09.11.2011

06.11.2011 Porvenir / Chile

Sämtliche Grenzformalitäten in San Sebastian waren problemlos erledigt und schwups waren wir wieder in Chile. Und ab da waren die alten, abgebrochenen Bäume weg. Und die Menschen. Auf dem chilenischen Teil Feuerlands leben nur ca. 7.000 Bewohner. Viel ist das nicht.

140 km ging es vorbei an Feldern und Weiden, bald kam auch wieder Wasser.
Schön war es hier. Zwar hätten wir wetten können, dass sich die beiden Teile Feuerlands nicht unterscheiden, taten sie hier aber doch.
Am Abend landeten wir in Porvenir, wo es eine Fähre nach Punta Arenas geben sollte.
Über den Ort hörten wir nur:
„Es gibt da nichts zu sehen…aber genau das ist es ja…“

Auch der Reiseführer machte sich eher über das 5.000 Seelen Dörfchen lustig, als mit hilfreichen Tipps zu punkten. Einen Campingplatz gab es nicht. Aber Dusche musste heute sein. Ebenfalls wussten wir nicht, wann die Fähre fahren würde. Jeder sagte etwas anderes.

Als ich die Hotelempfehlungen des Ortes las, wusste ich bereits, wie es in den Zimmern roch…

Der Ort war Bilderbuchreif, bunte metallverkleidete viktorianische Häuser, tummelten sich vor der Bucht wo bunte Bötchen lagen. Eine Handvoll Tante Emma Läden, eine kleine Plaza, 3 Hostels und 2 Restaurants.
Und ein Hotel Hinweisschild am Ortseingang. Das Schild sah neu aus und das Hotel war im Reiseführer nicht zu finden. Gucken kostet bekanntlich nix. Von aussen pfui von innen hui.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Fähre in einer Woche erst ablegen können…so schön und modern war es hier. Die Betten, das Bad und das Restaurant waren ein Traum. Die Welt ist doch nicht so schlecht.

Leider mussten wir nur zwei Nächte auf die Fähre warten…aber den Tag Aufenthalt genossen wir, indem wir uns auf Pinguinsuche machten. Eine Kellnerin hatte uns von den „Königspinguinen“ erzählt, die an der Küste leben würden. Komisch, in dem Reiseführer stand nichts.

„Auf die Dauer Zotti-Power“ - kein Pinguin ist vor uns sicher.
Zwar mussten wir dafür die gesamte „Bahía Inútil“ auf uns ab düsen und das wieder bei allen 4 Jahreszeiten gleichzeitig, aber wie fanden ein „Nest“.

Der „Park“ war erst im Bau…es war keine Kolonie, nur eine Handvoll waren dort zu sehen, denn eigentlich lebten sie in er Antarktis. Auch hier lagen die Damen schon auf den Eiern. Diese Spezies legt alle 2 Jahre nur ein Ei. Ausserdem waren sie in der Mauser.

Der „REY / Königspinguin“ ist grösser als die Exemplare die wir bis dato gesehen haben. Handliche 90 cm werden sie gross. Neben dem „Imperial“ sind es die grössten Pinguine der Welt. …doch der Imperial wohnt nur in der Antarktis…und das lag ja leider (vorerst) nicht auf unserem Weg.
Am Dienstag, den 8.11. nahmen wir die (vorreservierte) Fähre, die uns innerhalb 2 Stunden auf das chilenische Festland nach „Punta Arenas“ brachte. Auch hier hatten wir die wildesten Geschichten vom schaukelnden Seegang gehört…aber wir?
Wir glitten dahin und vertrieben uns die Zeit mit „Büroarbeit“…und freuten uns sehr auf die Zeit in Chile!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wow, wie toll ist das denn, Königspinguine dort (und eben nicht in der Antarktis)? Klasse!
J.

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