24.11.2011

21.11.2011 Puyuhuapi / Chile

Nach knapp 70 km erreichten wir die Stadt Coi/Coyhaique. (Niemand weiss, wie es geschrieben wird…geschweige denn, wie man es ausspricht.)
Es nieselte die ganze Fahrt über. Dennoch war die Landschaft hübsch anzusehen.




Die Stadt bot uns zu Beginn gleich eine funktionierende Tankstelle und einen Baumarkt. Danach einen hübschen Platz, eine nette Einkaufsstraße und nette Cafés. Ein Fährunternehmen, welches wir befragen wollten frönte der Siesta, wie so manch andere Läden. Zu. Einfach komplett zu. Ohne Hinweis auf die Öffnungszeiten. Das trifft man auf diesem Kontinent öfter.

Coyhaique (auch Coihaique) ist eine Stadt im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Chile und liegt in der Región de Aysén (Region XI). Coyhaique hat rund 43.000 Einwohner ( und ist die Hauptstadt der Region. Sie liegt rund 1650 km südlich von Santiago.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Río Simpson und Río Coyhaique an einem waldreichen Tal. Die Fernstraße Carretera Austral führt durch die Stadt.
Das Klima ist geprägt von polaren Wintern, maritimen Wetter von der nahen Küste und kontinentalem Klima von der Anden-Seite.


Wir entschieden nachdem wir uns im Super-und Baumarkt ausgetobt sowie Restaurant-und Tankstopp hinter uns hatten, weiter zu fahren…unwissend, dass dies vorerst letzte „Stadt“ ist, die wir antreffen würden…
Nach kurzer Zeit änderte sich die Landschaft. Regenwald? Wir fühlten uns in die Szenerie des Films Jurassic Park versetzt. Auf der sich windenden Schotterstrasse waren wir nun von meist riesengrossen Mammut-Rhabarber-Pflanzen namens NALCA und Fahnen umgeben. Wo waren die Dino`s?

NALCA, alias Mammut Rharbaber
Durch den Regen war alles vernebelt. Es war abgefahren…was viele LKWs und PKWs im Strassengraben mit sich brachte. Immer wieder mussten wir stehenbleiben, da wir uns in Ruhe umgucken mussten… Unglaublich, das die Landschaft auf der Rückseite der Anden völlig andres aussah! Rinder waren weitaus weniger zu sehen. Man merkte, dass wir nun in der Meeresfrüchte und Fischregion waren…so zwischen den Fjorden...
genauso wird unser Garten irgendwann bestückt





Gegen Abend erreichten wir die Siedlung PUYUHUAPI. Sie liegt in der vorletzten Region Chiles (11. Region Aysén), am Ende des gleichnamigen Fjords, am Fusse der Urwaldberge und Gletscher des Nationalparks
Gegründet 1935 von vier deutschen Einwanderern, ist Puyuhuapi heute ein Fischerdorf mit buntbemalten Holzbooten und deutscher und chilotischer Architektur inmitten einer grandiosen Landschaft. Herrlich, hier ein paar Tage in der Natur zu verbringen…dachten wir.
Es gab weniger als gedacht. Zur Saison sollte hier wohl eine Menge los sein. Wir waren aber nicht in der Saison. Es gibt keinen Bankomaten, aber eine kleine Tankstelle. Eine Handvoll Unterkünfte und Restaurant. Aber heute waren sie zu.




wer darf wo hinfahren?

Service Stationen auf der Carretera Austral
Der örtliche Campingplatz schwamm durch den Regen weg und sah auch sonst nicht wirklich einladend aus. Im Hotel Alemana und Hostal Rossbach waren keine Zimmer verfügbar. So fanden wir eine richtig nette, hübsche Pension in der Strasse HAMBURGO, Eine Hütte mit kuscheligen Betten und Petroleumofen, heisser und sauberer Dusche. Wir picknickten im Bett und hörten den Regen auf das Blechdach prasseln.
Hamburgo 16



Beim Frühstück erkundigten wir uns, ob der Regen noch lange andauern würde…“Nicht mehr lange, nur bis Freitag/Samstag“…und es war Dienstagfrüh. Unsere Stimmung stieg.
Im Sommer wäre es mit Sicherheit sehr Idyllisch hier. Heute fuhren nach einer Ortserkundung allerdings weiter.

Gute Laune - trotz Regen

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