01.10.2012

19.09.2012 Santa Barbara, Morro Bay, Carmel by the Sea, Monterey / USA

Einige Wege führen von LA nach San Francisco.
Wir wählten die „Galerie-Tour“ genannt Highway 101, entlang der Küste.
Die Straße ist eine Verbindung zwischen Süd und Nordkalifornien und angeblich ist es eine der schönsten Küstenabschnitte des Landes. Das war uns ja gerade recht.

Wir kamen teilweise aus dem Staunen nicht mehr hinaus, als wir auch nach LA weiterhin die perfektesten Strände passierten. Unangefochten ist der breite, saubere und recht einsame Strand mit tollem Wasser in Malibu Beach, wo Herr Hasselhoff Jahre lang sein Unwesen trieb.

Im dem berühmten und netten Kleinstädtchen SANTA BARBARA legten wir einen Mittagsstopp auf dem Pier ein, bevor wir die Hügel hinauf in die eleganten Wohngegenden fuhren und uns einbildeten, gleich eine Handvoll Stars und Sternchen beim Müllhinausbringen zu treffen.

Weiter ging es an der Küste, wo das Wetter schlagartig etwas „rauer“ wurde. Um nicht zu sagen, stürmischer und abends kälter. Entlang des Highways finden sich immer wieder RV Parks mit riesigen Campingmobilen oder auch mobilen Häusern die auf Trailern durch die Lande transportiert werden. Leider liegen viele dieser RV Parks direkt hinter/vor der mehrspurigen Strasse, sodass es extrem laut ist. Dafür hat man meist das Meer vor der Nase.
sein Auto hängt man hier einfach an seinen RV damit man immer mobil ist.
Santa Barbara gefiel uns.

Mit einer Gesamtlänge von 655 Meilen (1.055 km) ist der Highway übrigens die längste „State Route“ im Bundesstaat Kalifornien.
Wir fuhren allerdings nur Teilstücke.

Im Städtchen Morro Bay erwartete uns endlich wieder Besuch aus der Heimat. Mit Mia und Gerrit, die auf einen Flitterwochen-Road Trip von San Francisco nach LA unterwegs waren, verbrachten wir einen herrlichen und schönen Abend. Am nächsten Tag schauten uns noch im Städtchen um, genannt GIBRALTAR von Kalifornien, bevor es dann an der Küste weiter gen Norden ging.
Für Honey-Mooner gibt es Putenbrust in Herzform :)
Unser Kleiner :)
Wangentaschen-Willi
Die Domteuse am Werk lässt Mann und Möve staunen
Sitz!
Die Mandel-Möve

Ab hier beginnt übrigens der landschaftlich schönste Abschnitt der Strecke.
Mehrmals hielten wir an: Nämlich wegen WOW!

Es folgten kleine, sehr schöne, aufgeräumte und für all die Touristen hergerichtete Kleinstädte und Ortschaften. Die Strasse folgt der Küstenlinie durch San Simeon, dann zu der Steilküste von Big Sur.

In der Nähe von San Simeon kann man das Hearst Castle von der Straße aus zu sehen, da hoch auf einer Bergkuppe thront. Wir fuhren es zwar an, besichtigten es aber nicht, da schon der Parkplatz und die Wartehalle, Restaurants und Souvenirläden dem Disneyland gleichkamen und uns das irgendwie abturnte. Der stolze Preis von 25$ / Person für 2 Stunden auch. Die Bilder des kitschigen Gesamtkunstwerk in der kostenlosen Ausstellung reichten uns um eine Idee zu bekommen, was in dem Schloss so los ist. Hearst Castle ist ein schlossartiges Anwesen nahe San Simeon in Kalifornien, USA, das in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger William Randolph Hearst auf einem Hügel erbaut wurde, von dem aus man bis zum Pazifischen Ozean blicken kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Hearst_Castle 

Kitsch kennt keine Grenzen
Landschaftlich erinnerte uns die Fahrt entlang an Chiles Küsten…hatten wir damals nicht ganz so perfekte und gut ausgebaute Strassen, niemals so viel Gegenverkehr und waren oft ganz alleine und konnte frei am Strand campen. Aber gewisse Ähnlichkeiten stellten wir fest. 
 Es gab einige Wahnsinnsausblicke auf den türkisblauen, tobenden Pazifik.
Keep your distance...It´s the law!
cooler kleiner RV Mietwagen
Spaß in Nass
anschnallen - sonst 142,00 $
Nach der Ortsdurchfahrt von Carmel-by-the-Sea waren wir wiedermal in einem Bilderbuch.
Carmel-by-the-Sea ist eine Kleinstadt mit dem Status einer Stadt mit nur 5.000 Einwohnern. Sie liegt 190 km südlich von San Francisco, fünf Kilometer südlich der Stadt Monterey.

Hier waren es plötzlich nur noch 20 Grad und wir kramten dann doch wieder einen Pullover heraus um am angrenzenden, schicken "Syltartigen" Strand eine Runde zu drehen. Hier ist alles wie gesagt wie im Bilderbuch. Schöner geht es eigentlich kaum.
Hier riecht es auch gleich ganz anders. Sehr blumig und harzig. Das liegt wahrscheinlich an den gepflegten Gärten und Blumenbeeten die vor den meist sehr geschmackvollen Holzvillen liegen. Ernest Hemingway, John Steinbeck und Jack London lebten hier.

Das angenehme Klima und die hohe Lebensqualität der Kleinstadt wissen auch heutzutage viele Prominente wie Brad Pitt, Jennifer Aniston oder Doris Day zu schätzen. Die Grundstückspreise sind dementsprechend auch für kalifornische Verhältnisse sehr hoch. Fanden wir bei einem Makler im Schaufenster ein schmuckes Hüttchen, wollte man doch min. 3,5 Mio $ von uns haben, das etwas grössere mit Meerblick lag bei 27,5 Mio $. Wir überlegen noch :)
 Sowas kauft man ja nicht mal eben am Wochenende.

 Die grosszügigen Bürgersteige beherbergen edle Restaurants, Bars, Boutiquen und Galerien, Hotels heissen hier nun endlich Cottage und nach Fastfoodketten oder Starbucks sucht man hier vergeblich.
Dafür fanden sich Touristen aus Deutschland und Österreich und wie gesagt der (wohl) schönste Strand an der Kalifornischen Küste.
Unser Sylt 2012
Möven-Chillout
leckere Riesen-Bretzel

Noch bekannter wurde Carmel nachdem im Jahr 1986 der Schauspieler Clint Eastwood als Kandidat der Republikanischen Partei mit großer Mehrheit zum Ortsbürgermeister von Carmel wurde. 2 Jahre blieb er Bürgermeister.

Etwas abseits des Orts beginnt der 17-Mile Drive, hierbei handelt es sich um eine Strasse zwischen „Pebble Beach“ und dem Del Monte Forest (einem wunderschönen Zypressen-Wald). Sie führt an berühmten Golfplätzen und Villen vorbei und ist Anziehungspunkt vieler Touristen und Touren. Auf den diversen Aussichtspunkten wurden wir zigmal angesprochen…wo her wir kommen und was wir denn hier eigentlich machten.
Es dauert nicht mehr lange, dann verlangen auch wir eine kleine Gebühr für unsere Geschichte. :)
Fast schon patagonische Bäume
wohnen direkt am Golfplatz
Seelöwenhaufen
wohnen geht schlechter :)

Nach der wirklich wunderschönen Fahrt erreichten wir die Monterey Bay, eine Bucht der Pazifikküste beim 30.000 Einwohner Städtchen Monterey, welches auch schön und sehenswert ist sowie einen Pier und sonst auch alles hat, sodass wir uns auch hier mal niederließen.
Doppel-Daumen-dicke Schoki
Forest G. Zotlöterer
was dort wohl so "bequatscht" wird?
Bevor es ins verrückte San Francisco ging, stoppten wir zum Shopping in der „Retortenstadt“ Milpitas, eine Stadt im Santa Clara County mit 67.000 Einwohnern und im Einzugsbereich der Metropole San Francisco. Nach einer Volkszählung von 2000 waren ca. 52 Prozent der Einwohner asiatischer Herkunft. Heute müssen es definitiv mehr sein denn eigentlich sahen wir hier nur Asiaten. Das liegt daran, da sich das Städtchen inzwischen als Hochburg für Hard-und Software gemausert hat und der Asiate sich gut und gerne mit dieser Branche befasst.
Artischocken-Plantagen
Petze

Schön ist es hier wirklich nicht…überall nur neugebaute Häuser bzw. Wohnviertel, Shoppingcentren und Outletcenter, neben gewaltigen Büroanlagen der berühmten Computer-Hersteller….und natürlich alle Fastfoodketten, Sushi und Chinarestaurants ohne Ende... gut sortierte Supermärkte mit lustigen (und leckeren) californischen Weinen.
:)
Mongolisches BBQ
Also wenn jemand herkommt, sollte das Shoppen in den wirklich gut sortierten und preislich auch gelungenen Outletcentern im Vordergrund stehen.
LA bis Milpitas 666 km
Ab hier war es nur noch ein Katzensprung bis nach San Francisco.
Ich war gespannt, ob ich die Stadt immer noch so cool und nett finden würde, wie "damals“ bei meinem Besuch im Teenageralter.

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