29.10.2012

23.10.2012 Nationalpark Arches / USA

Der Arches-Nationalpark liegt nördlich der netten Kleinstadt Moab, nach wie vor im wunderschönen Bundesstaat Utah. Hier findet man viele (recht teure) H/Motels, die wohl höchste RV/Campingplatzdichte Utah´s, sowie alles was das Kleine Shopping-und Schlemmerherz begehrt.

Das Schöne an einer unvorbereiteten Herangehensweise einer USA Reise ist, dass man gut und gerne öfter überrascht wird und man recht spontan agieren kann, bzw. muss. Das ist irendwie schön.
Wir hangeln uns also mit unseren guten Reiseführer „USA-Der Westen“ aus dem Jahre 2008 (für wenige Dollar aus Mexico) durch die Gemeinde und sind immer wieder baff, was man so am Wegesrand findet oder wir von anderen hören/lesen oder aufschnappen.

Nun sollten wir also zu ARCHE.
Wer oder was war das?

Liebe Leser gebt fein Acht, hier gibt es was zu lernen :)
Im Nationalpark ARCHE gibt es die weltweit größte Konzentration an natürlichen Steinbögen (engl.: arches), die durch Erosion und Verwitterung sowohl neu entstehen und als auch wieder vergehen. Im gesamten Park sind über 2.000 Arches mit einer Öffnung von mindestens 90 cm aufzufinden.  

Die Steinbögen, natürlich die Hauptattraktion des Nationalparks, sind Öffnungen in Felsrippen, die durch Erosion ohne Beteiligung von fließendem Wasser entstehen. Sie sind also KEINE Steinbrücken.

1. Durch den Einbruch der Antiklinalen brachen die durch Hebung entstandenen Risse im Sandstein auf. 
2. Durch Erosion vergrößerte sich die Oberfläche der Risse, wodurch die Erosion noch rascher fortschreiten konnte, so dass lange, rippenartige Strukturen entstanden. 
3. Felsen bröckeln ab und durchbrechen die Rippen, in wenigen Fällen entstanden Löcher in den Wällen. 
4. Die so entstandenen Löcher werden durch Wind und Wetter weiter erodiert, Wasser dringt teilweise in den Sandstein ein und sprengt beim Gefrieren weitere Felsen heraus.
Der Park liegt auf durchschnittlich 1.499 m² über dem Meer.
Der Süden des Parks ist geprägt durch canyon-artige, fast das ganze Jahr trockene Wasserläufe, der Rest des Gebietes ist ein Hochplateau. Klimatisch ist das Gebiet eine Wüste.
Im Sommer können die Temperaturen 40 °C erreichen, während sie im Winter auf bis zu -10 °C sinken können. Schwankungen innerhalb eines Tages von mehr als 25 °C sind keine Seltenheit. Auch wir hatten einen galanten Mix, als wir uns aufmachten, die Arches mal genauer zu betrachten.
kleiner Arch am Wegesrand
Knallte die Sonne mächtig auf uns herunter…folgte ein heftiger Wind, der schon fast „patagonisch“ war…und dunkle Wolken kamen auch hinzu. Das gab es an diesem Tag im ständigen Wechsel.
An – und ausziehen Stand ganz oben auf der Tagesordnung.


Ich fand das Wetter heute eher uncool, denn wir waren unterwegs in "Teufels Küche", oder hier eher DEVILS GARDEN genannt Denn hier beginnt ein „Trail,“ (Weg) mehrere Kilometer über Stock und Stein.

Dieses Gebiet hat die meisten Felsbögen, also ARCHES.
Der Weg selber ist eher ein rauher Geländepfad, führt aber durch eine sehr beeindruckende Umgebung mit gigantischen roten Felstürmen, die wie in einem wundersamen Garten aufgestellt erscheinen.
 Insgesamt findet man Devils Garden ca. 60 unterschiedlich große Steinbögen.
Der „Landscape Arch“ zB. hat eine Gesamtgröße von über 100m.
Alleine die Größe des Durchbruchs beträgt 93 m. Bei einer Stärke von nur 2 m scheint er der Schwerkraft zu trotzen.
Ameisen oder Menschen?
Zotti Travolta
querfeldein
Hinter dem Landscape Arch wird der Weg zu einem rauen Pfad, dann wird es noch etwas steiler und stufiger.

Wir erreichten den Double-O-Arch nach insgesamt ca. 4 km. (one way)
Er besteht aus einem großen und ganz kleinen Bogen, wobei der große über dem kleinen schwebt.
Der Weg dorthin ist sicherlich nicht für Jedermann. Dennoch für viele. Soll heissen: Wir fanden den Park leider wieder für unseren Gescmack zu gut besucht, auf dem Trail gingen wir zeitweise in "Entenreihe.."
DENNOCH war es natürlich sehr interessant, beeindruckend und landschaftlich wunderhübsch.

Auf dem Rückweg fanden sich natürlich auch noch ein paar schöne Exemplare.

Arch-Bogen von unten
Der "filigrane" Landscape auf dem Weg Retour
Den Delicate Arch (Höhe: 14 Meter) ist ein alleinstehender, sehr bekannter Bogen, denn er findet sich auf (fast) jedem  KFZ-Kennzeichen des Bundesstaates Utah.
Ihn sahen wir nur aus der Ferne, die angedachte Wanderung am nächsten Tag fiel leider ins Wasser.
so klein kann Mensch sein

Nützte ja nichts, nach einem Einkauf ging es weiter gen Westen…dort wartete schon wieder ein absolutes Sahnebonbon auf uns: Der CAPITOL REEF Nationalpark.
Unsere Spritmaus Löördie geht einkaufen...
...und trifft dort Laurenz & Sophie aus Niederösterreich, Clemens Heimat
erster Regenschauer nach langer Zeit
 Wir fragen uns täglich, was in UTAH eigentlich nicht sehenswert ist?

Dieser Bundesstadt scheint das Mekka für Naturverrückte, Outdoorliebhaber und Campingfreunde zu sein..
GENIAL.

5 Nationalparks, einige National Monumente und wunderschöne State Parks sind hier zu finden.
Eigentlich kann man hier 3 Monate verbringen und durch die Gegend cruisen…einfach zu gut und zu schön!

Schon jetzt ist UTAH ein Erlebnis und wir haben noch ein paar Dinge vor uns...wir sind gespannt, was uns noch aus den Socken hauen wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Utah#Parks

...wir melden uns bald zurück!
Stay tuned!

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