14.12.2011

09.12.2011 Reserva Nacional Malalcahuello – Nalcas / Chile

Ein Juwel unter den Nationalparks in Araucania soll der 303 km² grosse Parque sein. Er bietet einer der spektakulärsten Landschaften des Sur Chicos: eine schwarzgraue Wüstenlandschaft aus Asche und Sand. Die Anfahrt war allerdings schön bunt...


Die Araukarie blüht

Aufgrund der restlichen Erkältung, wählten wir den angekündigten „wenig anspruchsvollen“ 2 stündigen Wanderweg“ zum „Cráter Navidad“. Dieser Krater rauchte zuletzt am ersten Weihnachtsfeiertag 1988.


Um den Schwierigkeitsgrad einfach mal zu erhöhen, nahmen wir sicherheitshalber keine Getränke und keine Nahrung für die 4 Stunden Wanderung bei berstender Sonne mit (noch nicht mal Gummibären oder Riegel) und schmierten uns auch NICHT mit Sonnencreme ein. Wir waren ja nur 1.750 m Höhe (mit dem Auto) angekommen. Da brennt die Sonne ja nicht so…

Wir waren alleine uns starteten durch die an den Mars erinnernde Landschaft. Reste von Magma und Asche tauchen alles in ein rötliches Licht. Als grandiose Kulisse dienen in der Ferne drei weitere Vulkane. Es war beeindruckend, aber nicht „wenig anspruchsvoll“ …





vereinzelnd...
...wachsen...
...auch Pflänzchen
Wir überlegten, während wir durch den heissen Sand stapften, welcher Clown sich diese Beschreibung hat einfallen lassen. Als wir dann durch Lavageröll, welches uns einige Male zu Boden riss, 500m den Krater hochstiegen erst recht. Zwischendrin enormer Wind und die Sonne knallte. „Wenig anspruchsvoll“…tsts…
Endlich oben...

Krater, Baby!

Auch heute brannten die Muskeln, aber die Aussucht, war wieder absolut genial.
Welchen Durchmesser so ein Krater hat, habe ich mir vorher nie überlegt.
Es war gewaltig, obwohl er im Vergleich zu anderen Kratern vermutlich normal bis klein war. Ich konnte nicht schnell genug gucken, da war mein Mann bereits auf Detailsuche abgetaucht und turnte im Inneren unten am Krater…is ja wie mit die Kinners! ;)
Clemens-such-Bild
Und wenn man einen Berg hoch gegangen ist, muss man auch wieder herunter….
Das taten wir „freestyle“, in dem wir wie durch Schnee hinunter „wedelten“…und durch die Asche sprangen. Das machte äusserst grossen Spaß. Wäre der Aufstieg durch Geröll und Asche nicht so anstrengend gewesen, hätten wir den Abstieg sicherlich einige Male wiederholt.




Auch heute verzeichneten wir ein erfolgreiches WANDERN WEGEN WOW!




Im Anschluss fuhren wir weiter, eine atemberaubende Strasse, bis wir das Örtchen Lonquimay errichten, wo wir schon fast wieder in Argentinien waren.





Danach ging es gen Westen, bis wir die Ruta 5 / Panan erreichten und weiter gen Norden stachen. Nach kurzen Zwischenstopps in „Victoria“ sowie in „Los Angeles“ erreichten wir dann endlich spätabends nach 330 km „Salto del Laja“…

Müllabfuhr
Endlich in LA
LA hatten wir...
...uns etwas anders vorgestellt...
...daher fuhren wir weiter gen Norden

13.12.2011

08.12.2011 Parque Nacional Conguillo - Curacautin / Chile

Zurück auf der Panamericana, genossen wir den Sommer und die asphaltierten Straßen. Zugegeben, der Abenteuerfaktor ist auf Schotter, Schlamm und Piste definitiv höher, aber auch mal ohne „Hindernisse“ quasi dahinzugleiten ist schick. Wir machten einen Abstecher in der Stadt TEMUCO, welche mit knapp 300.000 schon ziemlich gross ist.

Diese Stadt bietet nicht sonderlich viel, ausser ein „Verkehrsknotenpunt“ zu sein. Wir hielten dennoch. Warum? Bei „Otto“ sollte es laut Wera und Friso den besten Burger geben. Leider ohne Ottos genaue Adresse durchforschten wir die Stadt und fragten nach „Ottos Café“…was leider nicht funktionierte…
So bekamen wir zwar einen Überblick über die – nicht so schlechte – und moderne Stadt, aßen nur einen mittelmäßigen Burger, und zwar nicht bei Otto. Wir waren stinksauer! Schlechtes Essen lassen wir nicht mehr gelten! ;)
Den Burger aßen wir allerdings auf der Av. Alemania. Wo auch Otto war, wie wir im Nachhinein herausfanden.

Wie verliessen die Panam und düsten wir wieder auf Argentinien zu. Kleine Ortschaften am Wegesrand. Wir landeten gegen Spätnachmittag im Mapuche Ort „MELIPEUCO“, er war 90 km von Temuco entfernt. Glücklicherweise war der Eingang zum „Parque Nacional Conguillo“ genau hier (denn es gab hier wenig…bis nichts) und man liess und noch hinein. Zur Feier des Tages kostenlos. (We love Chile!)
Das Highlight des Parks ist der Vulkan „Llaima“ mit 3.125 m . Übersetz heisst es „Adern aus Blut“ in der Sprache der Mapuche, dem „MAPUDUGUN“.




Genau das Blut lernten am Neujahrstag 2008 Touristen kennen…
Hier Bilder vom Ausbruch 2008.
http://www.youtube.com/watch?v=i4sjI_1SQQQ&feature=related

Der Vulkan zählt zu den aktivsten Vulkanen Chiles. Seit 1640 wurden 35 schwere Ausbrüche registriert. Bei einer der jüngsten Eruption Februar 2008 wurde feurige Lava 300 m hoch in die Luft geschleudert. Über 50 Touristen und Mitarbeiter waren im Park eingeschlossen und mussten evakuiert werden. Weiter ging es im Juli 2008, wo weitere 40 Menschen festsaßen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Llaima
Heisst: Der Vulkan speit wohl gerne Feuer! Und so sieht der Park auch aus.




1950 wurde der Park vorrangig zum Schutz der Araukarie (meinem neuen Lieblingsbaum) und den Gebirgsseen, der Schluchten und der tiefen Wälder gegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Araukarien

Das graubraune Lavagestein und Magma das sich wohl im Laufe der Jahre angesammelt hat, sorgt für eine dramatische und fast unheimliche Atmosphäre. Eine Mondlandschaft, die langsam wieder an Vegetation gewinnt…und mittendrin Wälder und Schluchten, Seen und Lagunen…absoluter Wahnsinn!




Definitiv ein Highlight!
Da der Park aus drei Richtungen zugänglich ist, durchfuhren wir den Park und erreichten gegen Abend den Nordausgang, nach kurzer Fahrt dann das Städtchen Curacautin. Hier besuchten wir die „Andenrose“ und verarbeiteten die Geschehnisse des Tages bei Gulasch mit Spätzle…vom Hans!...und der Kamin knistere...
Der Ort Curacautin - Tourismus im Aufbau

http://www.andenrose.com/

Im Ort

03.12.2011 Pucon / Chile

Es regnete.
Ein Stück über die Panam und dann rechts ab und schon waren wir in Villarrica, einem Ort der nah an dem gleichnamigen Vulkan sowie am See LAGO VILLARRICA liegt sowie gut sortierte Touristen-Unterkünfte und Attraktionen bietet. Dennoch fuhren wir in das nächstgelegene, ebenfalls am See gelegene Städtchen namens Pucon, auch genannt das Queenstown Südamerikas oder Mekka des Abenteuersports.
Pucón ist eine Stadt im Süden Chiles in der Región de la Araucanía. Sie hat rund 14.000 Einwohner (2005) mit dem Umland
Pucón liegt etwa 110 km südöstlich von Temuco am Südufer des Lago Villarrica. Der Lago Villarrica besitzt eine Fläche von rund 176 km² und eine maximale Tiefe von 165 m. Am See gibt es viele herrliche Strände. Er ist die Quelle des Flusses Río Toltén.
Das Klima ist dem Deutschlands vergleichbar. Besonders im Winter regnet es viel, Schneefälle sind selten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Puc%C3%B3n

Es schien echt ganz nett zu sein. Besonders im Sommer war wohl hier eine Menge los, man sagt, es sei einer der besten touristisch-infrastrukturellen entwickelten Kleinstädte Südamerikas. Hört hört! Wir befanden uns noch vor der Saison, sie beginnt offiziell erst am 15.12. Man schien sich darauf vorzubereiten, an Häusern wurde gemalert und rumgemuckelt, die Restaurants bekamen mobile Terrassen gezimmert, sodass sie mehr Gäste bewirtschaften konnten usw. Nachdem wir uns einen kurzen Überblick verschafft hatten, startete ein gewaltiger Platzregen. Wir waren genau zu dem Zeitpunkt zu Fuss unterwegs um eine nette Cabaňa zu finden, denn die nächsten Tage wollten wir hier bleiben um die Erkältung auszukurieren und mal fünfe gerade sein zu lassen.

Wir befanden uns in Stadt (Übernachtungsplatz) Nummer 96 unserer Reise mit dem Auto. (Start 28.Juni) Eine nette Cabana, mit nettem Rabatt, in netter Lage fanden wir glücklicherweise schnell.




Zwar konnten wir die Stadt krankheitsbedingt nicht aus vollen Zügen geniessen, geschweige denn das abenteuerliche Freizeitangebot wie Raften, Canoying oder einen Vulkanaufstieg tätigen, aber es gefiel uns hier dennoch. Es gab es eine Menge unterschiedliche Restaurants, Cafés, Obstverkäufer, einen schönen, schwarz sandigen Strand am Lago Villarrica, eine nette Beachbar und auch sonst gab es alles was wir benötigten.
Und über der Stadt thronte der aktive Vulkan „Villarrica“ (2.847 m) der stets vor sich hin „schnorchelte“…hübsch sah er aus. In der Stadt sahen wir ein „Volcano Risks Alert System“, wenn es losging, hiess es LAUFEN! …


mobile Terrasse


Obacht!
Der Sommer begann Anfang der Woche mit freundlichen 21 Grad und steigerte sich zur Wochenmitte. Als wir unseren ERSTEN Strandtag seid unseren Flitterwochen 2010 planten, ereilte mich ein Rückschlag unserer ersten Erkältung und somit blieb ich im Bett. Tolles Timing!

Die Hausapo und ich!
Donnerstag reichte es uns und wir machten uns weiter auf den Weg…immer gen Norden Richtung Santiago…aber wenn wir schon auf dem Weg sind, halten wir noch am bitte mal am Meer…denn das Wetter war sommerlich und schön bei 27 Grad....davor genossen wir aber nochmal ein paar schicke chilenische Dinge...
ich würde es trinken - andere schmieren sich es auf´s Brot

CHILE kann auch STEAKS!

...und KUCHEN!

...und EIS > neue lieblingssorte: "hannah montana..."

...und es gibt Schwarzbrot und mehr Dank unseren Ossis ;)