Hinter der nicht nenneswerten Stadt Léon und ein Stück nordwestlich der Millionenstadt Guadalajara fuhren wir zur Mittagszeit in die von Agavenfeldern umgebene Kleinstadt Tequila.
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| Unser erster Defender in Mexico, Autohaus in Guadalajara |
Hier waren die Bordsteine hochgeklappt, vereinzelt sah man jemanden über die Strasse huschen oder unter einem schattigen Baum ein Nickerchen machen.
Die Strassen sind staubig, die Luft stand.
Teilweise etwas „abgerockt“ sah es hier aus.
Keine edlen Boutiquen, Schicki-Micki-Bars oder „fancy“ Restaurants, hier ist alles noch bodenständig und authentisch: Kneipen, Schnapsverkauf und Essensverkauf auf der Strasse.
Das sind die wichtigen Dinge.
In kleinen Lädchen findet man aber sonst alles andere.
Das gefiel uns auf Anhieb. Sehr mollig!
Santiago de Tequila oder einfach „Tequila“ ist weltweit für den gleichnamigen Schnaps berühmt. Durch die großen Einnahmen aus der Tequilabrennerei ist die Stadt recht reich geworden und ist daher auch ganz hübsch, ein Pueblo Mágico sowie ist ein beliebtes Ziel aus-und inländischer Touristen.
Die Stadt lebt zum Grossteil von den Destillerien und vom Tourismus. Besonders bekannt ist die internationale Tequila-Destillerie José Cuervo. Weitere sind Destillerien Sauza und der Tequila D'Reyes.
Der Begriff Tequila ist geschützt und darf daher nur von Tequilerías aus der Region Jalisco verwendet werden…jaja, eigen sie sie…wie die Franzosen mit ihrem Champus.
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| Destillerien Sauza |
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| Pflastersteine zeigen den Weg durch die Stadt zur Destille |
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| 1812 wurde die Fabrica La Rojeña eröffnet, die älteste Destillerie in Latein-Amerika. Heute wird das Casa Cuervo von der Familie Beckmann aus Deutschland geführt. José Cuervo ist der erfolgreichste Tequila der Welt. |
Draussen war es kochend heiss und obwohl wir nicht damit gerechnet hätten, fanden uns die erstem Mücken bereits beim Stadtbummel, was wir auf knapp 2.000m nicht erwartet hätten.
Also galt es unser Blut zu verdünnen um die Mücken zu bekämpfen….wir suchten daher eine Destille…obwohl Tequila nicht gerade zu unseren Lieblingsgetränken gehört. Aber, da muss man durch…alles ausprobieren!
In den großen Destillen wollte man uns am Nachmittag (und nur zu zweit) nicht mehr hineinlassen…aber wir wollten doch VERDÜNNEN!
In einem „Fass-Mobil“ frönten wir dem Tourispaß dieser Stadt und erreichten nach einer Stadtrundfahrt eine kleine Destille, ausserhalb der Stadt.
Hier bekamen wir eine nette Führung über das Gelände und die Räumlichkeiten (sogar auf Englisch) sowie zum Abschluss nach ca. 1,5 Stunden eine ausführliche Verkostung….herje, das war ne heisse Angelegenheit.
Zwar gibt es dann ja doch recht gute Tropfen und nicht den uns meist aus Deutschland bekannten Fusel, dennoch brennt (für mich) die ganze Geschichte mächtig und zieht einem die Schuhe aus. Und verdünnt Blut. Oder so.
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| Auf gehts! Sattelt die Hühner! |
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| Agavenfelder überall |
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| Die ehemalige Waschstrasse |
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| Tequila-Mobil |
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| Agaven-Security |
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| Hier der Hauptakteur: DIE BLAUE AGAVE |
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| Feierabend |
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| lecker! |
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| 100 % Volumenprozent wollen/sollen probiert sein... |
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| Tina Nr 1 |
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| in den "heiligen" Hallen |
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| Mangobäume (wachsen bewusst durch das Dach) bieten viel Schatten |
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| einer geht noch! |
Restaurants gibt es in Tequila wenige, ebenso Bettler oder anstrengende „wolle kaufe Kette?-Verkäufer“…
Es kann aber auch sein, dass wir zur „richtigen“ Zeit hier waren, sprich ausserhalb der Saison.
Wie auch immer, es machte uns Spaß, als vermutlich einziges ausländisches Touripaar durch die kleinen Gassen zu laufen und die Menschen und ihr Leben zu erleben.
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| Wohnhaus mit Fensterverziehrung "blaue Agave" |
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| Tankdeckel sind out |
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| Der örtliche Schlachter / Fleischhauer |
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| Zotti Dinner |
Mexico ist an sich ja sehr gläubig, sobald man im Vorbeigehen eine Kirche passiert, bekreuzigt man sich. Hier sogar sehr, denn täglich um 21:00 findet die Segnung statt, bei der der Pfarrer dreimal die Glocke läutet. In der Umgebung stehen dabei alle Menschen auf, schalten Fernseher oder
Radio aus, unterbrechen ihre Aktivität und richten sich zur Kirche...
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| Kathedrale |
...und danach gibt es mit Sicherheit ein „Schnapserl.“
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