23.11.2011

18.11.2011 Cuevas de las Manos / Argentinien

Der Norden rief, daher mussten wir weiter. Die Ruta 40 entlang fuhren wir heute wieder eine beachtliche Strecke von 550 km, meist auf Schotter. Der einzige Ort den wir zwecks Tankstopps trafen nannte sich Bajo Cararoles und war ein Verkehrs-Knotenpunkt in jede Himmelsrichtung. Ausser überteuertem Diesel hatte dieser Ort nichts zu bieten. Wir hatten ein Ziel, die „CUEVAS DE LAS MANOS“, sagenhafte Höhlenmalereien, die zu den besten Argentiniens gehören sollten. Sie lagen 50 km abseits der Ruta 40, inmitten rauer Landschaft, entlang des Río de las Pinturas.
Ausser ein paar Guanakos und einigen Baufahrzeugen hatten wir die Straße für uns.



Uns war klar, dass wir ab Abend keine Führung mehr bekamen, hofften aber, dort stehenbleiben zu können um nicht in dem furchtbaren Tank-Ort campieren zu müssen.
Wir durften und hatten einen wunderbaren Blick auf den Canyon. Es windete, aber geschützt in einer Kurve genossen wir wiedermal eine ruhige Nacht. Strahlender Sonnenschein am nächsten Morgen und Windstille.
Die UNESCO erklärte die Höhlenmalereien 1999 zum Weltkulturerbe. Hierbei handelt es sich um mehrfarbige Felsbilder, die Einbuchtungen und Nischen der Höhlenwände bedecken. Aus der Zeit um 7370 v. Chr. Stammen die Darstellungen von Abdrücken menschlicher Hände Weiter Bilder zeigen Guanakos und einige abstrakte Motive, welche in einer späteren Periode entstanden. 90 % der 800 Bilder zeigen linke Hände…eine davon mit 6 Fingern…











Chinchilla/Hasesuchbild
Im Anschluss fuhren wir die Ruta 40 weiter. Über die Ortschaft Perito Moreno erreichten wir am Spätnachmittag nach 280 km den Grenzort „Los Antiguos“, nach nur vier weiteren Kilometern wären wir am Tag drauf in Chile. Los Antiguos lag am wunderschönen Lago Buenos Aires. (Dieser See würde uns noch bis nach Chile begleiten…dort hiess er allerdings anders: General Carrera und er war nach dem Titicacasee der grösste See Südamerikas.)
es geht auch anders

Ankunft Los Antiguos

Nun hiess er aber erst mal „Restessen“ bevor uns die Chilenen Früchte und Co. wegnehmen würden. Ausserdem weihten wir Clemens vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ein, genossen den Abend vor dem Feuer und resümierten über unseren 2,5 monatigen Argentinienaufenthalt…vom Norden waren wir bis ans Ende der Welt im Süden gefahren und hatten schon einen „kleinen“ Überblick über das Land bekommen…länger hätten wir es aber auch ausgehalten…

Fazit:
Argentinien ist ein absolut faszinierendes Land, welches sehr gross und weitläufig ist. „Mal eben“ geht hier Garnicht. Die Landschaft ist so abwechslungsreich und wunderschön. Es gibt quasi alles. Einige Male hat es uns tatsächlich die Sprache verschlagen. So viele Wow´s gibt es!
Argentinien lässt sich wunderbar (und sicher) bereisen, ob mit dem Auto, dem Motorrad, dem Rad, im Flieger, oder mit dem Bus so das Feedback von vielen Reisenden.
Die grösseren Städte sind ziemlich gut aufgestellt und es gibt alles was man kennt und benötigt. Die meisten Menschen, sind sehr freundlich und hilfsbereit, oftmals interessiert und begeistert, dass man Ihr Land besucht. Die Menschen hier sind einfach lässig, zwar lebt bei den Männern die Macho-Kultur, aber viele charmante und interessante Personen kreuzten unseren Weg. Wir finden es einfach ein ziemlich cooles Volk, mit denen man es sehr gut aushalten kann.
Glücklicherweise werden wir aus Chile, weiter nördlich auf der „VULKANROUTE“ nochmal Argentinien besuchen, so müssen wir nicht für immer Abschied nehmen! (…und auf das Fleisch freuen wir uns heute schon. Es ist unserer Ansicht nach das Beste Fleisch…und das Beste Steak, das gibt es nach wie vor in Buenos Aires!

Don´t cry for me Argentina – I´ll be back!

Nun auf nach Chile, der „schmale Gürtel“ soll ebenfalls sehr vielseitig sein. Es liegen also auch hier 2 spannende Monate vor uns.

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