10.07.2012

05.07.2012 Pedasí & Santa Catalina / Panama

Der Hauptstadt zu entkommen ist nicht ganz so einfach, aber machbar…auch ohne wirklich gute Ausschilderung. Die ist im gesamten Land übrigens Mangelware.

Kurz hinter der Stadt beginnt eine weitere Hochhaus-Meile am Strand. Kilometer weit sind sog. „Edificios“ entstanden, in denen hauptsächlich Ausländer wohnen bzw. sich zur Ruhe gesetzt haben. Zwischendrin findet immer mal wieder ein kleines Städtchen.

Die Panam ist in einem guten Zustand und man kann sogar oft zweispurig dahin-pesen. Wohlgemerkt PESEN, denn RASEN ist aufgrund von strengen Polizei Radarkontrollen eher ungünstig, bzw. sehr teuer.
Die Zottis im Stundenhotel
MC Drive
hübsches Holzlager einer Bambus-Farm
Hier darf die Ampel noch hängen wie sie will
Für uns ging es zu Halbinsel AZUERO, die westlich von Panama-Stadt liegt. Die Gegend hatten wir vor zwei Jahren leider nicht besucht. Bekannt ist Azuero für traditionelle Festivals und Strände. Wirtschaftlich ist die Region geprägt von Tourismus an den Küsten sowie Ackerbau (hauptsächlich Mais) und Viehzucht im Landesinneren. Auch hier ist es extrem grün….ein paar sehenswerte Kleinstädte und archäologische Fundstellen gibt es hier übrigens auch.

Das kleine Fischerdorf PEDASÍ, an der Küste liegend und auf grünen Hügeln gebettet, war lange ein verborgener Schatz unter den Sportfischern und Surfern. Inzwischen ist es ein Hot Spot für Touristen und Investoren aus aller Welt geworden hat aber noch seinen Charme und „Knuffigkeit“ behalten.
Wir guckten uns trotz Nebensaison mal um und erkundeten die Strände.
Schon am Tag drauf mussten wir weiter und es ging durch einen flotten Regenguss erneut an die Pazifikküste, in die Region von Santa Catalina, genauer gesagt im Golf von Chiriqui, Veraguas ein.
Auch hier ist alles sehr ländlich. Selbst grössere Städte wie SANTIAGO sind kein Vergleich zur Hauptstadt...allerdings hat sich hier eine Menge in zwei Jahren getag. Auch hier verdrängen langsam riesige Shoppingcentren die kleinen Geschäfte, MC Donalds gibt es inzwischen auch alle paar Kilometer auf der PanAm...
kurz vorm Regenschauer
Ebenfalls ein- bzw. wohl DER Surfhotspot sowie Tauch und Schnorchelparadies. Hier kehrten wir wieder im Hibiscus Garden – alias Jardin de Papos bei Hedwig und Mick ein…
Hier waren wir schon gewesen und staunten nicht schlecht, wie das selbst erbaute Hostel und gerodete Grundstück am Meer gewachsen war. Nach wie vor eine tolle Adresse!
Ein Aussteigertraum wurde wahr!
www.hibiscusgarden.com
Sämtliche Einrichtungen wurden
aus Treibholz (Hand-) gefertigt
See-Stern am Privatstrand
Fussboden aus Ästen und Stämmen
Bollo-Time
Fisch aufm Tisch
Kurzfristig buchten wir einen Ausflug…denn den konnten wir damals aufgrund des Wetters nicht machen…und er schien sehr vielversprechend….

Am nächsten Morgen ging es bei Hitze und Sonnenschein im Bötchen zur Isla Coiba. Mit ihren 493 km² ist die Isla Coiba die größte Insel Panamas und zugleich die größte amerikanische Insel im Pazifik. Die Insel steht seit 1991 unter Naturschutz. Vorab stürzten wir uns mit Schnorchel und Flossen in den blitzeblauen und recht warmen Pazifik und schnorchelten durch die hübsche Korallenwelt.
Um die Insel herum umsäumen sich weiße, feine Sandstrände und Mangroven. Das Naturpotential auf der Insel ist immens, deshalb wird die Insel auch bevorzugt von Eco-Touristen, Taucher und Hochseefischern besucht. Durch die Isolation der Insel konnten sich hier viele Arten entwickeln, die nur auf der Isla Coiba zu finden sind. Die anhaltende Evolution bringt immer wieder neue Arten zum Vorschein. Sie können Vögel, Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Habitat betrachten, darunter finden Sie Meeresschildkröten, Delfine, Haie, Mantarochen und Buckelwale, um nur ein paar zu nennen. Besonders der Reichtum an Fisch macht die Insel so populär.
Auch am Nachmittag schnorchelten wir noch eine Runde und auch diesmal sahen wir eine kunterbunte Unterwasserwelt. Neben Bunten Fischen gab es Wasserschildkröten und auch Haie. Ja, das war lohnenswert….und wir waren froh, dass wir nochmal her gekommen waren, denn die Insel ist wirklich unberührt, sauber und schön.

Regen ab Nachmittag
Panameno im Friesennerz
Was sagt uns das?
eieiei-doch noch ein Hai
!!!
Der Ort Santa Catalina ist mini. Es gibt lediglich eine Strasse, mit wenigen Hotels, Restaurants und Tauchcentren, die vor einem Strand endet. Das war´s. Alle laufen hier Barfuss, leben vom Tourismus oder gehen surfen. Schon die Kleinen stehen auf den Brettern.
und wer bist Du?
Auch diese Region ist wenig besiedelt und die Menschen man trifft sind hier sehr zurückhaltend, fast scheu. Hier leben viele Mestizen. Zwei Drittel (rund 60 %) der Panamaer sind Mestizen, also Mischlinge aus Indios und Europäern. Sie leben vor allem im Westen des Landes wo sie bis zu 90 % der dortigen Bevölkerung ausmachen. Die Gesamtzahl der Arbeitskräfte Panamas, die einer regulär bezahlten Arbeit nachgehen, liegt bei weniger als einem Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Rest arbeitet für den Eigenbedarf, lebt von der Schwarzarbeit oder ist arbeitslos (2005: 9,6 Prozent) Daher sieht man leider auch hier viele arme Menschen, die täglich nur vor der Haustür sitzen und warten…dabei versuchen ein paar Früchte oder Gemüse zu verkaufen um etwas Geld zu verdienen. 8,8 Prozent der Bodenfläche Panamas werden landwirtschaftlich genutzt. Hauptsächlich werden Bananen, Plátanos, Zuckerrohr, Reis, Ananas, Mais und Kaffee angebaut. Zum Tierbestand gehören Rinder, Schweine und Hühner.
Sonnenschutz
Baseball und Fussball sind Nationalsport

Auf der Weiterreise stoppten wir auch hier bei einer Grossfamilie und verteilten ein paar Klamotten, Kosmetik und Nahrungsmittel.
 Die Freude war sehr gross.
Auf beiden Seiten.


Gefahrene Strecke:
Panama Stadt via Pedasí nach Santa Catalina = 590 km

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