beine gestellt. Es war mehr als beeindruckend, wie liebevoll und interessant es hergerichtet war. Sie wohnt noch heute auf dem Gelände und erfreut sich über Besucher.
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| Der Twistet Tree eignet sich zum bestens Bootbau |
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| ...und so wächst er in der Natur |
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| Hat der was mit Essen zu tun? |
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| Indian Bread |
Somit suchten wir uns ein schmuckes Plätzchen; merkten allerdings früh, dass wir die einzigen waren die sich registriert hatten. Es war Samstag und anscheinend ist es der Camping-Samstag für die auf Feuerlandlebenden Argentinier.
Die Campingareale waren überfüllt und somit nisteten wir uns an einer Lagune namens Victoria ein.
Es hätte so schön sein können. War es auch. Anfangs.
Fuego-Clemens war behände mit der Holzsuche und beim Stapeln von Ästen und Scheiten und errichtete ein Feuer vom Feinsten für seine Frau. Sie hatte in der Zeit frischen Salat und warme Speisen zubereitet. Man blickte auf die Lagune und die dahinterliegenden Berge, erfreute sich an der herumfliegenden und tollenden Fauna.
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| Wahrend sich Clemens um das Feuer kümmert... |
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| ...kümmere ich mich um unsere Gäste! (Sah erst am nächsten Tag, auf dem Foto, WAS da sass...) |
Die Kinder pesten mit Mini-Quads durch die Gegend. Ziemlich cool.
(Warum hatte ich als Kind eigentlich kein Mini-Quad?)
Die Quads waren laut und das Geräusch Nerv tötend.
(Deshalb hatte ich als Kind wohl kein Mini-Quad…)
Dann qualmte es. Clemens` Feuer wirkte so klein, als wir durch die Büsche den „Scheiterhaufen“ der anderen sahen.
Die Musik lief die ganze Nacht. Bis 5:00 Uhr.
Als wir um 8:00 aufstanden, war es heiss und sonnig. Was man uns immer wegen des schlechten Wetters „gewarnt“ hatte…
Es war auch ruhig. Wir genossen das Frühstück in der Stille.
Bis um 9:00 die Musik wieder dröhnte. Dann wurden die Quads gestartet…und dann kamen weitere Autos. Mit Menschen. Sie gingen alle auf Holzsuche.
Und bald qualmte der gesamte Wald.
Auch hier gab es den ASADO-Sonntag.
Wir düsten weiter.






































































