04.03.2012

01.03.2012 Oxapampa / Peru

Heute ging es in den Dschungel.
Der sog. Hochlanddschungel lag quasi vor der Tür. Trotz Regenzeit wollten wir hier mal vorbeischauen. Einige Dörfer sollte es geben. Tiefer im Dschungel sogar die einzig Deutsch-Österreichische Kolonie der Welt. Hauaha. Das war ein Wort! Das wollten wir sehen.

Aber nun fuhren wir erst mal bei Sonnenschein hinab…waren schon bald auf weniger als 2.000 m. Es war schlagartig grün wohin man sah, wir überquerten diverse Brücken und durchfuhren einige Tunnel.
Österreich ist überall
Kaffeebohnen für Starbucks
Die Strasse war meistens recht gut in Schuss. Nach etwas über einer Stunde hatten wir die Stadt SAN RAMON, 11 km später LA MERCED erreicht. Eine richtige kleine Dschungelstadt. Die Idee, weitern in den Dschungel nach SATIPO zu fahren, cancelten wir, nachdem wir in einer Reihe an Autos und Bussen standen. Auch hier war mal wieder eine Schlammlawine den Berg hinunter gekommen und alle warteten auf das anrollende Werkzeug…es sollte sich nur um Stunden handeln.
easy Bar am Strassenrand
Hang-Grundstück
1 FC. Dschungel-Kicker
Wer hat die Kokunuss
Wegen Schlammlawine warten...
...wegen Schlammlawine gucken...
Hier hupte niemand. Alle standen brav in der Reihe und warteten. Man saß im Schatten, machte sich etwas zu essen oder schwang den Putzschwamm durch den angrenzenden Fluss und wusch so lange sein Auto. Das ist bis dato bei JEDER Baustelle auf diesem Kontinent so gewesen. So ein ruhiges Bild gibt es in Deutschland eher selten…Warten kann bei uns niemand.
Wir entschieden einen anderen Weg einzuschlagen und heute schon den Weg nach OXAPAMPA anzutreten. Diese Strasse war nicht mehr asphaltiert…aber meistens relativ gut befahrbar…die paar Schlaglöcher.
Fluss von rechts (rot) trifft auf Fluss von links  (grau)
Kistenbau
neue Leidenschaft: salzige Banana-Chips
Veggie-Weeks (Yuca & Salat)
Clemens bekam Fisch auf den Tisch
Die Umgebung wurde noch „dschungeliger“…die Orte am Strassenrand wurden kleiner und einfacher. Bananen-und Orangenbäume waren hier nun unübersehbar die Spitzenreiter, hinzu kamen kleine Werkstätten die die passenden Verpackungskisten dafür produzieren.
Vogelnester in Tropfenform
Alles Banane
Gegen Spätnachmittag erreichten wir OXAPAMPA, die Stadt von der man sagt auch sie habe Tiroler Einschlag. Ausser ein paar hübschen Holzhäusern und vermehrt Blonden mit blauen Augen, sahen und fanden wir das eher weniger.

1891 wurde OXAPAMPA von deutschen Auswanderern gegründet. Das Stadtbild besteht aus einer wildwest-ähnlichen bunten Mischung aus Holz- und Zementhäusern. Deutscher Ordnungssinn und peruanische Lebensfreude geben Oxapampa einen ganz speziellen Charakter…so munkelt man. Der erste Eindruck wirkte wie eine verlotterte Dschungelstadt. Gut, eine Nacht würden wir ja wohl überleben ;)
Oxapampa liegt auf 1800 m in der Yunga-Höhenzone, umgeben von üppigen Bergwäldern. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert von österreichischen und deutschen Siedlern aus Pozuzo im Siedlungsgebiet der indigenen Yanesha gegründet. Im 20. Jahrhundert migrierten zudem zahlreiche Kroaten in das zentralperuanische Dorf.
Das Gebiet nennt sich SELVA, die östlich der Anden beginnt = Regenwaldregion („Selva“).
Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt, in dem ein milderes Klima herrscht. Die Yunga ist eine Höhenstufe beiderseits der Anden von ca. 500 bis 2300 m)
In der Yunga gibt es viele enge Täler und steile, vegetationslose Abhänge. Das Klima ist sehr heiß. In der westlichen Yunga zur Küste hin ist es nur wenig feucht, während die östliche Yunga zum Amazonasbecken hin die weithin von Wäldern bedeckt ist, eine hohe relative Luftfeuchtigkeit und starke Niederschläge aufweist.
Die Talgründe der Yunga sind sehr fruchtbar.



Zwar waren wir nicht im Dickicht des dicksten Amazonasgebiets, aber so ein bisschen Dschungelfeeling wollten wir mal schnuppern. Hat ja noch nie geschadet.
Wir fanden endlich wieder eine Cabana. Leider ohne Küche, sonst hätten wir gerne ein paar Tage hier verbracht…das kulinarische Angebot dieser Stadt war begrenzt.
Das Wetter war angenehm. Nachts zwar etwas kühler, aber tagsüber angenehm warm. Zwischendrin ein leichter Sommerregen.
Grad als wir es uns gemütlich gemacht machten, fing eine „Rockband“ im Haupthaus an zu spielen. Eher gesagt an zu proben. Immer nur das Gleiche Lied.
So ohne Vorankündigung – und stock nüchtern in den Abendstunden – ist das eher uncool. Naja, wir waren auch mal jung daher liessen wir sie spielen. Bis 22:30. dann hauten wir auf den Tresen.
Die Nacht wurde dann nur noch durch laut muhende Kühe gestört, die gefühlt unter unserem Bett lagen. Der nächste morgen wurde dadurch eingeleitet, dass wir 1,5 Stunde kein Wasser hatten. Nirgends. Durch ein recht gutes, aber zu Caféarmes Frühstück und endlich funktionierendes Internet, versuchte man die beiden „Mangel“ wieder gut zu machen. Nix da. Abreise!
Palma Lodge


Nach einem Besuch beim „Officina del Parque“, (Angrenzender Nationalpark YANACHAGA CHEMILLIEN) welches von einem deutschen Ministerium unterstützt wird, ging die Fahrt weiter, weiter in der Dschungel…

Tarma (A) bis Oxapampa (B)

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