Das Kernstück des Nationalparks ist die „Waterpocket Fold,“ eine über 150 km lange geologische Formation, die sich in Nord-Süd-Richtung erstreckt.
Durch Erosion entstand dann die heutige "Falte."
Das hörte sich doch alles schon sehr spannend an…und wir merkten sofort, dass hier ein anderer Wind wehte. Schon auf dem ca. 230 km langen Weg von Moab ändert sich die Landschaft und es waren weniger die großen, roten Felsformationen am Straßenrand zu finden.
Hinzu kam, dass auch gleich weniger im Park selber los war. DAS wiederum lag am anderen Wind.
Denn hier blies es schon recht heftig und es wurde abends (noch) kälter.
Trotz Wind machen wir uns ab Abend noch auf uns wanderten durch ein Canyon und bewunderten die hohen, rauen Felswände. Wir fuhren eine schicke Panorama -Straße, hier genannt SCENIC DRIVE, durch die Parkmitte und ich fühlte mich zeitweise wie in einem Tuschkasten mit angespitzten Buntstiften, so bunt und farbenprächtig waren die beeindruckenden und verrückten Felsformationen.
![]() |
| schon damals verewigte man sich gerne |
![]() |
| Stein in Stein |
Es war so kalt, dass wir das erste Mal, seit Argentinien uns entschieden, unseren Herd zum Aufwärmen einer köstlichsten und selbstgemachten Erbsensuppe, in unserer „Stube“ aufzustellen.
Nicht wie sonst vor dem Lagerfeuer, sondern ab 19:00 h mollig bei DVD im Dachzelt, tief eingemummelt im Schlafsack….Zum Glück haben wir unsere „internen“ Speicher die letzten Monate mit gutem Essen und Getränken aufgefüllt…
Das Frühstück hielten wir trotz eisiger Kälte am Morgen draussen ab und erfreuten uns an herumhüpfenden und ebenfalls frierenden Campern die aus ihren Zelten krochen. Wir sitzen alle in einem Boot, manche von ihnen aber auch in einem warmen RV Wohnzimmer. Daraus schaut man uns ab und zu etwas mitleidig an. UNS! Uns mit unserem „rustikalen“ Leben „da draussen“ vor dem Feuer…aber das Leben gefällt uns.
Meistens jedenfalls.
In dieser Nacht, so erfuhren wir von einer netten Familie aus der schönen Stadt Hannover, waren es -8 Grad gewesen. In Worten: MINUS ACHT!...da darf man schon mal frieren dürfen.
Eigentlich wollten wir nur kurz ausserhalb des Parks tanken und warfen dann aus unerfindlichen Gründen die angedachten Pläne für den Tag durcheinander und fuhren doch in den Nordteil des Parks, den wir eigentlich auslassen wollten. Zum Glück taten wir das nicht. Also nahmen wir Anlauf und wir erreichten das knapp 3.000 m hoch gelegene Cathedral Valley im Norden vom Capitol Reef National Park. Das Valley bietet einige spektakuläre Ausblicke auf freistehende Felsmonolithe, die durch die Erosion aus dem weichen, orange-rötlichen Sandstein heraus geschnitzt wurden.
Die Formen der Formationen erinnern an gotische, religiöse Architektur und so erhielt das Cathedral Valley wegen dieser Felskathedralen seinen Namen. Das Gebiet liegt schön abgeschieden und ist nur über „Dirt Roads“ zu erreichen. Angeblich braucht man 4 WD und „High Clearance“ als Voraussetzung hier voran zu kommen. Jein. Aber das liegt wahrscheinlich an der jeweiligen Jahreszeit und wie abgenutzt und ausgewaschen die Straßen sind, denn bei schlechtem Wetter kann die Piste auch für 4WD-Fahrzeuge unpassierbar sein.
![]() |
| "Glasberg" aus Salz |
![]() |
| Temple of the Sun |
![]() |
| Temple of the Moon |
Wir hatten Glück, denn wir hatten das gesamte Valley für uns.
KAUM jemand war zu sehen. Ein Träumchen quasi.
Im Anschluss ging es weiter auf der „Notom-Bullfrog-Road“, sie verläuft parallel zum Waterpocket Fold und verbindet den Capitol-Reef-Nationalpark mit der Glen Canyon National Recreation Area. Die Straße verläuft durch das enger werdende Tal zwischen dem Waterpocket Fold und den Henry Mountains. Auch diese Strecke hatten wir für uns und genossen die Einsamkeit, die erstaunlich doch guten Straßen sowie das Farbspektakel um uns herum.
![]() |
| Das PhänoMEN Männer: überall hinaufkrabbeln |
![]() |
| Frisches Süppchen bei frischen Temperaturen |
Den Lake Powell. Heute waren wir allerdings auf der anderen Seite.
Hier gab es erneut für uns einen schönen Platz wo wir unser Camp errichteten und ein Lagerfeuer in Gang brachten.
Laut Info im Vistitorcenter wird die Strecke "Notom-Bullfrog-Road" eher selten befahren, vielmehr dient die Panorama-Straße #12 als Hauptweg mit Aussichtspunkten für Fahrzeuge und Reisebusse.
Wir nahmen also quasi den den Hinterein-bzw.Ausgang.
Sehr zu empfehlen!
...und als wir so den Abend genossen,konnten wir es kaum fassen, dass wir an diesem Tag nur 3 entgegenkommende Fahrzeuge gesichtet hatten ....und das in einem Nationalpark in UTAH.
![]() |
| Gemüseschiffchen zu Feuer gelassen |
![]() |
| eher kalt |
Um nach Westen zu kommen fuhren wir erneut etwas querfeldein. Der Burr Trail – mit vollem Namen Burr Trail Scenic Backway – ist eine historische Überlandverbindung.
Die 109 Kilometer lange Strecke verläuft durch Täler und zwischen Felsen, alles wieder wunderschön, aber auch schon mehr befahren als die Routen zuvor.
Aber auch hier fanden wir Dank eines Tipps von einer sehr netten, deutschen Reisegruppe au sem Arches Park (Danke nochmal!) einen Canyon wo wir uns alleine austoben konnten: Erst auf der holperigen und staubigen Straße durch den Canyon, dann bei einer Wanderung durch das Hinterland und schliesslich beim Ausblick über die am Tag zuvor gefahrene Strecke und das Waterpocket Fold.
WOW. Ziemlich cool und alles nur für uns :)
Zurück auf dem Burr Trail, erreicht man irgendwann die Grenze zum „Grand Staircase Escalente National Monument“ und der Capitol Reef liegt hinter einem.
Das Gesehene verdauten wir in einem super Öko-Lädchen in der 180 Einwohnerstadt Boulder…
![]() |
| Feinste Apfelschorle. Magelware seit LANGEM! |
![]() |
| Quiche |
![]() |
| Enchilada oder so was in der Art |
![]() |
| Pott Kaff mit Schokohüftgold |
![]() |
| Boulder liegt in GARFIELD Country http://de.wikipedia.org/wiki/Garfield_County_%28Utah%29 |
Schon wieder konnten wir in eine neue, und wieder andere Welt eintauchen.
Einfach der Wahnsinn.
Hier hat es uns natürlich besonders gefallen, da wir Parkabschnitte gewählt haben, die wir für uns alleine hatten und daher alles noch besser geniessen und bewundern konnten.
WOW.
Einfach fantastico!
| Heute mal unsere "Arbeitsunterlagen" |
![]() |
| Motel mit Tanke, Souvenirshop, Supermarkt... |
![]() |
| ...und Frühstücksraum zwischen den Supermarktregalen. |
Also: PEACE in heaven.
Dann versanken wir - für nur eine Nacht - in den Winterschlaf.

































































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen