03.02.2012

30.01.2012 Mollendo / Peru

Spontan entschieden wir nochmal an das Meer zu fahren…
Mollendo ist eine kleine Stadt, mit 20.000 Einwohnern, im Süden Chiles am Pazifik gelegen.
Der Weg dorthin führte über gewaltige Berge weiter durch die Wüste in ein Tal, welches unerwartet grün war. Schilf, Schilf und nochmal Schilf. Es war toll. Hier machten wir eine Brotzeit und konnten und nicht sattsehen. Menschen beäugten uns eher schüchtern.
Wir durchfuhren kleine Orte und sahen an Ort Aus- und Eingängen leider viel Armut, teilweise komplette Wohnanlagen aus Schilf gebaut. Ohne Strom und anderen Luxus.
Werbung für eine Telefongesellschaft
Wir erreichten die Stadt indem wir eine Weile am Strand vorbeifuhren und Zeltlandschaften begutachteten. Auch hier gab es mit Sicherheit zu laute Musik am Abend…zumal Regen angekündigt war. Nach 3 Anläufen hatten wir auch eine passende Bude für Lord Höördie und für uns mit Blick über ALLE!
Die Stadt ist knuffig. Am Hang gelegen, teilweise bunte und alte aber auch viele kaputte und baufällige Häuser, dafür kilometerweise Strände und tolle Sonnenuntergänge.
Der Ort war ziemlich gut besucht. Man nahm uns nett auf, war aber auch hier über Besuch aus ALEMANA Y AUSTRIA eher überrascht.
Das Kulinarische Angebot war bei der ersten Begehung des INNER CIRCLE eine glatte 6. Neben Pizza und Pommes gab es noch eine Hühnchengrillerei.
Wir kürzten die Suche ab und entschieden LA ALEMANA, welches genau neben unserem Hostal lag, zu besuchen. (Allerdings gab es keine Hausmannskost sondern Pizza und Grillage)
Wir merkten schnell: Brot und Dipp ist in Peru nicht üblich. Aus Chile waren wir sehr verwöhnt…. (Dipp: Salsa Criolla)
Wir waren mutig, denn vor dem Restaurant stand der Hausherr am Grill und gab alles…und die Überraschung war geglückt: LANGE nicht so ein gutes und perfektes Steak gegessen. Allerdings ahnen wir, dass das Fleisch aus Argentinien oder Brasilien kam, aber was solls - er KONNTE grillen!
Umzugswagen
Dann machten wir uns auf in die Grösste Stadt des Südens, welche auch DIE WEISSE STADT genannt wird. Erneut durch Berge und Wüste ging es nach AREQUIPA…

02.02.2012

29.01.2012 Tacna / Peru

Wir verliessen die Stadt und rollten wieder durch die Wüste auf die 20 km entfernte Grenzstation. Kurz dahinter war schon Peru.

Auch hier – wie in fast allen anderen Ländern - ist die Mitnahme von frischen Lebensmittel, Obst, Gemüse, Nüssen, gerne auch mal Kräutern und Holzscheiten mit Rinde, offiziell untersagt. Jeder handelt das anders...Wie die Peruaner wohl drauf sind?
Etwas schüchtern beäugte das „Gemüsemännchen“ uns sowie das Auto und fragte nach Obst und Gemüse. Unsere „bereitgelegten“ Früchte und Co. nahm er sich dann gerne, ignorierte den Kühlschrank (!) und verstaute die Lebensmittel irgendwo. Nur nicht im Müll, wo sie hinsollten…Meine Gemüseschale behielt er ebenfalls gleich.
Während wir beim Zoll waren, fiel uns ein, dass wir für Peru keine Autoversicherung hatten. Eigentlich war ja Bolivien angedacht und für die umliegenden Länder von Argentinien hatten wir alles. Ebenfalls mussten wir reflektierende Streifen für den Lord besorgen. Das sei in diesem Land wohl Pflicht. Also hiess es nun, am heiligen Sonntagnachmittag in das 20 Minuten entfernte TACNA zu düsen und beides zu suchen. Fast JEDES Auto hat diese Streifen am Auto, glaubt aber nicht, dass der normale Mensch auf der Strasse weiss, wo man die Dinger bekommt…In Santiago hatten wir mal eine 5 m Rolle in der Hand, fanden es aber Quatsch so viel zu kaufen…Schließlich ist es nicht gerade platzsparend und Platz ist bei uns immer noch rar…
In der Gegend des Busterminals wurden wir fündig.
Durchhänger!
Taxi für eine Lady
Rallystreifen für Löördie...
...und was Sportliches ;)
Sofort bemerkten wir, was hier in Peru anders war: DAS HUPEN. Es wurde NOCH mehr gehupt als sonst…Man hupt hier IMMER. (Clemens inzwischen ebenfalls)
Es gibt auffällig viele Parkplätze, die hier wieder „Playa“ oder auch „Cochera“ heissen. Demnach fahren hier auch wieder „Coches“…davon sind auffällig viele VW Käfer.
endlich wieder Käferlein
LAUFEN wenn die Ampel grün ist...
jeden Meter ein Mann mit Helm in
der Baustelle
Vor der Stadt liegt eine Freihandelszone, welche viele Touristen aus Chile, Bolivien und Peru anzieht. Daher gibt es diverse Hotels und Casinos. Vor fast jedem Geschäft oder Bank steht Security Personal, die bewaffnet sind. Verkehrs-und Strassenpolizisten sind ebenfalls alle paar Meter zu sehen. Also Angst muss man eigentlich nicht haben.
Wir quartierten uns in ein stylisches RETRO Hotel ein, (Camino Real) wo wir und Löördie Unterschlupf fanden.

Wir waren nach Grenzübertritt erneut 2 Stunden jünger geworden und somit insgesamt wieder 6 Stunden von der Heimat entfernt. Hiess, dass wir morgens um 5:30 im taghellen Zimmer saßen. Hier stehen alle sehr früh auf und gehen auch früher ins Bett. Völlig ungewohnt zu den bisherigen Ländern…
Das Peruanische Frühstück ist auch eher schlicht. Weißbrot, Butter, Marmelade, Kaffee.
Viele Restaurants haben zwei Karten: eine für Touristen die Standarts möchten, sowie eine für die Touristen (und Einheimischen) die gerne die Probiermaschine anstellen.
Die Spezialität „gegrilltes / frittiertes Meerschweinchen“ bekamen wir an unserem ersten Abend nicht, da es bereits ausverkauft war…(65. Mio werden in Peru jährlich verputzt)
Am nächsten Morgen regelten unsere Autoversicherung, erkundeten die Stadt und genossen noch eine „Café-Zeit…
auch hier gibt es Rockstars
...und eine hübsche Plaza
eine wunderschöne Kathedrale...
...auch von Innen...
Café-Zeit
Und wieder begann kurz hinter der Stadt eine wüstenähnliche Landschaft…

01.02.2012

27.01.2012 Arica / Chile

Bevor wir Chile verliessen, wollten wir noch ein paar Stunden am Meer verbringen. Quasi „chillen in Chile".

Seit dem 6. November waren - wir bis auf ein paar Ausnahmen- in Chile unterwegs. Das Land mussten wir erst mal „verdauen“…dafür wählten wir nicht ganz zufällig die nördlichste Stadt Chiles.

ARICA ist auch als die „Stadt des ewigen Frühlings“ bekannt und sie ist eine Verbindungsstelle ins benachbarte Peru, welches diese Stadt während des Salpeterkrieges verlor.

Arica hat knapp 200.000 Einwohner und die Entfernung zu Santiago beträgt 2.051 Kilometer. Es herrscht "Wüstenklima" und die Temperaturen liegen durchschnittlich bei knapp 19 °C und es regnet fast nie. Das Wasser aus den Anden sorgt dennoch für grüne Parkanlagen und ermöglicht eine ausgedehnte Landwirtschaft in den Flusstälern. Nördlich und Südlich der Stadt liegen kilometerweise Strände….die zum Baden, Surfen und Entspannen einladen…hörte sich doch alles sehr paradiesisch an!

Wir fanden auch direkt einen gut besuchten Strand, an dem viele Zelte, Wohnwagen etc. standen. Hier trafen wir auch zwei alte Bekannte wieder. Maria und Dirk hatten wir schon in Argentinien getroffen. Somit kamen wir nach einem Shoppingtripp, inkl. neuem BEIZELT, an die PLAYA LAS MACHAS zurück, im Rücken war das Ausbildungslager der Polizei mit Ihrem Gebäude angesiedelt. Schien also ein sicheres Plätzchen zu sein.
Blick auf den Hafen
alle haben einen Hut auf. 
Regenbogen über der Polizei ... oweih ;)
Viel machten wir dort eigentlich nicht, naja wir grillten und chillten mal in Chile, so gut es halt ging…aber es gab eigtl. immer etwas zu tun: Zum Beispiel mussten wir zusehen, wie sich Familien mit ihren Fahrzeugen – mit oder ohne Allrad – im Sand einbuddelten. Das passierte eigentlich fast jede Stunde. Dann liefen sie am Strand entlang und schnorrten unser Abschleppseil. Wenn nichts mehr ging, rückten Dirk und Clemens mit Sandblechen und Schaufeln aus…(jeden Tag eine gute Tat…)
Das Wetter war tatsächlich genial. Sehr sonnig, aber stets eine schöne Brise. Kein Wind, sondern, Brise. Die Sonnenuntergänge waren ebenfalls wunderschön. Eher gewaltig. So hübsch mit Wölkchen und bunter Farbe.
Grillage 
Da wir uns gerade in der südamerikanischen Karnevalssaison befinden,  war dementsprechend viel in der Stadt und NACHTS am Strand los, denn dann kamen die „jungen Wilden“ mit ihren Autos an den Strand und spielten „welches Auto kann am lautesten die Musik aufdrehen…“…in der zweiten Nacht sogar direkt (50cm!!!) neben unserem Löördie (in welchem wir zufällig bis dato schliefen!)…um 3:00 Nachts ging es los und endete um 8:30. Heiligsblechle. Wir sind alt geworden...

Es war so laut, dass die Gabeln im Besteckkasten zu der Bumsmusik mitwippten. Wären wir nicht so müde oder vielmehr eher geschockt gewesen, wären wir ausgestiegen und hätten mitgefeiert ;)…oder die 25 Halbwüchsigen "umgehauen". Wir haarten der Dinge und ärgerten uns am nächsten Morgen lediglich über geklaute FlipFlops und einen versauten Strand, den die Geier niedermachten…Den Anblick hätte ich mir auf nüchternen Magen und Schlafmangel echt gerne erspart…
ABER: Ein grosses Lob an die Stadt ARICA: Jeden Tag kamen Müllwagen sowie fleissige Helferlein die den Strand vom Müll befreiten…auch am WE. Zudem, liebe Leute kam alle paar Tage ein Wasserwagen, der sämtliche Wassertanks der Gäs-te kostenlos mit Trinkwasser auffüllte. Danke Arica, dafür verzeih ich Dir fast Deine laustarken und Dreckmachenden Halbstarken ;)

Wir planten um und fuhren nicht  über Putre nach Bolivien, sondern machten uns, nach einem Internetstopp in der Stadt, auf in das ca. 20 km entfernte PERU. Wege (wie nach Putre) bei so einer Reise  fahren wir nicht zweimal, falls es sich vermeiden lässt…So unser Credo.

Es ist zu sagen, dass wir bis dato eine verlässliche, kostenlose Internetstation auf diesem Kontinent gefunden haben, sofern sie in er jeweiligen Stadt vorhanden ist:
MC Donalds.
Wir lieben es!
Freund und Retter
...wieder Wüste...
...dann die Grenze

Fazit Chile:

Liebes Chile,

Du bist schön. Sehr schön sogar.
Du bist gross und schlank.

Du bist so dermassen vielseitig von Nord nach Süd und sogar von Ost nach West, das man sich kaum vorstellen kann, dass es sich NUR um ein Land bei Dir handelt.

Es war toll bei Dir und Deinen Menschen.
Wir wurden stets gut aufgenommen.

Sehr gut sogar.

Nicht EINE (ausgenommen Grenze) Polizeikontrolle hat uns angehalten
Alle waren freundlich zu uns, gerne auch mit Winken und "Hola y Bienvenido".

Es gab nichts Böses.
Das ist toll.

Wir fühlten uns bei Dir immer sehr sicher. Ob in Großstädten, in Kaffs oder mitten in der Pampa am Wegesrand.

Chile, Du bist super!

Für uns einzigartig.

Weiter so.
Du machst Dich und wirst es sicherlich weit bringen.
Europäer, Amerikaner und alle anderen lieben Dich.

Du bist auf alle vorbereitet.
Du bist der Chef.

Du weisst was sie wollen...
Von ALLEM ein bisschen: Regenwald, Fjorde, Steppe, Wüste, Berge, Gletscher, Wiesen, Seen, bunte Städte, Party, Kultur…man muss auf nix verzichten.

Du hast das ALLES!
...klar, dafür bist auch auf ein bisschen teurer als Deine Nachbarn...aber? ES LOHNT SICH!

Für uns bist Du einfach wunderbar!
Wunderbar wandelbar!

Danke!

Wir kommen wieder – Hand drauf!
We love you!