65 Kilometer vor Córdoba sahen wir schöne kleine Ortschaften wie das Städtchen „La Falda“. Aufgeräumte Strassen und Vorgärten, schicke Wohnhäuser und selbstgezimmerte und bemalte Strassenschilder sowie eine grosse Auswahl an Restaurants, Hotels, Cabanas und Campingplätzen. Jeder Ort der ab da unseren Weg kreuzte, hatte mindestens einen Campingplatz. Willkommen im Campingmekka Argentinien! Wir hatten zwar schon davon gehört, doch das übertraf unsere kühnsten Vorstellungen.
Die Gegend war schön, besonders aber der Ort „San Roque“ mit einem netten Stausee in der bergigen Landschaft. Von dort ging es dann zügig in die Stadt, welche die zweit grösste Argentiniens ist. Auch die Anfahrt auf die Stadt konnte sich sehen lassen. Highwayartig fuhren wir auf die Stadt hinzu. Wir waren gespannt was die Stadt so konnte…die Eckdaten hörten sich schon sehr gut an:
Córdoba ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Argentiniens. Sie liegt etwas nördlich des geografischen Zentrums des Landes, ist Hauptstadt der Provinz Córdoba und kulturelles Zentrum Zentralargentiniens mit einer der bedeutendsten Universitäten des Landes.
Wegen vieler Bauten aus der Kolonialzeit wird sie auch von zahlreichen Touristen besucht.
Der vollständige Name lautet Córdoba de la Nueva Andalucía (Córdoba von Neu-Andalusien) und wurde von der andalusischen Stadt Córdoba abgeleitet. Córdoba wird im Volksmund wegen der Universitäten und anderen Lehrinstitute auch als La Docta(„die Gelehrte“) bezeichnet, ebenfalls als ciudad de las campanas („Stadt der Glocken“) wegen der vielen Kirchen.
Córdoba ist außerdem in 401 Stadtviertel eingeteilt, von denen einige wiederum in verschiedene Sektionen unterteilt sind. Sieht man diese ebenfalls als eigenständige Viertel, so erhöht sich die Zahl auf 456 Die hohe Anzahl erklärt sich damit, dass größere Baugebiete an der Peripherie meist als neue Viertel gelten, deswegen erhöht sich deren Anzahl ständig..
Córdoba hat eine bedeutende Kulturszene, die sich vor allem wegen der über 150.000 Studenten, die in der Stadt leben, ständig erneuert. Im Jahr 2006 trug die Stadt den Titel der Kulturhauptstadt Amerikas. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind hauptsächlich gut erhaltene Bauten aus der Kolonialzeit im Zentrum, es gibt aber auch eine große Anzahl von Museen.
Standesgemäß checkten wir für eine Nacht im Hotel Vienna ein und erkundeten die Stadt.
Besonders im Dunkeln sah sie schön aus. Die imposanten Gebäude im Kolonialstil sahen natürlich klasse aus. Am nächsten Tag auch, aber anders. Am Tag darauf fanden wir zügig ein kleines Appartement in der Innenstadt, bzw. 2 Blocks davon entfernt. Wir entschieden, dieser Stadt ein paar Tage zu widmen. Ich fand sogar eine Sprachschule, die mich noch spontan für 2 Stunden täglich unter Vertag nahm. Es war also die Erste Stadt nach Buenos Aires wo wir länger blieben. Länger bedeutet für uns mehr als 2-4 Tage.
Wir genossen es mal wieder richtig zu kochen und einen Haushalt zu führen. Unser „Bude“ mit knapp 50m² war für uns völlig ausreichend. Relativ schnell kann der Mensch sich an Dinge um/gewöhnen…Zwar hatten wir hier einen besonders schönen Plasma, aber auch hier blieb er aus Desinteresse aus. (ausser Clemens bei Formel 1) Nachrichten verfolgen wir so gut es geht im Internet oder Facebook, haha. Auch haben meine Haare seit 5 Monaten keinen Fön gesehen. Und somit kann ich wiederlegen, dass nasse Haare eine Erkältung kreieren, denn wir waren selbst bei Minusgraden mit nassen Haaren unterwegs. Immunsystem funktioniert, olé!
Der argentinische Frühling präsentierte sich mit sommerlichen 38 Grad…
Wir erkundeten die Stadt oder gingen in den nahe gelegenen „Parque Sarmiento“ zum Joggen, oder in eines der vielen Shoppingcentren, die auch wie in Buenos Aires sehr gut sortiert waren…oder gingen Essen. Dank meines Lehrers Carlos, wussten wir nach kurzer Zeit wo es sich lohnte zum Essen zu gehen und was gerade angesagt war.
Für uns war Córdoba Liebe auf den zweiten Blick. Die Stadt bietet sehr viel, man muss sein Glück aber auch teilweise suchen. Neben den unzähligen, hübschen Gebäuden wie Kirchen und Museen, findet man auch viel Neues. Nicht immer ist es eine architektonische Meisterleistung, doch die Mischung aus Jung und Alt ist irgendwie erfrischend. So wie die Stadt an sich. Jung und Alt vermischt sich. Viele Studenten aus aller Herren Länder feiern und halten die Stadt jung. Im Stadtteil Nueva Cordoba brennt der Bürgersteig. Kneipen und Restaurantes neben kleinen Shops wo junge Designer ihr Können beweisen (meistens). Am Wochenende ist stets die FERIA artesanal, ein Markt in und auf den Stassen des Stadtteils, wo man hübsche Sachen aus der Region erstehen kann.
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| Hier leben und arbeiten die "jungen wilden" |
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| Wir lernten sehr nette Chilenen kennen (Jaime & Hector)... |
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| ...und trafen alte Bekannte! |
Wir hatten einen sehr lustigen Abend in der Sprachschule, zudem Carlos und seine Partnerin Analy eingeladen hatten. Alle Sprachschüler waren versammelt. Das Erfreulichste war, dass eine Gruppe junger Argentinier Deutsch lernen, weil sie die Sprache einfach mögen und schön finden.
Aha. Gut zu wissen. Alles waren äusserst nett und interessiert. Gezecht wurde bis in die Nacht.
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| der italienische Platz |
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| "Angela" die Grosse! (Höchste Gebäude von Córdoba |
http://de.wikipedia.org/wiki/Mate
Jeder "Gringo" sollte diese Geschichte hören, bevor er auf Mate und seine Trinker zugelassen wird. Man kann Einiges im Gebrauch und im Umgang falsch machen.
Córdoba ist irgendwie „tranquillo“…und ihre Bewohner irgendwie auch, Strassenhunde sonnen sich am Strassenrand... Einfach „una buena onda“ (onda = Welle) so sagt man hier zu „guter Stimmung/Feeling“. Die Sprache ist hier allerdings etwas anders. Bzw. die Wörter…Hier fährt man mit dem AUTO (und nicht mit „el coche“) und wenn man in der Stadt nach einer PLAYA fragt kommt man in ein Parkhaus und nicht an den Strand.
In Córdoba gibt es Trolleybusse oder genauer gesagt: OBERLEITUNGSBUSSE. Das Interessante ist, dass diese NUR von Frauen gefahren werden. Jeder weiss das. Aber niemand kann uns sagen, weshalb. Männer haben dazu Ihre eigene Erklärung, welche aber nicht belegt ist...(und welche Frauen nicht interessiert.)
Wer mir also sagen kann WARUM das so ist, möge sich bitte bei mir melde. Recherchen laufen bereits auf Hochtouren…
Weiterhin gibt es in Córdoba zwei Arten von Polizisten…um die Anzahl von Arbeitslosen zu minimieren…diese Menschen können in einem 3 monatigen Workshop lernen, wie sich ein Polizist zu verhalten hat. Dann bekommen sie eine Knarre an den Gürtel und eine leuchtende Schärpe um den Oberkörper und stehen mit den „richtigen“ Polizisten auf der Strasse und sorgen für Sicherheit…
Es ist viel Polizei im Einsatz. Wir fühlten uns zu jeder Zeit sehr sicher, auch nachdem wir erfahren hatten, dass unsere Wohnung am Rande des Rotlichtviertels lag.
Eine Menge von den beiden Polizisten-Varianten trafen wir auch am Stadion. DAS Stadion wo 1978 das Grösste für Österreich passierte. 3:2 gewann Österreich gegen Deutschland und wurde Weltmeister. Klar, dass wir uns diesen historischen Ort anschauen mussten. Das Stadion ist inzwischen umbenannt. „Estadio Mario Kempes“…unnötig zusagen, dass genau dieser argentinische Herr Kempes im Heimatverein von Clemens „VSE = Voith schwarze Elf Sankt Pölten“ erfolgreich gekickt hat. Clemens ist der Überzeugung, dass es durch seine Herausragenden Leistungen in Österreich, den Station Titel in Córdoba erhalten hat. Na klar. So wird es gewesen sein. Wer in Österreich, bzw. in Sankt Pölten gut spielt, der bekommt DANN erst – und NUR dann ein Stadion nach ihm benannt. Also ich finde es klingt einleuchtend.
Córdoba ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Kulturell sehr wertvoll und wenn man auf Kirchen steht sowieso. Sie sind alle schön, wirklich!
Richtig grün ist die Stadt nicht, aber Rückzugsmöglichkeiten gibt es. Gerade im sehr schönen Umland, welches in kurzer Zeit erreichbar ist.
Córdoba? Daumen hoch!
Am Samstag, 01.10. machten wir uns auf...
Wie jedes Jahr! Auch dieses Jahr ging es zum Oktoberfest. Und das lag nur 75 km von Córdoba entfernt in Villa General Belgrano…na denn? O´zapft is…
























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