Über 700 km trennten uns von unserem nächsten Ziel, der Stadt NAZCA an der peruanischen Küste. Die Strassen dorthin waren ein ständiges auf und ab. Hinunter auf 1.900 m geht es rasant und kurvig auf über 4.000 m, begleitet von tosenden und überfluteten Flüssen, Geröll und Steinen auf der Fahrbahn. Zur Feier des Tages erwischten wir zwischendrin kräftige Regenschauer mit gefährlichem Gegenverkehr. Nun muss man allerdings mal sagen, dass viele Peruaner nicht Autofahren können. Rücksichtslos und unsicher brettern sie durch die Gegend ohne Abstände und Gefahren einschätzen zu können. Unnötig zu sagen, dass diese Fahrweise nicht ganz ungefährlich ist. Ich habe mir das nicht ausgedacht, lediglich die Meinungen der betroffenen Europäer zusammengetragen. Rückwärtsfahren mögen, bzw. können sie nicht. Bevor sie das tun, bleiben sie stehen oder brettern einfach geradeaus. Und: HUUUUUUPEN!!! Egal was vor ihnen ist. Ausnahmen bestätigen sicherlich die Regel, diese haben wir aber eher selten bis dato getroffen.



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| er hat noch gut Lachen |
Auf 2.300 m legten wir in der Stadt ABANCAY einen Mittagsstopp ein, unwissend darüber, dass man hier heute Karneval feiert, in dem wir uns unweigerlich verfranzten. Wasserbomben sowie Sprüh-Schnee zählen zu den Highlights im Karneval. Auch wir bekamen es ab. Ach ja, und es regnete.
Gestärkt durch ein flottes Mittagessen machten wir uns wieder auf bis wir am Abend aus Versehen in CHALHUANCA landeten. Eine rustikale Ortschaft, die auf knapp 3.000 m liegt. Es schüttete und die uns bekannten Übernachtungspunkte lagen am Flussufer, welches aber bereits weggespült war. Erneut fanden wir eine eher gewöhnungsbedürftige Hostel / Hinterhof-Situation, das Hotel Plaza. Im angrenzenden Restaurant gab es „Pollo-Pommes-Pils“.
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| "Kuck mal min Jong, de Zuch kütt..." ;-) |
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| Der Zug / De Zuch |
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| Kraftnahrung für die beiden Piloten |
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| Dusche von rechts für den Sprinter |
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WER soll mit dieser
Geschwindigkeit arbeiten können? |
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PPP
(Pommes-Pollo-Pils) |
Die Karussellfahrt ging am nächsten Tag weiter.
Ein weiterer Pass mit 4.300 m lag vor uns. Auf der Hochebene trafen wir unzählige Lamas, Alpakas sowie die hübschen und scheuen Vicunias. Kleine Dörfer ohne Infrastruktur waren ebenfalls zu sehen.
Bei PUQUIO stieg die Strasse nochmal auf 4.500 m an, danach fiel sie wieder ab auf 3.000 m. Auch hier regnete es, allerdings war heute irgendwie „trockener“ als die Tage zuvor.
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| idyllisches Fleckchen. |
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| Wolle runter |
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Von denen gibt es viel zu viele...
...und damit meine ich nicht den Hund! |
Bevor es dann ENDLICH in die Wüste ging, folgte der letzte Pass auf 4.330 m. Dann glitten wir in langgezogenen Kurven in die kahle Wüstenlandschaft. Es war unwirklich. Waren wir Stunden zuvor in saftig grünen Bergen gestartet…und nun war es merkbar warm (endlich!) und trocken (auch endlich!) Let´s FlipFlop!
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| Selbst ist die Frau |
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| Endlich wieder ein Kaktus! |
Die Stadt Nazca, die bekannt für ihre LINIEN ist, haute uns nicht vom Hocker. Im Gegenteil. Der erste Weg führte für uns um Flughafen um unseren Flug klar zu machen.
Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, zum Beispiel aus Flugzeugen.
Einige US Dollar (80,00 / Kopf) ärmer und einen Termin am Morgen darauf um 6.30 reicher, checkten wir auf dem gegenüberliegenden Hotelgelände des MAISON SUISSE ein. Hier durften wir auf dem Hof stehen. Trotz säuischen WC-Duschanlagen machten wir es uns hier bei einer lauen Sommeracht, Wäscheservice und Internetverbindung ziemlich nett.
Um Punkt 7:00 starteten wir in unserem „Privatjet“ (zzgl. zwei Kapitänen) unseren Rundflug über das wolkenlose Nazca. Keine Wolke in Sicht keine böe im Anmarsch und somit glitten wir dahin und konnten in aller Ruhe die Berühmten Nazca Linien anschauen. Mal legte sich das Flugzeug mehr rechts oder mehr links in die Kurven, sodass wir alle wunderbar sehen und fotografieren konnten. Schlecht wurde uns allen nicht.
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| Unser Fliescher! |
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| Marsmännchen |
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| Hund |
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| Check 1,2, Check 1,2 |
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| Kolibri |
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| Condor |
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| Hände |
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| PanAmericana |
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| Baum (und Aussichtsturm) |
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| Nazca |
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| Capitano |
Der Rundflug war wirklich toll und die Linien beeindruckend.
Obwohl ein paar Linien bereits vorher schon bekannt waren, geht die Entdeckung auf die Deutsche MARIA REICHE zurück. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges begann sie mit den Forschungen, die sie bis zu ihrem Tod 1998 ausübte.
Die Bedeutung der Linien ist bis dato nur teilweise geklärt. Einige sind wahrscheinlich eine astronomischer Kalender…Doch niemand weiss, weshalb die Menschen damals Figuren in den Wüstenboden ritzten, welche sie im Ganzen vom Boden aus gar nicht sehen konnten…
Dennoch: Boarding completed!
ACHTUNG, DER BERICHT UNTEN IST NICHTS FÜR KLEINE KINDER & SCHWACHE NERVEN!
Danach schaute wir uns 30 km südlich den berühmten „Chauchilla“ Friedhof (Necropolis de Chauchilla) Friedhof an. Dies war allerdings eher erschreckend. Viele der Mumien waren „recht gut erhalten“. Kinder waren ebenfalls unter ihnen.
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| Eine der 17 Grabstellen |
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| Saftiger Wüstenbaum |
Die Gräber wurden geöffnet und sämtliche Inhalte kamen zum Vorschein. Die Bewohner von Nazca haben die Verstorbenen mumifiziert. Dies geschah, indem sie sie nach Entfernen von Eingeweiden, Organen und Gehirn mit heißem Wasser ausgewaschen und anschließend über Feuer getrocknet haben. Dies führte auch zur Schrumpfung der Muskulatur. Ebenfalls wurden die Sehnen in Ellbogen und Kniegelenke durchgeschnitten, um die Mumien in eine Stellung zu bringen, wie sie Babys im Mutterleib haben. Diese fötale Stellung sollte die Wiedergeburt erleichtern.
Dinge wie Töpfereien, Mais, Bohnen wurden den Gräbern ebenfalls beigelegt, da man der Ansicht war, dass man diese ins nächste Leben mitnehmen könne.
Gegen Ungeziefer und Insekten wurden die Mumien mit Salz, Asche und Chilischoten eingerieben. Alpaka-Haar wurde in das Echthaar eingeflochten, um dieses besser zu erhalten. Der Friedhof beleuchtet die Rituale um die Toten zu bewahren.
Es ist der einzige archäologische Ort in Peru, an welchem alte Mumien zusammen mit bis zu 1000 Jahre alten Artefakten in ihren originalen Gräbern gesehen werden können.
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| Wohnhaus am Hang |
Danach machten wir uns mit einem flauen Magen auf gen ICA, die Stadt die 300 km südlich von der Hauptstadt Lima, sowie an der Panamericana liegt...
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Suchbild:
Fliegendes Euter |
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