12.08.2012

08.08.2012 Tikal / Guatemala

Nach nur 145 km in 2,5 Stunden, bei Hitze und weiteren Regengüssen, erreichten wir die bedeutende Maya-Stätte TIKAL, welche in einem Nationalpark liegt. Ab 15:00 kann man bereits mit dem Ticket für den darauffolgenden Tag auf das Gelände, auf dem sich nach weiteren 20 km Fahrt durch den Regenwald die Ruinen, drei Hotels, wenige Restaurants und Souvenirlädchen sowie ein Campingplatz befinden. Alles nett gemacht. Nicht zu touristisch und was wir nett fanden: unaufdringlich. Auf jeden Fall uns gegenüber.  
♥  love

nach den Regengüsser den Vortage stehen "Vorgärten" unter Wasser 

Hier ist die Touri-Info eher schlicht ausgefallen
YOU BREAK-YOU PAY. Strenge Ansage im Souvenirladen
auf alles/alle vorbereitet
Poptún bis Tikal ca. 145 km

Die antike Stadt der Maya liegt in den Regenwäldern des Petén im nördlichen Guatemala. Sie war eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und ist eine der am besten erforschten Maya-Städte. Die ersten Siedlungsspuren reichen ins frühe 1. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 2. Jahrhundert begann die eigentliche städtische Entwicklung mit der Errichtung von Tempeln, Stelen und Palast-Tempel-Komplexen. 

Im frühen 9. Jahrhundert schwand die Macht von Tikal, die Bautätigkeit hörte auf. Spätestens im 10. Jahrhundert war die Stadt vollständig verlassen. Tikal erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 65 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher über dreitausend Bauten aufweist. 
Viele Gebäude (schätzungsweise an die 10.000 Strukturen, insbesondere in den Außenbereichen) sind noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Man schätzt, dass die Einwohnerzahl des Stadtzentrums auf dem Höhepunkt der Macht in der klassischen Periode (8. Jahrhundert) mindestens 50.000. Menschen betrug und die unmittelbare Agglomeration der Metropole sogar eine Einwohnerzahl von bis zu 200.000 erreicht haben könnte. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Tikal 

Der angrenzende Campingplatz stand zwar unter Wasser, stellte aber für Löördie kein Problem dar. Er liegt wunderbar neben dem Dschungel und nachts hört man allerlei Getier. Schon am Nachmittag konnten in den Nationalpark und tourten auf eigene Faust durch den Dschungel und begutachteten die ersten Ruinen. Uns lief die Suppe, so heiss und schwül war es hier.
Ausländer zahlen 15,00 €, Einheimische 2,50 €   
Campingplatz
Nationalbaum "Ceiba Pentandra Gaertin"
Palmenwedel für ne Grossfamilie
Landestypisch ging es bei uns in den Abend mit BB (Bier&Bohnen)
Ein netter, sehr gut englisch sprechender Guide namens „Abel“ überzeugte uns, früh morgens um 4:00 eine Sonnenaufgang Tour zu buchen. Also stiefelten wir ab 4:00 durch die stockfinstere, extrem schwüle und schweißtreibende Dschungelwelt und hörten lediglich das Geschreie der Brüllaffen, das Gekrächze der Papageien und Vögel. Nach ca. 45 Min. Wanderung stiegen wir gefühlte 220 Stufen zu Tempel Nr. 4 hinauf. Hier warteten bereits weitere Menschengruppen. Alle Nationen waren hier vertreten.
Auffällig: Die Italiener. Lange hatten wir diese Völkchen nur vereinzelt getroffen, hier überstimmten sie sogar die sonst auffälligen Franzosen und Schweizer.

Wir alle waren gespannt, wie sich die Morgenstimmung „entpuppen“ würde und genossen den Blick, von hoch oben über den gesamten Dschungel, wo langsam der Nebel aus den Baumen aufstieg, Ruinenspitzen sich zeigten, Affen schrien, Papageien über uns flogen, die Sonne langsam aufging, die Kälte wich und die Wärme kam….wirklich mystisch und sehr Highlight verdächtig! Eine Stimmung, die einfach nicht wirklich beschreibbar ist und die man definitiv erlebt haben sollte, wenn man diese Ruinen besucht.
 Ab 6:00 füllte sich so langsam das gesamte Gelände, da es ab dann für „alle anderen“ geöffnet war. Dann ist von oben beschriebenem Feeling nichts mehr zu spüren, die Tiere ziehen sich dann zurück, der Tag beginnt.

Die Ruinen sind sehr beeindruckend, wurden sehr hoch gebaut und befinden sich in einem recht guten Zustand, bröckeln hier und da, aber sie sind ja nun schon was älter.
Ruinen mit Dschungelbewuchs
Tempel V aus der Ferne

Wie in Ruinen Copán in Honduras, waren wir auch hier sehr begeistert, hier gefiel es uns allerdings durch Höhe und „Gesamtauftritt“ noch etwas mehr.
Der Preis dafür liegt bei 15,00 € p.P uns ist damit im Bereich des Zumutbaren, bzw. ist es jeden Cent wert.

Was uns leider wieder auffiel, dass es zu dem Eintritt (fast seit Argentinien & Chile) keine Broschüre etc. kostenlos zum Eintritt gibt. Erklärungen auf dem Gelände zu den Ruinen sucht man vergebens.
Dennoch: Mit dem Morgengrauen und anschließender Führung (4:00 – 8:00 / 20,00 € p.P) erhält man einen fantastischen Einblick in die Mayawelt und einen ca. 60% prozentigen Überblick über die Ruinen von Tikal.
Achtung: Highlight, daher drinende Besichtigung bei Guatemala-Besuch empfohlen!

Wir spazierten danach bei sonnigem Wetter noch etwas weiter.
Unvorstellbar, dass noch weitere „Schätze“ vom Dschungel eingenommen und unerforscht sind…
Wir fanden noch ein paar ausser-Ruinen-artige Schätzchen:
aus der Ferne ja ganz niedlich...
eine (noch kleine) Tarantula
Fischertukan
er leuchtet sicherlich im Dunkeln
ihn hörten wir aus der Ferne und somit gings fürs Foto ab ins Gemüse.
Der rotköpfige Königsspecht
Achtung, Gürteltier
da isses auch schon
sie hatte auch ein ACHTUNG Schild, hat leider nichts genützt ;( (wir waren es nicht)
 Danach machten wir uns auf die Weiterreise und steuerten die kleine Grenze „El Ceibo“ an, die ca. 235 km westlich lag…und wir somit Guatemala auf Wiedersehen sagen mussten…dem Land, was mich völlig überrascht hat, obwohl wir relativ kurz nur hier waren. Trotz hoher Armut, sind die Menschen lieb und freundlich, zurückhaltend aber interessiert. Viele in dem Land scheinen auch den Braten gerochen zu haben, dass man mit Tourismus viel Geld verdienen kann. Das macht sich bemerkbar.
It´s cool, man! Je oller desto doller!

Guatemala ist ein Staat in Zentralamerika, im Süden der Halbinsel Yucatán. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Guatemala hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Golf von Honduras, einem Teil des Karibischen Meers, und im Südwesten die Pazifikküste. Der nordöstliche Teil, Petén, ist Tiefland mit fast durchgehendem tropischen Regenwald. 
Im Zentrum Guatemalas liegt das Hochland mit Vulkanen bis zu 4.220 m Höhe. Hier ist auch einer der höchsten Vulkane Mittelamerikas zu finden, der Tajumulco. Mit seinen 4.220 m überragt er das Hochland von Guatemala. 59,4 % der Guatemalteken sind europäischer oder gemischt europäisch-indigener Abstammung. Diese Bevölkerungsgruppe wird lokal anders als in anderen Ländern Mittelamerikas als Ladinos bezeichnet. Der europäische Anteil ist überwiegend spanischer Herkunft. Weitere 40 % der Gesamtbevölkerung sind Indigene, meist aus der Völkergruppe der Maya. Der Rest der Bevölkerung ist asiatischer Abstammung oder zählt zu den Garifuna, an der Karibikküste lebenden Nachkommen der Kariben, von diesen unterworfener Arawak und entflohener und ursprünglich aus Afrika stammender Sklaven der Insel St. Vincent. 
Guatemala hat eine sehr hohe Analphabetenrate von 30 %. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Guatemala 
Orchesterprobe am Strassenrand. Schingarassabum!
 Es wimmelt es hier von Touristen. Die meisten sind ohnehin positiv gestimmt, man fühlt sich sicher. Das Polizeiaufkommen im Land ist im Vergleich zu Nicaragua und Honduras hoch, aber uns hielt man nie an, sondern winkte uns durch.
Bis zu unseren letzten Tag, 5 km vor der Grenze:
Hier gab es einen "Doppelschlag". Erst Militärkontrolle, kurz danach ein Klöhnschnack mit der Polizei. Alles verlief respektvoll, freundlich und nett.
Vermutlich lag es daran, dass die Grenze El Ceibo eine sehr kleine, feine Grenze ist...die wohl gerne zum Schmuggeln von gewissen "Halluzinogenen" genutzt wird.
Auch an der Grenze war man sehr nett und aufmerksam. Da wir die einzigen Touristen waren, kam das Zollmännchen gleich auf uns zu und nahm uns die Arbeit ab.
Während wir ausstempelten übernahm er den Papierkram, sodass wir garnicht so schnell gucken konnten und schon rollten wir ein nach Mexico...und HIER sah die Welt schon anders aus...


In Guatemala hat sich viel getan, so stellte Clemens nach 17 Jahren Abwesenheit fest und wir sind sicher, dass noch mehr getan wird, damit sich das Land weiter als Ziel einer Mittelamerikareise etabliert. Noch ist es günstig und man kann relativ einfach von A nach B kommen, zumal die Hauptstrassen in einem unerwarteten guten Zustand sind.

Wir sind davon überzeugt, dass Guatemala das ZEUG dazu hat, denn auch wir würden jeder Zeit gerne wiederkommen!...es gibt noch vieeeel zu sehen.

Alles GUTE, Guate!

09.08.2012

05.08.2012 Lago de Atitlán / Guatemala

Gut 80 km westlich von Antigua liegt der berühmte LAGO DE ATITLÁN, welchen wir natürlich auch besichtigen und von dessen Schönheit überzeugen wollten.  

Der Lago de Atitlán ist der drittgrößte See in Guatemala, hat eine Fläche von 126 km², ist von Ost nach West ca. 18 km lang und liegt ca. 1560 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist umgeben von den drei Vulkanen Tolimán, Atitlán und San Pedro. Um den See herum liegen kleinere Ansiedlungen, Hotels. Die Anwohner des Sees sind mehrheitlich Indigene (Maya) . 

Die bedeutendste Stadt am Lago de Atitlán ist Panajachel. Der See liegt in einem Krater (Caldera), der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstand. Im Laufe der Zeit ist der Wasserspiegel des Sees angestiegen, da das Tal keinen natürlichen Abfluss hat. Der tiefste Punkt des alten Kraterrandes befindet sich im Südosten bei San Lucas Tolimán. Einheimische aus San Pedro sagen aus, dass der Wasserspiegel in den letzten 10 Jahren um 20 m gefallen ist und nun wieder steigt.
Panajachel
Die Fahrt zum See führte ein Stück über meist gute ausgebaute Strassen, durch kleine Städte und Dörfer, später ging es für uns querfeldein auf Schotterpisten, bis wir bei herrlichem Wetter die Städtchen Panjachel erreichten, welches Clemens nach 17 Jahren nicht mehr wiedererkannte. Hier gibt es nun ein paar Hotels, Restaurants und einen erstaunlich gut ausgestatteten kleinen Supermarkt.
EU Landy
liebevoll wie in einer Puppenstube
aber über die Auswahl waren wir begeistert
Im Garten und Poolbereichs des Hotels „Vision Azul“ darf gecampt werden, WC und Duschen sind zwar eher rustikal, aber „machbar.“
Der Ausblick auf den See und die zwei Kegelförmigen Vulkane ist genial. Am See sind eigentlich Puma heimisch, aber leider kam uns keiner besuchen. Das Wetter hier versprach trocken zu bleiben. Sofort richteten wir uns häuslich ein und freuten uns endlich wieder auf einen Grillabend mit Ausblick.

Aber es kam noch besser: Ein dunkelblauer Toyota fuhr vor und Thomas stieg aus. Er ist schon seit 2 Jahren unterwegs und bald auf dem Weg nach Südamerika, bevor er noch mit einem Kumpel der ihn besuchen kommt, zurück nach Mexico fährt und von da nach Cartagena verschifft.
Natürlich gab es auch hier eine Menge Austausch, zumal auch wir viele Leute gemeinsam kennen.
http://www.thebluetruck.blogspot.com
schöne Aussichten
endlich Urlaub (und Frisör nach 6 Monaten ;))
Wir genossen einen Grillabend bei köstlichen Fleischspezialitäten und exzellenten Rotweinvorräten aus unseren beiden „mobilen Weinkellern“ und verlängerten schon gedanklich um eine weitere Nacht am See, der einfach einen fantastischen Ausblick und Ruhe bot.
Also feierten wir nochmal Hochzeitstag, in anderer und ebenso toller Atmosphäre.
Wer kann, der kann ;)
Prost, auf uns!
…und natürlich kommt Thomas ursprünglich aus der Schweiz.
 Das aber nur so nebenbei.

Leider mussten wir uns schon von ihm früh um 7:00 verabschieden...

...denn für uns ging die Fahrt erst mal rückwärts, bzw. durch Guatemala City und dann später gen Norden…dort erreichten wir das Städtchen POPTAN, wo wir eine tolle Anlaufstelle hatten.
Die Fahrt dorthin war extrem lang und dazu extrem heiss.
Das Leben ohne Klimaanlage
Die Finca Ixobel ist ein landwirtschaftliches Anwesen, welches gleichzeitig als Restaurant, Gästehaus und Campingplatz dient. Die Finca befindet sich im in einem Nadelwald, umgeben von Dschungel und liegt sie zu Füssen der Maya Berge. Das Essen hier ist absolut fantastisch und die Portionen und Preise ebenfalls.
auch den hätte ich am liebsten eingepackt...
www.fincaixobel.com
Nach einem Stundenlagen Unwetter am Abend, welches man als Hurrikane Ernestos Ankunft in Guatemala einstufte, sah der Morgen darauf schon wieder sonnig aus und wir steuerten die grösste Maya-Stätte Guatemalas an, genannt TIKAL. Bei erneutem Regen.
515 km in heissen 7,5 Std - Lago Atitlan bis Poptun